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Zoloft und Blutchochdruck

Verfasst: 01.12.2004 20:16
von Marc
Hallo erstmal ... Bin gerade neu im Forum und habe schon eine Frage... :lol:
Ich habe vor ca. 3 Monaten angefangen Zoloft zu nehmen, und zwar 50 mg pro Tag. Bekommt meinem Kopf auch eigentlich ganz gut, habe aber mit einem ständigen Bluthochdruck zu kämpfen... Kaffee und rauchen habe ich deshalb schon aufgegeben weil mich das zusammen mit Zoloft schon einmal in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses gebracht hat :( .
Ich habe mir vor ca. 4 Wochen von meinem Arzt also Blutdruck senkende Mittel geholt, die ich nun zusätzlich mit dem Zoloft nehme. Hält den Blutdruck auch einigermaßen im Zaum , aber das auch nur so gerade eben, und auch nur ohne Kaffee/ Zigaretten, sonst gehts halt schief.

Hat irgendjemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht ? Ist das eine normale Nebenwirkung die ich in Kauf nehmen muß oder vertrage ich diese Substanz einfach nicht ? In den Beipackzetteln ist von Bluthochdruck nichtmal was erwähnt und mein Neurologe hat mir auch nichts davon erzählt.... Wär echt ärgerlich wenn ich das Medikament absetzen müßte, wo es mir ansonsten doch so gut bekommt, aber ich denke z.zt. echt drüber nach...

MARC
:D

Verfasst: 02.12.2004 08:47
von Uschi
Hallo Marc,
Ich habe vor ca. 3 Monaten angefangen Zoloft zu nehmen, und zwar 50 mg pro Tag. Bekommt meinem Kopf auch eigentlich ganz gut, habe aber mit einem ständigen Bluthochdruck zu kämpfen... Kaffee und rauchen habe ich deshalb schon aufgegeben
Bekommt Dir meiner Meinung nicht so gut, Sonst hättest Du keinen hohen Blutdruck. War Dein Blutdruck vorher normal?
Kann Dir Dein Arzt nicht was anderes verschreiben? Es gibt ja auch noch andere Antidepressivas.
Ich selbst habe auch hohen Blutdruck, allerdings schon lange Jahre. Das ist bei uns in der Familie erblich bedingt. Ich muß da auch was nehmen, da meine Werte bei 200/120 lagen. Durch das Paroxetin hat sich da bei mir jedoch nichts verändert. Ich rauche gar nicht und auch Kaffee trinke ich nie mehr als drei Tassen pro Tag. Das hatte alles keinen Einfluss auf meinen Blutdruck.
Ist das eine normale Nebenwirkung die ich in Kauf nehmen muß oder vertrage ich diese Substanz einfach nicht ? In den Beipackzetteln ist von Bluthochdruck nichtmal was erwähnt und mein Neurologe hat mir auch nichts davon erzählt...
Diese Nebenwirkung mußt Du nicht in Kauf nehmen! Und auch diese Nebenwirkung mit einem Mittel gegen Bluthochdruck zu bekämpfen ist nicht gut. Du kommst da ganz schnell in einen Medikamentenkreislauf rein. Auch die Blutdruckmittel sind nicht ohne, bei mir wurde lange ausprobiert , bis eines gefunden wurde das keine Nebenwirkungen für mich hat. Auch Dein Neurologe weiss längst nicht alles. Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente. Du halt mit Bluthochdruck. Wäre meiner Meinung nach ein Anlass ein anderes Medikament zu probieren.
Wär echt ärgerlich wenn ich das Medikament absetzen müßte, wo es mir ansonsten doch so gut bekommt, aber ich denke z.zt. echt drüber nach...
Es bekommt Dir eben nicht gut! Sonst hättest Du dadurch keinen hohen Blutdruck!
Was tust Du sonst noch gegen Deine Soziale Phobie und Deine Depressionen? Machst Du auch noch eine Therapie ?

lieben Gruß an Dich Uschi

Verfasst: 02.12.2004 10:40
von SandraF
Hallo Marc,

wichtig zu wissen wäre, ob du vor der Einnahme von Zoloft schon Bluthochdruck hattest.

Wie sieht es mit deinem Gewicht aus, hast du evtl. Übergewicht? Treibst du regelmäßig Sport? Stress kann den Blutdruck auch erhöhen. Trinkst du Alkohol?

Hier habe ich einen Link gefunden

http://www.aerztezeitung.de/docs/2001/1 ... zkreislauf

Viele Grüße
Sandra

Verfasst: 03.12.2004 21:16
von Marc
hey leute ! erstmal danke für eure bemühungen :) , werde aber erst frühestens morgen antworten können... habe z.zt. viel zu tun...

