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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Ich kann nicht mehr

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Inka
Beiträge: 8
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Ich kann nicht mehr

Beitrag von Inka »

Hallo, an alle,
meine Kurzvorstellung sieht so aus: bin 63 Jahre, 35 J. davon verheiratet und habe einen 33 jähr. Sohn.
Seitdem meine 84 jähr. Mutter von mir nicht mehr versorgt werden konnte, blieb nur noch das Pflegeheim. Hieraus entwickelten sich Schuldgefühle, weil zur fortschreitenden Gebrechlichkeit meiner Mutter auch einer Demenz kam und sie nach kurzer Zeit mich nicht mehr erkannte. Nun mußte ihre Wohnung aufgelöst werden und alles was ihre Identität ausmachte wurde ausgelöscht. Weil ich das nicht aushalten konnte, habe ich Tabletten genommen um einzuschlafen. Leider kam mein Mann zu früh nach Hause und konnte den Notarzt verständigen, der mich ins KRH auf Intensivstation brachte. Anschließend kam ich in die Psychiatrie, konnte aber nach 3 Wochen nach Hause. Das war im Juni 2004. Seitdem habe ich 4 weiter Versuche gemacht und immer kam was dazwischen, also wieder KRH mit anschließender Psychiatrie. Bis jetzt hat kein Medikament geholfen, man gab mir zuerst Remergil, dann Mirtazapin, Trevilor, Zyprexa, Zoloft, Risperdal und seit kurzem zusätzlich Quilonom. Mein Zustand hat sich seit 11 Monaten Behandlung nicht gebessert, und ich glaube an keine Heilung mehr. Mein Mann und mein Sohn, mit denen ich keine Probleme habe, wollen mir Mut machen, aber ich habe keinen mehr. Letzte Woche wollte ich ins Wasser gehen, weil ich dachte, bei der Kälte geht es schneller und ich hab meine Ruhe. Nun bin ich wieder in der Psychiatrie, diesmal auf Beschluß und ich weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll. Ich halte meine eigene Veränderung zu früher nicht mehr aus, falle allen meinen Lieben nur zur Last und kann ein normales Alltagsleben nicht mehr führen. Depression soll ja eine Krankheit sein, die vorüber geht, aber ich kann es nicht mehr glauben. Ich bin verzweifelt, ich finde auch keine Worte mehr mich auszudrücken und was ihr hier lest, sind meine Gedanken, die mein Mann an meiner Stelle für mich aufschreibt, weil ich es nicht mehr kann. Ich sehe mein Leben als verpfuscht an und fühle mich als Versager. Warum ist das alles so eine nicht enden wollende Qual.

Inka
Symptome:
Angst, Depression, Selbstwertverlust, mehrf. Suizidversuche
Therapien ab 30.05.2004 >
7 x 3-4 Wochen Psych. Klinik, geschl. Station
Medikation:
ab April 2004 Zyprexa, Remergil > Mirtazapin 45, Trevilor, wegen Wirklosigkeit abgesetzt, bzw. umgestellt ab Sept.2004 auf
Risperdal 2.0, Zoloft 0.5 Tavor 1.0 Quilonorm, Solian, Zopiclon 7.5
Absetzversuche:
ab 19.5. Tavor 0 ; nach 2 Tagen Herzrasen, Übelkeit, Atemnot > wieder auf 1.0
ab 24.5. Tavor 0,5 ; Risperdal 1.0 ; Quilonorm 0.5 ; Solian 0.5
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Inka,

willkommen im Forum. :)

Ich kann deine Traurigkeit verstehen, deine Mutter erkennt dich nicht mehr, sie muss in ein Heim, ihre Wohnung wird aufgelöst.... das sind schlimme Dinge, die man erst verarbeiten muss, und das dauert seine Zeit.... Aber warum gibst du dich gleichzeitig auf? Dein Mann schreibt für dich hier im Forum, du hast also Vertrauen zu ihm, warum denkst du nicht an ihn, was soll aus ihm werden, wenn du jetzt immer traurig bist und nicht mehr leben willst? Wollte das deine Mutter....., ganz bestimmt nicht! Du musst!! an deinen Mann, dein erwachsenes Kind und an dich denken!!! Die Medikamente, die man dir verschrieben hat, z. B. das Risperdal, ein Neuroleptikum, können ziemliche Nebenwirkungen haben. Durch Risperdal können extreme Angstzustände und Wahnvorstellungen auftreten und die Psyche wird ganz schön "platt" gemacht. Ich würde mir wirklich überlegen, ob ich solch ein Mittel einnehme. Außerdem kann es zu einer starken Gewichtszunahme kommen.

