Seite 1 von 1
Wie lange kann man Seroxat bedenkenlos nehmen ??
Verfasst: 27.12.2004 11:06
von Dennis S.
hallo alle zusammen
einen guten rutsch ins neue Jahr wünsche ich allen.
Wie lange kann man Seroxat bedenkenlos nehmen ??
komme mit meiner Dosis nicht unter 10 mg und habe es nun schon 3 Jahre genommen, geholfen hat es ganz gut aber muß ich irgendwelche langfristigen Nebnwirkungen außer halt die bekannten Absetzsymptome erwarten.
Oder ist das Medikament sonst noch irgendwie schädlich.
st es zur Langzeitteraphie geeignet.
Danke
Verfasst: 27.12.2004 12:07
von Uschi
Hallo Dennis,
das weis noch niemand wie die Langzeitfolgen bei den SSRIs aussehen.
Auf meine Frage die ich bisher den Ärzten stellte, bezüglich des Paroxetins das ich nehme bekam ich immer zur Antwort.
Langzeitstudien gibt es noch keine, da diese Medikamente noch nicht so lange zur Verfügung stehen. Aber soweit meine Blutwerte immer im grünen Bereich seien, wäre nichts gegen eine Langzeiteinnahme zu sagen.
Darauf möchte ich mich jedoch nicht verlassen. Was ist mit den Wirkungen die man nicht im Blut messen kann?
Wenn ich an die Absetzsymptome denk frag ich mich auch, ob es eventuell auch Schäden verursacht, die nicht so schnell zu beheben sind?
Ich denke da auch an die Probleme und Symptome die ich so von anderen lese, die schon abgesetzt haben.
Ich möchte das Paroxetin jedenfalls nicht auf Dauer einnehmen.
Gruß an Dich Uschi
Re: Wie lange kann man Seroxat bedenkenlos nehmen ??
Verfasst: 27.12.2004 13:39
von Linda
Hallo Dennis,
Dennis S. hat geschrieben:
komme mit meiner Dosis nicht unter 10 mg
Heisst das, dass Deine Absetzsymptome zu stark sind?
Linda
Antwort Linda
Verfasst: 27.12.2004 13:43
von Dennis S.
Ja leider, treten sie dann verstärkt auf.
Dennis
Gar nicht
Verfasst: 31.12.2004 13:24
von Oliver
Hallo Dennis.
Bedenkenlos nehmen, sollte man Paroxetin überhaupt nicht - dafür birgt es zu viele Risiken. Wenn Du große Probleme beim Absetzen hast, solltest Du versuchen auf Suspension umzustellen, oder Dir in der Apotheke kleiner dosierte Kpaslen herstllen lass und seeeehr langsam ausschleichen. Sehr vorsichtige Schätzungen bei problematischen Fällen sagen, dass man die halbe Einnahmezeit zum Ausschleihen verwenden sollte (bei Dir also 1,5 Jahre).
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 31.12.2004 13:45
von Uschi
Hallo,
Ja leider, treten sie dann verstärkt auf.
Das war bei mir auch so, unter 10mg bin ich auch nicht gekommen. Für kurze Zeit bei 8mg. Wenn ich wieder bei 10mg bin werde ich mir mehr Zeit lassen.
Sehr vorsichtige Schätzungen bei problematischen Fällen sagen, dass man die halbe Einnahmezeit zum Ausschleihen verwenden sollte (bei Dir also 1,5 Jahre).
Also ich nehm das Zeug, seit 3 Jahren, also auch 1,5 Jahre. Wäre logisch, dass das Gehirn diese Zeit braucht, um wieder ins Lot zu kommen. In Gedanken habe ich das auch schon so durchgespielt. Das könnte so klappen. Mal schaun!
Gruß Uschi
Verfasst: 31.12.2004 18:43
von Astrid
Hallo Dennis,
bin jetzt von 20mg bei 3,5 bis 4 mg nach neun Monaten Ausschleichen angelangt. Die 10mg Hürde habe ich auch gespürt, sowie jeden einzelnen milligrammweisen Schritt.
Z.Zt. geht es mir grauenvoll. Anfang November begann meine DepriPhase. Mittlerweile habe ich wieder das volle Programm. Depressionen, Ängste, Panik. Alles dreht sich im Kopf, das Herz rast, Schwächegefühl, Schlafprobleme, ich rede kaum noch und hab mich total zurück gezogen. Kontakt zur Außenwelt besteht nur noch übers Internet. Alles andere kommt viel zu dicht an mich ran.
Ich betrachte es allerdings nicht als Absetzsymptome. Die fühlten sich anders an. In meinem Fall gab es einen Auslöser, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat und der mich trotz aller Therapie und Anstrengungen der letzten Jahre ratlos zurück lässt.
Es wäre so leicht und - ja naheliegend - jetzt wieder zu erhöhen.
Aber ich will es einfach nicht. Es muss einen anderen Ausweg geben.
In der Hoffnung auf eine besseres neues Jahr grüßt dich herzlich
Astrid
Verfasst: 01.01.2005 11:29
von SandraF
Hallo Astrid,
hast du es schon mit Johanniskraut und/oder Passionsblumenkraut-Tabletten (pflanzliches Beruhigungsmittel) versucht?
Liebe Grüße
Sandra
Verfasst: 01.01.2005 13:39
von Astrid
Hallo Sandra,
nach meinen bisherigen Informationen sollte man auf pflanzliche Wirkstoffe basierende Medikamente nicht in Kombination mit Paroxetin nehmen. Daher habe ich es auch noch nicht ausprobiert. Vor 10 Jahren habe ich Johanniskraut hochdosiert genommen. Es half mir damals höchstens die Einbildung, etwas weniger depressiv zu sein, gegen die Panik half es nicht.
Heute geht es mir - bisher jedenfalls - etwas besser. Vielleicht, weil das Jahr 2004, das für mich kein gutes war, ENDLICH vorbei ist und ich mich auf das neue Jahr freue.
Ich wünsche auch dir alles Gute für 2005!
Herzlichst
Astrid
Verfasst: 01.01.2005 15:02
von SandraF
Hallo Astrid,
du hast Recht, Johanniskraut sollte man besser erst nach dem Absetzen der SSRI nehmen. Passionsblumenkraut-Tabletten kann man aber schon während des Absetzens einnehmen, genauso Fischöl-Kapseln.
Ich drücke dir die Daumen, dass es dir 2005 weiterhin gut geht.
Liebe Grüße
Sandra
Verfasst: 02.01.2005 09:00
von Uschi
Hallo Astrid,
hoffentlich gehts Dir bald wieder besser.
Wünsche es Dir von ganzem Herzen für das Neue Jahr
Uschi