MARC

Verfasst: 03.12.2004 23:17
von Marc
ok da bin ich wieder . werde jetzt gerade nicht auf die briefe von euch beiden süßen antworten (nur teilweise ) sondern frei von der leber schreiben... jich bin nicht übergewichtig ( vielleicht 5 kilo zuviel, aber dann kann man ja nicht von übergewicht sprechen und 2. ja ich trinke (auch wenn ich es in den letzten wochen auf 2 tage die woche beschränkt habe ). klar ein teil des blutdruckproblems kommt daher, aber auch nur zum kleinen teil ( hatte auch schonmal zwischendurch nicht 1 schluck alkohol in 1 monat getrunken und viel hat es auch nicht gebracht)... bin jetzt gerade 2 tage ohne zoloft und ich merke ein wenig körperlichen entzug, aber nichts was nicht zu verkraften wäre ( ab und zu panik, bischenfiebriges gefühl, nicht zu vergleichen mit meinen blutdruckrushes aus der letzten zeit). das größte problem bei der ganzen sache ist eigentlich das zurückfallen in die alten gedanken und verhaltensmuster die mir all zu gut bekaant sind ( soziophobie und die ganze seuche, das gefühl klein zu sein usw....). im grunde genommen bin ich von natur aus nicht depressiv eher ängstlich, was ich wohl von meiner mutter habe, die auch immer aqngst vor dem leben hatte und dem von meinem vater nicht echt gegengearbeitet wurde und daraus resultieren halt meine depressionen . zoloft hilft mir meine angst zu verlieren wenn da nur nicht diese blutdruckscheissse wäre.... das ämusante an der ganzen sache ist auch das jeder von euch der mir auf der straße begegnen würde mich als einen aalglatten viel zu selbsrbewußten "dynamischen" menschen einschätzen würde... den echten unternehmertypen und held im leben... hehehe... LOL.... auch im 1. umgang und kontakt mit menschen bin ich genau diese person, aber ich besitze nicht die fähigkeit mich innerhalb einer näheren menschlichen bindung wohl zu fühlen. auf professionellem/ beruflichen niveau bin ich immer ein gewinner, sobald es näher wird der größte loser den ich kenne. Ich habe eine starke ausstrahlung auf frauen(mir wird auf der strasse ständig hinterhergeschaut) und sehe sehr gut aus, aber habe nun seit 6 jahren keine freundin mehr gehabt wegen oben genannter mißstände..., ( kotzt mich übrigens echt an weil ich menschen (allgemein) und frauen echt liebe :) . aber naja, kann halt nichts dran ändern außer mir zoloft in meinen kopf zu knallen.

ok, habe genug für heute , falls meine geschichte zu negativ für die site ist bin ich nicht sauer wenn ihr sie streicht....

alles gute

MARC

Verfasst: 04.12.2004 08:19
von Uschi
Hallo Marc,
:D Denke gerade über deinen Beitrag nach, werde Dir noch antworten, hab nur heute morgen wenig Zeit, da ich arbeiten gehen muß!


Bis dann Uschi

Verfasst: 04.12.2004 10:48
von SandraF
Hallo Marc,

ich muss dir leider widersprechen. :wink: :)

Wenn es so ist, wie du sagst, dass du 5 kg mehr, als normal wiegst, dann handelt es sich um Übergewicht. Hebe einen 5 kg-Sack Kartoffeln hoch, dann weißt du wie schwer der ist.... Eine Alkoholpause von 1 Monat ist viel zu kurz, um den Blutdruck zu regulieren, es ist besser, auf Dauer wenig Alkohol zu trinken. :wink: :)

Liebe Grüße
Sandra

Verfasst: 04.12.2004 13:00
von Linda
Ich finde, man/frau misst sich viel zu viel an der angeblichen "Norm". Ich kenne viele Menschen, die in ihrem Leben Probleme regelrecht "kreieren", weil sie sich ständig an der sogenannten Norm messen und sich dadurch minderwertig finden. Unsere Gesellschaft legt "Standards" fest, denen wir alle entsprechen sollen und dadurch entsteht ein großer Druck auf uns alle. Ich finde es nicht wichtig, den Normen zu entsprechen, solange man sich wohl und gesund fühlt. Natürlich gibt es Grenzen, die eine negative Wirkung auf die Gesundheit haben können. Wo diese Grenzen sind, ist eine ganz individuelle Angelegenheit.

Persönlich finde ich 5 kg mehr auf den Rippen nicht tragisch. Mein Gewicht fluktuiert auch übers Jahr - im Herbst lege ich immer etwas zu und ich denke, dass ist eine natürliche Reaktion des Körpers, sich auf die bevorstehende kalte Jahreszeit vorzubereiten. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass 5 kg einen großen Einfluss auf den Blutdruck ausüben, es sei denn, man ist sehr klein und die 5 kg stellen einen hohen Anteil am Körpergewicht dar.

Auch was den Blutdruck selbst betrifft, scheiden sich die Geister, was ein "Normalwert" ist. Bei einem kann die "Norm" viel höher liegen, als beim anderen - pauschale Aussagen, wie "mein Blutdruck ist zu hoch" sollten daher auch immer mit Vorsicht genossen werden und im Gesamtzusammenhang gesehen werden.

Linda

Verfasst: 04.12.2004 13:22
von SandraF
Hallo Linda,

jemand, der einigermaßen sportlich ist, wenig Alkohol trinkt und 5 kg mehr "auf den Rippen" hat , der wird wahrscheinlich kein besonderes gesundheitliches Problem haben, da stimme ich dir zu.