Du musst dir einen Ruck geben :) , du kannst deiner Mutter nicht helfen, du hast dein Möglichstes getan, mehr kannst du nicht machen. :) Jetzt musst du auch an dich denken! Gehe in eine entsprechende Selbsthilfegruppe, ich habe dir einen Link herausgesucht,

http://www.selbsthilfe-kassel.de/shg.htm

z. B. gibt es dort eine Gruppe "Angehörige psychisch Kranker", aber es gibt auch noch viele andere.

Dort kannst du dich mit Menschen austauschen, die ähnliche Probleme haben und du kannst nach einer Weile wieder Kraft schöpfen. Du darfst dich nicht auf Tabletten und Ärzte verlassen, du musst etwas machen! Wenn du dich jetzt in einem "Loch" befindest, wirst du alles grau und trostlos erleben, aber wenn du jeden Tag einen klitzekleinen Schritt nach vorne machst, einen kleinen Spaziergang, einen kleinen Ausflug, Besuch einer Selbsthilfegruppe usw. , dann wirst du sehen, es wird auch wieder für dich die Sonne scheinen, du musst es anpacken, dann klappt es auch, Stück für Stück.

Hast du schon einmal daran gedacht, eine ambulante Therapie zu machen, vielleicht ist das zusätzlich noch eine Möglichkeit.

Ausdauersport ist auch sehr wirksam. :wink: Nordic Walking oder Walking, das kann man überall in Gruppen erlernen und ein täglicher Lauf von ca. 30 Minuten bewirkt Wunder. :) Der Serotoninhaushalt wird angekurbelt und in einer Gruppe macht das Laufen auch Spaß, vielleicht hat dein Mann auch Lust....

Falls du noch Fragen hast, kannst du dich jederzeit melden.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute.

Sandra
Kriegerin
Beiträge: 47
Registriert: 09.03.2005 10:24
Wohnort: Spanien

Beitrag von Kriegerin »

Hallo,

Dein Fall scheint schwierig, aber nicht aussichtslos.

Warum gibst Du dich denn selber auf? Das Leben ist so kurz.
Ich habe hier 2 Dinge gefunden, die ich Dir gerne mit auf den Weg geben würde.

-------

Aus dem Brief einer älteren Dame
"Könnte ich mein Leben nochmals leben, dann würde ich das nächste Mal riskieren, mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal. Ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde.

Ich würde mehr verreisen. Und ein bisschen verrückter sein. Ich würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen. Ich würde mehr spazieren gehen und mir alles besser anschauen. Ich würde öfter ein Eis essen und weniger Bohnen.

Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten als eingebildete. Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen, immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben, anstatt jeden Tage schon viele Jahre im Voraus.

Könnte ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich viel herumkommen, viele Dinge tun und mit sehr wenig Gepäck reisen. Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr früher und im Herbst länger barfuß gehen. Und ich würde öfter die Schule schwänzen.

Ich würde mir nicht so hohe Stellungen erarbeiten, es sei denn ich käme zufällig daran. Auf dem Rummelplatz würde ich viel mehr Fahrten machen, und ich würde mehr Gänseblümchen pflücken."

-------

Spuren am Weg
Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.

Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst."

Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.

Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.

Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.

Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts."

Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.

Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.

Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.

Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.

Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."

----------

BITTE GIB DICH NICHT AUF!!!!
WIR SIND ALLE FÜR DICH DA!!!!

FÜHL DICH GEDRÜCKT UND GELIEBT

:group: .
schwere Depression, Schwäche, Müdigkeit, Heulatakken, Agressionen, Wirklichkeitsverlust, Selbstmordgedanken (...);

Major Depression mit Borderline-Störung (2 Jahre Therapie, 4 Klinikaufenthalte, ohne Beschwerden seit 2 Jahren...)

