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Brauche Hilfe...geht so nicht weiter

Verfasst: 08.12.2003 21:06
von Jade
:( :( Liebe Linda und an alle ,die mir auch raten wollen und können.....

Ich bin vor 3 Monaten von Paroxetin 20 mg tägl auf Fluoxetin 20 mg tägl.umgestiegen.
Es war meine eigene Entscheidung,dachte ich doch ich könnte durch die lange Halbwertszeit des Fluoxetins besser und schneller reduzieren.
Nachdem ich mich nach einer Woche an den "Wechsel"gewöhnt hatte und ich mich prima fühlte,habe ich auf 20 mg jeden 2.Tag reduziert....dann nach weiteren 3 wochen auf 20 mg jeden 3.Tag.Ich fühlte mich stabil...toll..
Dann im Supermarkt der erste Zitteranfall,den ich zuerst auf den kreislauf schob."Tage später die erste Panikattacke.Nun nehme ich seit 2 Wochen wieder tägl.20 mg Fluoxetin und mich überfällt eine Panikattacke nach der anderen.Musste heute im Dienst wieder Tavor nehmen......und finde:SO geht es nicht weiter.Mein Selbstvertrauen ist dahin,dahin auch das Vertruen in Fluoxetin.Habe die nase voll!!!!!!!!!ch würde gerne wieder zu Paroxetin wechseln,dass ich eigentlich gut vertragen habe.Wird mich nochmal ein Wechsel ganz aus der Bahn werfen??Kann ich es mit Rücksprache des neurologen versuchen?????ß
Ich kann so nicht weiter machen.

Wäre sehr froh über eine Meinung von Euch oder einen Rat

Jade

Verfasst: 08.12.2003 21:48
von Linda
Hallo Jade,

ich verstehe, dass Du Dich mit Fluoxetin nicht wohl fühlst. Oliver hat auch schon vorgeschlagen, zu Paroxetin zurückzukehren aber ich dachte, das Durcheinander ist noch schlimmer als bei Fluoxetin zu bleiben. Sally meinte sie hatte ganz schlimme Angstanfälle nach dem Wechsel und mußte wie gesagt eine Weile Valium nehmen. Bei ihr ging es 6 Wochen in den es ihr wirklich nicht gut ging, bis sie sich stabilisiert hatte. Ich weiß, dass einige Menschen Probleme mit dem Wechsel hatten, haben aber durchgehalten und sind jetzt SSRI-frei. Eine hat die Lösung in kleinen aber regelmäßigen Mahlzeiten und eine reife Banane am Morgen gefunden, klingt zwar banal, es hat aber etwas genützt. Schade, dass die alle kein deutsch können.

Ich bin ehrlich gesagt überfragt, ob Du zurück zu Paroxetin sollst.... irgendwie finde ich es wäre nochmals ein Schock für den Körper, anderseits wenn Du damit klar gekommen bist... hmm, das ist wirklich schwierig. Ich würde auf jeden Fall den Neurologen fragen, bevor Du das machst. Schauen wir mal, was Oliver meint, wenn er später kommt.

Was wichtig ist, dass Du Dir immer vor Augen hältst, dass es an den Medikamenten liegt und nicht an Dir. Zweifele nicht an Dir selbst, das wäre ganz schlimm.

Kopf hoch, das kriegst Du hin!

Liebe Grüße Linda

Verfasst: 08.12.2003 21:54
von CloneX
Beim Absetzen wirst du wahrscheinlich auch nicht an Panikattacken/Ängsten vorbeikomen - beim Absetzen hatte ich Ängste wie noch nie zuvor in meinem Leben. Hab aber auch leider zu schnell abgesetzt.

Verfasst: 08.12.2003 23:08
von Oliver
Hallo Jade.

Meine höchsteigene Bauchgefühlmeinung ist, daß Du Fluoxetin einfach nicht verträgst und zurück zu Paroxetin wechseln solltest. Der ganze Ärger kann ja auch damit zusammenhängen, daß Du kein Paroxetin mehr nimmst. Technisch gesehen sind es zwar beide SSRIs, die beide das gleiche bewirken, aber Du könntest trotzdem gerade gleichzeitg unter Paroxetinentzug und an der Unverträglichkeit von Fluoxetin leiden. Du könntest ja mal einen kleinen Selbstversuch machen und wieder zu Paroxetin wechseln, wenn es Dir dann nach ein paar Tagen besser geht, weisst Du woher der Wind weht. Was sagt denn Dein Neurologe zu Deinem jetzigen Zustand?

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 08.12.2003 23:10
von Jade
Erstmal ganz vielen Dank,dass Ihr so schnell geschrieben habt.DANNNNKE.

Ich merke einfach,dass mein Vertrauen in Fluoxetin dahin ist.
Hab mir das mit dem Reduzieren vielleicht auch zu leicht vorgestellt.
Mich macht Fluoxetin unruhiger,labiler...nackter.Und ich bin eh schon negativ gesehen unruig-positiv gesehen temperamentvoll.
Ich dachte nicht an Absetzen,sondern an ein sofortiges Umsetzen.Also am 9.12 noch Fluoxetin 20 mg und am 10 .12 dann 20 mg Paroxetin.Ist zwar auch nicht das gelbe vom Ei.......Unter Nefadar hab ich mich am besten gefühlt.
Aber ich glaube im Nachhinein,dass es mir vielleicht auch leichter fällt Paroxetin zu reduzieren.Sehr schnell,nach 2-4 Tagen, habe ich gemerkt,wenn ich zu schnell reduziert hatte.Bei Fluoxetin hab ich es erst nach 2 Wochen gemerkt und das Entsetzen war um so grösser.
Meine einzigste Sorge,dass mein Hirn Paroxetin nicht mehr"erkennt"und ich ganz ausflippe.Aber ich bin ja nach Nefadar auch zu Paroxetin zurückgekehrt und nach 10 Tagen gings aufwärts.
Linda,danke,dass du schreibst,dass ich nicht an mir zweifeln soll.
Werde es versuchen....fällt aber nicht leicht.

