Absetzen von Trevilor
Absetzen von Trevilor
Hallo,
nehme jetzt seit 4 Monaten Trevilor retard 150 und möchte diese absetzen. Meine Ärztin meinte, dass es damit keine Probleme gegen sollte , sie hatte nur von Paroxitin gehört, welches starke Nebenwirkungen beim Absetzen hervorrufen kann. Wer hat einen Vorschalg, wie ich die Tabletten möglcihst nebenwirkungsarm absetzen kann. Ich habe einen stressigen Beruf und kann es mir eigentlich ( und will es auch nicht) erlauben für längere Zeit wegen des Absetzens auszufallen.
Ich hoffe auf viele gut gemeinte Tipps!
Liebe Grüsse Sara
nehme jetzt seit 4 Monaten Trevilor retard 150 und möchte diese absetzen. Meine Ärztin meinte, dass es damit keine Probleme gegen sollte , sie hatte nur von Paroxitin gehört, welches starke Nebenwirkungen beim Absetzen hervorrufen kann. Wer hat einen Vorschalg, wie ich die Tabletten möglcihst nebenwirkungsarm absetzen kann. Ich habe einen stressigen Beruf und kann es mir eigentlich ( und will es auch nicht) erlauben für längere Zeit wegen des Absetzens auszufallen.
Ich hoffe auf viele gut gemeinte Tipps!
Liebe Grüsse Sara
Hi Sara,
Trevilor retard 150 mg nehme ich seit über einem Jahr. Im November sollte ich es wegen eines Besuches in einem Schlaflabor absetzen, um ein unverfälschtes Ergebnis zu bekommen. Das Absetzen hat mir aber nicht mein Hausarzt empfohlen.
14 Tage vor dem Schlaflabor, an einem Freitag habe ich es nicht mehr genommen. Das Wochenende, besonders Sonntag und Montag waren für mich die Hölle. Am Dienstag war ich wieder bei meinem Hausarzt, der mir dringend empfolen hat das Medikament wieder einzunehmen.
Alle Nebenwirkungen, die am Anfang der Treviloreinnahme (nur kurz und schwach) auftraten waren wieder da, aber viel heftiger! Schwindel, Kopfschmerzen, Magen- und Verdauungsstörungen, emotionales Durcheinander. Ich konnte kaum etwas essen, da sich mein Magen drehte und sich ein flaues Völlegefühl einstellte. Am Montag konnte ich kaum Autofahren, fing an zu weinen und hatte Angst einen Unfall zu bauen.
Der Internist, der mir empfiel Trevilor abztusetzen hatte danach auch Schuldgefühle und sah ein wie wichtig das Medikament für mich ist, meinte aber immernoch ein "Ausschleichen" von Antidepressiva sei eigentlich nicht notwendig...
Jedenfalls rate ich dir das nochmal mit deiner Ärztin abzusprechen und ggf. einen weiteren ärztlichen Rat einzuholen.
Falls du mit Trevilor ohne Nebenwirkungen zurande kommst nimm vielleicht nur 75mg, oder probiere eine andere Tageszeit zum Einnehmen; das hat mir am Anfang geholfen.
Trevilor retard 150 mg nehme ich seit über einem Jahr. Im November sollte ich es wegen eines Besuches in einem Schlaflabor absetzen, um ein unverfälschtes Ergebnis zu bekommen. Das Absetzen hat mir aber nicht mein Hausarzt empfohlen.
14 Tage vor dem Schlaflabor, an einem Freitag habe ich es nicht mehr genommen. Das Wochenende, besonders Sonntag und Montag waren für mich die Hölle. Am Dienstag war ich wieder bei meinem Hausarzt, der mir dringend empfolen hat das Medikament wieder einzunehmen.
Alle Nebenwirkungen, die am Anfang der Treviloreinnahme (nur kurz und schwach) auftraten waren wieder da, aber viel heftiger! Schwindel, Kopfschmerzen, Magen- und Verdauungsstörungen, emotionales Durcheinander. Ich konnte kaum etwas essen, da sich mein Magen drehte und sich ein flaues Völlegefühl einstellte. Am Montag konnte ich kaum Autofahren, fing an zu weinen und hatte Angst einen Unfall zu bauen.
