Aloha!
Verfasst: 21.04.2005 17:45
Ja erstmal n guten Tag an alle!
Ich hoffe ich werde nicht direkt wiedr rausgeschmissen, wenn ich sage, dass ich persönlich eigentlich gar kein problem damit habe, Psychopharmaka zu nehmen. Ich will hier auch niemanden von meiner meinung überzeugen, finde eine ganz und gar kritische Seite zum thema einfach nur nicht unspannend.
Ich tu mich immer schwer damit, meine irgendwann mal gestellte Diagnose hinzuwerfen und zu sagen, so das bin ich jetz. Sagen wir es mal so, ich hatte immer ein stark depressives Empfinden, probleme mit mir und zwischenmenschlichen beziehungenund der Realität an sich, war mit 14/15 das erste mal in der klapse und danach immer mal wieder. Mein Leben war mehr flucht als genuss, irgendwann kamen dann die Drogen und letztlich bin ich 2001 im absoluten tief bei 48kilo (ich war immer dick, wog sogar mal über 90kilo) ner "leichten" Psychose und eben dem totalen Wahnsinn angekommen. Es ging gar nix mehr, in meinem Kopf schien ein Monster zu wohnen und ich war einfach nicht mehr da.
Ich kam dann in ein wahnsinnig gutes Akutkrankenhaus, bzw. Psychiatrie in der meiner meinung nach sehr verantwortungsvoll mit dem Thema Medikation umgegangen wird. Zunächst wurde mir klar gemacht, dass alles meine eigene Entscheidung ist, ich selbstverantwortung zu tragen hab (ich kam mir erst sehr verar***t vor, niemand wollte mir bspw sagen, "Drogen sind böse, du darfst keine Drogen mehr nehmen", aber heut weis ich, sie wollten einfach nur dass ich selbst drauf komm, dass ICH die entscheidung treffe), ausserdem wird nach dem prinzip "immer so wenig wie möglich, aber eben auch so viel wie nötig" gearbeitet und man versucht auf abhängigkeitspotenzielle medis gänzlich zu verzichten.
Ich bekam also SSRI und Neuroleptika und kann nur sagen, das war eine gute entscheidung. Anfänglich war alles ein grosses treppauf, treppab, es war zwar etwas besser, ich war viel weniger wahnsinnig und auch klarer, aber es war immernoch doof, da ich aus meinem Umfeld nicht rauskam. Vor fast drei Jahren ist es mir gelungen mein Leben wirklich zu ändern, mich von meinem Freund und Umfeld zu lösen und ich habe dafür ein ganz tolles neues Umfeld gefunden inklusive dem besten Mann der mir je begegnet ist.
Es war zwar immernoch eine echte schwerstarbeit an mir selbst (...nein Frau...nicht in alte muster verlaufen...usw usf) aber seit dem ging es mit mir nur noch bergauf und mit der dosierung nur noch bergrunter...
Mein hauptaugenmerk lag primär immer auf den neuroleptika, aber sicher wollt ich auch net ewig Antidepressiva schlucken. Ich habe mir selbst viel zeit dafür gegeben und darauf geachtet wenig aber kontinuierlich runter zu kommen.
Anfangs hatte ich mehr probleme damit als heute, aber es hat funktioniert und ich habe nie wirklich drastische Konsequenzen tragen müssen. Sicher merk ich -meist so nach zehn tagen-, dass etwas passiert, ich bspw schlechter schlaf, arg seltsam träume, oder mich 'was doof fühle oder auch 'was depressiv, aber ich hab mich nicht davon erschrecken lassen und gemerkt, dass es sich letztlich auch schnell wieder auf nem normalen Level einpendelt.
Mein Ziel ist es nächstes Jahr komplett medifrei zu sein und mein Doc (chef der akutklinik wo ich immer noch ambulant bin) meint das wäre eine gute realistische einschätzung.
Insgesamt hab ich dann 5 Jahre Medis genommen, das ist ein gutes 20stel meiner Lebenszeit, für das was ich damit erreicht hab, find ich das echt vertretbar.
Vielleicht wär es auch schneller gegangen, aber ich dachte mir wenn ich das jetzt schon so durchzieh, dann mach ichs auch richtig und geb mir die benötigte Zeit zum ausschleichen. Von der letzten Neuroleptika runterdosierung hab ich überhaupt nix gespürt. Ich hab diese Woche begonnen statt 100mg nur noch 75mg als übergang und ab in zwei wochen so, nur noch 50mg zu nehmen. Bis jetzt merk ich nix, man wird sehen, aber ich glaub das wird schon gut gehen...
