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weiß wer rat?

Verfasst: 20.11.2005 14:52
von persephone
tach zusammen,

da ich seit mittlerweile zehn jahren depressionen habe (mal stärker mal schwächer)verschrieb mir eine neurologin nun letzen juni erst citalopram(haben aber nicht angeschlagen)und weiters dann efektin welche aber selbst bei 100mg morgens und abends keine besserung brachten..
nun wußte sie sich anscheinend auch keinen rat mehr(oder sie hatte einfach keine lust)sie meinte dann bloß es sei vermutlich entwicklungsbedingt bei mir und es hätte keinen sinn noch mehr mittel auszuprobieren wenn die dann ja doch nich wirken..
sprachs und gab mir einen überweisungsschein für die allgemeine klinik ich solle mich doch dort melden die wüßten sicher genaueres..
das geschah nun letzten di und ich hab die efektin nun nicht mehr regelmäßig genommen weil ich da ja auch keine besserung festellen konnte..
seitdem hab ich aber sehr schlimme alpträume und schwitze auch unangenehmst dabei.desweiteren machen mir tagsüber kreislauf und verdauung zu schaffen und ich bin sehr sehr deprimiert..
lange rede ich steh momentan völlig neben mir und fühl mich ziemlich alleingelassen:-(auf der klinik war ich noch nicht aber frag mich natürlich was das bringen soll da fühl ich mich ja doch bloß massenabgefertigt..

hat jemand eine idee?

liebe grüße,persephone

Re: weiß wer rat?

Verfasst: 20.11.2005 16:03
von mücke
persephone hat geschrieben: da ich seit mittlerweile zehn jahren depressionen habe (mal stärker mal schwächer)verschrieb mir eine neurologin nun letzen juni erst citalopram(haben aber nicht angeschlagen)und weiters dann efektin welche aber selbst bei 100mg morgens und abends keine besserung brachten.
Hallo persephone
Bei manchen wirkt Efectin, aber leider nicht bei allen. Seit wann nimmst du es? 100mg morg. u. abds., also 200mg?
nun wußte sie sich anscheinend auch keinen rat mehr(oder sie hatte einfach keine lust)sie meinte dann bloß es sei vermutlich entwicklungsbedingt bei mir und es hätte keinen sinn noch mehr mittel auszuprobieren wenn die dann ja doch nich wirken..
Was heißt denn, das sei entwicklungsbedingt? Wie alt bist du?
Keine anderen Mittel mehr zu versuchen wundert mich schon sehr, hast ja erst 2 ausprobiert. Die gibt aber schnell auf.
gab mir einen überweisungsschein für die allgemeine klinik ich solle mich doch dort melden die wüßten sicher genaueres..
Was sollst du in einer allgemeinen Klinik, welche Fachrichtung? Eine Psychiatrie wäre da eher logisch gewesen. Komisch! (würde ich aber nicht empfehlen, da dort nur mit ADs gearbeitet wird)
das geschah nun letzten di und ich hab die efektin nun nicht mehr regelmäßig genommen weil ich da ja auch keine besserung festellen konnte..
seitdem hab ich aber sehr schlimme alpträume und schwitze auch unangenehmst dabei.desweiteren machen mir tagsüber kreislauf und verdauung zu schaffen und ich bin sehr sehr deprimiert..
Mittel wie Efectin sollten regelmäßig eingenommen werden. Wenn du die Behandlung beenden möchtest sollte LANGSAM reduziert werden, ansonsten gibt es Absetzbeschwerden.
Lies bitte unter: www.antidepressiva-absetzen.de

Was hast du schon versucht um die Depression in den Griff zu bekommen? Stöbere mal im Bereich Alternativen.