Der Internist, der mir empfiel Trevilor abztusetzen hatte danach auch Schuldgefühle und sah ein wie wichtig das Medikament für mich ist, meinte aber immernoch ein "Ausschleichen" von Antidepressiva sei eigentlich nicht notwendig...
Jedenfalls rate ich dir das nochmal mit deiner Ärztin abzusprechen und ggf. einen weiteren ärztlichen Rat einzuholen.
Falls du mit Trevilor ohne Nebenwirkungen zurande kommst nimm vielleicht nur 75mg, oder probiere eine andere Tageszeit zum Einnehmen; das hat mir am Anfang geholfen.
Hallo Sara,
eigene Erfahrungen habe ich keine. Aber lies mal Arzneimittel-Kompendium der Schweiz nach. Lass dich nicht dadurch irritieren, dass Trevilor dort Efexor heißt. Das ist nur der andere Handelsname für den selben Wirkstoff Venlafaxin.
http://www.kompendium.ch/app/Info_d.cfm?Search=05414
Dort steht u.a.:
Absetzen von Efexor/Efexor ER
Es wird empfohlen, die Dosis schrittweise herabzusetzen, um Entzugssymptome zu vermeiden (siehe «Unerwuenschte Wirkungen»).
Ist bei Patienten, welche Venlafaxine länger als 6 Wochen oder in hohen Dosen erhalten haben, ein Therapieabbruch angezeigt, wird ein ausschleichendes Absetzen ueber den Zeitraum von mindestens zwei Wochen empfohlen und der Patient ist zu beobachten.
Der fuer das Absetzen erforderliche Zeitraum kann individuell sowie in Abhängigkeit der Dosierung und Therapiedauer variieren.
Sara, es lohnt sich, um besser informiert zu sein, auch den Rest zu lesen. Dann weißt du anschließend höchstwahrscheinlich mehr als deine Ärztin.
Viel Erfolg wünscht dir
Astrid
eigene Erfahrungen habe ich keine. Aber lies mal Arzneimittel-Kompendium der Schweiz nach. Lass dich nicht dadurch irritieren, dass Trevilor dort Efexor heißt. Das ist nur der andere Handelsname für den selben Wirkstoff Venlafaxin.
http://www.kompendium.ch/app/Info_d.cfm?Search=05414
Dort steht u.a.:
Absetzen von Efexor/Efexor ER
Es wird empfohlen, die Dosis schrittweise herabzusetzen, um Entzugssymptome zu vermeiden (siehe «Unerwuenschte Wirkungen»).
Ist bei Patienten, welche Venlafaxine länger als 6 Wochen oder in hohen Dosen erhalten haben, ein Therapieabbruch angezeigt, wird ein ausschleichendes Absetzen ueber den Zeitraum von mindestens zwei Wochen empfohlen und der Patient ist zu beobachten.
Der fuer das Absetzen erforderliche Zeitraum kann individuell sowie in Abhängigkeit der Dosierung und Therapiedauer variieren.
Sara, es lohnt sich, um besser informiert zu sein, auch den Rest zu lesen. Dann weißt du anschließend höchstwahrscheinlich mehr als deine Ärztin.
Viel Erfolg wünscht dir
Astrid
Hallo,
vielen Dank für eure nützlichen Tipps( vor allem bei Astrid möchte ich mich bedankten)! Trotzdem bin ich mit meinen Absetzplan noch nicht viel weiter.
Ich werden wohl mal versuchen, die Dosis zu halbieren auf 75 retard.
Aber dann, wie soll ich weitermachen? Angeblich sollen die Retradkapseln wesentlich verträglicher sein, wie die gewöhnlichen Tabletten. Doch Retardkapseln gibt es meines Wissens nur in den Größen 150 und 75. Wie soll dann wohl meine Reduktion aussehen?
Vielleicht findet sich ja doch jemand, der das Absetzen ohne große Nebenwirkunguen überstanden hat und mir seinen Absetzpaln mitteilen möchte!
Liebe Grüße Sara
P.S.:Das Antidepressiva Forum sit wirklich eine tolle Homepage!
vielen Dank für eure nützlichen Tipps( vor allem bei Astrid möchte ich mich bedankten)! Trotzdem bin ich mit meinen Absetzplan noch nicht viel weiter.
Ich werden wohl mal versuchen, die Dosis zu halbieren auf 75 retard.
