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Mirtel und Trittico
Verfasst: 22.11.2005 19:44
von Biker
Hallo, ich schreibe heute zum ersten Mal in diesem Forum. Mein Neurologe hat mir die Medikamente Mirtel und Trittico verordnet - hilft gut beim Einschlafen und macht nicht abhängig, hat er gesagt.
Nun ja, Mirtel hab ich schon probiert, man schläft wirklich wie ein Baby - nur hatte ich am nächsten Tag einen derart niedrigen Blutdruck, dass ich nicht arbeiten konnte.
Und Trittico muss ich erst noch versuchen.
Werde ich von diesen Präparaten nicht abhängig und welche Nebenwirkungen, außer Müdigkeit, habe ich zu erwarten?
Danke für Eure Antwort!
Lg, Joe
Verfasst: 22.11.2005 20:53
von Hannes Wien
Hallo Joe!
Naja das Mirtazapine (Mirtel) nicht abhängig machen
kann bezweifle ich sehr.
Warum findest Du
hier!
Liebe Grüße
Hannes
Verfasst: 22.11.2005 21:52
von Winnie
Hallo Joe,
nehme seit etwas über einem 1 Jahr den Wirkstoff Mirtazapin und bin gerade dabei den (steinigen) Weg zum Absetzten zu gehen.
Mir ging es zwar durch dieses Medikament besser (ich weiß wie wohltuend es ist, endlich mal wieder schlafen zu können...habe teilweise durch übelkeit etc. wochenlang halb wach verbracht, bis ich dann mal für höchstens 2 std. vor erschöpfung einschlief bzw. die augen zumachen konnte).
Ich rate dir wirklich davon ab!!
Hast du schonmal an pflanzliche Mittel gedacht?(Schüßler Salze, Bachblüten,etc..)
Es ist nie zu spät damit anzufangen!
(Ha, bin ganz stolz auf mich, habe heute etliche in der Apotheke bestellt und mich mal wirklich beraten lassen..bin jetzt ganz guter dinge!)
Ich selber hätte am liebsten NIE mit den scheiß-dingern angefangen!!
Hätt ich bloß nach Alternativen gesucht, dann hätte ich diese scheiße jetzt nicht!
Mir selber gehts beschissen und jeder tag ist wieder ein kampf..davon möchte ich jedem abraten, der dem entgehen kann!!Natürlich muss es sich nicht so bei dir auswirken, aber bei diesem zeug weiß man ja nie.. Alles Gute Daweena

Verfasst: 22.11.2005 22:29
von Biker
Vielen Dank für den guten Rat!
Man sollte Ärzten eben nicht immer voll vertrauen!
Joe
Verfasst: 22.11.2005 23:12
von Hannes Wien
Man sollte Ärzten eben nicht immer voll vertrauen!
Traurig aber wahr, als ich meine Ärztin über das Abhängigkeitspotential vom Mirtazapine gefragt habe kam ein um Gottes-willen NEIN.
Tatsache ist so schlecht wie im letzten Jahr ist mir in meinen ganzen Leben noch nie gegangen.
Liebe Grüße
Hannes
such nach anderen Möglichkeiten
Verfasst: 23.11.2005 08:56
von Prenda
Hey Joe,
NEIIIN, kein Mirtel oder wie immer ein Mittel der Mirtazapine heißt!
Hier mein Stand nach ca. 5 Wochen ohne MirtaLich (o.k., ich habe viiiel zu schnell abgesetzt, dafür "zahle" ich jetzt, I know):
jeden Tag:
Kopfschmerzen, nachts beginnend, anfangs bis zum Erbrechen, wie Migräne
"Unwohlsein" (eher mich Scheiße fühlen), Weinkrämpfe ü. kleine u. größere Dinge
Licht-u. Geräuschempfindlichkeit, Schreckhaftigkeit (!!!)
Juckreiz am Körper, Pickel (nie gehabt), Hautunreinheiten en masse
Konzentrationsstörungen, starke Vergesslichkeit (was hab ich vor 5 Min. gelesen?)