Gruss Annette

Verfasst: 22.11.2005 02:27
von persephone
hallo mücke,

danke für deine schnelle antwort heute gings wieder etwas besser aber dennoch kann ich so nich weitermachen..
zuletzt hab ich eben 100mg morgens und abends genommen aber wie gesagt selbst da konnte ich keine besserung festellen bloß ohne hab ich vorallem im freien permanent extrem negative gedanken so gesehen wars mit den tabletten schon besser aber ich hatte irgendwie ein befremdliches gefühl weiß auch nich wie ich das genau erklären soll..
hab heute in der psychiatrie angerufen(in der allgemeinen klinik ist selbige auch stationiert) weil ich mich gar nicht wohlfühle aber die vergeben keine termine sondern man kann bloß von 8-10h in akuten fällen vorbeischauen.
hab mir auch gedacht das die bestimmt bloß AD´S verschreiben aber was soll ich machen im moment hab ich keine andere lösung und mein gemüt ist denk ich leider schon von kindheit an verstimmt(das ich ohne vater aufwuchs dürfte dabei ein wesentlicher punkt sein)
bin bereits 27 und nach wie vor völlig planlos und überfordert mit dem (eigenem) leben sowie extrem angsterfüllt..

liebe grüsse

Verfasst: 25.11.2005 11:24
von mücke
Hallo persephone

Deine pn habe ich gelesen. Danke. Du kannst Fragen an mich besser offen ins Forum stellen. Dann besteht auch die Möglichkeit Unterstützung durch andere Teilnehmer zu bekommen.

Du hast seit 10 Jahren Depressionen. Das hört sich nach einem chronischen Verlauf an. Kennst du denn die Ursache? Wenn nicht, könnte dich eine analytische Psychotherapie vielleicht weiter bringen. Manchmal sind es bestimmte Denkmuster, Verhaltesweisen die dazu führen das keinerlei Besserung eintritt. Daran kannst du arbeiten um besser zu verstehen u. danach Dinge zu ändern.

Die Beschwerden, die du bei unregelmässiger Einnahme von Efectin hast, führe ich auf einen schwankenden Medikamentenspiegel zurück, ähnlich wie sie auch beim Absetzen auftreten können.

Was kannst du tun? Da das Medikament keine positive Wirkung hatte, langsam reduzieren/absetzen.

Info über Efectin:
www.kompendium.ch/Search.aspx?lang=de (gebe Efexor ein, ist gleicher Wirkstoff, sh. Fachinfo)
Für dich hier eine wichtige Stelle.
Das Auftreten von Entzugsymptomen bei Antidepressiva ist bekannt. Daher wird empfohlen die Dosis von Venlafaxin schrittweise herabzusetzen u. den Pat. zu überwachen. Die Frequenz der Symptome ist abhängig von der Dosis, der Behandlungsdauer u. vom individuellen Pat.

Im Zusammenhang mit abruptem Absetzen, Dosisreduktion oder Ausschleichen der Behandlung wurde über folgende Symptome berichtet: Anorexie, Angstgefühle, Agetiertheit, Verwirrung, Diarrhoe (Durchfall), Benommenheit, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hypomanie, Schlaflosigkeit oder andere Schläfstörungen, Nervösität, Parästhesie (Kribbeln), Schläfrigkeit, Schwitzen, Schwindel, Nausea, Erbrechen, Apetitlosigkeit, Tremor, lightheadedness, Alpträume, Schwäche, Hyperakusis, Geschmacksveränderungen, verzerrtes Sehen, Konfusion, Depersonalisation, Tinnitus, Wahnideen u. verzerrte Warnehmung. Solche Entzugssymptome wurden bis 4 Wochen nach Absetzen von Venlafaxine beobachtet. Die Mehrzahl der Entzugssymptome sind nicht schwerwiegend u. klingen spontan ab.

Wenn du absetzt sei vorsichtig, reduziere langsam. Aus diesem Grund hatte ich dir den link über das Absetzen gegeben. Für mich immer wieder interessant die Stufe 3 www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

Wenn dich der Tag überfordert, solltest du Struktur in deinen Tagesablauf bringen. Setze dir kleine Ziele, die du auch erreichen kanst. Wenn das funktioniert, belohne dich selbst dafür. Das finde ich sehr wichtig!

Gruss Annette


Hallo amanda
Was sagst du dazu? Ist doch stark wenn die Schweizer von einem Entzug schreiben? Auch die Aufzählung der Entzugssymptome finde ich heftig. Du hast doch auch diesen Sch... eingenommen.

