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Nicht schon wieder :-( HILFE ICH BRAUCHE EUCH

Verfasst: 04.09.2005 11:37
von yinyang
Hallo,

nachdem ich im Februar einen kalten Entzug gemacht habe (hatte 1 Jahr lang verschiedene Ads genommen, Amineurin, Citalopram, Trevilor) habe ich unter schlimmer Unruhe, Beklemmungen und Brennen in den Armen gelitten. Ich habe dann mit Akkupunktur, Fischölkapseln und Passiflor begonnen. Nach 3 Monaten hatte ich endlich mal ein paar gute Tage und seit Juli wurden die Tage immer mehr. Leider kann ich seit dem Entzug immer noch keinerlei Aufregung ertragen, ich bekomme HErzrasen und unerträgliche Unruhe :cry:

Seit einigen Wochen geht es mir wieder schlechter mit der Unruhe und ich suche nach Ursachen. Ich bin ein wenig mehr im Stress aber belasten tut mich der Stress soweit nicht (denke ich zumindest). Mein ganzer Körper brennt wieder und ich kann vor lauter Unruhe kaum stillsitzen. Oft denke ich, ich bekomme keine Luft, habe aber keine Panikgefühle oder so. Ich habe so Angst, dass alles wieder anfängt.
Ich nehme noch Fischöl, Magnesium, Vitamin C, Eisen (wegen Mangel) und Passiflor. Aber mir geht es wieder schlecht...

Wer kann mir helfen?

Ist das wieder ein Rückfall?

HILFE ICH BRAUCHE EUCH

Hallo

Verfasst: 04.09.2005 14:06
von Daniela
Lies doch mal die PN die ich dir geschrieben habe.

lg dani

Verfasst: 04.09.2005 16:08
von amanda
Hallo Daniela ich habe gerade gelesen dass du auch den Prolactinspiegel kontrollieren lässt. Ist er zu hoch oder zu niedrig gewesen? Bei mir ist er merkwürdigerweise zu niedrig. Ich dachte immer dass bei Stress dieser Wert ZU HOCH ist.Gruss AMANDA

Verfasst: 05.09.2005 08:59
von mücke
Hallo yingyang

Absetzprobleme können Monate anhalten, können in Schüben verlaufen, wo auch Verschlimmerungen auftreten. (war bei mir so) Ich denke schon, daß zusätzlicher Stress zu einer Verschlechterung führen kann, auch pos. (Hochzeit). Dein Nervenkostüm braucht Zeit um sich zu erholen. Nerven regenerieren sich nur sehr, sehr langsam. An einen Rückfall glaube ich nicht!!
Was würde ich tun?
bei Unruhe:
-Aufregung vermeiden, auch wenn dadurch die Tage etwas eintönig, langweilig erscheinen.

-Mittel, die zusätzlich aufputschen weglassen (Nikotin, Kaffee, schwarzer Tee, Cola), wenn nicht möglich, wenigstens reduzieren.
-basische Kost (Zucker vermeiden, ist ein Vitamin B Räuber)
-viel Wasser trinken

-Entspannungstechniken erlernen, tgl.üben, wenn wegen starker Unruhe nicht möglich nur ausruhen im Liegen.
-Entspannugs-CD hören, kann man auch bei der Hausarbeit mit walkman, z.B. Einfach zuhören u. wieder gut schlafen oder einfach zuhören u. die innere Heilkraft wecken (Von Hans Grünn).

-Unruhe ausleben über Bewegung wie walken, schwimmen, Musik hören u. dabei tanzen, Softball kneten.

-Fußreflexzonentherapie ( Solarplexus sanft bearbeiten lassen )
-saunieren mit anschließender Massage

-Heilpraktiker aufsuchen
1) über Bioresonanz testen, behandeln, ergänzen, was fehlt.
a) Vitalstoffe (Eiweiß, Mineralien, Vitamine)
b) Schüsslersalze
c) Bachblüten !!!
d) 5 Elemente
e) die ADs ausleiten, falls noch im Körper nachweisbar.

2) homoeop. Mittel z. B. Hevertoval-Tr., Zincum valerianicum-Tr. o. andere

3) Magnetfeldtherapie

Das sind nur einige Stichpunkte zu dem Thema Unruhe. Wenn dich etwas davon näher interessiert bitte fragen.
Du möchtest wissen wie es mir geht. Antwort: durchwachsen
Mal so :frust: mal so :D

Gruss Annette

Verfasst: 05.09.2005 10:02
von Lena2003
Liebe Anette, kann mann auch absoluten Entzug von Lexotanil machen. Habe bis zu 6 Tabletten am Tag genommen. Seit Freitag den 02.09.05 keine mehr. Geht mir nicht besondérs gut. Fange an zu zittern.
Bitte um Antwort

Lena2003

Verfasst: 05.09.2005 10:47
von mücke
Hallo Lena

Bei der Menge von bis zu 6 Tbl. Lexotanil darfst du NIEMALS ABRUPT ABSETZEN. Das kann nicht gut gehen. Um näheres sagen zu können, müßte ich genau wissen wie viel du tgl. nimmst und wie lange schon. Ich habe auch Lexotanil genommen, dann auf Diazepam umgestellt u. langsam reduziert. Diazepam deshalb weil es länger in Körper bleibt u. ein Entug nicht so heftig ist.