Jemand, der die 5 kg im Bauch- und Hüftbereich sitzen hat (das haben die Männer leider besonders häufig, das ist belastend für Herz und Kreislauf und da sind 5 kg schon eine Menge), sich wenig bewegt und regelmäßig Alkohol trinkt, da sieht es vielleicht schon anders aus. Dazu noch psychische Probleme (Ängste, Depressionen) d. h. täglicher Stress, diese Einflüsse können sich insgesamt schon negativ auf die Gefäße auswirken.

Ich kenne Leute, die schlank sind!! obwohl sie sich gerne Pommes & Co. gönnen, kaum Sport treiben, viel rauchen, beruflichen Stress haben , die hatten schon mit Mitte 40 ein oder sogar zwei Schlaganfälle!

Eine gesunde Ernährung und eine sportliche Betätigung sind schon sehr wichtig, ich finde es geht dabei nicht darum, einer Norm zu entsprechen, sondern sich körperlich gesund zu erhalten und letztendlich dadurch auch die Psyche zu stärken. :wink: :)

Liebe Grüße
Sandra

Verfasst: 04.12.2004 14:13
von Linda
Hallo Sandra,
SandraF hat geschrieben: Eine gesunde Ernährung und eine sportliche Betätigung sind schon sehr wichtig
Ja, das denke ich auch. Und eine positive Einstellung dem eigenen Körper gegenüber ist auch ein wichtiger Punkt.
SandraF hat geschrieben: Dazu noch psychische Probleme (Ängste, Depressionen) d. h. täglicher Stress, diese Einflüsse können sich insgesamt schon negativ auf die Gefäße auswirken.
Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt. Ich spüre es förmlich, wie mein Blutdruck steigt, wenn ich irgendeinem Abgabetermin entgegenhechle. Vielleicht ist Stress aller Art unser größter Feind!
SandraF hat geschrieben: Ich kenne Leute, die schlank sind!! obwohl sie sich gerne Pommes & Co. gönnen, kaum Sport treiben, viel rauchen, beruflichen Stress haben , die hatten schon mit Mitte 40 ein oder sogar zwei Schlaganfälle!
Klar, so eine ungesunde Lebensweise kann nur negative Auswirkungen haben. Dass die Ernährung eine große Rolle spielt, zeigt sich z.B. darin, dass die Franzosen wesentlich weniger an Herz-Kreislaufstörungen leiden als die Schotten, zum Beispiel. Dabei spielt aber der Rotwein auch eine Rolle ....
SandraF hat geschrieben: ich finde es geht dabei nicht darum, einer Norm zu entsprechen, sondern sich körperlich gesund zu erhalten und letztendlich dadurch auch die Psyche zu stärken. :wink: :)
Da bin ich ganz Deiner Meinung. In unserer Gesellschaft wird viel zu viel Wert auf Oberflächlichkeiten gelegt. Nicht umsonst gibt es so viele Essstörungen bei jungen Menschen - und nicht nur bei den Mädchen. Den eigenen Körper zu verachten, nur weil er nicht irgendeiner fiktiven Norm entspricht, spielt meiner Meinung nach eine große Rolle bei einigen psychischen Störungen bei jungen Menschen. Oder wenn wir das Gefühl haben, minderwertig zu sein, weil wir im Leben nicht das erreichen, was wir meinen, das die Gesellschaft von uns erwartet, irgendwie "versagt" zu haben. Wir sind alle viel zu viel Druck ausgesetzt, es ist wirklich schwierig, sich dagegen zu wehren.

Linda

Verfasst: 04.12.2004 14:28
von SandraF
Hallo Linda,

ja, das ist ein Problem unserer heutigen Zeit, leider. Sich anzunehmen, so wie man ist.....Auch wenn man normalgewichtig ist, hat man nicht automatisch einen makellosen "Modelkörper" (ich spreche da aus eigener Erfahrung). :wink: Es kommt sehr auf die innere Einstellung an. Durch die Fernsehsendungen usw. wird es immer schwieriger, sich zu akzeptieren. Man sieht im Fernsehen und in den Zeitschriften fast nur noch schöne Menschen und wenig normale, höchstens die Politiker sehen noch normal aus. Aber da werden Leute, wie z. B. Angelika Merkel wegen ihres Aussehens (Frisur) auch gleich ständig "verarscht".

Mir fällt in der letzten Zeit z. B.besonders auf, dass alle Personen, die man regelmäßig im Fernsehen sieht, neuerdings ganz weiße Zähne haben, da kommen mir meine "normalen" schon vor wie ungepflegte "Käsezähne", obwohl sie ganz normal und gepflegt sind. :cry:

Liebe Grüße
Sandra

Verfasst: 04.12.2004 14:46
von Linda
Ja, es ist wirklich schlimm, wie die Medien es schaffen, uns eine Welt zu präsentieren, die es gar nicht wirklich gibt. Das Streben nach einer illusorischen Perfektion macht viele mit sich selbst und der eigenen Umwelt unzufrieden. Schade - das Leben kann so schön sein!

Linda