3 Monate ohne Trevilor - wie lange dauert der Entzug noch?
Verfasst: 06.04.2005 16:36
Hallo Leute,
erstmal vielen Dank für dieses Forum. Ohne diese Seiten hätte ich schon längst wieder geglaubt depressiv zu sein und schon längst wieder zu Trevilor gegriffen. Dank einer Therapie, die ich schon seit 2 Jahren mache, habe ich es geschafft, das Trevilor runterzudosieren und schließlich ganz abzusetzen. Natürlich unter ärztlicher Betreuung. Allerdings traten sofort viele der von Euch beschriebenen Entzugserscheinungen auf: Übererregung/Nervösität, Übelkeit, Ohrengeräusche, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, etc. Das war in den ersten Wochen sehr schlimm, konnte nur mit 1/4 Lorazepam schlafen. Dann wurde es besser, konnte wieder zur Uni gehen. Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimmer geworden. Teilweise sind neue Symptome dazu gekommen (habe das Gefühl im Kopf krampft sich etwas zusammen, Stromschlagähnlich, zusammen mit extremer Unruhe), da hilft mir in dem Moment nur 1/4 Lorazepam.
Meine Psychiaterin (zu der ich allerdings nur noch wenig Vertrauen habe) hat gesagt, dass sie nicht sagen kann, ob es der Entzug ist oder die Depression. Sie hat mir gegen die Unruhe Promethazinhydrochlorid verschrieben. Das ist ein Antihistaminikum, wirkt sedierend, macht aber nicht abhängig. Hat jemand Erfahrung damit?
Habe mein "normales Leben" praktisch aufgegeben, habe meine Prüfungen abgesagt, wohne bei meinen Eltern, da mir diese Symptome so Angst machen. Ich fühle mich bei meinen Eltern sicherer und geborgener und habe das Gefühl, diese Symptome alleine nicht ertragen zu können. Irgendwie habe ich das Vertrauen in meinen Körper verloren. Habe Angst vor neuen Symptomen, Angst, dass was Schlimmes passieren könnte. Angst, dass es die Depression sein könnte.
Aber das kann doch kein Dauerzustand werden? Wie lange, glaubt Ihr, muss ich noch durchhalten? Ich habe ja mit Unterbrechung fast 5 Jahre AD genommen. Meine letzte Dosis war 1/4 37,5 mg Trevilor, also ca. 9 mg.
Woran erkenne ich, dass es eine neue Depression ist? Ohne diese Symptome geht es mir eigentlich gut. Kann es eine lavierende (körperliche) Depression sein?
Ich war schon oft an dem Punkt, wo ich gesagt habe, gebt mir einfach irgendwas, hauptsache, es geht mir wieder besser. Also ehrlich gesagt, stehe ich das lange nicht mehr durch. Welche Gefahren bestehen, wenn ich jetzt wieder anfange ein AD zu nehmen? Habe Angst vor Nebenwirkungen. Eigentlich habe ich mir geschworen nie wieder ein AD zu nehmen...!
Gruß
Eva
erstmal vielen Dank für dieses Forum. Ohne diese Seiten hätte ich schon längst wieder geglaubt depressiv zu sein und schon längst wieder zu Trevilor gegriffen. Dank einer Therapie, die ich schon seit 2 Jahren mache, habe ich es geschafft, das Trevilor runterzudosieren und schließlich ganz abzusetzen. Natürlich unter ärztlicher Betreuung. Allerdings traten sofort viele der von Euch beschriebenen Entzugserscheinungen auf: Übererregung/Nervösität, Übelkeit, Ohrengeräusche, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, etc. Das war in den ersten Wochen sehr schlimm, konnte nur mit 1/4 Lorazepam schlafen. Dann wurde es besser, konnte wieder zur Uni gehen. Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimmer geworden. Teilweise sind neue Symptome dazu gekommen (habe das Gefühl im Kopf krampft sich etwas zusammen, Stromschlagähnlich, zusammen mit extremer Unruhe), da hilft mir in dem Moment nur 1/4 Lorazepam.
Meine Psychiaterin (zu der ich allerdings nur noch wenig Vertrauen habe) hat gesagt, dass sie nicht sagen kann, ob es der Entzug ist oder die Depression. Sie hat mir gegen die Unruhe Promethazinhydrochlorid verschrieben. Das ist ein Antihistaminikum, wirkt sedierend, macht aber nicht abhängig. Hat jemand Erfahrung damit?
Habe mein "normales Leben" praktisch aufgegeben, habe meine Prüfungen abgesagt, wohne bei meinen Eltern, da mir diese Symptome so Angst machen. Ich fühle mich bei meinen Eltern sicherer und geborgener und habe das Gefühl, diese Symptome alleine nicht ertragen zu können. Irgendwie habe ich das Vertrauen in meinen Körper verloren. Habe Angst vor neuen Symptomen, Angst, dass was Schlimmes passieren könnte. Angst, dass es die Depression sein könnte.
Aber das kann doch kein Dauerzustand werden? Wie lange, glaubt Ihr, muss ich noch durchhalten? Ich habe ja mit Unterbrechung fast 5 Jahre AD genommen. Meine letzte Dosis war 1/4 37,5 mg Trevilor, also ca. 9 mg.
Woran erkenne ich, dass es eine neue Depression ist? Ohne diese Symptome geht es mir eigentlich gut. Kann es eine lavierende (körperliche) Depression sein?
Ich war schon oft an dem Punkt, wo ich gesagt habe, gebt mir einfach irgendwas, hauptsache, es geht mir wieder besser. Also ehrlich gesagt, stehe ich das lange nicht mehr durch. Welche Gefahren bestehen, wenn ich jetzt wieder anfange ein AD zu nehmen? Habe Angst vor Nebenwirkungen. Eigentlich habe ich mir geschworen nie wieder ein AD zu nehmen...!
Gruß
Eva