Gruss Annette

Verfasst: 05.09.2005 14:32
von Lena2003
Hallo Annette, danke für deine schnelle Auskunft. Ich nehmen seit 15 Jahren dieses Zeug ein. Zuerst nur sporadisch, dann seit 4 Jahren täglich 6 Lexotanil 6. Wäre es richtig, diese Woche täglich nur 5 zu nehmen, die Woche drauf 4 usw. Ich will dieses Teufelszeug nicht mehr.
Es macht mein ganzes Leben kaputt. Zuerst hat es ja noch geholfen, aber dann musste ich immer mehr nehmen , um mich auf einbestimmtes Level zu begeben.
Verschreiben bekommen habe ich es wegen leichter Depression, die sich aber laufend gesteigert hat.
Ich habe auch einen arbeitsreichen Tag, meine Ehe läuft nicht gut
und dieses Jahr kammen noch einige familiäre Probleme hinzu.
Und dummerweise habe ich auch noch ca. 12 kg zugelegt, kann das von dieser Menge Lexo kommen.
Danke für deine Antwort.
Liebe Grüsse Lena2003

Verfasst: 05.09.2005 15:29
von mücke
Hi Lena

Man kann Benzos auch nach 15 J. absetzen. Wenn du über 4 J. 6 Tbl. Lexotanil 6 eingenommen hast, solltest du ganz, ganz langsam reduzieren.
Wichtig beim Absetzen wäre:
- psychologische Begleitung
- viel Geduld u. Ausdauer von deiner Seite
- ein Absetzplan mit Umstellung auf Diazepam, (kann ich leider noch nicht, aber Hannes )
- ein Arzt, der dir auch Diazepam verschreibt, der einem solchen Plan zustimmt.

Pro Woche um 1 Tbl. zu reduzieren, ist zu schnell. Auch solltest du in Ruhe überlegen wie du absetzen möchtest, über Lexotanil oder Diazepam. Diazepam finde ich persönlich besser wegen der längeren Halbwertzeit. Aber du entscheidest. Würde ich an deiner Stelle ohne Umstellung auf Diazepam reduzieren, würde ich 1/4 Tbl. pro Monat weglassen. Das wären 24 Mon.

Gruss Annette

Verfasst: 06.09.2005 09:50
von Lena2003
Liebe Annette, danke für die Antwort. Mein Arzt hat mir Doxepinneuraxpharm 50 als Ausschleicher verschrieben. Aber diese Nebenwirkungen wie Übelkeit und Halluzinationen sind furchtbar. Dieses Teufelszeug nehm ich nicht mehr. Ist das richtig. Macht das nicht auch abhängig ?
LG Lena2003 :(

Verfasst: 06.09.2005 11:37
von mücke
Hi Lena

Tut mir leid, kann deine Handlungsweise nicht nachvollziehen. So wie ich verstanden haben nimmst du jetzt seit Fr. kein Lexotanil mehr. Du hast immerhin seit 4 J. tgl.6 Tbl. eingenommen, macht 36 mg, umgerechnet wären das 60 mg Diazepam (Valium). Ich finde es total unvernünftig abrupt abzusetzen. Was ist, wenn du als Entzugssymptom einen Krampfanfall bekommst? Was ist, wenn du in diesem Moment allein bist, wer soll dir helfen, was ist, wenn du dabei hopps gehst? Ist das wirklich so egal? Weiß dein Arzt eigentlich davon? Vertritt er auch deine Meinung so aufzuhören? Wenn ja, wäre das unverantwortlich. Kennt er deine Entzugssymptome?
Eine ernste Frage an dich. Nimmst du wirklich gar kein Lexotanil mehr? Oder machst du es wie unten beschrieben mit wöchentl. Reduzierung um 6 mg (1 Tbl.)?

Was das Doxipin betrifft, so gehört es zu den älteren Antidepressiva. Hier kennt man, besser als bei den neueren Mitteln, die Nebenwirkungen. Auch solche Medikamente sollte man nach Beendigung der Behandlung langsam ausschleichen, da sie in den Gehirnstoffwechsel eingreifen u. sich der Körper daran gewöhnen muß, wenn er diesen Stoff nicht mehr bekommt. Eine psychische Abhängigkeit kann immer entstehen. Macht man die Feststellung, das so ein Mittel wirkt, kann sich ein Gefühl von "Ich brauche das " einstellen. Setzt sich dieser Gedanke fest, kann das schon zu psychischer Abhängigkeit führen. Verstehst du was ich meine?

Gruss Annette

Verfasst: 06.09.2005 11:57
von mücke
Hi Lena

Lies bitte (Stichwort Entzug)
www.indro-online.de/benzos.htm

Überlege dir genau was du tust. Du kannst beim Entzug direkt durch die Hölle marschieren oder es etwas einfacher haben durch langsamen Entzug. Wer drängt dich? Du? dein Mann?

Bis später Annette

Verfasst: 06.09.2005 12:10
von Lena2003
Liebe Annette, danke für die Antwort. Es ist mir seit deinem Schreiben von gestern natürlich bewusst geworden, das ich nicht von jetzt auf gleich mit Lexotanil aufhören darf. Ich mache es jetzt nach deiner Anleitung.
LG Lena