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Ich stell´ mich jetzt auch mal vor...
Verfasst: 02.06.2005 22:31
von eva32
Ich bin Eva, 35 Jahre alt und seit Ewigkeiten depressiv. Allerdings nehme ich erst seit Anfang des Jahres Medikamente, weil ich burnoutbedingt wieder in eine schlimmere depressive Episode geschlingert bin.
Mitte der 90er war ich schon mal für 100 Stunden in tiefenpsychologischer Therapie. Das war auch ganz gut, weil meine Depression definitiv neurotisch geprägt ist. Ab Juli kann ich mit einer VT anfangen, die ich auch ganz dringend brauche.
Anfänglich bekam ich 20mg Citalopram. Nach zwei Wochen wurde ich total rappelig und kam überhaupt nicht mehr runter. Meine Ärztin verschrieb mir dann zusätzlich Trimipramin (abends 20-40mg, 10-20mg bei Bedarf). In der Kombi hat das dann ein paar Wochen auch ganz gut funktioniert. Allerdings wurden dann die NWs ziemlich nervig.
Citalopram: Schwitzen, Zittern, Bluthochdruck (160:100), Flatulenz im Endstadium, wilde reale Träume
Trimipramin: mind. 10 kg Gewichtszunahme, obwohl ich weder Heißhunger noch Fressattacken habe und mich ausgewogen ernähre, Hochpuls
Als mir dann im März beim Wandern eine Ader im Finger platzte, habe ich das Citalopram dann abgesetzt. Weil ich es ja noch nicht lange nahm, konnte ich es in 4 Tagen ausschleichen. Einen Ersatz zum Citalopram wollte ich nicht nehmen, weil es mir zu dem Zeitpunkt mental eigentlich ganz gut ging.
Gleichzeitig habe ich angefangen Fischöl zu nehmen und habe meine Ernährung auf Omega-3-reich umgestellt.
Das Trimi nahm ich weiter, weil meine Ärztin meinte, daß es gar nicht gut sei 2 Medis auf einmal abzusetzen. Außerdem täte mir nach den ganzen wilden Träumen tiefer fester Schlaf vielleicht ganz gut.
Ich habe das dann 6 Wochen durchgehalten. Allerdings ging es mir dann von Woche zu Woche schlechter. Zudem gab es dann noch ein paar Ereignisse, die mich wieder ziemlich aus der Bahn warfen.
Ende vom Lied: Ich hatte wieder schlimme und ständige Selbstmordgedanken; und auf die habe ich ja definitiv überhaupt keinen Bock mehr! Ich habe einfach keine Lust mehr ständig gegen Selbstmordgedanken ankämpfen zu müssen. Ich brauche meine Energie für was Sinnvolleres, nämlich einfach zu leben! So!
Also verschrieb mir meine Ärztin Solvex. Ich sollte die ersten beiden Tage 4mg nehmen und das dann auf 8mg steigern.
Direkt nach der ersten Einnahme fühlte ich mich wie auf Koks. Nicht daß ich jemals Koks genommen hätte, aber so stelle ich mir das vor.
Ich war hellwach (3 Tage am Stück trotz Trimi), fühlte mich wunderbar und stark wie Superman. Deswegen dachte ich mir, daß es vielleicht erst mal ganz günstig sei, mit der Dosiserhöhung zu warten, bis ich wieder durchschlafen kann. Meine Ärztin überließ die Entscheidung mir und meinte, daß ich die Dosis vielleicht gar nicht unbedingt erhöhen müßte.
Nach 1 1/2 Wochen fühlte ich mich dann ziemlich schlapp und besoffen und schwitzte wie bekloppt. Ich dachte, es sei dann vielleicht ganz spaßig, sich den Kick vom Anfang zurückzuholen, und erhöhte dann die Dosis. Aber ich fühlte mich dann nur noch besoffener, schwitzte noch stärker und dann auch noch ganz fies kalt, außerdem war mir kotzübel.
Ich habe das dann mit der Dosiserhöhung ganz schnell wieder bleiben lassen. Ich habe dann versucht, geduldig zu sein und darauf zu warten, daß mein Depot aufgefüllt ist.
Der Punkt scheint dann jetzt wohl erreicht zu sein. Mir geht es echt so gut, wie lange nicht mehr, und mein kleiner innerer Galleerensklave, der jetzt ein halbes Jahr im Koma lag, trommelt wieder! Mir ist es auch ziemlich egal, daß das höchstwahrscheinlich am Solvex liegt, hauptsache der Bube spielt wieder mit mir!
