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Verfasst: 03.11.2003 14:17
von CloneX
Hi Anne,

ich hoffe Dir geht es bald besser.

Meinst du, es könnte auch sein, dass das Amitriptylin die Entzugssymptome Paroxetine nur verdeckt hat ? Bringen tryziklische ADs etwas bei SSRI Entzug ? Oder sind es wirklich wiederkehrende Probleme ?

Du wirst das schon schaffen :wink:

Verfasst: 03.11.2003 14:17
von Linda
Liebe Anne, ich habe eine Empfehlung von ProzacAwareness gegen Schlafstörungen. Jane hat es mir auch aufgeschrieben. Inositol, B8, 3000 mg täglich. Ich weiß, dass Du nicht so gut auf Ernährungsergänzungen zu sprechen bist, aber ein gesunder Schlaf ist eine Voraussetzung für Deine Erholung.
Jessica hat auch "Passin" genommen, das ist ein Passionsblumeextrakt und sie fand es sehr wirkungsvoll.
Schlafstörungen kommen leider öfters nach dem Absetzen der SSRI vor, es scheint bei den Trizyklischen nicht anders zu sein.
Warum schreibst Du, dass Du unvernünftig abgesetzt hast?

Erhole Dich gut, und wenn wir irgendwas für Dich machen können, mußt Du nur sagen.

Liebe Grüße

Linda

Verfasst: 03.11.2003 14:25
von CloneX
http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=1978&t=aktuell ...das Zeug is also für Mensch und Tier :)

KRAFT

Verfasst: 03.11.2003 15:10
von Heidi
Liebe Anne,

ich habe den Bericht von Dir gelesen. Ich möchte Dir gaaaaaaanz viel Kraf schicken, damit die Zeit schnell vergeht und es Dir wieder etwas besser geht!!!!

Der erste Teil deines Berichtes hat mich richtig nervös gemacht, weil man direkt mitleidet. Als ich dann weitergelesen habe und jetzt weiß, dass Du krankgeschrieben bist, ist mir schon wieder ruhiger. Es hängt wahrscheinlich damit zusammen, weil ich mich monatelang in die Arbeit geschleppt habe und mich doch so sehr nach Ruhe sehnte. Zumindest hast Du Dir jetzt da schon einen gewissen Druck genommen.

Du weißt es selber, es wird etwas dauern, bis man sich wieder ein wenig erholt hat. Ich bin mit meinen Gedanken ganz fest bei Dir und wünsche Dir alles erdenklich Gute!!!.

Alles Liebe - Heidi -

Verfasst: 03.11.2003 15:21
von Jade
Liebe Anne,
auch von mir alles,alles Gute.
Und ich finde,alles was Du schreibst klingt sehr positiv.

Du hast Dich krank schreiben lassen,denkst an Dich,überdenkst....und das ist doch alles wunderbar.

In der Zeit,als ich damals nur noch irgendeine Pille wollte, die mir hilft habe ich nicht mehr drüber nachgedacht,wie ich lebe,leben möchte,sondern wie ich den Tag überstehe um irgendwann wieder an den Punkt zu gelangen,leben zu können.
Auch mit allen Gefühlen wie Glück und Trauer,Angst und Zweifel,Wut und hüpfender Freude.Aber nie ganz am Rande der Verzweiflung,des Wahnsinns ....sondern mitten drin.

Alles Liebe
Jade

Verfasst: 03.11.2003 16:01
von venustus
Liebe Anne,

ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an und wünsche Dir, daß
das, was Du erzielen möchtest, sich realisiert!!!
Ich war oft genug an einem Punkt angelangt, wo ich dachte, es gibt nur
zwei Möglichkeiten, entweder, ich schaffe es und tue etwas dafür oder
ich resigniere, gebe auf oder verlasse mich nur auf die Pillen - und die Abwärtsspirale ist vorprogrammiert.
Ich freue mich, daß Du Dich entschließt, ohne Pillen Dein Leben in den Griff zu bekommen.

Ich reiche Dir die Hand, denn das selbe strebe ich auch an!

Ich habe vor geraumer Zeit mal eine Art
Aufstellung für mich errichtet, was mich bewegt und was ich erreichen möchte und bin zu folgendem Resultat gekommen:

Wovor ich Angst habe?
-dass ich mein Leben nicht geordnet bekomme...
-dass ich Menschen verletze, die mir sehr viel bedeuten...
-dass ich Fehlentscheidungen treffe
-dass ich nicht richtig erkenne, was schlecht, richtig und gut ist
-dass ich den Glauben an mich verliere...
-dass ich nie finden werde, wonach ich suche...

Wonach ich suche?
-nach einem gleichberechtigten Partner, mit dem ich alle Hürden des Lebens meistern kann...
-nach Menschen in meiner Nähe, die mich annehmen und die ich annehmen kann und darf...
-nach einem sozialen "Netz", in dem ich mich einordnen kann und in dem ich so sein darf, wie ich bin...
-nach der Erkenntnis, was ich im Leben will (privat wie beruflich)
-nach Liebe, Wärme und Geborgenheit
-nach einem Leben in und mit der Natur
-nach der Erkenntnis, den richtigen Weg mit Gott zu gehen (leider habe ich
mich auch hier ein wenig entfernt. Ich spüre nur täglich, dass er mich immer begleitet und leitet

Es hat seine Vorteile, eine Art 'Struktur' niederzuschreiben um in schwierigen Zeiten wieder eine Art Orientierung zu finden oder sie
evtl zu korrigieren.

