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Nachricht von: Oliver
Dieses Forum ist im Ruhezustand.
Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:
Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.
Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.
ich wollte mal allgemein fragen wie ihr beim Absetzen vorgeht.
Es gibt ja bei Tabletten meistens nur 2 Stärken. Bei meinem Medi zum Beispiel nur 50 und 100 mg. Wie setze ich am besten ab?
Von 100 auf 50 mg direkt oder mit Hilfe der Lösung erst 90 mg, dann 80,dann 70 usw.
Wundere mich, dass mir dazu keiner was sagen konnte in meinem anderen Thread. Schließlich geht es hier doch ums Absetzen
Sorry Sina, den anderen Thread habe ich wohl übersehen ...
Was das Absetzen angeht: wenn du es nicht schon getan hast - schau Dir unser Infopaket auf der Hauptseite an, da steht das Wesentliche drin. Alles was darüber hinausgeht, wie z.B. die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, homöopathischen Mitteln, Akupunktur etc. ist eine Frage der persönlichen Präferenzen und Erfahrungen.
Es ist ja auch gar nicht gesagt, daß Du beim Absetzen Probleme bekommen wirst - Zoloft hat eine kurze Halbwertszeit (25-28 Stunden), deshalb wirst du das innerhalb von wenigen Tage merken, ob Du zu den problematischen Fällen gehörst.
Falls Du zu Beginn der Einnahme grosse Probleme mit Nebenwirkungen hattest, ist es nach unserer Erfahrung wahrscheinlicher, daß Du auch beim Absetzen Probleme bekommst. Natürlich spielt auch die Dauer der Einnahme eine Rolle.
Zoloft ist berüchtigt für die "zaps" als Absetz/Entzugserscheinung - das fühlt sich an, wie elektrische Schläge im Kopf oder vom Kopf ausgehend durch den ganzen Körper wandernd. Falls Du nach einer Dosisreduktion, so etwas haben solltest, weisst Du, daß der Schritt zu gross war oder die Gewöhnungsphase zu kurz ... - die anderen Absetz/Entzugserscheinungen sind im Infopaket aufgeführt.
Was die Schrittgrösse beim Absetzen angeht, würde ich Dir Empfehlen Dir die 50mg Tabletten (keine CR oder sowas, falls es das bei Zoloft gibt) Tablettenteiler (billig, Apotheke) zu besorgen und dann mal von 100 auf 87,5mg (eine ganze + eine halbe + eine viertel Tablette) zu reduzieren. Wenn das gutgeht nach einer bis zwei Wochen 12,5mg weniger bis runter auf 12,5. Der letze Schritt ist bei Paroxetin meist der haarigste - wie das bei Zoloft ist weiss ich nicht. Aber bis Du auf 12,5 runter bist, gehen ja auch noch ein paar Monate ins Land - dann sehen wir weiter.
Falls Dir das zu aufwendig und lang ist, kannst Du natürlich auch versuchen das Zoloft abrupt abzusetzen - viele Ärzte behaupten ja immer noch, das sei problemlos möglich. Ich würde es Dir allerdings genausowenig empfehlen wie russisches Roulette zu spielen.
@Oliver: Die 50 mg Tabletten sind dummerweise nicht zum Teilen vorgesehen. Ich denke, ich werde erstmal auf 50 mg runtergehen und dann auf die Lösung umsteigen.
@Anne:Natürlich könnte ich mir selber Kapseln machen in der Apotheke. Aber das ist sehr aufwendig und außerdem würde meine Chefin dann erfahren, dass ich Zoloft nehme...und das möchte ich eigentlich nicht.
Nunja, ich werde wohl einfach von 100 mg auf 50 mg runtergehen...und dann mal probieren ob ich die Lösung vertrage.