Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Absetzerscheinungen von Cipralex über 7 Wochen hinaus?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Absetzerscheinungen von Cipralex über 7 Wochen hinaus?

Beitrag von Wunderwuzzi »

Ich hatte mit 18 Jahren schwere Panikattacken nach einer depressiven Phase mit Überaktivität (Sissy-Syndrom). Ich habe nach mehreren Psychotherapien die Probleme einigermaßen in den Griff bekommen. Im letzten Jahr allerdings hat sich der Streßlevel (bedingt durch Probleme im familiären Umfeld) stark erhöht. Die Folge waren starke depressive Symptome (Herzstolpern, Kopfschmerzen, Verkrampfheit, Schlaflosigkeit, Wutgefühle, usw.). Der Neurologe verschrieb mir im Oktober 2004 Cipralex. Ich möchte dazu anmerken, dass ich seit 20 Jahren keine Panikattacken mehr hatte. Prompt habe ich am 3. Tag der Einnahme schwere Panikattacken bekommen. Das wiederholte sich am 7. Tag. Es gab noch andere Auswirkungen wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und ein Gefühl der totalen Leere. Ich habe daraufhin entschieden, das Medikament abzusetzen. Mir war klar, dass das Absetzen à la "cold turkey" im Prinzip keine gute Idee ist, aber angesichts der schweren Nebenwirkungen waren mir die ursprünglichen Symptome lieber. Ich habe gelesen, dass die Absetzerscheinungen mehrere Wochen oder sogar Monate andauern können. Ich habe seit 3 Tagen wieder leichte Panikattacken und bin jetzt natürlich verunsichert. Hat jemand schon erlebt, dass der Absetzzeitraum (selbst nach kurzer Einnahme) sich so lange hinziehen kann? Oder hat das Medikament den Stoffwechsel in meinem Gehirn komplett aus dem Lot gebracht? :twisted:

Wäre für jede Antwort dankbar, die mir ein bißchen Hoffnung macht, dass das hoffenlich bloß vorübergehend ist.

LG

Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Wunderwuzzi! :)

Willkommen im Forum, Panikattacken sind, wenn man ein SSRI AD einschleicht, möglich wie schnell hast du denn die Dosis erhöht oder hast du am Ende gleich die volle Dosis vom Anfang an genommen?

Wenn man (zu schnell) absetzt, gehören Panikattacken zu den Entzugserscheinungen hatte auch jede Menge, als ich Zoloft abgesetzt habe.

Hast du dir schon das SSRI-Infopaket durchgelesen da, ist alles sehr gut beschrieben, ich denke du wirst in ein paar Wochen wieder ganz stabil sein.

Liebe Grüße

Hannes
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Volle Post...

Beitrag von Wunderwuzzi »

Hallo! Danke für die Antwort. Ich habe gleich von Anfang an 10mg pro Tag verschrieben bekommen. Ich habe aber gelesen, dass bei Angstsymptomen eine niedrigere Dosis angebracht gewesen wäre (5 mg als Einstieg). Was mich etwas panisch macht, ist dass ich das Medikament "bloß" 11 Tage genommen habe, die Auswirkungen aber bis heute spüre (seit 7 Wochen; jetzt ist die 8. Woche). Die Muskelzuckungen haben nachgelassen, aber die Absetzerscheinungen kommen anscheinend in Schüben. Cipralex ist für mich das reinste Teufelswerk...... :vomit:
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hi Wunderwuzzi!

So hat es ja wohl nicht gehen können 10mg von Anfang an ...... kann bei wenigen gut gehen bei vielen aber NICHT!

Zittern kann noch einige Monate anhalten wird aber sicher immer besser!

Liebe Grüße

Hannes
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Situation report...