Verfasst: 27.11.2005 16:54
von persephone
hej mücke

ähm du hast mir offen im forum nicht geantwortet und darum hab ich mir erlaubt dich privat zu fragen warum ich nichts mehr von dir höre weil es ja auch durchaus hätte sein können das dus nicht gelesen hast...

gruss p

Verfasst: 28.11.2005 08:30
von amanda
Hallo Annette wenn die Schweizer ENTZUGSPROBLEME schreiben dann würde ich das als ehrlicher bezeichnen . Vieleicht ist die Schweiz auf den Umsatz der Pharmaindustrie nicht so angewiesen wie "unser armes Deutschland"
Vor vielen Jahren , ca.20 Jahre war das Haschisch rauchen in der Schweiz was ganz "normales ". Ich habe selbst nie geraucht ,hatte aber eine Freundin die in der Schweiz gelebt hat.
Vieleicht gehen die Schweizer mit dem Wort ABHÄNGIGKEIT lockerer um als wir.
Bei uns hat es bestimmt POLITISCHE GRÜNDE dass es ABSETZSYMPTHOME genannt wird.
Wenn wir wüssten was für Gesetzte verabschiedet werden die nur finianzielle Hintergründe haben und einer Minderheit der Patienten schadet dann wäre uns wohl den ganzen Tag lang übel :sick: :sick:

Deine Antworten auf die Beiträge hier im Forum sind einfach klasse.
Lob muss einfach mal sein :wink:

Ich finde es zur Zeit sehr interessant offen mit anderen Menschen über Psychische Erkrankungen,die schlechte Versorgung dieser Patienten und Psychopharmaka zu reden.
Versucht es auch mal. JEDER den ich bis jetzt angesprochen habe war entweder selber betroffen oder hatte jemanden im direkten Umfeld.

SCHÄMEN braucht sich wirklich keiner mehr über seine Erfahrungen zu sprechen und um so mehr die ÖFFENTLICHKEIT von dem Problem der schlechten Versorgung von seelisch Erkrankten erfährt um so SCHNELLER wird sich etwas ändern.

Wenn alle nur betreten schweigen wird sich nämlich nie etwas ändern.

TRAUT EUCH ....Beschwerdebriefe zu schreiben,traut euch den Ärzten mal DIE WAHRHEIT schwarz auf weiss zu zeigen, redet mit möglichst vielen Menschen über euer Problem.....6 Millionen DEUTSCHE sollen an Depressionen erkrankt sein ,ANGSTERKRANKTE bestimmt noch mehr........also seid IHR KEINE AUSSENSEITER :group: AMANDA

Verfasst: 28.11.2005 08:49
von amanda
Welchen Wirkstoff muss ich für die schweizer Psychopharmaka- Informationen bei REMERGIL,PAROXETIN,FLUOXETIN eingeben?

Die Informationen sind nämlich noch ausführlicher als die Fachinformationen hier in Deutschland !!!

Gruss AMANDA

Verfasst: 28.11.2005 12:04
von mücke
Hallo amanda

Danke für dein Lob.

Schweizer Arneimittelkompendium
www.kompendium.ch/Search.aspx?lang=de
Remergil: Wirkstoff Mirtazapin, oder Präparat Remeron
Paroxetin: Wirstoff Paroxetin, oder Präparate wie Derexat, Parexat, gibt 8 verschiedene
Fluoxetin: Wirkstoff Fluoxetin, Präparate z. B. Fluctine, Flusol, gibt 9 verschiedene

Ich finde die www.gelbe-liste.de/db/db1.html auch gut. Wenn du etwas bestimmtes suchst u. den Wirkstoff nicht kennst schau erst hier nach, danach bei den Schweizern, finde ich persönlich auch besser, da übersichtlicher u. manchmal auch informativer, sh. immer Fachinfo.

Gruss Annette

Verfasst: 28.11.2005 12:25
von mücke
persephone hat geschrieben: ähm du hast mir offen im forum nicht geantwortet und darum hab ich mir erlaubt dich privat zu fragen warum ich nichts mehr von dir höre weil es ja auch durchaus hätte sein können das dus nicht gelesen hast...
Aha. verstehe.
Was wirst du denn jetzt machen? Efectin wieder regelmässig einnehmen, oder langsam absetzen?
Hast du mal Psychotherapie gemacht?

Gruss Annette