Citalopram (30mg, 6 Jahre)
Paroxetin (20 mg seit November 2005)


Zusätzlich: (Spiropend je nach Befinden zum ausknocken wenns nicht mehr geht));
Kriegerin
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Beitrag von Kriegerin »

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GIB NICHT AUF!!!


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Inka
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Beitrag von Inka »

Danke für Eure lieben und einfühlsamen Worte. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Mir fehlen immer mehr die Worte, als wenn ich nichts mehr zu sagen habe. Aber Eure Anteilnahme hat mir gut getan.

vlG Inka
Symptome:
Angst, Depression, Selbstwertverlust, mehrf. Suizidversuche
Therapien ab 30.05.2004 >
7 x 3-4 Wochen Psych. Klinik, geschl. Station
Medikation:
ab April 2004 Zyprexa, Remergil > Mirtazapin 45, Trevilor, wegen Wirklosigkeit abgesetzt, bzw. umgestellt ab Sept.2004 auf
Risperdal 2.0, Zoloft 0.5 Tavor 1.0 Quilonorm, Solian, Zopiclon 7.5
Absetzversuche:
ab 19.5. Tavor 0 ; nach 2 Tagen Herzrasen, Übelkeit, Atemnot > wieder auf 1.0
ab 24.5. Tavor 0,5 ; Risperdal 1.0 ; Quilonorm 0.5 ; Solian 0.5
Kriegerin
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Beitrag von Kriegerin »

Hallo Inka, da bin ich wieder.

Mein WE habe ich nur im Bett verbracht- scheiss Grippe.....
Wie geht es Dir denn so?
Also ich poste jeden Tag hier, einfach wweil es mir gut tut. Ich habe 6 Jahre lang Citaloprahm genommen, hatte 2 Jahre nur tiefe Depressionen und wusste gar nicht mehr was es heisst sich zu freuen.

Doch dann geschah etwas: Eines morgends wachte ich auf und ein Schmetterling flog an meinem Fenster vorbei. Ich freute mic heinfach nur, dass er da war, und dies war der erste Schritt zur Besserung.

Lange hatte ich Angst mich zu freuen, denn wenn ich 2 Minuten fröhlich war, war ich danach 6 Stunden todtraurig und dann wieder depressiv. Also habe ich es mir verboten fröhlich zu sein und rutschte so immer weiter ab. Wenn es Dir hilft koennen wir ja gerne mal telefonieren. Es tut ganz gut sich auszutauschen und wenn ich nur die Hoffnung habe Dir ein bisschen zu helfen tue ich das gerne.

Also- sei kein Frosch- Wir sind für Dich da :group:
schwere Depression, Schwäche, Müdigkeit, Heulatakken, Agressionen, Wirklichkeitsverlust, Selbstmordgedanken (...);

Major Depression mit Borderline-Störung (2 Jahre Therapie, 4 Klinikaufenthalte, ohne Beschwerden seit 2 Jahren...)

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Inka
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Beitrag von Inka »

Hallo,

danke für Deine Nachricht und Anteilnahme. Ich weiß nicht mehr was ich fragen oder sagen soll. Ich bin so leer. Ich hab das Gefühl in meinem Kopf ist was kaputt gegangen und nun stehe ich neben mir, fühle mich wie entgleist, neben der Spur. Ich möchte nur noch verlöschen, weiß aber nicht wie. In der Klinik sitze ich nur rum und grübele. Nichts passiert. Außer zur Visite sehe ich keinen Arzt, niemand spricht mit mir. Was ist eine Therapie? Ich weiß es nicht. Hab es noch nicht kennengelernt. Der einzige Lichtblick ist, daß mich mein Mann täglich zu einem kleinen Ausgang abholt. Da können wir dann etwas besprechen was mir aber sehr schwer fällt, weil die Worte fehlen. Dann bringt er mich wieder zurück auf Station und die Grübelei und Langeweile geht von vorn los. Ich glaube, es hat alles keinen Zweck mehr, darum möchte ich mich nur noch auflösen um endlich Ruhe zuhaben und um meinen eigenen Zustand nicht mehr ertragen zu müssen.