Lieber Gruss
Jade

Verfasst: 08.12.2003 23:21
von Jade
Lieber Oliver,danke auch dir-Dein Text war mir eine grosse Hilfe.Könnte ja gerade heute abend mein Fluoxetin weglassen und Paroxetin nehmen.
aber ich warte bis morgen.
Was mich nur verwundert,dass es zuerst gut klappte.Aber vielleicht hatte ich noch RESt-Paroxetin im Körper,,,,und das verbunden mit etwas Fluoxetin war eine kurze Zeit eine gute Mischung.Vielleicht auch eine Idee es mit ner Mischung auszuschleichen???????NEEEEEE,war nicht so ganz ernst gemeint.
Ich werde wieder umstellen und sage Euch wies mir geht.

Bitte Daumen drücken

Lieber Gruss
Jade

Verfasst: 09.12.2003 10:27
von Linda
Liebe Jade,

ich würde auf jeden Fall schauen, dass Du die Möglichkeit hast, ein paar Tage freizunehmen oder so, falls es Dir doch nicht so guttut.

Das mit dem Daumendrücken ist klar...

Bleibe in Kontakt!

Liebe Grüße und viel Glück

Linda

Verfasst: 09.12.2003 11:26
von Oliver
Hallo Jade.

Ich glaube das war die richtige Entscheidung.

Ich drück auch ganz fest die Daumen, daß es jetzt bald besser geht.

Oliver

Wechsel

Verfasst: 09.12.2003 16:10
von Venustus
Liebe Jade,
ich würde Dir empfehlen, so habe es ich gemacht, im Übergang/Wechsel zu kombinieren. Ich habe es damals wunderbar vertragen (nur anderherum: von Paroxetin auf Fluoxetin)

Sprich am 10.12. zum Übergang 10 mg Fluoxetin und 10 mg Paroxetin, am 11.12. dann 20 mg Paroxetin!
Mir ging es bei dem kombinierten Wechsel, ist ja nur ein Tag, sehr gut.

Liebe Grüße
und alles alles Gute
Andrea

Verfasst: 09.12.2003 19:41
von Jade
OHHHHHHHHHHHH je....was man alles mitmacht(bemitleide mich langsam-bzw verfluche diese schei...nheiligen Medikamente.
Hab mit meinem Neurologen telefoniert.Er findet es ok,dass ich wieder zu Paroxetin zurückkehre.Allerdings soll ich mindestens 3-4 Tage warten,bis dahin gar nichts nehmen,da Fluoxetin diese lange Halbwertszeit hat und es zum Serotoninschock kommen könnte.Das würde mir ja gerade noch fehlen.Muss echt aufpassen,dass ich mich nicht reinsteiger,sonst bekomme ich auch nach Wochen noch einen Serotoninschock.
Ich weiss auch nicht mehr...Muss mich also mit brennendem Kopf gedulden,manchmal ein Insidönchen nehmen und wenns schlimm wird ne Tavor.Und dann----fange ich vielleicht Freitag einschleichend mit Paroxetin wieder an.Oder ich schleich jetzt alles aus....hab gerade total die Nase voll.
Linda,ja ich könnte auch im Dienst mal fehlen
Meine Kollegen wissen auch Bescheid wegen meiner Angststörung.Dennoch schäme ich mich(auch wenns falsch ist)und auf dieses,zwar lieb gemeinte MIT-Leid hab ich keine Lust.
Ach ich glaub mir ist echt nach heulen und aus der Haut fahren

Wird auch wieder anders-hoff ich ja mal

Grüsse
Jade

Verfasst: 10.12.2003 18:32
von Caro
Hallo Jade!

Ohje.........das klingt ja alles gar nicht gut bei dir!
Dennoch glaube ich, würde ich es mir noch mal sehr gut überlegen, ob du wirklich wieder Paroxetin einnehmen willst! Du wirst deine Gründe gehabt haben, das du gewechselt hast. Schreib dir diese doch noch mal auf und bedenke das ganze nochmals! Ich weiss es leider nicht mehr.
Es muss doch noch eine andere Lösung geben wie dieses Paroxetin.
Logisch, wenn du meinst, es hilft dir wirklich, dann ist es einen Versuch wert. Aber bedenke, wie schwer es ist davon wieder runter zu kommen.
Erst nimmt man 20mg hat vielleicht ne Zeit lang ruhe, aber dann hat sich der Körper dran gewöhnt und die Dosis muss erhöht werden, somit werden die Nebenwirkungen stärker und von Absetzen ist gar nicht mehr die Rede. Weiss denn dein Neurologe deine andere Lösung? Warst du schon mal in einer Klinik? Machst du ne Therapie`? Hoffe du findest die richtige Entscheidung, drücke dir fest die Daumen, kann dich so gut verstehen..........es ist zum Verrückt werden.

Liebe Grüsse
Caro

Verfasst: 10.12.2003 21:45
von Oliver
Hallo Jade

Ich glaube das Wichtigste ist, daß Du jetzt bei Deinem Plan bleibst. Fang nach der Wartezeit mit Paroxetin an, warte bis Du stabil bist und schleiche es dann laaaaaaaaangsam aus.

Mach Dich bitte nicht selber verrückt mit diesem Hin und Her - hab Vertrauen in Deine Entscheidung und zieh Sie durch, wir unterstützen Dich.

Oliver