Bisher habe ich hier nicht sehr viel zu sonstigen Nebenwirkungen von Reboxetin gefunden. Ich wüßte einfach ganz gerne, was noch auf mich zukommen kann. Außerdem wüßte ich ganz gern, ab wann man mal ein Blutbild machen sollte. Bei mir wurde noch gar keins gemacht.
Und wie ist das mit der Gewichtszunahme beim Trimi? Nimmt man beim Absetzen einfach wieder ab oder muß ich mich dann etwa anstrengen? Bezahlt die Krankenkasse das Abspecken? Ist ja schließlich krankheitsbedingt...
Fragen über Fragen...
Eva
Verfasst: 17.06.2005 23:24
von eva32
Hallo??? Keiner da??? Bin ich denn so uninteressant??? Muß ich mich jetzt wichtig machen???
Verfasst: 17.06.2005 23:39
von Linda
Hallo Eva,
es tut mir leid, dass Dir bis jetzt niemand geantwortet hat. Vielleicht ist der Name unseres Forums etwas irreführend. Wir sind eigentlich eine Selbsthilfegruppe für Betroffene, die starke (teilweise massive) Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen bei SSRI bekommen. Wir helfen beim Absetzen. Wir sind eigentlich nicht dafür da, Ratschläge über die Einnahme von verschiedenen Medikamenten zu geben. Wünsche Dir auf jeden Fall, dass es Dir weiterhin gut geht.
Linda
Verfasst: 17.06.2005 23:47
von eva32
Danke für deine schnelle Antwort. Na dann könnt ihr mir ja vielleicht demnächst helfen, wenn ich auch mit Absetzen dran bin.
Im Moment habe ich allerdings das Riesenproblem, daß ich durch das Reboxetin einen wahnsinnig hohen Ruhepuls habe (immer so um 100-110). Im Moment wird abgeklärt, ob ich zusätzlich auch noch einen Beta-Blocker nehmen soll. Ehrlich gesagt, habe ich da ziemliche Angst vor. Aber andererseits habe ich das Gefühl, daß sonst in drei Monaten meine Pumpe schlapp macht. Vor dem Hintergrund, daß ich die Antidepressiva nehme, um mich nicht umzubringen, finde ich das reichlich kontraproduktiv...
Verfasst: 18.06.2005 00:45
von Linda
Hallo Eva,
ich finde es wichtig, sich im Klaren zu sein, dass man die Nebenwirkungen eines Medikaments nicht mit einem anderen Medikament bekämpfen kann. Da sollte man vielleicht eher auf den Körper hören - er wehrt sich ja auch damit.
Ich habe auch öfters mitbekommen, dass Betablocker ja auch Depressionen auslösen können.
Es ist jetzt spät, ich melde mich morgen wieder.
Linda
Verfasst: 29.06.2005 01:26
von eva32
Inzwischen ist etwas Zeit vergangen. Meine Tachykardien wurden immer schlimmer. Eine Nacht ging mein Puls bis auf 250 hoch. Da war ich kurz davor den Notarzt zu rufen.
Allerdings hatte ich da auch mit Hilfe der Roten Liste rausgefunden, daß das auch gut eine Wechselwirkung vom Reboxetin und dem Trimipramin sein kann. Wie hieß es so schön? Im Zusammenhang mit Katecholaminen (Adrenalin, Noradrenalin, etc.) kann die sympathikomimetische Wirkung des Trimipramin verstärkt werden.
Sprich: Reboxetin und Trimipramin puschen sich gegenseitig hoch.
Die Beta-Blocker habe ich abgelehnt, weil ich es als absolut unsinnig empfinde, mit solchen Kanonen auf Neben- bzw. Wechselwirkungen zu schießen.
Mit meiner Psychiaterin vereinbarte ich, das Trimi abzusetzen. Die Frau war wegen der Wechselwirkungsnummer soundso schon bei mir unten durch, aber dann gab sie mir als Ersatz für das Trimi Zopiclon mit, obwohl ich ihr tausendmal gesagt habe, daß ich in meinem Leben keine Benzos oder Benzodiazepinähnliche einnehmen werde. Sie sagte, Zopiclon sei keins von beidem. Vielleicht hätte es ihr geholfen, den Waschzettel zu lesen.