Verdauungstörungen, anfangs Durchfälle, jetzt Verstopfung
manchmal:
Schlafstörung, jede Stunde wach werden, Grübelzwang, kein Tiefschlaf, 0 Erholung, Zerschlagensein am Morgen
Schwindel, unsicheres Gehen wie bei einem ganz alten Menschen
Muskelkrämpfe, sehr schmerzhaft, besonders in den Zehen, aber auch unwillkürliche Anspannung im ganzen Körper
Sehstörungen, Nah-, Fernanpassung langsamer wie zu Einnahmezeiten
Die beschriebenen Schübe kann ich nur bestätigen (nach 4 Wo z. B.), scheint es am einen Tag
besser zu sein, kommt am nächsten ein erschreckender Absturz
Nein, klopp den Dreck in die Tonne, mach Therapie (mache gerade VT), pfleg dich , probiere aus, was dir gut tut.
Alles Gute!
Cintilar
Verfasst: 24.11.2005 00:25
von Hannes Wien
Hallo Cintilar,
tut mir wirklich sehr leid zu hören, dass es Dir so geht wie mir vor einigen Monaten!
Ich habe vor 14 Tage angefangen, gemeinsam mit einer jungen Ärztin über Mirtazapine zu recherieren und sind bisher schon auf unglaubliche Schweinereien gestoßen!
Wenn wir erfolgreich sind und einen guten Endokrinologen finden, stehen die Chancen für Behandlungsmethoden gut.
Beste Grüße
Hannes
Verfasst: 24.11.2005 13:21
von Wunderwuzzi
Hallo Hannes!
Ich war gestern bei einer Endokrinologin, aber die wollte mir gleich Mitrazapin aufschreiben.
Ich wäre auch sehr daran interessiert, hier Neuigkeiten zu erfahren. Was wollt ihr denn herausfinden?
LG
Jeff
Verfasst: 24.11.2005 14:00
von Prenda
Hallo Hannes,
danke für deine Info.
Ich weiß gar nicht genau, was bei einem E. stattfindet, werde
gleich mal im Netz schauen. Es steht ja auch hier in Beiträgen
einiges dazu.
Eine solche Unterstützung wie die der Ärztin ist ja fast ein Wunder
halleluja. Bin neugierig auf Recherche, jaja!
Es kam mir so vor, dass Remergil z. B. (wie alle profitträchtigen pharmazeut. Produkte?)besonders verklärend beworben wurde, geradezu als elitäres Mittel dargestellt wurde ("bekommt nicht jeder", kostete damals 4,-DM /Tablette, so dass man dankbar sein konnte, wenn der Pharmagott/Krankenkasse Mirtazapin vom Himmel warf oder bin ich zu zynisch?).
Viele Grüße
Cintilar
Re: Mirtel und Trittico
Verfasst: 24.11.2005 17:08
von mücke
Biker hat geschrieben:Mein Neurologe hat mir die Medikamente Mirtel und Trittico verordnet - hilft gut beim Einschlafen und macht nicht abhängig, hat er gesagt.
Werde ich von diesen Präparaten nicht abhängig und welche Nebenwirkungen, außer Müdigkeit, habe ich zu erwarten?
Hallo Biker
Informationen über beide Medikamente findest du hier:
www.kompendium.ch/Search.aspx?lang=de
(Mirtel, gebe Remeron ein, gleicher Wirkstoff. Trittico, gebe Präparatname ein)
Ich habe beide Medikamente genommen, aber nicht zeitgleich. Mirtazapin wurde wieder abgesetzt wegen starker Müdigkeit auch tagsüber, geschah problemlos nach 1 Woche Einnahme.
Das Trittico ( bei mir Thombran mite, aber gleicher Wirkstoff) habe ich 3/4 Wochen eingenommen, habe gut davon einschlafen können, habe es nach der Entlassung aus der Klinik abgesetzt, da ich keinen künstlich herbeigeführten Schlaf wollte. NW niedriger Blutdruck.
Eigentlich würde eins dieser Medikamente schon genügen. Müsste ich mich entscheiden würde ich das Trittico dem Mirtazapin vorziehen, weil es nicht so starke Schwierigkeiten beim Absetzen machen kann.
Beide Medikamente dürfen nie abrupt abgesetzt werden, immer ausschleichend reduzieren/absetzen.
Besser wäre es allerdings wenn du andere Möglichkeiten finden würdest. Schau mal im Bereich Alternativen nach.
Gruss Annette