Blick nach vorn
Verfasst: 27.11.2003 23:49
Hallo ihr Forums-Mitglieder,
wie die Katze um den heißen Brei schlich ich bereits seit langer Zeit um dieses Forum herum.
Gestern habe ich mich angemeldet. Ich entschied mich dafür, nachdem ich eine Menge Informationen u.a. auch übers internet zu Paroxetin erfahren habe, aber keine Seite fand, dich mich ansprach.
Ich wollte mich nicht mit anderen Betroffenen zusammen „kollektiv in die Depression runterziehen.“
Ich suchte kein „Leid-Klage-Forum“.
„Depressionen pflegen“, kennt ihr das? Ich ja, das kann ich gar nicht gebrauchen.
Nach mehrmaligem Lesebesuchen als Gast, entschied ich mich für die Anmeldung, weil dieses Forum am ehesten anbietet, was ich suche, nämlich „den Blick nach vorn“.
Mein Leben führte mich auf Irrwegen aber mit Sogwirkung in einen seelischen Abgrund. In dem verschwand ich 2002. Ich kämpfte in dieser Zeit wie eine Löwin – z.T. auch gegen mich selbst und z.T. auch mit mir selbst an der Seite – und gewann Lebensqualität zurück. Seit anderthalb Jahren nehme ich Paroxetin ein. Neben der begleitenden Therapie sah und sehe ich darin MEINE Chance.
Mit der Zeit erreichte ich wieder einen stabilen guten Zustand. Es war wie ein Wunder. Gestärkt durch diese Erfahrung begann ich nach Beratung mit meinem Neurologen und meiner Therapeutin das schrittweise Absetzen von Paroxetin. Ich war soweit.
Vor 10 Tagen reduzierte ich also dem ärztlichen Rat folgend von 20 auf 10 mg. Bereits nach drei Tagen musste ich abbrechen und mich sogar krank schreiben lassen. So nicht!
Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt.
Auf ärztliche Empfehlung hin bin ich wieder bei 20 mg und bekomme Angst. Ein Leben lang war Angst eines meiner beherrschenden Themen. Jetzt wird sie konkret. Ich habe Angst vor der Absetzen, Angst vor der Wiederholung dessen, was ich letzte Woche erlebt habe, Angst vor Paroxetin.
Der nächste Arzttermin hat genau ein Thema. Ich werde ausdrücklich auf eine Absetzung in Miniaturschrittchen sozusagen milligrammweise bestehen. Koste es was es wolle. Das sagt mir mein Körper.
Wenn es euch interessiert, schreibe ich gerne einen detaillierteren Erfahrungsbericht.
So viel für heute. Ich wollte mich euch wenigstens kurz mit meinen persönlichen statements vorstellen.
Mit herzlichen Grüßen
Astrid
wie die Katze um den heißen Brei schlich ich bereits seit langer Zeit um dieses Forum herum.
Gestern habe ich mich angemeldet. Ich entschied mich dafür, nachdem ich eine Menge Informationen u.a. auch übers internet zu Paroxetin erfahren habe, aber keine Seite fand, dich mich ansprach.
Ich wollte mich nicht mit anderen Betroffenen zusammen „kollektiv in die Depression runterziehen.“
Ich suchte kein „Leid-Klage-Forum“.
„Depressionen pflegen“, kennt ihr das? Ich ja, das kann ich gar nicht gebrauchen.
Nach mehrmaligem Lesebesuchen als Gast, entschied ich mich für die Anmeldung, weil dieses Forum am ehesten anbietet, was ich suche, nämlich „den Blick nach vorn“.
Mein Leben führte mich auf Irrwegen aber mit Sogwirkung in einen seelischen Abgrund. In dem verschwand ich 2002. Ich kämpfte in dieser Zeit wie eine Löwin – z.T. auch gegen mich selbst und z.T. auch mit mir selbst an der Seite – und gewann Lebensqualität zurück. Seit anderthalb Jahren nehme ich Paroxetin ein. Neben der begleitenden Therapie sah und sehe ich darin MEINE Chance.
Mit der Zeit erreichte ich wieder einen stabilen guten Zustand. Es war wie ein Wunder. Gestärkt durch diese Erfahrung begann ich nach Beratung mit meinem Neurologen und meiner Therapeutin das schrittweise Absetzen von Paroxetin. Ich war soweit.
Vor 10 Tagen reduzierte ich also dem ärztlichen Rat folgend von 20 auf 10 mg. Bereits nach drei Tagen musste ich abbrechen und mich sogar krank schreiben lassen. So nicht!
Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt.
Auf ärztliche Empfehlung hin bin ich wieder bei 20 mg und bekomme Angst. Ein Leben lang war Angst eines meiner beherrschenden Themen. Jetzt wird sie konkret. Ich habe Angst vor der Absetzen, Angst vor der Wiederholung dessen, was ich letzte Woche erlebt habe, Angst vor Paroxetin.
Der nächste Arzttermin hat genau ein Thema. Ich werde ausdrücklich auf eine Absetzung in Miniaturschrittchen sozusagen milligrammweise bestehen. Koste es was es wolle. Das sagt mir mein Körper.
Wenn es euch interessiert, schreibe ich gerne einen detaillierteren Erfahrungsbericht.
So viel für heute. Ich wollte mich euch wenigstens kurz mit meinen persönlichen statements vorstellen.
Mit herzlichen Grüßen
Astrid