Beitrag von Wunderwuzzi »

Hallo! Bin heute in der Früh mit starken Muskelzuckungen und Herzklopfen aufgewacht, aber gottseidank keine Panikattacke. Ich habe gestern viel Wasser getrunken und nehme regelmäßig auch Fischöl-Tabletten (habe aus England die Omega-Tabletten bestellt; die derzeitigen sind von der Drogerie). Frage noch: Ich mache derzeit auch eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie/Hypnotherapie), habe aber den Eindruck, dass die Therapie mein sowieso schon "überempfindliches" Nervenkostüm weiter strapaziert. Vorübergehend aussetzen bis sich das System wieder beruhigt oder nicht aussetzen? Was meint ihr? (Mehrere Monate warten bis sich die Zuckungen, Kopfschmerzen, usw. legen ist schon hart! :cry:). Übrigens bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben......
LG Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo und willkomen im Forum :)

Es ist nicht unbedingt nötig, die Tabletten aus England zu bestellen, der Text ist eine Übersetzung einer Vorlage von der Seroxat Users Group und deshalb steht es auch so drin. Hier in Deutschland gibt es auch gute Präparate, frag doch in der Apotheke nach. Ich werde den Text jetzt ändern. Schaden tut's natürlich nicht, die englischen zu nehmen, zumal sie scheinbar gut sind! Habe übrigens vor kurzem nochmals darüber gelesen, wie effektiv diese Omega 3-Öle sein können, deshalb ist es wirklich wichtig, sie regelmäßig und in einer ausreichenden Dosierung zu nehmen.

Alles, was das zentrale Nervensystem belastet ist momentan nicht gut. Fernsehen, Kaffee, grüner Tee usw. sollte man auch unbedingt vermeiden. Du könntest Passin oder ein anderes Präparat mit Passionsblumenextrakten probieren, es hilft manchmal merklich. Mit der Therapie ist es eine schwierige Frage - einerseits denke ich mir, dass diese Zustände Dich ja so belasten, dass es erstmal prio ist, wieder Deinen normalen Zustand zu erreichen, und natürlich reizen solche Gespräche. Anderseits, wenn Du mit Deinem Therapeuten zufrieden bist und das Gefühl hast, dass Du weiterkommst, wäre es auch schade, nicht weiterzumachen - wie wär's, wenn Du mit Deinem Therapeuten darüber reden würdest? Vielleicht ein paar Wochen pausieren? Es muss nicht sein, dass du monatelange Probleme hast, und die Verbesserung ist meistens schleichend. Akupunktur könntest Du Dir auch überlegen, kann auch sehr effektvoll sein.

Linda
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Beitrag von Wunderwuzzi »

Hallo Linda! Vielen Dank für die informative Antwort. Ich war schon in der Apotheke und habe mir "Passiflorin" besorgt (ich lebe in Österreich, da ist alles a bisserl anders...) und auch schon eine genommen. Deine Tips bezüglich TV, grüner Tee nehme ich mir zu Herzen. Ich versuche seit einiger Zeit mein überempfindliches Nervenkostüm zu schonen. Ich bin allerdings selbständig, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Einerseits kann ich den Streßlevel ganz gut steuern, andererseits bringt dies jedoch gewisse Verpflichtungen den Kunden gegenüber mit sich. Eine letzte Frage jedoch noch: Wie lange können solche Aussetzerscheinungen andauern? Ich habe das Gefühl, dass das in Schüben vor sich geht (einige Tage ok, dann wieder absoluter Tiefstand...). Liege ich da richtig?
LG Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Wunderwuzzi hat geschrieben: Wie lange können solche Aussetzerscheinungen andauern? Ich habe das Gefühl, dass das in Schüben vor sich geht (einige Tage ok, dann wieder absoluter Tiefstand...). Liege ich da richtig?
LG Wunderwuzzi
Da liegst du wahrscheinlich richtig - das ist für viele so.