vlG Inka
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tina b.
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Beitrag von tina b. »

Liebe Inka!
Meine Mutter verstarb am 8.3.04-Sie war knapp 75j.-eine Woche im
Krankenhaus-wieder zuhause, ging Ihr gut und ich dachte an nichts
schlimmes. Sie ist morgens umgefallen, kam wieder ins Krankenhaus
und war am Abend tot. Ich kam 10min. zu spät im Krankenhaus an,
für mich bekann das schlimmste in meinem Leben. Ich hatte immer
ANGST vor diesem Tag-fing dann auch langsam an mit meinen Panik u.
Angstatt. Will damit sagen-ich wäre gern noch so manche Stunde bei
Ihr gewesen, nicht das Sie sich wegen mir ewig lange quälen sollte, ich
hab es mir nur eben so oft gewünscht. Wollte sie nicht gehen lassen.
Will damit nur sagen das Du doch immer noch zu Deiner Mutter gehen
kannst, wie Sie auch ist, selbst wenn Du meinst sie erkennt Dich nicht,
Du kannst dasein. Kannst Sie begleiten und langsam Abschied nehmen.
Ob das für Dich richtig und wichtig ist weis ich nicht, ich habe es mir
manchmal jedenfalls gewünscht.
Ich möchte Leben, mind. 75J.-so wie meine Mutter. Da hast Du noch
ganz viele Jahre vor Dir. Trotz aller schlimmen Erlebnisse ist das Leben
schön. Würde Dir gern helfen-Dein Tag in der Klinik hört sich schlimm
an-hoffe wird dort besser für Dich.
Liebe Grüsse
Tina :)
Kriegerin
Beiträge: 47
Registriert: 09.03.2005 10:24
Wohnort: Spanien

Beitrag von Kriegerin »

Das ist ja total übel in dieser Klinik, da musst Du raus.
Am besten in eine wo sie morgends schon mit Kneipen und schwimmen anfangen. Weiter gehts über Massage, autogenes Training, Dufttherapie Gruppengespräche und Sport.

Eine Klinik wo Du eingebunden wirst. Ich war mal in so einer. Ich versuche mal die ADRESSE ausfindig zu machen. Hab eben auch in Deutschland angerufen dass mein Arzt mir die Telefonnummer von der Klinik gibt, ich war ja schon in 4 Stück. Und die letzte hat mir echt was gebracht und war superschön. Werde Dir morgen die Adresse zusenden.

:sports:
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SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Inka,

es gibt verschiedene Kliniken und natürlich auch welche, die nicht viel taugen. Wenn du in einer bist, in der du dich gar nicht wohl fühlst und wenn dort nichts gemacht wird, dann musst du gehen! Wie lange bist du schon in dieser Klinik, und wie heißt sie?

Liebe Grüße :)
Sandra
Inka
Beiträge: 8
Registriert: 09.03.2005 06:10
Wohnort: Kassel

Beitrag von Inka »

Hallo,

danke für Eure Anteilnahme und Mühe. Ich bin in der Ludwig-Noll Klinik in Kassel. Weil es mir Anfang des Monats so schlecht ging hat mein ambulanter Psycho-arzt über den sozial-psychol. Dienst die Einweisung per Beschluß eingeleitet. Mein Mann wurde zum Betreuer bestellt. Die Frage nach einer anderen Klinik wurde mit Hinweis auf die territoriale Zuständigkeit verworfen. Der Versuch, eine Therapie in der Hardtwaldklinik Bad Zwesten aufzunehmen, scheiterte an dem Umstand, daß nicht ICH es wollte, sondern mein Mann dort vorsprach. Außerdem sind akut suizidgefährdete Personen ausgeschlossen, sie müssen sich erst stabilisieren. Das macht alles Hoffnung. :( Da ich nicht weiß, wie ein regelrechter Ablauf in einer psychiatrischen Klinik sein soll, kann ich (oder mein Mann für mich) auch nichts fordern. Ich weiß ja nicht was!! Nochmals Dank für Eure lieben Worte.

vlG Inka
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ab 19.5. Tavor 0 ; nach 2 Tagen Herzrasen, Übelkeit, Atemnot > wieder auf 1.0
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Mikele
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Wohnort: Nähe München

Du bist kein Versager!