Aber dann, wie soll ich weitermachen? Angeblich sollen die Retradkapseln wesentlich verträglicher sein, wie die gewöhnlichen Tabletten. Doch Retardkapseln gibt es meines Wissens nur in den Größen 150 und 75. Wie soll dann wohl meine Reduktion aussehen?
Vielleicht findet sich ja doch jemand, der das Absetzen ohne große Nebenwirkunguen überstanden hat und mir seinen Absetzpaln mitteilen möchte!
Liebe Grüße Sara
P.S.:Das Antidepressiva Forum sit wirklich eine tolle Homepage!
-
Oliver
- Gründer
- Beiträge: 11072
- Registriert: 10.10.2003 23:58
- Hat sich bedankt: 713 Mal
- Danksagung erhalten: 420 Mal
Hallo Sara.
Das Absetzen ist eine sehr individuelle Geschichte - es gibt auch keine offiziellen Zahlen wie viele Menschen überhaupt grosse Probleme beim Absetzen bekommen, weil diese Problem ja bisher offiziell gar nicht existieren. Deshalb gibt es nur die Pläne und Tips von den wenigen Ärzten, die sich mit der Problematik beschäftigen (David Healy, Charles Medawar, Peter Breggin, Peter Lehmann und Ann Blake Tracy sind die bekanntesten unter ihnen) und es gibt die mittlerweile tausende von Menschen, die selbst abgesetzt haben und nun ihre Erfahrungen im Internet teilen. In Deutschland ist das alles leider noch absolut in den Kinderschuhen - unsere Website gibt es jetzt seit letzten Sommer und das Forum seit Oktober, aber es ist ein Anfang. In Deutschland werden SSRIs auch nicht so massenhaft verschrieben wie, z.B. in U.K. und U.S.A. - da gibt es sehr viele solcher Foren die sich speziell mit der Absetzproblematik auseinanderstzen.
Es gibt kein Patentrezept und man kann auch schwer sagen wer mit Absetzproblemen rechnen muss und wer nicht. Eine Beobachtung von mir ist aber, daß Leute die große Probleme am Anfang der Einnahme hatten (starke Nebenwirkungen) mit größeren Problemen beim Absetzen rechnen müssen. Auch spielt die Länge und Dosierung der Einnahme natürlich eine Rolle, aber das heisst nicht, daß nicht auch sogar nach kurzer, niedrig dosierter Einnahme auch schwere Absetzsymptome auftreten können.
Also Sara, wenn Du nach dem universellen Absetzplan der für alle funktioniert suchst ... den gibt es leider nicht. Gib acht auf Dich und Deine Reaktionen, sorge gut für Dich und finde Dein eigenes Tempo.
Was das Absetzen der Retard oder Controlled Release Versionen angeht habe ich leider noch überhaupt keine Erfahrungen oder Informationen. Vielleicht weiss da ja jemand anderes Bescheid. Wenn ich in der nächsten Zeit dazu komme werde ich mich mal darüber schlau machen, kann es aber nicht versprechen.
Alles Gute
Oliver
Das Absetzen ist eine sehr individuelle Geschichte - es gibt auch keine offiziellen Zahlen wie viele Menschen überhaupt grosse Probleme beim Absetzen bekommen, weil diese Problem ja bisher offiziell gar nicht existieren. Deshalb gibt es nur die Pläne und Tips von den wenigen Ärzten, die sich mit der Problematik beschäftigen (David Healy, Charles Medawar, Peter Breggin, Peter Lehmann und Ann Blake Tracy sind die bekanntesten unter ihnen) und es gibt die mittlerweile tausende von Menschen, die selbst abgesetzt haben und nun ihre Erfahrungen im Internet teilen. In Deutschland ist das alles leider noch absolut in den Kinderschuhen - unsere Website gibt es jetzt seit letzten Sommer und das Forum seit Oktober, aber es ist ein Anfang. In Deutschland werden SSRIs auch nicht so massenhaft verschrieben wie, z.B. in U.K. und U.S.A. - da gibt es sehr viele solcher Foren die sich speziell mit der Absetzproblematik auseinanderstzen.