Wie lange es dauert kann dir keiner vorhersagen. 7 Tage...7 Monate, alles ist möglich. Aber lass dir dadurch keine Angst einjagen - es kann jeden Tag besser werden. Wenn du willst kannst du dich ja auch ein wenig im Forum und auf der Seite umschauen - viele haben ihre Erfahrung gepostet.
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Wunderwuzzi hat geschrieben: Ich bin allerdings selbständig, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Einerseits kann ich den Streßlevel ganz gut steuern, andererseits bringt dies jedoch gewisse Verpflichtungen den Kunden gegenüber mit sich.
Das kenne ich auch - versuche einfach Deine Termine etwas zu dehnen, das bringt schon viel. Termindruck ist das letzte, was Du brauchst. Habe gestern bis nachts um 1 gearbeitet und die Nacht davor bis 3 - sehe heute aus wie schon mal gegessen ....
Wunderwuzzi hat geschrieben: Eine letzte Frage jedoch noch: Wie lange können solche Aussetzerscheinungen andauern? Ich habe das Gefühl, dass das in Schüben vor sich geht (einige Tage ok, dann wieder absoluter Tiefstand...). Liege ich da richtig?
Ja, das ist ganz typisch. Es gibt dann Phasen, in den alle Symptome wie weggeblasen sind, da freut man sich und meint, es wäre ausgestanden, dann kommt wieder ein Einbruch und das ist ganz schön entmutigend. Wenn Du das allerdings im Voraus weisst, bist Du besser dagegen gewappnet. Healthy living in allen Bereichen ist zur Zeit wirklich das Einzige, was Du tun kannst. Alles vermeiden, was stimuliert. Genügend schlafen. Und das auch, eine Weile nachdem es vorbei ist. Die guten Phasen werden immer länger, und die schlechten immer weniger - wie lange das dauert, kann wirklich leider kein Schwein voraussagen.... Ich denke aber, dass bei einer Einnahme über 11 Tage der Körper nicht so viel zum "Reparieren" hat. Sei optimistisch und versuche, positiv zu bleiben, das hat an sich eine gute Wirkung auf den Körper.

Linda
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Beitrag von Wunderwuzzi »

Mann, oh Mann.....was für ein Teufelszeug. 11 Tage schlucken und dann Monate leiden. Bin halt anscheinend ein empfindsames Pflänzchen :?

Trotzdem, vielen Dank für die guten Ratschläge. Ich war heute bei der Therapie und habe die Probleme auch vorgebracht. Die Therapeutin und ich haben vereinbart, für die nächste Zeit keine allzu intensiven Rückschauen zu machen (ich vermute, dass das auch eine Ursache für den Absturz war).

Ich werde in nächster Zeit sehr mönchisch und bescheiden leben. Wenig Fernsehen, viel Lesen, viel Schlafen, viel Spazierengehen (...und beten, dass das hilft :D )

Meine besten Grüße an alle im Forum

Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Beitrag von Wunderwuzzi »

Heute fühle ich mich doch schon besser. Ein Lichtblick!

Katharina: Vielen Dank für die nette Nachricht. Linda hat mir den Tipp mit Passin (Passionsblumenextrakt) gegeben. Hier in Österreich heißt das Medikament Passiflorin und es wirkt! Viel besser als Baldrian. Meinen Dank nochmals an Linda!
Es gibt für alle die gut Englisch können sehr fundierte Informationen bezüglich SSRIs und dem Absetzen im allgemeinen auf dieser Website:www.clinical-depression.co.uk. Sie ist sehr umfangreich und die Informationen sind gut aufbereitet. Feeback erwünscht!
Was ich noch empfehlen kann, ist Biofeedback. Biofeedbacksysteme sind normalerweise unbezahlbar. Es gibt jedoch eine österreichische Firma, die ein recht kostengünstiges Biofeedbacksystem zur Selbstanwendung anbietet (www.isense.at). Ich habe es selbst in Benützung und kann es vorbehaltlos empfehlen. Ich kann bei der Anwendung recht rasch feststellen, in welchem Zustand ich bin. Im ausgeglicheneren Zustand zeigt die Kurve zumeist einen glatt nach unten zeigenden Verlauf ohne "Zacken". Im nervösen Zustand sieht man die Ausschläge bzw. "Zacken" recht schön. Entspannung ist schließlich der Schlüssel zur Überwindung der Depression.

LG an alle im Forum
Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Update

Beitrag von Wunderwuzzi »

Hallo Leute!
Es ist zum Verzweifeln. Letzte Woche fühlte ich mich Do/Fr eigentlich recht gut. Dann am Samstag kam wieder der Hammer: Kopfschmerzen, Schwindel, Angst, Panik......und das geht im Prinzip bis heute so weiter. Vor allem heute in der Früh hat mich die innere Unruhe fast auf die Palme gebracht. Ich habe das Gefühl, dass ich im Kreis gehe. Furchtbar!
So, jetzt bin ich das losgeworden.
Das schlimme an der Sache, ist dass ich in gewissen Momenten einfach daran zweifle, dass das vorübergeht (ist mir schon klar, dass es verschwinden wird), aber es dauert mir schon ein bisschen lange (ich nehme seit Ende November kein Cipralex mehr und ich bin schon in Woche 10 seit dem Absetzen).
Lg

Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Frage zu Tranquilizer

Beitrag von Wunderwuzzi »

Hallo Leute!
Also, wie schon im letzten Posting vermerkt treibt mich die innere Unruhe und vor allem das Muskelzucken zum Wahnsinn. Ich habe gottseidank keine Schlafprobleme, aber in der Früh bin ich oft "übernervös" und total überdreht (und bekomme dadurch leichter Angst- bzw. Panikattacken). Würde ein (mildes?9 Beruhigungsmittel vorübergehend helfen? Gibt es welche, die nicht abhängig machen?

Vielen Dank noch!

LG an alle....

Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hi Wunderwuzzi!

Das es dir immer in der Früh schlecht geht könnte daran liegen das dein Blutzuckerspiegel im Keller ist. Bin draufgekommen wenn ich was Süßes am Morgen esse dann sind die Entzugserscheinungen nicht mehr so schlimm.

Wenn du schon das SSRI so schlecht vertragen hast, würde ich auf keinem Fall Neuroleptika Benzos usw. einwerfen!
Versuch mal an Morgen ein Stück Schokolade zu essen das, wirkt bei mir Wunder.

Liebe Grüße
Hannes
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Eine reife Banane wird auch empfohlen.

Linda
Wunderwuzzi
Beiträge: 52
Registriert: 24.01.2005 18:39

Beitrag von Wunderwuzzi »

Hallo Leute!

Danke für die Tipps. Das komische ist, dass es mir im Laufe des Tages zumeist besser geht. Vor allem in der Früh habe ich echte Probleme. Ich schlafe zumeist recht gut, aber beim Aufwachen kriecht die Angst langsam heran und steigert sich immer mehr. Vor allem fahre ich zunächst ohne Frühstück ins Büro (brauche dafür allerdings zumeist nur ca. 15 Minuten). Dann geht's aber los (zumindest in den letzten Tagen). Ich werde mal Tee mit ordentlich Zucker probieren bzw. Schokolade bzw. eine reife Banane (oh Gott, wo kriege ich jetzt auf die schnelle eine Banane her.... :wink: )

Dank an alle....

LG

Wunderwuzzi
Symptome: Herzstolpern, Leeregefühl, Panikattacken, Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Muskelzuckungen, Nervosität
Medikation: Cipralex 10 mg (11 Tage genommen/Okt. 2004 - Serotonin Syndrom, abrupt abgesetzt), Valium genommen (Dez. 2004/Jänner 2005): paradoxe Reaktion. Seit Juni 2005 Lexotanil für Notfälle (1/3 Tablette täglich, Niedrigdosisabhängigkeit), Sinequan 25 mg abends seit Juni 2005
Bisherig Absetzversuche: November 2004
Absetzverlauf: Einnahme von Cipralex über 11 Tage mit schweren Nebenwirkungen (adverse event bzw. Serotonin Syndrom), dann abruptes Absetzen; schrittweises Absetzen von Sinequan seit April 2006 auf 12 mg reduziert (Juni 2006);
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Hallo Wunderwuzzi,

das was du beschreibst, lässt mich fast vermuten, dass du morgendliche Panikattacken hast, die, je mehr der Tag vergeht und je mehr du geschafft hast, langsam in den Hintergrund rücken.
Wie wäre es, wenn du der Unruhe mit einem gemütlichen Frühstück entgegen wirkst. Kaffee oder Tee, dazu ein Müsli oder Brot mit leckeren Marmeladen, begleitet von Zeitunglesen lassen morgendliche Unruhe in Ruhe umwandeln.
So ein Frühstücksritual kann sehr hilfreich sein, um einen Einstieg in den Tag zu finden.
Anderen bekommt Sport am Morgen. Für mich wäre das nix - bin Morgenmuffel - aber ich kenne Leute, die Yoga, Sport oder Gymnastik am Morgen ritualisiert haben und denen es dadurch ziemlich gut geht.

Vielleicht versuchst du es mal damit. Beides (Frühstück oder Sport) macht sich mit Banane sehr gut.

Grüße von Astrid
Gesperrt