Beitrag von Mikele »

Hallo Inka,
ich kann Dich sehr gut verstehen.
Kleine Klarstellung vorab: Du hast also mehrfach versucht, Dein (jetziges) Leben zu beenden, ja?
Auch das kann ich gut verstehen, nach all den Versuchen, das Richtige für Dich, Deine Familie und Deine Mutter zu tun.
Sei versichert: Medikamente helfen nicht. Du hast es ja mittlerweile selbst erfahren. Die Psychiatrie hast *keine* Lösung für psychische Probleme. ich spreche hier von Lösungen und nicht von Versuchen, die Symptomatik zu üderdecken. Ganz großes Leider; "die" haben keine Lösung!!! Dazu müßte man nämlcih wissen, wie man Ursachen findet und beseitigt.
Ich glaube nicht, daß Du "Schuld" hast an den Dingen, die Dir da in bezug auf Deine Mutter widerfahren sind. Deine Schuldgefühle kann ich gut nachvollziehen. Der Punkt ist, daß Du helfen wolltest und es Dir einfach nicht wirklich gelungen ist. Vielleicht sind unsere Fähigkeiten aber auch begrenzt und wir können manche Dinge nicht wirklich verändern. Das ist zwar irgendwie doch "Deine Schuld", aber nur unter einem gewissen Gesichtspunkt der - sagen wir mal - Allbestimmtheit oder Verantwortung über alles, was exisitiert. Doof gesagt: Der umfallende Sack in China ...
Schau zu, daß Dich Dein Mann ausser Klapse rausholt.
Besorg Dir eine angemessene Vitamindosis. Ausgewogen und hoch dosiert. Mit "hoch" meine ich im Vergleich zu den üblichen Empfehlungen, die die Schulmedizin verbreitet. Und die ich - mit Verlaub - für völlig daneben halte.
Wie hoch dosiert und mit welchen Besonderheiten, sollte Dir ein Profi sagen. Oder informiere Dich bei G&G in England (www.ganginfo.com), was angebracht sein könnte.
Dann täglich spazierengehen, Umgebung anschauen; etwas tun - also den Körper bewegen; extrovertieren = Aufmerksamkeit nach außen richten.
Weitere Ratschläge gerne, wenn Du mir eine PV (private Nachricht) schreibst.
Herzlich und alles Gute - Mikele
Mikele
Beiträge: 118
Registriert: 18.03.2005 09:14
Wohnort: Nähe München

@ Uschi

Beitrag von Mikele »

Tu, was Du meinst, tun zu müssen.
Ich hoffe, Du hast meine Antworten auf Deine Antworten bereits gelesen.
Und bitte gerne sprich doch mal mit Linda über mich, wenn Du magst.
Wir kennen uns aus "ihren Anfangsdaten dieses Forums."
Herzlich - Mikele
Kriegerin
Beiträge: 47
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Beitrag von Kriegerin »

Also der Ablauf in einer normalen Klinik sieht so aus:

7.30 Frühsport
08.30 Frühstück in der Gruppe
09.30 bis 13.00 verschiedene Angebote wie z.B. Kneipen, Schwimmen,
Massagen, autogenes Training

13.00 Essen

14.00 Gruppengespräche und Einzeltherapie
16- 18.00 Ausgang in der Gruppe oder Freizeit eventuell auch unterstützende Massnahmen.......

19.00 Abendessen
20.00 Freizeit


Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Tagesplan etwas helfen......

:hug:
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SandraF
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Beitrag von SandraF »

Hallo Inka,

habt ihr, dein und du, schon mit der Krankenkasse telefoniert und euch informiert, wie es mit einem Wechsel der Klink aussieht?
Du brauchst nicht in einer Klinik bleiben, die dir gar nicht gefällt! Man muss allerdings ein selbstbewusstes!! Auftreten haben, und ganz klar und gezielt!! sagen, was einem nicht passt und was man will! Da müsste dein Mann dich möglichst unterstützen! Wenn man ein unsicheres Auftreten hat, dann machen sie mit einem, was sie wollen!
Glaube mir, ich habe das schon sehr oft erlebt. In solchen Dingen bin ich knallhart und unnachgiebig geworden! Bisher hat es dann auch immer geklappt!