Es gibt kein Patentrezept und man kann auch schwer sagen wer mit Absetzproblemen rechnen muss und wer nicht. Eine Beobachtung von mir ist aber, daß Leute die große Probleme am Anfang der Einnahme hatten (starke Nebenwirkungen) mit größeren Problemen beim Absetzen rechnen müssen. Auch spielt die Länge und Dosierung der Einnahme natürlich eine Rolle, aber das heisst nicht, daß nicht auch sogar nach kurzer, niedrig dosierter Einnahme auch schwere Absetzsymptome auftreten können.
Also Sara, wenn Du nach dem universellen Absetzplan der für alle funktioniert suchst ... den gibt es leider nicht. Gib acht auf Dich und Deine Reaktionen, sorge gut für Dich und finde Dein eigenes Tempo.
Was das Absetzen der Retard oder Controlled Release Versionen angeht habe ich leider noch überhaupt keine Erfahrungen oder Informationen. Vielleicht weiss da ja jemand anderes Bescheid. Wenn ich in der nächsten Zeit dazu komme werde ich mich mal darüber schlau machen, kann es aber nicht versprechen.
Alles Gute
Oliver
Hallo Sara,
"Fuer die Absetzperiode sind Tabletten zu verwenden." So steht es jedenfalls in dem Schweizer Kompendium.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Reduzierung unter 75mg nur mit Tabletten möglich ist, die dann aber auch hoffentlich leichter verträglich sind.
An deiner Stelle würde ich mit der Ärztin darüber sprechen.
Viel Glück!
Astrid
"Fuer die Absetzperiode sind Tabletten zu verwenden." So steht es jedenfalls in dem Schweizer Kompendium.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Reduzierung unter 75mg nur mit Tabletten möglich ist, die dann aber auch hoffentlich leichter verträglich sind.
An deiner Stelle würde ich mit der Ärztin darüber sprechen.
Viel Glück!
Astrid
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Oliver
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Hey, danke Astrid
vom Gefühl her hätte ich auch gesagt, daß man zum Absetzen auf die Tablettenform umsteigen sollte.
Dein Rat mit der Ärztin darüber zu reden ist ja nett gemeint nur scheint sie nicht besonders gut über die Absetzproblematik bei SSRIs bescheid zu wissen, ist also nicht unbedingt Infoquelle der Wahl in dem Fall
Venlafaxin hat genau wie Paroxetin eine sehr kurze Halbwertszeit und gehört deswegen was das Absetzen angeht auch zu den problematischeren Substanzen.
Oliver
Dein Rat mit der Ärztin darüber zu reden ist ja nett gemeint nur scheint sie nicht besonders gut über die Absetzproblematik bei SSRIs bescheid zu wissen, ist also nicht unbedingt Infoquelle der Wahl in dem Fall
Oliver
Liebe Sara,
ich habe Trevilor reduziert. Bin jetzt 3 Wochen clean.
Bitte mach nicht den Fehler zu schnell abzusetzen. Ich hatte es anfangs zu schnell gemacht - tat nicht gut.
Auch ich habe 75mg-Retard-Kapseln genommen. Bin dann umsgestiegen auf Tabletten. Habe 14 Tage 37,5mg eingenommen und dann nach 14 Tagen null. War zu schnell. Es ging mir nicht gut.
Ich würde Dir dringend anraten, nochmals mit Deiner Ärztin zu sprechen und aber wirklich l a n g s a m abzusetzen. Vielleicht alle 4-6 Wochen in kleinen Schritten runterdosieren.
Jetzt im nachhinein kann ich Absetzsymptome klar definieren. Bei mir waren es Verdauungsbeschwerden, Weinkrämpfe. Die Weinkrämpfe haben dann nach ca. 14 Tagen apruppt wieder aufgehört.
Ich weiß nicht, ob es bei jedem gleich ist - wahrscheinlich nicht. Ich nehme ja noch Cipramil auch dazu. Dieses Medi versuch ich jetzt abzusetzen.
Mir ist es eigentlich nie gut gegangen trotz der Medikamente.
Alles Gute - Heidi
ich habe Trevilor reduziert. Bin jetzt 3 Wochen clean.
Bitte mach nicht den Fehler zu schnell abzusetzen. Ich hatte es anfangs zu schnell gemacht - tat nicht gut.
