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Von Citalopram zu Fluctin

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Schneekönigin
Beiträge: 23
Registriert: 18.10.2004 21:14

Von Citalopram zu Fluctin

Beitrag von Schneekönigin »

Hallo,

vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Ich soll jetzt von Citalopram zu Fluctin wechseln, weil ich das Citalopram nicht mehr vertrage, in letzter Zeit ging es mir damit sehr schlecht, ich habe Angstattacken, Wahrnehmungsstörungen, ja ich komme mir regelrecht psychotisch vor. Nun habe ich auch schon öfters versucht, das Citalopram auszuschleichen, sehr langsam, aber jedes Mal ging es mir bald sehr schlecht. Also geht es nicht ganz ohne Medikament gerade, aber mit eben auch nicht, deswegen soll ich erstmal wechseln, was auch okay für mich ist. Nun meine Frage: wieviel Tage muß ich ganz ohne Medis sein, bis ich mit Fluctin anfange ? Jeder Arzt sagt mir was anderes, der eine sagt, ich soll parallel mit Fluctin anfangen, der nächste sagt, ich soll 2 oder 3 Tage komplett ohne Medikament sein und dann das Fluctin anfangen, ich stehe nun ziemlich im Regen und da wollte ich Euch mal fragen. Mir war nämlich so, daß es gefährlich sein könnte, wenn man 2 SSRI gleichzeitig nimmt...? Oder täusche ich mich da und der erste Arzt hat recht, daß man Fluctin schon nehmen kann, obwohl man noch Citalopram nimmt ?
Und hat jemand von Euch Erfahrungen mit beiden Medis ? Falls ja, welches hat Euch besser geholfen und wie unterscheiden sie sich ? Ich weiß, daß sie bei jedem anders wirken, würde mich trotzdem über Erfahrungen freuen.

Alles Liebe,
Schneekönigin
Dezember 2003: 10 mg Cipralex (nach 1 Tag nie wieder genommen)
Januar 04-März04: Doxepin
Mai 04-Juni 04: 10 mg Citalopram, dann Steigerung auf 30 mg Citalopram, dann Reduzierung auf 15 mg, jetzt 10 mg Citalopram
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hallo Schneekönigin,

Leider ist ein Wechsel selten problemlos. Diese Medikamente sind einfach zu tückisch. Zu aller erst solltest du dich fragen, ob diese Angstattacken oder "psychotischen" Erscheinungen deiner Erkrankung zuzurechnen sind oder Nebenwirkungen darstellen (das ist gut möglich). Wäre letzteres der Fall, dann verträgst du diese Medikamente möglicherweise nicht.

Dass es dir nach dem Absetzen so schlecht geht können sehr gut Entzugserscheinungen sein - denkst du das könnte hinkommen ? Schau dich ein wenig im Forum um oder unter www.antidepressiva-absetzen.de

Zum eigentlichen Wechseln an sich:
Parallel würde ich nicht anfangen. Da kämme dann ja quasi einer Verdopplung deiner Dosis gleich.
Ich kenne keinen "besten Weg" zum Wechseln, denn es bedeutet glaube ich immer Stress für den Körper. Ein schneller Wechsel wahrscheinlich noch eher als ein langsamer (Ausschleichen, und dabei dann langsam einschleichen).

Aber das größte Problem ist dann oft die Vermischung von Entzugerscheinungen und das Auftreten von Nebenwirkungen des neuen Medikaments.

Muss natürlich nicht sein, kann aber.
Was denkst du ?
Schneekönigin
Beiträge: 23
Registriert: 18.10.2004 21:14

Beitrag von Schneekönigin »

Hallo, Clonex !

Vielen Dank für Deine Antwort. :)
Ich bin auch schon die ganze Zeit am überlegen, ob meine Angstattacken und psychotischen Zustände nun mit meiner Grunderkrankung oder mit dem Medikament zu tun haben, das Problem ist, daß es beides sein kann. Ich habe aufgrund des Anratens meiner jetzt ehemaligen Neurologin vor kurzer Zeit das Citalopram auf 20 mg erhöht und es ging mir damit sehr, sehr schlecht, seitdem habe ich auch diese Wahrnehmungsstörungen, ich habe dann langsam wieder auf 10 mg runterdosiert, aber es geht mir im Moment noch nicht viel besser. Meine Ärztin hat mich dann noch angemeckert, daß ich bis auf 40 mg hochgehen müßte, damit es wirkt und als ich ihr sagte, daß ich ganz früher schonmal auf 30 mg war und es mir nicht bekam, meinte sie einfach nur, daß wir es trotzdem nochmal ausprobieren müßten, :shock: da habe ich mir dann geschworen, daß ich zu der Ärztin sicherlich nicht mehr hingehen werde. Ich kam mir nicht ernst genommen vor, sie hörte mir nicht zu und ich hatte das Gefühl, sie wollte mich einfach nur mit Medikamenten abfüllen....
Hm, Entzugserscheinungen von dem Citalopram können es eigentlich im Moment noch nicht sein, da ich ja noch 10 mg nehme. Ich habe sehr lange 10 mg genommen und nur für die kurze Zeit vor einiger zeit 20 mg, habe dann wieder langsam runtergeschlichen auf 10 mg, diese merkwürdigen Symptome fingen schon am 1. Tag an, als ich die höhere Dosis nahm. Die Entzugserscheinungen sehen bei mir anders aus, die kenne ich auch, die werden sicherlich dann auch wieder kommen, wenn ich es ganz ausschleiche. Auf jeden Fall vielen Dank für den Link, ich werde mich nachher mal ein bißchen umschauen.
Genau, mit dem Parallel anfangen hätte ich auch Angst, daß ich dann zuviel in meinem Körper drin habe, ich denke ich werde das Citalopram ganz langsam ausschleichen, dann Pause machen und hoffe ich halte die zeit irgendwie durch und dann ganz langsam das andere einschleichen. Kann dann auch gut sein, daß ich Entzugserscheinungen und die Nebenwirkungen des anderes Medis vermischen, Mal sehen....auf jeden Fall denke ich auch, daß der langsamere Weg der bessere ist. Was meinst Du, wieviel Tage Pause ich machen sollte dazwischen ? Bin mir unsicher, ob 2 oder 3, wie mein Arzt sagte, ausreichend sind....ich habe nicht mehr so unbedingt das Vertrauen in Psychiater, nachdem was ich so erlebt habe.....
Alles Liebe,
Schneekönigin
Dezember 2003: 10 mg Cipralex (nach 1 Tag nie wieder genommen)
Januar 04-März04: Doxepin
Mai 04-Juni 04: 10 mg Citalopram, dann Steigerung auf 30 mg Citalopram, dann Reduzierung auf 15 mg, jetzt 10 mg Citalopram
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