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Rheuma und Paroxat

Verfasst: 11.04.2005 23:59
von Bettina*
Liebes Forum, nach längerer Zeit muss ich Folgendes loswerden und hoffe, jemand hat auch schon hiermit Erfahrung: Mit großer Mühe hatte ich Paroxat abgesetzt, schwer unter Entzugserscheinungen gelitten und ein gutes Jahr fürs Absetzen gebraucht. Gegen Ende des Entzugs traten "Muskelschmerzen" hier und dort auf und setzten sich schließlich in der Schulter fest. Mit Paroxat hab ich das überhaupt nicht in Verbindung gebracht. Eher darauf, dass ich früher Leistungssport gemacht habe und nun nach den Kindern immer mehr zur Coachpotato wurde. Jünger wird frau ja eh nicht. Ein Jahr haben sie mich untersucht, kerngespint, beturnt, massiert... dann war die eine Schulter wieder gut und die andere fing an und wurde nicht besser. Seit Weihnachten hab ich im gleichen Arm noch eine Sehnenscheidenentzündung obendrauf. Neueste Diagnose: "Irgendwas" im Bereich Weichteilrheuma. "Behandlung": Moderne Antidepressiva! Am besten Paroxat und Co :frust: . Bei Weichteilrheuma werden keine üblichen Entzündungshemmer gegeben, sondern es wird derzeit offenbar davon ausgegangen, dass diese nicht helfen, weil "die Botenstoffe im Gehirn nicht richtig funktionieren und immerfort Schmerzen melden, wo keine Entzündungen (mehr) sind und die modernen Antidepressiva wirken hier gaaanz hervorragend". Für mich heißt das: na toll, mit deinen Angst-und Panikattacken kannst du Dank langer Therapie nun gut leben und Paroxat ist in meinem Leben ein abgeschlossenes Kapitel. Und nun, nun taucht dieses unglückseelige Paroxat wegen einer "ganz anderen" Erkrankung wieder in meinem Leben auf. Werde ich das nie los? Gibt es eine Art allgemeine "Botenstoffstörung", die alle möglichen Krankheitsbilder am Kochen hält?Oder hat erst Paroxat im Oberstübchen alles durcheinandergewirbelt? Ich hatte nie "Rheuma" oder solche Beschwerden, auch niemand in meiner Familie sonst. Wer von Euch hat Ähnliches erlebt oder sich mit dieser Problematik auch schon beschäftigen müssen und kann etwas Hilfreiches zu diesem Thema mitteilen? Allein wenn man im Internet unter Weichteilrheuma sucht, bekommt man schon die "Lösung" präsentiert. Liebe Grüße, Bettina

Verfasst: 12.04.2005 09:37
von CloneX
Hallo Bettina, schön mal wieder etwas von einem "Survivor" zu hören, wenn auch leider und solchen Umständen :oops: .

In Foren wie PaxilProgress hört man öfter von Muskelschmerzen. Einige scheinen Erfolg mit höher dosiertem Magnesium zu haben (Wichtig: Magnesiumcitrat). 2x 300mg oder so. Ob das in deinem Fall zutrifft kann ich nicht sagen - groß schaden kann es ja nicht.

Vielleicht hat jemand noch andere Ideen.

Verfasst: 12.04.2005 23:22
von Bettina*
Lieber Clonex, vielen Dank für den Tipp, mir ist doch tatsächlich heut grad Magnesium in genau dieser Form verschrieben worden :) , zusammen mit meinen Joggingrunden, meinen täglichen Gymnastikübungen für die ollen Knochen ( fort mit dem inneren Schweinehund!!) und natürlich für das weitere spirituelle "surviven" das gemütliche Joga, hoffe ich, die Gelenkgeschichte in Schach zu halten. Mal sehen, wie sich die Angelegenheit entwickelt, hab du erstmal vielen Dank, ich war mir gar nicht sicher, ob ich mit "sowas" noch ins Forum hineinpasse, bloß - finde mal Leutchen, die nicht theoretisch dozieren (so wie meine Ärzte), sondern aus gutem Grunde nicht so sorglos sind mit Paroxat & Co... Und außerdem, wer erstmal wegen Rheuma auf Paroxat gebucht ist, setzt das sicherlich kaum umgehend wieder ab und die Betroffenen wissen vielleicht (noch) gar nicht, dass es manchmal schwer ist, abzusetzen. Ist ja noch ziemlich neu, die Kombination Rheuma-Antidepressiva. Da gibts dann vielleicht eine ganz neue Gruppe Menschen, die mit Entzug zu kämpfen haben könnte! Vielleicht werden wir dann alle irgendwann mal mehr gehört. Liebe Grüße erstmal, Bettina