Ich habe dann noch 48 Stunden nachgedacht und mich dann entschieden, der Chemie komplett den Rücken zu kehren. Die Masse an Nebenwirkungen rechtfertigt für mich nicht den kleinen positiven Effekt der Antriebssteigerung. Wer weiß, wo ich wäre, wenn ich die ganze Zeit keine ADs genommen hätte. Massive Herz-Kreislaufprobleme, Gewichtszu- und Libidoabnahme, Schweißausbrüche tragen schließlich auch nicht zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Nach einem halben Jahr Pillen schlucken habe ich jetzt die Schnauze voll und will einfach nur meinen alten, gut funktionierenden Körper wiederhaben.
Seit gestern setze ich auch das Reboxetin ab. Da ich es noch nicht so lange genommen habe und das auch nicht besonders hochdosiert, wird das nicht so lange dauern. Meine nichtskönnende Ärztin meinte, daß das bis Ende der Woche gegessen sei, aber ich werde das, glaube ich, bis Ende nächster Woche ziehen. Mache ich davon abhängig, wie´s mir Ende der Woche geht.
Achso: Als ich das Trimi wegließ, hörten die Tachykardien dann auch auf. Inzwischen ist mein Puls konstant unter 100, zwar immer noch zu hoch, aber in einem erträglichen Maß.
Laut meiner Ärztin gibt es Studien, die besagen, daß sich Trimipramin und Reboxetin vertragen, aber bei diesen Studien interessiert mich dann vorangig das Impressum. Selbst wenn das zutreffend ist, falle ich aus diesen Studien halt raus.
Greets Eva
Verfasst: 29.06.2005 08:13
von Oliver
Hallo Eva.
Laut meiner Ärztin gibt es Studien, die besagen, daß sich Trimipramin und Reboxetin vertragen, aber bei diesen Studien interessiert mich dann vorangig das Impressum. Selbst wenn das zutreffend ist, falle ich aus diesen Studien halt raus.
Das zeigt, dass Deine Ärztin keine Wissenschaftlerin ist, denn selbst wenn es Studien gibt, die "zeigen", dass die beiden Substanzen sich vertragen, dann kann das immer noch heißen, das viele Leute massive Probleme damit haben. Gerade bei Psychopharmaka ist das Aufkommen von Nebenwirkungen sehr groß und die Wechselwirkungen sind unberechenbar. Deine Ärztin sollte lieber einfach ernstnehmen, was Du ihr erzählst anstatt solche Phrasen zu dreschen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Absetzen von Reboxetin (wie lange nimmst Du es jetzt genau?) und der Verhaltenstherapie.
Oliver
Verfasst: 29.06.2005 15:22
von eva32
Hi Oliver!
Den Eindruck, den du von meiner Ärztin hast, teile ich absolut. Wenn sie ein wenig Ahnung vom wissenschaftlichen Arbeiten hätte, wüßte sie doch, wie die Statistiken zusammenkommen, auf die sich die Studien stützen. Häufig werden die doch im Sinne des Auftraggebers "verbogen".
Naja. Am Montag war ich dort zum letzten Mal und ich habe ihr wohlweislich schon mal ein schönes weiteres Leben gewünscht. Für den absoluten Notfall habe ich mir ein paar Psychiater und Neurologen empfehlen lassen, die in der Lage sind, über den chemischen Tellerrand hinauszuschauen.
Meine Hausärztin meinte, daß sie mir, wenn ich AD-frei wäre, auch mit Akupunktur und Homöopathie weiterhelfen könnte. Mein Freund ist Reiki-Meister 3. Grad, was soll mir also passieren.
Das Reboxetin nehme ich jetzt gut 8 Wochen, also noch nicht so entsetzlich lange. Trotzdem halte ich es für günstiger, wenn ich es ganz langsam ausschleiche. Das Trimi habe ich schließlich letzte Woche von heute auf morgen bleiben lassen. Da hat mein Körper eh noch ein wenig mit zu arbeiten. Außerdem habe ich ab Samstag relativ viel Stress vor mir (nach einem halben Jahr nicht arbeiten, kann ich 8 Tage am Stück arbeiten. Angst!!!). Da möchte ich mir so ein kleines Sicherheitsnetz erhalten. Seit Montag nehme ich das Reboxetin nur alle 2 Tage. Meine vorherige Tagesdosis war auch nicht besonders hoch. Ich nahm nur 4mg, statt der empfohlenen 8mg.
Trotzdem bin ich sehr "beeindruckt", wie so eine Pieselsmenge einer Substanz, einen Körper total durcheinanderwirbeln kann.
Gruß Eva
Verfasst: 29.06.2005 15:48
von Oliver
Hallo Eva.
