Hallöchen,
ich möchte mich erstmal ganz kurz vorstellen: Mein Name ist Nanni, ich bin 30 Jahre alt und habe 21 Monate lang Paroxetin wegen Angststörung und mittelschwerer Depression eingenommen. Ich muss sagen, dass ich die ganze Zeit superbegeistert von dem Medikament war. Es ging und geht mir psychisch noch nie so gut. Nebenwirkungen hatte ich nur am Anfang der Einnahme, d. h. nächtliches schwitzen und lebhafte Träume.
Da ich über die kompletten 21 Monate stabil war habe ich gemeinsam mit meinem Psychiater das Absetzen des Medikaments besprochen und meine Dosis von bisher 20 mg täglich für einige Wochen auf 10 mg runtergefahren (wieder nächtliches Schwitzen und lebhaftes träumen). Am 19.8., also vor einer Woche, habe ich dann ganz abgesetzt. Einen Tag später habe ich leichten Schwindel bekommen. Da ich auch Rückenprobleme (Nackenwirbelblockierungen) habe dachte ich zunächst, es könnte davon kommen. Meine Orthopädin hat dann auch festgestellt, dass ich mal wieder einen Nackenwirbel blockiert habe. Von den AD's habe ich ihr nicht erzählt, da ja auch von Schwindel beim Absetzen in der Packungsbeilage nichts erwähnt ist. Nachdem ich mobilisiert wurde und jetzt seit Montag jeden Tag zur Akupunktur war und der Schwindel trotzdem noch da ist und hinzu noch Hitzewallungen, leichte Übelkeit, Benommenheit und Durchfall kommen dachte ich, ich stöber mal im Internet rum. Und siehe da: ich habe dieses Forum gefunden und musste feststellen, dass die Beschreibung meines Schwindels genau auf meinen passt (hatte übrigens seit ewigen Zeiten keinen Schwindel mehr) und war dann natürlich etwas entsetzt, wie schädlich Paroxetin ist und fühle mich jetzt etwas von dem Beipackzettel verarscht. Ich hoffe, dass sich meine Absetzsymptome jetzt langsam bessern. Wie lange kann das denn dauern? Ich habe noch nie von irgendeinem Medikament Nebenwirkungen o. ä. gehabt und dachte tatsächlich, ich sei immun gegen so was. Tja, shit happens.
Dann habe ich noch eine Frage. Seit ich Paroxetin einnehme, habe ich mindestens 7 oder 8 kg zugenommen. Habe genauso gegessen und getrunken wie vorher und habe noch nie Gewichtsprobleme gehabt. Kommt das auch vom Paroxetin? Auch wenn das zumindest auf der Packungsbeilage als "häufig" angegeben wird habe ich schon mehrfach gelesen, dass Paroxetin bzw. SSRI da normalerweise kaum Probleme machen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wie sieht das mit dem Gewicht nach dem Absetzen aus? Wäre das vielleicht das einzig "angenehme" beim Absetzen des Medikaments?
Fragen über Fragen. Gut, dass es dieses Forum gibt.
Liebe Grüße
Nanni
Vorstellung und Danke, dass es Euch gibt
Hallo Nanni,
freu mich deinen Beitrag gelesen zu haben. Ist doch immer wieder schön, dass Gefühl zu bekommen, nicht allein zu sein. Deine Symptome sind sicherlich Absetzsymptome. 10mg ist auch ein sehr grosser Schritt und ich hoffe du bleibst standhaft. Ich selber reagiere ziemlich heftig auf das Absetzen und muss es in kleineren Schritten machen
selbst die sind dann noch heftig.
So, nun zu der Gewichtszunahme. Ich habe Paroxetin 5 Jahre lang eingenommen und habe ca. 10kg in dieser Zeit zugenommen. Ich denke mal, das sich das Gewicht nicht von allein normalisiert, aber mit einer Diät sollte es zu schaffen sein. Allerdings erst nachdem du den Entzug hinter dir hast, vorher würdest du deinem Körper zu viel zu muten.
Ich wünsche dir noch viel Kraft und drücke dir fest die Daumen.
LG KIm
freu mich deinen Beitrag gelesen zu haben. Ist doch immer wieder schön, dass Gefühl zu bekommen, nicht allein zu sein. Deine Symptome sind sicherlich Absetzsymptome. 10mg ist auch ein sehr grosser Schritt und ich hoffe du bleibst standhaft. Ich selber reagiere ziemlich heftig auf das Absetzen und muss es in kleineren Schritten machen
So, nun zu der Gewichtszunahme. Ich habe Paroxetin 5 Jahre lang eingenommen und habe ca. 10kg in dieser Zeit zugenommen. Ich denke mal, das sich das Gewicht nicht von allein normalisiert, aber mit einer Diät sollte es zu schaffen sein. Allerdings erst nachdem du den Entzug hinter dir hast, vorher würdest du deinem Körper zu viel zu muten.
Ich wünsche dir noch viel Kraft und drücke dir fest die Daumen.
LG KIm
Symptome: Herzprobleme, Schwindel, Muskelkrämpfe, Angst; Diagnose:Herzreizleitungsstörung/VES und Angststörung
Medikation: seit 2000 Paroxetin 30mg
Zusätzlich: 2003 Diazepam 15mg, Beloc-Zok-mite 50mg
Bisherige Absetzversuche: Paroxetin von 30mg seit ca. 2004 auf 15mg, Diazepam auf 3mg
Absetzverlauf: seit 23.5. Paroxetin über 3 Wochen auf 10mg runter; momentan schwere Entzugserscheinungen
24.08.2005 7,5mg Paroxetin, 27.10.2005 10mg Paroxetin wegen schweren Entzugssymptomen
Dezember 2005 auf 7,5mg reduziert und das hat geklappt. Seit dem 23.01.06 auf 5mg, noch ein bisschen am schwanken, aber auch das scheint zu funktionieren. Freu!
Seit dem 10.04.06 auf 2,5mg, wieder Entzugssymptome aber langsam gewöhne ich mich daran.....
Ich hoffe es klappt.........
Medikation: seit 2000 Paroxetin 30mg
Zusätzlich: 2003 Diazepam 15mg, Beloc-Zok-mite 50mg
Bisherige Absetzversuche: Paroxetin von 30mg seit ca. 2004 auf 15mg, Diazepam auf 3mg
Absetzverlauf: seit 23.5. Paroxetin über 3 Wochen auf 10mg runter; momentan schwere Entzugserscheinungen
24.08.2005 7,5mg Paroxetin, 27.10.2005 10mg Paroxetin wegen schweren Entzugssymptomen
Seit dem 10.04.06 auf 2,5mg, wieder Entzugssymptome aber langsam gewöhne ich mich daran.....