Auch ich habe 75mg-Retard-Kapseln genommen. Bin dann umsgestiegen auf Tabletten. Habe 14 Tage 37,5mg eingenommen und dann nach 14 Tagen null. War zu schnell. Es ging mir nicht gut.
Ich würde Dir dringend anraten, nochmals mit Deiner Ärztin zu sprechen und aber wirklich l a n g s a m abzusetzen. Vielleicht alle 4-6 Wochen in kleinen Schritten runterdosieren.
Jetzt im nachhinein kann ich Absetzsymptome klar definieren. Bei mir waren es Verdauungsbeschwerden, Weinkrämpfe. Die Weinkrämpfe haben dann nach ca. 14 Tagen apruppt wieder aufgehört.
Ich weiß nicht, ob es bei jedem gleich ist - wahrscheinlich nicht. Ich nehme ja noch Cipramil auch dazu. Dieses Medi versuch ich jetzt abzusetzen.
Mir ist es eigentlich nie gut gegangen trotz der Medikamente.
Alles Gute - Heidi
Hallo, alle zusammen!
Ich wollte euch nur von meinen ersten Schritten beim Absetzen von Trevilor berichten. Wie Oliver schon gesagt hat, gibt es das "optimale" Ausschleichen ja nicht.
Ich habe mich mit Pascal in Verbindung gesetzt, der ja schon einige Zeit "clean" ist und mir von seinen Erfahrungen berichten lassen und dann meinen eigenen Absetzplan entworfen.
Pascal hat ebenso, wie ich mit den Retardkapseln abgesetzt. Die Dosisreduktion erfolgt durch öffnen der Kapseln und Entleerung eines Teils.
Anstelle von 150 mg Venlafaxin nehme ich nun seit drei Tagen 100 mg.( Bisher ohne Nebenwirkungen).
In ein paar Tagen möchte ich dann auf 75 mg runtergehen, dann 50,37,25,usw. bis ich das ganze dann hoffentlich überstanden habe. Wie lange ich bei den Reduktionsdosen bleiben werde, habe ich noch nicht entschieden, wahrscheinlich immer 5 bis 7 Tage!
Um die Nebenwirkungen gering zu halten, habe ich mir auch Omega-3-Fettsäuren besorgt, ernähre mich sehr bewußt und treibe zur Zeit auch Ausdauersport ( Langlaufen) und habe mit Yoga begonnen. Wie gesagt zur Zeit läuft es sehr gut. Dabei unterstützt mich auch mein Lebensgefährte und auch ihr im Forum! Die vielen Ratschläge, Erfahrungsberichte und Tipps gaben mir den Mut, sofort zu starten. Man kommt sich hier nicht allein gelassen vor! Nochmals vielen Dank an alle!
Liebe Grüße Sara
P.S.:Da ich allerdings noch nicht weiß, ob der Alltag ganz ohne " Hilfsmittel" zu bewältigen ist, habe ich mich nach Alternativen umgesehen und habe in einer Zeitschrift von 5-HTP und Serotonic gelesen. Weiss irgend jemand etwas über diese Medikamente? Über Antworten würde ich mich freuen!
Ich wollte euch nur von meinen ersten Schritten beim Absetzen von Trevilor berichten. Wie Oliver schon gesagt hat, gibt es das "optimale" Ausschleichen ja nicht.
Ich habe mich mit Pascal in Verbindung gesetzt, der ja schon einige Zeit "clean" ist und mir von seinen Erfahrungen berichten lassen und dann meinen eigenen Absetzplan entworfen.
Pascal hat ebenso, wie ich mit den Retardkapseln abgesetzt. Die Dosisreduktion erfolgt durch öffnen der Kapseln und Entleerung eines Teils.
Anstelle von 150 mg Venlafaxin nehme ich nun seit drei Tagen 100 mg.( Bisher ohne Nebenwirkungen).
In ein paar Tagen möchte ich dann auf 75 mg runtergehen, dann 50,37,25,usw. bis ich das ganze dann hoffentlich überstanden habe. Wie lange ich bei den Reduktionsdosen bleiben werde, habe ich noch nicht entschieden, wahrscheinlich immer 5 bis 7 Tage!
