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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Hallo sind das Absetzsymptome ???

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Dennis S.
Beiträge: 19
Registriert: 12.12.2004 19:09

Hallo sind das Absetzsymptome ???

Beitrag von Dennis S. »

Hallo alle zusammen,

bin froh diese Seite gefunden zu haben.
Zu mir, ich heiße Dennis bin 28 Jahre und hab einen 15 Wochen alten Sohn.

Wie ich sehe habt ihr alle ähnliche Probleme wie ich.

Ich nehme seit ca 3Jahren Seroxat 20 mg dann 15 mg und seit 5 Wochen 10 mg. Und da gings los. Schlafstörungen Unruhe Angst die Kontrolle zu verlieren oder schizophren zu werden. Zählt das zu den Absetzsymptomen ?? Oder werde ich schizoph´ren habe solche Angst.

werde mich nochmal ein bischen Umschauen bis dann.


Dennis
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SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Dennis,

willkommen im Forum und herzliche Glückwünsche zur Geburt deines Sohnes. :)

Ja, lese dir alles in Ruhe durch, wenn du Fragen hast, dann melde dich ruhig. Die Sympome die du beschreibst, können durchaus Absetzprobleme sein. Setzte die SSRI lieber langsamer ab, das ist bestimmt besser. :)

Liebe Grüße
Sandra
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
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Beitrag von Linda »

Hallo Dennis,

von mir auch ein herzliches Willkommen.

Weswegen wurde Dir Seroxat verschrieben?

Linda
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Hallo Dennis,

ob es sich in deinem Fall um Absetzsymptome handelt, kann man ohne weitere Kenntnisse über deine Erkrankung und den Verlauf nicht so einfach sagen.
In meinem Fall waren es welche. Neben den Symptomen die du beschreibst kamen bei mir noch Weihnkrämpfe dazu. Ich fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes "verrückt", d.h. ich war nicht mehr in meiner Mitte und völlig verunsichert. Nachdem ich für einige Zeit zur alten Dosierung von 20mg zurück gekehrt war, begann ich eine ganz langsame Reduzierung - besser gesagt milligrammweises Ausschleichen. Im März begann ich damit. Jetzt, 9 Monate später, bin ich bei 4mg.
Ich hätte nie gedacht, dass ich so empfindlich auf jeden einzelnen Schritt reagiere.

Ich wünsche dir und jedem anderem hier ebenfalls, dass ihr es schafft.

Herzlichst
Astrid
Dennis S.
Beiträge: 19
Registriert: 12.12.2004 19:09

Beitrag von Dennis S. »

Hallo
vielen Dank für eure Antworten ich nehme seit 3 jahren wegen einer Agoraphobie mit Panikattacken Seroxat. Wunderlich ist nur das ab 10 mg 3-4 Wochen später erst Absetzsymptome wie Unruhe schlafstörungen und Angst vor Kontrollverlust kommen.
Ist das wirlich so und wie lange ???

Wie lange nehmt ihr denn so schon Seroxat ??

Gruß an alle

Dennis
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Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Hallo Dennis,

meine Seroxat- bzw. Paroxetin-Einnahme kannst du im Profil und in meinem Erfahrungsbericht nachlesen.
Mir hat das Medikament sehr gut gegen Depressionen, Angstzustände und chronische Panik geholfen. Die Panik ging unter der Einnahme immer mehr in Attacken über, die dann langsam abschwächten, immer weniger wurden und zum Schluss nach über einem Jahr unter Paroxetin nahezu ganz ausblieben. Das war sehr befreiend und tat sehr gut.
Begleitend zu der Medikation habe ich eine intensive Therapie gemacht. Die ist nun beendet - erfolgreich hätte ich bis vor kurzem noch gesagt. Aber leider haben auch mich erneut Symptome erwischt. Die 4mg Paroxetin nehme ich nur noch, weil das Ausschleichen es eben erforderlich macht. Gegen aufkommende Depressionen und Panik helfen sie nicht. Dafür ist es zu wenig.

Sprich:
Das Medikament alleine konnte nicht heilen. Entscheidend ist der therapeutische Weg, der aber häufig erst gangbar ist, wenn die Symptome mit einem Antidepressivum einigermaßen unter Kontrolle sind.
Bleibt die medikamentöse Wirkung dann durchs Reduzieren aus oder zu gering und treten erneut Symptomauslöser auf, dann zeigt sich, wie weit die Therapie gegriffen hat.
Das zumindest schließe ich aus meiner persönlichen Erfahrung.
Auf jeden Fall habe ich einen deutlichen Unterschied zwischen Absetzsymptomen und den anderen wahrgenommen.

Es kann also auch in deinem Fall sein, dass es sich entweder um Absetzsymptome handelt oder um ein erneutes Auftreten der bekannten Symptomatik. Das kannst nur du selbst für dich herausfinden.
Soweit ich weiß treten Absetzsymptome nicht unbedingt unmittelbar nach der Reduzierung auf. Dazwischen können durchaus auch längere Zeitabschnitte liegen.
Sollte es sich eher um das erneute Auftreten der Symptome handeln, dann solltes du prüfen a) was sie auslöst, b) was du brauchst, um sie zukünftig nicht mehr zu bekommen und c) was du auf therapeutischem Weg erreicht hast und noch erreichen kannst.

Ich hoffe, meine Ausführungen können dir ein bißchen helfen.

Grüße von Astrid
Adelheid
Beiträge: 2
Registriert: 18.10.2004 18:32
Wohnort: Bruttig

Beitrag von Adelheid »

Habe dieses Medikament 18 Monate genommen, wegen Agoraphobie und diverser anderer Ängste. Habe dann schlagartig abgesetzt wegen massiver Gewichtszunahme und schlechten Leberwerten, und außerdem gings mir auch ganz gut. Die Absetzsymptome fingen drei Tage nach der letzten Tablette an, starke Übelkeit, Schwindel, Aggression, Depression, ich konnte mich selber nicht leiden, und immer der Gedanke nimm das Zeug wieder, es ging dir doch gut. Ich habe mich dann abgelenkt, bin viel raus gegangen, obwohl es durch den schlimmen Schwindel schwierig war, jetzt nach über zwei Monaten, kann ich sagen, bin ich hoffentlich clean, was ich jetzt noch spüre sind Reste meiner alten Angst, die mich hoffentlich noch etwas in Ruhe läßt, meine Leberwerte sind rückläufig. Ich hoffe ich brauche dieses Zeug nicht mehr, obwohl ich damals froh war, daß es es gab, aber keine Wirkung ohne Nebenwirkung.
Gesperrt