viele fragen: absetzen zoloft und einnahme paroxetin
Verfasst: 02.03.2004 10:48
hallo,
ich bin noch ganz neu hier und hab schon gleich ein paar fragen (sonst wär ich ja auch nicht hier
)
ich war für ein paar wochen in berlin im benjamin-franklin, wo meine diagnose (borderline persönlichkeitsstörung, depersonalisationsstörung, dissoziative störung, essstörung nnb) über drei wochen gestellt wurde. nach einer woche empfahl man mir (vor allem wegen der stark ausgeprägten derealisation) es mal mit einem AD zu versuchen. ich willigte ein (habe seit dem vierten lebensjahr dieses problem, wurde aber bis dahin nie daraufhin behandelt) und bekam erst 50mg und dann innerhalb von etwa zwei wochen eine dosis von 150mg zoloft. anfangs hatte ich vor allem nebenwirkungen wie mundtrockenheit, herzrasen, schwindel, nervosität, schlafstörungen, appetitlosigkeit. nach drei wochen wurde ich vorläufig nach hause entlassen und dann vier wochen später für eine 12-wochen-dbt wieder aufgenommen zu werden. zwei wochen zuvor begannen dann neue probleme: restless leg syndrom + und richtig schlimme durchfälle. meine neurologin in berlin (die ich eigentlich für sehr fähig halte) verschrieb mir wegen des RLS und der schlafstörungen trimipramin 25-50mg nach bedarf und sagte, sie würde das zoloft absetzen, kann das aber nicht ohne absprache mit denen aus der klinik. damit konnte ich tatsächlich ganz gut schlafen. die durchfälle hielten an.
zurück in der klinik berichtete ich davon und bat um eine abklärung. bauch wurde abgetastet: ohne befund. dann passierte ewig nichts. ich überwand mich erneut, das ganze anzusprechen. reaktion des arztes: "was erwarten sie denn von mir?" ich war etwas vor den kopf geschlagen, schlug aber eine stuhlprobe vor. nix passierte. ich sprach es nochmal an: "wenn sie wollen, kann sich der internist das ja mal anschauen...": nix passierte. dann nach zwei wochen (die dbt lief super!) sprach ich das ganze nochmal in der oberarztvisite an: "wenn sie wirklich durchfall haben, wäre es doch das erste, dass sie das dem pflegepersonal mal zeigen, damit wir uns ein bild davon machen können" hä?
ich hab das am nächsten tag mit sehr viel widerwillen und stinksauer tatsächlich gemacht (*immer noch nicht fassen kann*) dann wurde endlich eine stuhlprobe genommen und mir ging ein licht auf: die haben mir die ganze zeit nicht geglaubt und dachten, ich wolle mich nur herausreden, weil ich entgegen meinen therapievereinbarungen nicht zunahm! ich stellte meine therapeutin zur rede, die mir das bestätigte und bin am nächsten tag gegangen. hab mich so verarscht und hintergangen gefühlt!
jetzt kommt aber das beste. gestern habe ich eine neue neurologin (bin gerade in eine andere stadt gezogen) aufgesucht und ihr die ganze geschichte erzählt und dass ich das zoloft jetzt in eigenregie abgesetzt habe: "durchfall ist recht häufig bei zoloft... etc.p.p."
sie hat mir jetzt paroxetin 20mg verschrieben. nun habe ich aber seit vorgestern (donnerstag habe ich die letzten 50mg zoloft genommen) so merkwürdige "zustände" (komisches gefühl im kopf, depersonalistationsphänomen verschiedenster art, extremes gedankenkreisen, kraftlosigkeit, erschöpfung). kommt das vom zoloft-absetzen? was soll ich jetzt denn am besten machen? das paroxetin hab ich noch nicht genommen, wollte mir erstmal rat holen.
wär schön, wenn mir jemand zu der ganzen geschichte ein feedback geben könnte!