Um die Nebenwirkungen gering zu halten, habe ich mir auch Omega-3-Fettsäuren besorgt, ernähre mich sehr bewußt und treibe zur Zeit auch Ausdauersport ( Langlaufen) und habe mit Yoga begonnen. Wie gesagt zur Zeit läuft es sehr gut. Dabei unterstützt mich auch mein Lebensgefährte und auch ihr im Forum! Die vielen Ratschläge, Erfahrungsberichte und Tipps gaben mir den Mut, sofort zu starten. Man kommt sich hier nicht allein gelassen vor! Nochmals vielen Dank an alle!
Liebe Grüße Sara
P.S.:Da ich allerdings noch nicht weiß, ob der Alltag ganz ohne " Hilfsmittel" zu bewältigen ist, habe ich mich nach Alternativen umgesehen und habe in einer Zeitschrift von 5-HTP und Serotonic gelesen. Weiss irgend jemand etwas über diese Medikamente? Über Antworten würde ich mich freuen!
Ich kann auch etwas zum Thema Trevilor und Absetzprobleme berichten. Ich habe es ca. 13 Monate eingenommen und im Oktober letzten Jahres endgültig abgesetzt. Schon vorher hatte ich die eingenommene Menge von 75mg auf 30mg reduziert. Dies geschah unter leichten, eher unproblematischen Nebenwirkungen.
Im letzten Herbst wollte ich aber nicht mehr, dass Tabletten meinen Lebensrhythmus bestimmen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass ich sich meine Probleme (Panikattacken, mittlere Depressionen) eingermaßen beseitigt waren. Zum anderen wollte ich einfach wieder auf eigenen Beinen stehen. Ich muss gestehen, dass Trevilor mir exorbitant gut geholfen hat. Es hat mir einen großen Teil meines Lebens zurück gegeben.
Das Absetzten war und ist aber die Hölle. Ich habe es sehr, sehr langsam ausgeschlichen. Ungefähr drei oder vier Wochen. Ich konnte mich die Dosis komischerweise bis auf wenige mg reduzieren (am Ende nahm ich vielleicht noch 10mg) ohne, dass große Absetzprobleme auftraten. Aber als ich ganz wegließ, gings zu Sache. Stromschläge, Schwindel, Kreislaufprobleme, Schwitzen und eine recht heftige Depression im Zusammenhang mit einer starken Agoraphobie. Ich grub mich fast sechs Wochen zu Hause ein und sozialer Kontakt war mir äußerst zu wider. Was mich aufrecht hielt war meine Disziplin in Sachen Arbeit. Aber selbst die Halbtagsarbeit fiel mir außerordentlich schwer. Ich blieb nächtelang auf, schlief sehr lange, teilweise bis Mittags.
Ich kannte Schwindelgefühle, wie jeder auch, natürlich schon vorher. Aber Trevilor löste bei einen Art neuen Schwindel aus, der im Kopf beginnt und eher mit einer Störung im Gleichgewichtsorgan zusammen zuhängen scheint, als mit einem Kreislaufbedingten Schwindel. Dieser Schwindel und die Stromschläge sind bis heute, also sechs Monate nach Absetzen des Medikaments, da. Ich habe seit dem keine weiteren Präperate genommen.
Was mir desweiteren aufgefallen ist, sind Schlafstörungen und eine erhöhte Müdigkeit, die man aber nicht in Schlaf umsetzen kann. Letzteres kann aber auch mit meinen Panikattcken zusammenhängen.
Diese sind nach Absetzen von Trevilor, auch wieder aufgetaucht. Zwar längst nicht mehr so schlimm, wie sie vorher waren, aber sie sind auch nicht weg. In diesem Zusammenhang las ich neulich, dass man Mittel wie Trevilor mindestens 50% der Zeit einnehmen sollte, unter der man gelitten hat. Wer also fünf Jahre unter Depressionen etc. gelitten hat, sollte 2,5 Jahre ein solches Medikament einnehmen.
Letztlich bin ich mir wg. des Medikaments nicht sehr sicher. Es half sehr gut und ließ mich mal wieder klar sehen. Es half mir, wieder einen Weg in eine Normalität zu finden, mich selbst mal wieder auf Vordermann zu bringen und angstfrei zu leben, was ich seit Jahren nicht mehr kannte.
Auf der anderen Seite drückte es meinen Blutdruck deutlich nach oben und auch die Abhängigkeit vom Medikament ist enorm. Wenn man mal vergisst es morgens vor der Arbeit zu nehmen, stellen sich Entzugserscheinungen nach wenigen Stunden ein und der Tag wird höllisch.