Halt die Ohren steif! :)

Liebe Grüße
Sandra
Inka
Beiträge: 8
Registriert: 09.03.2005 06:10
Wohnort: Kassel

Beitrag von Inka »

Hallo,
Mein Tagesablauf sieht so aus:
7:00 Wecken
7:30 Frühstück
8:30 bis
8:45 Stationsgruppe, jeder kann von sich erzählen, oder auch nicht.

11:30 bis
12:00 Mittagessen

14:00 Kaffeepause

18:00 Abendbrot

Zweimal wöchentlich am Nachmittag ist eine Stunde sog. Beschäftigungstherapie (Mandalas ausmalen) dazu kommt
zweimal wöchentlich am Nachmittag eine Stunde Bewegungstherapie, auch genannt Tanztherapie.

Ein Arztgespräch oder etwas, was ich als Therapie bezeichnen würde, fand bisher nicht statt.

Nachmittags darf ich in Begleitung meines Mannes die Klinik bis zum Abendbrot verlassen.

Ich glaube, man will mich gar nicht therapieren, weil ich wohl ein hoffnungsloser Fall bin. Anders kann ich mir eine so lang anhaltene Untätigkeit seitens der Klinik nicht erklären.

Wenn jemand Rat weiß würde ich mich freuen.

Gruß Inka
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Mikele
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Andere Richtung

Beitrag von Mikele »

Hallo Inka,

nun seid Ihr ja bei Kliniken und Tagesabläufen...
Hattest Du meine Nachricht gelesen? Eventuell als "Unsinn" oder "Nicht machbar" abgestempelt? Mich würde in jedem Fall Deine Meinung dazu interessieren.
Meine Worte sind nicht immer leicht, zu konsumieren; ich nehm ja kein Blatt vor meinen großen Mund.
Ich habe den Eindruck, daß man meint, weil jemand ziemlich am Boden ist und Selbstmordgedanken hat oder hatte, man müsse ihn mit Samthandschuhen anfassen; bloß nix Aufregenedes sagen usw.. Das sehe ich ein bißchen anders.
Mir gings auch schon ultrascheiße, aber das hat ja nix mit Dir zu tun.
Ich wiederhole meine Empfehlung und Meinung: Im Krankenhaus, wo Du jetzt bist, wird man Dir nicht helfen, außer irgendwelche Medikamentendosierungen an Dich anzupassen. Schau, daß Dein Mann Dich da rausholt. Sucht eine andere Klinik, wenn das sein soll. Psychopharmaka ablehnen; sie bringen nichts und alle, die behaupten, sie tun es doch, liegen langfristig daneben (sorry - meine Meinung).
In jedem Fall freue ich mich über eine Nachricht von Dir. Kommt keine, magst Du meine Worte wohl nicht kommentieren.
Herzlich - Mikele
mücke
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Registriert: 30.12.2004 09:24
Hat sich bedankt: 156 Mal
Danksagung erhalten: 19 Mal

Tagesablauf in einer Psychiatrie

Beitrag von mücke »

Hallo Inka

Ich habe 9 jahre in einer Psychiatie gearbeitet. Hier der Tagesablauf:
7°° wecken
8°° Frühstück
danach Sport - Gruppenzuteilung erfolgt je nach Kondition
zusätzliche Möglichkeiten: Atemtherapie, progressive Muskelentspannung
danach Visite
Mittagessen
nachm. Beschäftigungstherapie 1 - 1,5 h je nach Kondition u. Ausdauer
( Arbeit mit Ton, Holz, Bast, Seidenmalerei oder auch Gesellschaftsspiele )
zusätzlich möglich: Fango, Massage, Fußreflexzonenmassage

Therapiegespräche mit Arzt oder Psychologen 1 - 2 x wö. für 30 bis 60 Min.
zusätzlich möglich Angehörigengespräche mit dem zuständigen Therapeuten ( nur mit Zustimmung des Pat. )
Angehörigengruppe mit Sozialarbeiter

Pflegeplanung mit Personal
Dabei handelt es sich um gezielte Erarbeitung von Problemen, Zielen u. Lösungen, sprich Aktivitäten um dieses Ziel auch zu erreichen.
Wenn du Interesse hast, könnte ich dir an Hand von Beispiele diese Therapieform näher erklären.