dankeschön für's lesen und sorry, wenn's arg chaotisch war,
ally
fast hätte ich's vergessen: seit etwa drei wochen schwitze ich nachts ganz extrem. mir ist aber nicht heiß. im gegenteil: ich friere, obwohl ich unter einer dicken decke liege... blicke echt nicht mehr durch. wenn ich das trimipramin nehme, schwitze ich allerdings nicht so stark (oder schlafe ich nur besser und merke es nicht?)
ich bin noch ganz neu hier und hab schon gleich ein paar fragen (sonst wär ich ja auch nicht hier
ich war für ein paar wochen in berlin im benjamin-franklin, wo meine diagnose (borderline persönlichkeitsstörung, depersonalisationsstörung, dissoziative störung, essstörung nnb) über drei wochen gestellt wurde. nach einer woche empfahl man mir (vor allem wegen der stark ausgeprägten derealisation) es mal mit einem AD zu versuchen. ich willigte ein (habe seit dem vierten lebensjahr dieses problem, wurde aber bis dahin nie daraufhin behandelt) und bekam erst 50mg und dann innerhalb von etwa zwei wochen eine dosis von 150mg zoloft. anfangs hatte ich vor allem nebenwirkungen wie mundtrockenheit, herzrasen, schwindel, nervosität, schlafstörungen, appetitlosigkeit. nach drei wochen wurde ich vorläufig nach hause entlassen und dann vier wochen später für eine 12-wochen-dbt wieder aufgenommen zu werden. zwei wochen zuvor begannen dann neue probleme: restless leg syndrom + und richtig schlimme durchfälle. meine neurologin in berlin (die ich eigentlich für sehr fähig halte) verschrieb mir wegen des RLS und der schlafstörungen trimipramin 25-50mg nach bedarf und sagte, sie würde das zoloft absetzen, kann das aber nicht ohne absprache mit denen aus der klinik. damit konnte ich tatsächlich ganz gut schlafen. die durchfälle hielten an.
zurück in der klinik berichtete ich davon und bat um eine abklärung. bauch wurde abgetastet: ohne befund. dann passierte ewig nichts. ich überwand mich erneut, das ganze anzusprechen. reaktion des arztes: "was erwarten sie denn von mir?" ich war etwas vor den kopf geschlagen, schlug aber eine stuhlprobe vor. nix passierte. ich sprach es nochmal an: "wenn sie wollen, kann sich der internist das ja mal anschauen...": nix passierte. dann nach zwei wochen (die dbt lief super!) sprach ich das ganze nochmal in der oberarztvisite an: "wenn sie wirklich durchfall haben, wäre es doch das erste, dass sie das dem pflegepersonal mal zeigen, damit wir uns ein bild davon machen können" hä?
jetzt kommt aber das beste. gestern habe ich eine neue neurologin (bin gerade in eine andere stadt gezogen) aufgesucht und ihr die ganze geschichte erzählt und dass ich das zoloft jetzt in eigenregie abgesetzt habe: "durchfall ist recht häufig bei zoloft... etc.p.p."
sie hat mir jetzt paroxetin 20mg verschrieben. nun habe ich aber seit vorgestern (donnerstag habe ich die letzten 50mg zoloft genommen) so merkwürdige "zustände" (komisches gefühl im kopf, depersonalistationsphänomen verschiedenster art, extremes gedankenkreisen, kraftlosigkeit, erschöpfung). kommt das vom zoloft-absetzen? was soll ich jetzt denn am besten machen? das paroxetin hab ich noch nicht genommen, wollte mir erstmal rat holen.
wär schön, wenn mir jemand zu der ganzen geschichte ein feedback geben könnte!
dankeschön für's lesen und sorry, wenn's arg chaotisch war,
ally
fast hätte ich's vergessen: seit etwa drei wochen schwitze ich nachts ganz extrem. mir ist aber nicht heiß. im gegenteil: ich friere, obwohl ich unter einer dicken decke liege... blicke echt nicht mehr durch. wenn ich das trimipramin nehme, schwitze ich allerdings nicht so stark (oder schlafe ich nur besser und merke es nicht?)