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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Ganz ehrlich..wer hat es geschafft???

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
lilalumpi
Beiträge: 25
Registriert: 16.12.2004 08:46

Ganz ehrlich..wer hat es geschafft???

Beitrag von lilalumpi »

Hallo,
Absetzen von Seroxat(Paroxetin) ohne Nebenwirkung gibt es ja nicht.
Alle beschreiben die Symptome,...aber wer hat es letzendlich geschafft abzusetzen und wie fühlt der jenige sich Ohne dieses Zeug???
Ich glaube die Angst davor,ist die größte, dieses Zeug überhaupt abzusetzen.Wäre schön,wenn jemand berichtet!!! :?
Hippo
Beiträge: 95
Registriert: 21.10.2003 17:16
Danksagung erhalten: 3 Mal

Beitrag von Hippo »

Iiiiich !!!
Ich glaube, ich hatte den richtigen Zeitpunkt gewählt, ich war psychisch wieder recht stabil, ohne Druck, habe mir sehr lange und flexibel Zeit gelassen (8 Monate) und hatte auch vom drumherum gute Voraussetzungen.
Dennoch hatte ich Absetzsymptome, teilweise noch einige Monate nach der letzten Dosis (oder nennt man das dann Langzeitschädigung...?).

Das Medikament hat mir geholfen, keine Frage, aber ich würde es sicher erst als Mittel der allerletzten Wahl wieder nehmen. Dazu waren mir die Veränderungen in Psyche und Körper doch zu nachhaltig, bei gleichzeitiger Unwissenheit / Ignoranz der Ärzte.
Diese Kombination hat z.B. mir die meiste Angst gemacht...

Viele Grüsse
Hippo
PAROXETIN
20 mg von Juni - Okt. 02
abgesetzt in 2 Wochen (heftige Symptome )
20 mg von Nov. 02 - Aug.03
15 mg Sept. & Okt.03
10 mg Nov 03/Dez.03/Jan.04
8 mg KW 8 ...
7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 mg - in Wochen-Schritten
0 - seit 12.04.04
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Hallo,

ich bin gerade dabei, es zu schaffen... bin seit ca. 12 Wochen frei - allerdings von Mirtazapin -.
Es ist sehr schwer und ich denke, man muß auch psychisch einigermaßen stabil sein - ich bin es noch nicht, doch ich halte durch auch wenn es furchtbar schwer fällt.

Man muß etwas tun, eine Aufgabe jeden Tag haben, sonst wird es immer schwerer.

Doch, es geht liebe Leute - es geht!

Ich drück euch und wünsche euch allen viel Erfolg - haltet durch.
Hier im Forum findet man viel Kraft, Energie und Beratung, das hat mir sehr geholfen.

Herzlichst, euer
Tep
Bild

Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
Gesperrt