So das wars erstmal von mir....
LG sternsche
Ich hoffe ich werde nicht direkt wiedr rausgeschmissen, wenn ich sage, dass ich persönlich eigentlich gar kein problem damit habe, Psychopharmaka zu nehmen. Ich will hier auch niemanden von meiner meinung überzeugen, finde eine ganz und gar kritische Seite zum thema einfach nur nicht unspannend.
Ich tu mich immer schwer damit, meine irgendwann mal gestellte Diagnose hinzuwerfen und zu sagen, so das bin ich jetz. Sagen wir es mal so, ich hatte immer ein stark depressives Empfinden, probleme mit mir und zwischenmenschlichen beziehungenund der Realität an sich, war mit 14/15 das erste mal in der klapse und danach immer mal wieder. Mein Leben war mehr flucht als genuss, irgendwann kamen dann die Drogen und letztlich bin ich 2001 im absoluten tief bei 48kilo (ich war immer dick, wog sogar mal über 90kilo) ner "leichten" Psychose und eben dem totalen Wahnsinn angekommen. Es ging gar nix mehr, in meinem Kopf schien ein Monster zu wohnen und ich war einfach nicht mehr da.
Ich kam dann in ein wahnsinnig gutes Akutkrankenhaus, bzw. Psychiatrie in der meiner meinung nach sehr verantwortungsvoll mit dem Thema Medikation umgegangen wird. Zunächst wurde mir klar gemacht, dass alles meine eigene Entscheidung ist, ich selbstverantwortung zu tragen hab (ich kam mir erst sehr verar***t vor, niemand wollte mir bspw sagen, "Drogen sind böse, du darfst keine Drogen mehr nehmen", aber heut weis ich, sie wollten einfach nur dass ich selbst drauf komm, dass ICH die entscheidung treffe), ausserdem wird nach dem prinzip "immer so wenig wie möglich, aber eben auch so viel wie nötig" gearbeitet und man versucht auf abhängigkeitspotenzielle medis gänzlich zu verzichten.
Ich bekam also SSRI und Neuroleptika und kann nur sagen, das war eine gute entscheidung. Anfänglich war alles ein grosses treppauf, treppab, es war zwar etwas besser, ich war viel weniger wahnsinnig und auch klarer, aber es war immernoch doof, da ich aus meinem Umfeld nicht rauskam. Vor fast drei Jahren ist es mir gelungen mein Leben wirklich zu ändern, mich von meinem Freund und Umfeld zu lösen und ich habe dafür ein ganz tolles neues Umfeld gefunden inklusive dem besten Mann der mir je begegnet ist.
Es war zwar immernoch eine echte schwerstarbeit an mir selbst (...nein Frau...nicht in alte muster verlaufen...usw usf) aber seit dem ging es mit mir nur noch bergauf und mit der dosierung nur noch bergrunter...
Mein hauptaugenmerk lag primär immer auf den neuroleptika, aber sicher wollt ich auch net ewig Antidepressiva schlucken. Ich habe mir selbst viel zeit dafür gegeben und darauf geachtet wenig aber kontinuierlich runter zu kommen.
Anfangs hatte ich mehr probleme damit als heute, aber es hat funktioniert und ich habe nie wirklich drastische Konsequenzen tragen müssen. Sicher merk ich -meist so nach zehn tagen-, dass etwas passiert, ich bspw schlechter schlaf, arg seltsam träume, oder mich 'was doof fühle oder auch 'was depressiv, aber ich hab mich nicht davon erschrecken lassen und gemerkt, dass es sich letztlich auch schnell wieder auf nem normalen Level einpendelt.
Mein Ziel ist es nächstes Jahr komplett medifrei zu sein und mein Doc (chef der akutklinik wo ich immer noch ambulant bin) meint das wäre eine gute realistische einschätzung.
Insgesamt hab ich dann 5 Jahre Medis genommen, das ist ein gutes 20stel meiner Lebenszeit, für das was ich damit erreicht hab, find ich das echt vertretbar.
Vielleicht wär es auch schneller gegangen, aber ich dachte mir wenn ich das jetzt schon so durchzieh, dann mach ichs auch richtig und geb mir die benötigte Zeit zum ausschleichen. Von der letzten Neuroleptika runterdosierung hab ich überhaupt nix gespürt. Ich hab diese Woche begonnen statt 100mg nur noch 75mg als übergang und ab in zwei wochen so, nur noch 50mg zu nehmen. Bis jetzt merk ich nix, man wird sehen, aber ich glaub das wird schon gut gehen...
So das wars erstmal von mir....
LG sternsche