Lieber bisschen langsamer, aber dafür sicherer ist auf jeden Fall besser.
Seit Montag nehme ich das Reboxetin nur alle 2 Tage
Warum? ist das eine Art CR Tablette, die man nicht teilen darf? Ansonsten wäre es besser eine kleinere Menge täglich zu nehmen ...
Oliver
Verfasst: 30.06.2005 01:28
von eva32
ist das eine Art CR Tablette, die man nicht teilen darf?
Nööö... Theoretisch und praktisch könnte ich die teilen. Die Psychiaterin hat mir das so aufgetragen. Ist das jetzt auch schon wieder falsch? Muß (oder darf) ich sie bei der Ärztekammer anschwärzen? Könnte ich ja eh schon, weil sie ihrer Aufklärungspflicht bezüglich Benzos bzw. Benzoähnlichen nicht nachgekommen ist...
Gruß Eva
Verfasst: 30.06.2005 09:51
von Oliver
Hallo Eva.
Ist das jetzt auch schon wieder falsch?
Dr. John Glenmullen empfiehlt es auf die "alle 2 Tage" Methode zu verzichten, da man dem Körper damit unnötig einer chemischen Achterbahnfaht aussetzt. Besser ist die täglich Einnahme. Wenn Du die Tabletten halbieren kannst, dann mach es besser so. Mit einem
Tablettenschneider kannst Du sie einfacher teilen und dann auch noch vierteln und achteln, wenn nötig.
Muß (oder darf) ich sie bei der Ärztekammer anschwärzen?
Wenn Du denn Eindruck hast, dass Du Opfer einer Fehlbehandlung oder falschen Beratung bist, wäre es wohl das Beste, wenn Du einen letzten termin machts bei ihr und ihr ein wenig die Leviten liest und Dich dann nach jemand anderem umschaust.
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 30.06.2005 10:11
von Linda
Hallo Eva,
hast Du den
5-Stufenplan schon gelesen? Wir sind noch dabei, die Texte zu ergänzen, man kann ihn aber schon verwenden.
Linda
Verfasst: 30.06.2005 18:40
von eva32
@Oliver
Seit heute teile ich meine Tabletten. Das Gefühl des Achterbahnfahrens hatte ich nämlich auch schon. Da kam mir dein Rat gerade recht. DANKE!!!
Die Leviten habe ich meiner Psychiaterin letzten Montag schon gelesen. Ich war stinksauer auf sie und da konnte ich die angestaute schlechte Laune aus einem Streit mit meinem Freund echt richtig gut verwerten...
Ärztekammer ist eh ein bißchen hochgegriffen. Ich kann ihr ja schließlich nichts nachweisen.
Aber hier in Köln gibt es einen gemeinnützigen Verein (V.E.S.U.V. e.V), die einem bei der Arzt- und Therapeutensuche ehrenamtlich behilflich sind. Da kann man sich auch beschweren. Ich denke, daß ich an der Stelle vielleicht mal was fallen lasse. Empfehlenswert finde ich die Frau nämlich nicht.
@Linda
Danke für den Hinweis! Werde ich mir direkt mal zur Brust nehmen.
...
Ich habe mir den 5-Stufen-Plan jetzt mal durchgelesen. Das ist ja echt eine super Hilfestellung! Klasse!
Ansonsten bin ich heute ganz übermütig zu meiner Arbeitsagentur gelaufen, um mich wegen meiner Jobs nächste Woche ab- und anzumelden.
Das an sich war nicht so übermütig, aber das Laufen. Also nicht joggen, sondern zügig wandern. Das waren jetzt so ca. 4 km hin und zurück und ich habe dann auch noch ein paar Einkäufe erledigt.
Jetzt bin ich so kaputt, wie sonst nach 20km. Meine Beine sind total Gummi und ich habe geölt wie blöd. Das Schwitzen finde ich jetzt eigentlich ganz gut, weil ich das Gefühl habe, daß das Gift rauskommt. Laufen ist ja auch für den Leberstoffwechsel ganz gut, wenn der nicht richtig funktioniert, kann das ja auch zu Depris führen.
Aber ich bin vollkommen fertig, wie schnell sich so eine Kondition in nichts auflösen kann. Nee nee nee...
Hilft ja nichts! Weiterlaufen! Vielleicht schaffe ich ja nächste Woche schon 5 km. Ich will schließlich diesen Sommer noch im Bayerischen Wald durch die Gegend rennen...
