Citalopram und "schwarze Gedanken"
Verfasst: 10.01.2004 17:01
Hallo, durch Zufall bin ich auf Eure Seite gestoßen, weil ich überall Hilfe suche. Bin jenseits von 55 Jahren, leide seit ca. 3 Jahren an einer Depression und nehme seit Sommer 2002 Clopram, erst 20 mg, dann 40 mg und es ging mir nicht besser dabei. Durch die Einnahme des AD hat sich bei mir der Gedanke eingeschlichen, daß ich dadurch "schwarze Gedanken" sprich Gedanken an den Tod, an den Suizid und was noch schlimmer war, die Gedanken, einen anderen Menschen umzubringen. Aber wie gesagt, es waren nur Gedanken. Ich habe dann das Citalopram selber auf 20 mg reduziert. Gedanken blieben aber. WAr im vergangenen Jahr im OKtober 4 Wochen in der Klinik, auf meinen Wunsch wurde das AD ad hoc abgesetzt, nach 3 Wochen kam der totaler Zusammenbruch in Form von Weinkrämpfen. Bekamm dann Cipramil, habe mich aber innerlich gegen das Medikament gesträubt und nur 15 mg eingenommen, die schwarzen Gedanken wurden nicht weniger, konnte aber besser damit umgehen, habe dann wieder reduziert und Weihnachten kam wieder der totale Zusammenbruch. Habe dann aus lauter Verzweiflung wieder Citalopram genommen, obwohl mir die Ärztin Paroxetin verschrieb. Habe den Beipackzettel gelesen und für mich entschlossen, dieses Medikament nicht zu nehmen. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch weiterhin das Citalopram nehmen soll. Ich nehme nur 10 mg. WAs ist, wenn ich diese jetzt auch noch langsam ausschleiche? Werden die schwarzen Gedanken schlimmer, oder verschwinden sie langsam. Wer kann mir dieses beantworten, bzw. hat ähnliches mitgemacht. Meine Therapeutin meint, es sind Zwangsgedanken, die sich bei mir so festgesetzt haben. Aber sind ja nicht nur die Gedanken, es ist auch der Kopf, vor allen Dingen morgens. Es ist wie ein Schleier, der im KOpf sitzt und dahinter die Gedanken. Im Laufe des Tages wird es teilweise besser. Ich habe schon alles ausprobiert, Lichttherapie usw., ich werde diesen verdammten Spuk nicht los und manchmal habe ich Angst davor, langsam zu verblöden. Ich will es aber nicht, ich will leben, leben und zwar das letzte Drittel meines Lebens ohne diese schlimmen Gedanken und Gefühle.