ich bin so fertig...
Verfasst: 27.01.2004 16:11
Hallo,
ich hab seit etwa 3 Jahren Depressionen, die allerdings phasenweise aufgetreten sind. Das heißt, dass es mir zum Teil auch ein halbes Jahr oder so gut ging (mehr oder weniger, schlechte Tage hat schließlich jede/r manchmal) . In der letzten Zeit ging es mir aber so schlecht, dass ich seit etwa einem ¾ Jahr in psychiatrischer Behandlung bin und ich seit etwa einem Monat Antidepressiva nehme. Erst Citalopram, anfangs 10 mg, später 20mg, begleitend dazu Diazepam (6 mg, die innerhalb von ca. 2 Wochen schrittweise abgesetzt wurden). Das hat mich aber absolut fertig gemacht: ich habe etwa 12 Stunden am Tag geschlafen (aber toll geträumt!
), kaum was gegessen (in den drei Wochen, in den ich Citalopram genommen habe ich 3 kg abgenommen), konnte nachts nicht einschlafen und war verstärkt antriebslos. Sprich: es ging mir nicht besonders toll. Ich hab so sehr gehofft, dass mir die Medikamente helfen ein bisschen Boden unter den Füßen zu bekommen, aber das Gegenteil war der Fall. Daraufhin habe ich das AD erst mal nicht mehr genommen (auch auf Anraten meines Arztes), was die Folgen hatte, dass ich autoagressiv wurde und ich am liebsten Selbstmord begangen hätte.
Ich bin so am Ende: Ich will wenigstens mal eine Pause von meinen Depressionen haben. Ich will mich nicht mehr weiter damit beschäftigen, ich mach das jetzt schon so lange und ich kann einfach nicht mehr. Meine Therapeutin hat vorgeschlagen, dass ich mich stationär behandeln lassen könnte, aber das will ich auch nicht, weil ich mich da auch mit meiner Krankheit beschäftigen muss und darüber reden werde und ich will noch nicht mal mehr auch nur eine einzige Stunde daran denken. Am meisten Horror habe ich davor, dass ich in einer Klinik auf andere Patienten treffe und wir uns da gegenseitig vorheulen können, wie schlecht es uns doch geht! Ich will doch nur ein normales Studentenleben: ich will wieder zur Uni gehen können, ich will wieder Spaß am Lernen haben, ich will wieder auf die Straße gehen können ohne Angst zu haben „aus Versehen“ vor eine Auto zu laufen, ich will mich ohne Angst zu haben mit meinen Freunden (mit denen ich mich nicht über meine Gefühle unterhalten will) treffen und vor allem will ich wieder ein normales Verhältnis zu meiner besten Freundin (und Mitbewohnerin) und meinem Freund haben!
Ach ja: seit 4 Tagen nehme ich Moclobemid (2 Tage lang 150 mg, jetzt 300 mg). Hat jemand Erfahrung damit? Ich hab das Gefühl, dass es damit ein bisschen besser geht, aber gut ist immer noch was anderes.
Tschuldigung für’s Rumheulen. Musste mal sein...
Bai
ich hab seit etwa 3 Jahren Depressionen, die allerdings phasenweise aufgetreten sind. Das heißt, dass es mir zum Teil auch ein halbes Jahr oder so gut ging (mehr oder weniger, schlechte Tage hat schließlich jede/r manchmal) . In der letzten Zeit ging es mir aber so schlecht, dass ich seit etwa einem ¾ Jahr in psychiatrischer Behandlung bin und ich seit etwa einem Monat Antidepressiva nehme. Erst Citalopram, anfangs 10 mg, später 20mg, begleitend dazu Diazepam (6 mg, die innerhalb von ca. 2 Wochen schrittweise abgesetzt wurden). Das hat mich aber absolut fertig gemacht: ich habe etwa 12 Stunden am Tag geschlafen (aber toll geträumt!
Ich bin so am Ende: Ich will wenigstens mal eine Pause von meinen Depressionen haben. Ich will mich nicht mehr weiter damit beschäftigen, ich mach das jetzt schon so lange und ich kann einfach nicht mehr. Meine Therapeutin hat vorgeschlagen, dass ich mich stationär behandeln lassen könnte, aber das will ich auch nicht, weil ich mich da auch mit meiner Krankheit beschäftigen muss und darüber reden werde und ich will noch nicht mal mehr auch nur eine einzige Stunde daran denken. Am meisten Horror habe ich davor, dass ich in einer Klinik auf andere Patienten treffe und wir uns da gegenseitig vorheulen können, wie schlecht es uns doch geht! Ich will doch nur ein normales Studentenleben: ich will wieder zur Uni gehen können, ich will wieder Spaß am Lernen haben, ich will wieder auf die Straße gehen können ohne Angst zu haben „aus Versehen“ vor eine Auto zu laufen, ich will mich ohne Angst zu haben mit meinen Freunden (mit denen ich mich nicht über meine Gefühle unterhalten will) treffen und vor allem will ich wieder ein normales Verhältnis zu meiner besten Freundin (und Mitbewohnerin) und meinem Freund haben!
Ach ja: seit 4 Tagen nehme ich Moclobemid (2 Tage lang 150 mg, jetzt 300 mg). Hat jemand Erfahrung damit? Ich hab das Gefühl, dass es damit ein bisschen besser geht, aber gut ist immer noch was anderes.
Tschuldigung für’s Rumheulen. Musste mal sein...
Bai