Verfasst: 01.07.2005 22:06
von eva32
Heute geht´s mir nicht so dufte...
Bin heute morgen mit monstermäßigen Kopfschmerzen aufgewacht, nachdem ich die letzten beiden Nächte nicht besonders gut geschlafen habe.
Außerdem ist mir speiübel. Ich hoffe, daß ich mir vielleicht nur den Magen verdorben habe, aber dazu fällt mir nicht wirklich ein Nahrungsmittel ein, das ich zu mir genommen habe.
Ich hoffe mal, daß das morgen vorbei ist.
Uffz...
Verfasst: 04.07.2005 01:01
von eva32
Glücklicherweise nur ein verdorbener Magen...
Aber ich bin arbeitstechnisch unverbesserlich.
Gestern 13 Stunden, heute 11.
Mist!
sooooo....
Verfasst: 10.07.2005 01:00
von eva32
Seit Donnerstag nehme ich kein Reboxetin mehr. Ich bin müde, ich will schlafen.
Die letzten paar Wochen mit den Tachykardien und der ganzen Aufregung drumherum sitzen mir ganz schön in den Knochen. Das war echt anstrengend.
Und kaum treffe ich da eine Entscheidung, geht´s arbeitstechnisch richtig ab. Die letzten 8 Tage habe ich wieder ziemlich gerödelt. Ich bin auch echt froh, daß ich meinen nächsten Gig erst in 7 Tagen habe. Morgen werde ich auf jeden Fall den ganzen Tag schlafen.
Die Absetznummer habe ich bisher ganz gut weggesteckt. Meine Konzentration war anfänglich nicht die beste und mein Kreislauf macht ein paar Spiränzchen mit mir, aber ansonsten geht´s mit abgesehen von der großen Müdigkeit, die mich gerade überkommt, echt gut.
Achso: Ich habe am Mittwoch den großen Fehler begangen, bei einer Geburtstagsfeier 4 Gläser Sekt zu trinken.
Liebe Kinder! Nicht nachmachen! Ich war absolut sternhagelvoll von dem bißchen Sekt. Das ganze Programm mit Rumwanken und Karussellfahren... Schlimm, schlimm, schlimm.
Ein bißchen Schlafen habe ich mir nach dieser ganzen aufputschenden Kacke echt verdient. Ich weiß schon, warum ich immer immense Hochachtung vor allen aufputschenden Drogen hatte. Das ist einfach nichts für mich. Damit drehe ich total durch.
Wenn das Gift aus meinem Körper raus ist, gönne ich mir eine riesig große dicke fette Tüte!!! Die eine im Jahr hat sich Mutti auch hart erarbeitet... (seufz)
Hilfe! Übermenschliche Fressattacke!
Verfasst: 10.07.2005 17:29
von eva32
Die ganze Zeit auf ADs hatte ich keine Fressattacken.
ABER HEUTE WÜRDE ICH MIR TOTAL GERNE UND DIE GANZE ZEIT SINNLOS DEN WANST VOLLSTOPFEN!
Aber mein Kühlschrank gähnt mich nur müde und leer an...
ICH WILL ERDBEEREN MIT IRGENDEINER FEISTEN, FETTEN, SCHLOTZIGEN CREME OBEN DRAUF!
hmmmpppffff...
Mist!
Verfasst: 11.07.2005 00:07
von eva32
Mist! Ich hab zaps...
Was mache ich denn jetzt? Wielange kann denn sowas dauern?
Verfasst: 11.07.2005 11:58
von Oliver
Hallo Eva.
Die Zaps können von ein paar Tagen bis "open end" andauern. Wenn sie erträglich sind, solltest Du es erstmal versuchen auszuhalten. Asonsten nimm wieder die letzte Dosis und warte ab, bis die Symptome verschwunden sind. Dann kannst Du nach einer Weile einen kleineren Schritt machen.
Die letzten mg sind nicht selten die schwersten. Gerade der Schritt auf 0 macht manchmal Leuten Probleme, welche vorher gar keine oder nur sehr leichte Entzugserscheinungen hatten.
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 11.07.2005 20:44
von eva32
Danke!
Ich schau mal wie´s weitergeht. Heute fühle ich mich allgemein was leidig.
Beobachten. Wenn mir´s Ende der Woche nicht wesentlich besser gehen sollte, muß ich wohl wieder ein paar Pillen werfen.
Prinzipiell sind die zaps noch im erträglichen Rahmen. Aber ich bin soooo müde. Und mein Kreislauf fuhr heute mit mir Karussell...