Stationsaktivität 1 x wö. von Pat. geplant mit Personal umgesetzt, z.B. Kino, bowlen, kegeln, Spaziergänge mit Cafebesuch, Zoo, schwimmen u.v.m.
Wochenendbeurlaubung von Sa. auf So. mit anschließender Reflexion
( Was war gut am Wochenende? Wo gab es Schwierigkeiten? )

Inka, wo bist du z. Zeit? noch auf der geschlossenen? Wenn ja, wie lange noch?
Halte durch. Es lohnt sich, für deinen Mann, deinen Sohn, als auch besonders für dich.
Denke immer daran: Du bist ein Geschöpf Gottes. Als solches bist du wertvoll, als auch einmalig.

Alles liebe
Annette
Inka
Beiträge: 8
Registriert: 09.03.2005 06:10
Wohnort: Kassel

Osterurlaub

Beitrag von Inka »

Hallo,

vielen Dank für Eure Anteilnahme.

Zu Ostern hat mich mein Sohn eingeladen, damit wir alle drei gemeinsam etwas unternehmen können. Auf meine Anfrage an den Stationsarzt bekam ich die Antwort, daß man nur 1 1/2 Tage genehmigen könnte. Aus "versicherungstechnischen Gründen", wie es hieß. Und weiter, "die Krankenkasse würde einen längeren Zeitraum, also hier 3 Tage, nicht genehmigen. Das hört sich für mich alles sehr merkwürdig an.

Weiß jemand, was für eine Bewandnis diese Aussagen haben könnten. Was dürfen die eigentlich mit mir alles machen, oder mir verweigern?

Jeder Hinweis würde mir sehr helfen, bzw. meinen Mann in die Lage versetzen für mich in diesem Sinne tätig zu werden.

Liebe Grüße an alle

Inka
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7 x 3-4 Wochen Psych. Klinik, geschl. Station
Medikation:
ab April 2004 Zyprexa, Remergil > Mirtazapin 45, Trevilor, wegen Wirklosigkeit abgesetzt, bzw. umgestellt ab Sept.2004 auf
Risperdal 2.0, Zoloft 0.5 Tavor 1.0 Quilonorm, Solian, Zopiclon 7.5
Absetzversuche:
ab 19.5. Tavor 0 ; nach 2 Tagen Herzrasen, Übelkeit, Atemnot > wieder auf 1.0
ab 24.5. Tavor 0,5 ; Risperdal 1.0 ; Quilonorm 0.5 ; Solian 0.5
Mikele
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Beitrag von Mikele »

Die dürfen fast alles mit Dir machen, solange Dein Mann dem nicht einen Riegel vorschiebt.
Dir ist hoffentlich klar, daß Geld eine sehr große Rolle spielt, ja? Glaubst Du im Ernst, irgend jemand sei daran ernsthaft interessiert, Dich wieder nach Hause zu bekommen? Die haben eh schon aufgegeben, weil sie wissen, daß ihre sog. Therapien nicht wirklich funktionieren.
Gefüllte Betten usw.. Glaub mal bitte nicht, daß ein Krankenhaus nur auf dem Tripp ist, anderen Leuten zu helfen. Wenn das so wäre, sähe die Welt anders aus.
Weißt Du eigentlich, daß in China bzw. in Dörfern in China die Ärzte dafür bezahlt werden, wenn sie *keine* Kranken haben? Also: Sind möglichst viele gesund, gibts viel Geld. Seeeeehr zweckmäßig, weil, das ist der Job von Ärzten, Leute gesund zu machen und nicht krank zu halten.
Also: Zur Not eine sog *Patientenverfügung* organisieren, damit Du das, was mit Dir gemacht wird oder gemacht werden darf, einschränken oder bestimmen kannst.
Ich z.B. - oder an mir - wird mit Sicherheit nicht rumgefummelt. Das läuft nicht. das entscheide ich selbst bzw. die Leute, die ich dazu ermächtige.
Herzlich - Mikele
PS: Alles nur meine persönliche meinung, gell? ;)
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