Im letzten Herbst wollte ich aber nicht mehr, dass Tabletten meinen Lebensrhythmus bestimmen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass ich sich meine Probleme (Panikattacken, mittlere Depressionen) eingermaßen beseitigt waren. Zum anderen wollte ich einfach wieder auf eigenen Beinen stehen. Ich muss gestehen, dass Trevilor mir exorbitant gut geholfen hat. Es hat mir einen großen Teil meines Lebens zurück gegeben.
Das Absetzten war und ist aber die Hölle. Ich habe es sehr, sehr langsam ausgeschlichen. Ungefähr drei oder vier Wochen. Ich konnte mich die Dosis komischerweise bis auf wenige mg reduzieren (am Ende nahm ich vielleicht noch 10mg) ohne, dass große Absetzprobleme auftraten. Aber als ich ganz wegließ, gings zu Sache. Stromschläge, Schwindel, Kreislaufprobleme, Schwitzen und eine recht heftige Depression im Zusammenhang mit einer starken Agoraphobie. Ich grub mich fast sechs Wochen zu Hause ein und sozialer Kontakt war mir äußerst zu wider. Was mich aufrecht hielt war meine Disziplin in Sachen Arbeit. Aber selbst die Halbtagsarbeit fiel mir außerordentlich schwer. Ich blieb nächtelang auf, schlief sehr lange, teilweise bis Mittags.
Ich kannte Schwindelgefühle, wie jeder auch, natürlich schon vorher. Aber Trevilor löste bei einen Art neuen Schwindel aus, der im Kopf beginnt und eher mit einer Störung im Gleichgewichtsorgan zusammen zuhängen scheint, als mit einem Kreislaufbedingten Schwindel. Dieser Schwindel und die Stromschläge sind bis heute, also sechs Monate nach Absetzen des Medikaments, da. Ich habe seit dem keine weiteren Präperate genommen.
Was mir desweiteren aufgefallen ist, sind Schlafstörungen und eine erhöhte Müdigkeit, die man aber nicht in Schlaf umsetzen kann. Letzteres kann aber auch mit meinen Panikattcken zusammenhängen.
Diese sind nach Absetzen von Trevilor, auch wieder aufgetaucht. Zwar längst nicht mehr so schlimm, wie sie vorher waren, aber sie sind auch nicht weg. In diesem Zusammenhang las ich neulich, dass man Mittel wie Trevilor mindestens 50% der Zeit einnehmen sollte, unter der man gelitten hat. Wer also fünf Jahre unter Depressionen etc. gelitten hat, sollte 2,5 Jahre ein solches Medikament einnehmen.
Letztlich bin ich mir wg. des Medikaments nicht sehr sicher. Es half sehr gut und ließ mich mal wieder klar sehen. Es half mir, wieder einen Weg in eine Normalität zu finden, mich selbst mal wieder auf Vordermann zu bringen und angstfrei zu leben, was ich seit Jahren nicht mehr kannte.
Auf der anderen Seite drückte es meinen Blutdruck deutlich nach oben und auch die Abhängigkeit vom Medikament ist enorm. Wenn man mal vergisst es morgens vor der Arbeit zu nehmen, stellen sich Entzugserscheinungen nach wenigen Stunden ein und der Tag wird höllisch.
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CloneX
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- Registriert: 10.10.2003 17:01
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- Danksagung erhalten: 20 Mal
Hi Retch, danke für deinen Beitrag ! Vielleicht hast du Lust auch einen kleinen Erfahrungsbericht für die Hauptseite zu schreiben.
Ist schon verrückt, dass manche erst nach dem Reduzieren der letzten paar Milligramm Entzugserscheinungen bekommen. Du hast immer noch elektrische Schläge ? Hast du schon Fischöl probiert ? Habe gehört dass das bei manchen diese Schläge und evtl. andere Symptome reduziert.
Ist schon verrückt, dass manche erst nach dem Reduzieren der letzten paar Milligramm Entzugserscheinungen bekommen. Du hast immer noch elektrische Schläge ? Hast du schon Fischöl probiert ? Habe gehört dass das bei manchen diese Schläge und evtl. andere Symptome reduziert.