Das ganze kam übrigens zusatnde nach einer Diskussion mit einem Freund ....


Viel Kraft und Erfolg
wünscht Dir
Andrea

Verfasst: 03.11.2003 19:43
von nettchen
Hallo Anne,

kann mich den vielen Genesungswünschen für dich nur anschließen. Mir bleibt nur übrig zu sagen: "Viel Glück auf deinem Weg!!!"
:lol:
Netti

Verfasst: 03.11.2003 21:15
von Pascal
Erstmal, ein richtiges Dankeschön, was Du uns hier im Forum schon gutes getan hast. :lol:

Ich finde es toll, das Du die Pillen absetzest. Ich verstehe Dich gut. Es ist hart, durch die "Watte-Wolke" wieder die harte Welt zu spüren. Ich weiss im moment auch nicht, ob ich wieder an einer Depression bin oder immer noch mit Absetzsymptomen kämpfe. Ich habe wieder das Gefühl, die aussenwelt nicht richtig wahrzunehmen und irgendwie in der Welt zu schlafen. Alles finde ich grau und interessiert mich nicht.

Ich werde aber ohne Pillen weitermachen. Schliesslich ist auch Winter, eine Zeit wo mal schnell eine Depri Phase kommen kann.

Ich habe heute wieder gearbeitet, nachdem ich zwei Wochen Ferien hatte. Ich habe mich heute schon genervt. Ich muss es lockerer sehen bin aber nie locker. Vielleicht kommen diese Probleme von dort.

Gruss
Pascal

Verfasst: 04.11.2003 11:16
von Anne
Hallo!
@CloneX
Deine Fragen zu beantworten ist sehr schwierig. Ich habe Amitripylin erst sechs Monate nach dem Absetzen von Paroxetin eingenommen. Damals ging es mir schon wieder relativ gut, abgesehn davon, daß ich ziemlich erschöpft war von den vorausgegangenen Ereignissen. Ich kann aus meinen Erfahrungen nicht ableiten, ob es etwas bringt Trizyklika zur Linderung von Absetzerscheinungen von SSRI einzunehmen.

@Linda
Danke für die Tips. Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Nahrungsergänzungsmittel. Ich bin nur inzwischen sehr vorsichtig geworden.
Meine Schlaflosigkeit ist nicht mehr so schlimm. Ich kann einige Stunden durchschlafen und fühle mich relativ erholt.
"Unvernünftig" hab ich mich nur deshalb genannt, weil ich ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt habe. Hier im Forum rate ich immer allen zuerst den Arzt zu befragen und selbst mach ich es auch nicht....

@Heidi
Ja, ich hab mich auch Monate auf die Arbeit geschleppt. Mein Zusammenbruch ist ja schon eineinhalb Jahre her... Ich hab mich zwar immer wieder Tage und wochenweise krankschreiben lassen, aber immer mit dem Druck im Nacken wieder funktionieren zu müssen und weitermachen zu müssen. Jetzt reift in mir langsam der Gedanke diese Stelle zu kündigen und mich nach etwas anderem umzusehn... Und ich will mir endlich die Zeit gönnen, mich so richtig zu erholen...

@Jade
Heute sehe ich auch, daß ich damals, als ich mir Paroxetin habe verschreiben lassen, nur wieder funktionieren wollte. Und nicht darüber nachgedacht habe ob die Umstände in denen ich lebe wirklich das sind was ich möchte. Ob es sich wirklich lohnt sich an diese Stiuationen anzupassen. es wird Zeit herauszutreten und die ganze Geschichte mal mit Abstand zu betrachten.

@Andrea
Deine Ziele und Wünsche finde ich wunderschön. Es hat mich angeregt für mich selbst nachzudenken und mir auch über meine Wünsche klarer zu werden.

@nettchen
Danke, und auch Dir alles Gute auf Deinem Weg.

@Pascal
Ich finde das Leben ohne Medikamente auch schwieriger. Ich bin emotional hochempfindlich und leicht verletzbar. Aber irgentwie auch lebendiger, echter.

Verfasst: 04.11.2003 15:21
von Oliver
Hallo
Anne hat geschrieben: Heute sehe ich auch, daß ich damals, als ich mir Paroxetin habe verschreiben lassen, nur wieder funktionieren wollte. Und nicht darüber nachgedacht habe ob die Umstände in denen ich lebe wirklich das sind was ich möchte.
Jade hat geschrieben: In der Zeit,als ich damals nur noch irgendeine Pille wollte, die mir hilft habe ich nicht mehr drüber nachgedacht,wie ich lebe,leben möchte,sondern wie ich den Tag überstehe um irgendwann wieder an den Punkt zu gelangen,leben zu können.
*groschen fall*
Genauso war es bei mir auch! Ich hatte es soooo satt mich im Schneckentempo voranzuquälen und immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Ich WOLLTE das Geseier von wegen biologische Ursachen und wie toll weit die Medikamentenforschung da heute schon ist dann irgendwann glauben ... Ich wollte einfach mal wieder funktonieren, studieren, ein "normales" Leben führen, keine Angst vor Menschen haben müssen, mich nicht monatelang verkriechen müssen ... Hat nich geklappt.

Oliver[/quote]