Das Ende einer Depression
Verfasst: 13.03.2004 09:02
Ich bin von meiner Kur zurück die ich aufgrund meiner Erschöpfungszustände antrat. Ich wollte andere Wege aus der Depression finden als immer nur Medikamente zu schlucken.
So kam ich in eine psychosomatische Klinik bei der man lernt Verhaltensmuster zu durchschauen die einem Streß machen und die einen runterziehen. Man lernt sie zu erkennen und durch andere Gedanken andere Gefühle zu provozieren.
Das war sehr interessant und aufschlußreich.
Ich denke, ich werde das auch umsetzen können, was ich dort gelernt habe; angefangen habe ich schon damit!
Aber das Beste ist: ich habe gar keine Depression!
Die Ursache meiner Kraftlosigkeit, meiner Konzentrationsstörungen, meines Rückzugs aus dem Leben ist NICHT eine Depression, sondern eine Schilddrüsenerkrankung!
Genauer gesagt eine Schilddrüsenentzündung die in Schüben verläuft und bei der nach jedem neuen Schub weniger Hormone produziert werden.
Wenn ich mir das so überlege.....
Das erste Mal war ich vor 18 Jahren beim Arzt und meinte, daß ich nie mehr richtig wach bin, und das er doch mal mein Blut untersuchen solle.
Hat er auch gemacht. Aber wohl nicht gründlich genug.
Mein Leben war durch diese verflixte Müdigkeit immer sehr eingeschränkt; ich habe mich mit allem an "Extras" was über Arbeit, Wohnung und Versorgung meines Hundes hinausging, überfordert gefühlt.
Auf dem Level hielt es sich so knapp 10 Jahre. Dann würde ich noch müder. Ich machte eine Psychotherapie die nicht half. Die Müdigkeit wurde nicht besser. Vor 2 Jahren, nach einer sehr stressigen Jahr, das mit dem Tod meines Hundes endete,ging nichts mehr. Ich war so erschöpft, daß mir alles zuviel war. Ich bekam Cipramil und damit ging es wieder.
Ich selbst hielt den Tod meines Hundes für den Auslöser (was er wohl auch war; aber das war wohl nur der i-Punkt. Und der Streß darüber hat wohl einen neuen Entzündungschub nach sich gezogen).
Als ich nach einem Jahr keine Besserung fühlte, wollte ich eine Kur. Aber mein Hausarzt meinte, ich müsste erst eine Analyse beginnen, sonst würde er mir keinen Antrag ausfüllen. Ich wollte das nicht, weil ich sicher war keine zu benötigen, worauf er richtig beleidigend wurde.
Ich ging zu meinen Neurologen, und der setzte sich für eine Kur mit Verhaltenstherapie ein, so wie von mir gewünscht.
Dort wurde ich erstmal organsich richtig durchgecheckt und man stieß auf die Schilddrüsenerkrankung die wohl anfangs (wenn ich es richtig verstanden habe) bei den üblicherweise untersuchten Werten durchaus Normalwerte aufweisen kann. Erst weitere Untersuchungen sollen die Erkrankung anzeigen; zumindest, wenn es noch nicht so ausgeprägt ist.
Ferner fand man den Verdacht darauf, daß ich möglicherweise eine Borreliose habe; also diese Erkrankung die Zeckenbisse verursachen können. Das muß an anderer Stelle noch weiter abgeklärt werden.
Auch das kann Müdigkeit verursachen.
Das denkt man doch, solche Fehler kommen in unserer modernen Welt nicht mehr vor. Eine popelige Schilddrüsenerkrankung.
Eigentlich das erste, an was man denkt.
Dumm nur, wenn die Standartlaborwerte okay waren.
Dann ist man auf der Psychoschiene, und kommt dort nicht mehr runter.
Und man findet ja auch Bestätigung: man hat eine schwere Zeit oder ein schlimmes Ereignis, und danach geht es einem noch schlechter. Dann muß es wohl die Psyche sein, nicht?
Es kann aber auch der Körper sein der durch den Streß eine Verschlimmerung der Erkrankung erfahren hat. Wie ich jetzt weiß.
Meine Therapeutin hat mir übrigens seelische Gesundheit bescheinigt. Bis auf 2 kleine Neuröschen. Nichts gravierendes. Fehler im Denken was meinen Selbstwert angeht (aber wer hat keine Selbstwertprobleme) und was die Verarbeitung von Trennungen angeht. Da leide ich zu lange. Aber das kann ich mit Hilfe dessen was ich neu gelernt habe langsam verändern.
Jetzt werden die entsprechenden Schilddrüsenhormone langsam hochgefahren (was über einen Zeitraum von 4 Monaten sehr langsam geschehen wird) und dann wird sich zeigen, ob 18 Jahre quälende Müdigkeit nicht hätten sein müssen....
Gruß, Lill
So kam ich in eine psychosomatische Klinik bei der man lernt Verhaltensmuster zu durchschauen die einem Streß machen und die einen runterziehen. Man lernt sie zu erkennen und durch andere Gedanken andere Gefühle zu provozieren.
Das war sehr interessant und aufschlußreich.
Ich denke, ich werde das auch umsetzen können, was ich dort gelernt habe; angefangen habe ich schon damit!
Aber das Beste ist: ich habe gar keine Depression!
Die Ursache meiner Kraftlosigkeit, meiner Konzentrationsstörungen, meines Rückzugs aus dem Leben ist NICHT eine Depression, sondern eine Schilddrüsenerkrankung!
Genauer gesagt eine Schilddrüsenentzündung die in Schüben verläuft und bei der nach jedem neuen Schub weniger Hormone produziert werden.
Wenn ich mir das so überlege.....
Das erste Mal war ich vor 18 Jahren beim Arzt und meinte, daß ich nie mehr richtig wach bin, und das er doch mal mein Blut untersuchen solle.
Hat er auch gemacht. Aber wohl nicht gründlich genug.
Mein Leben war durch diese verflixte Müdigkeit immer sehr eingeschränkt; ich habe mich mit allem an "Extras" was über Arbeit, Wohnung und Versorgung meines Hundes hinausging, überfordert gefühlt.
Auf dem Level hielt es sich so knapp 10 Jahre. Dann würde ich noch müder. Ich machte eine Psychotherapie die nicht half. Die Müdigkeit wurde nicht besser. Vor 2 Jahren, nach einer sehr stressigen Jahr, das mit dem Tod meines Hundes endete,ging nichts mehr. Ich war so erschöpft, daß mir alles zuviel war. Ich bekam Cipramil und damit ging es wieder.
Ich selbst hielt den Tod meines Hundes für den Auslöser (was er wohl auch war; aber das war wohl nur der i-Punkt. Und der Streß darüber hat wohl einen neuen Entzündungschub nach sich gezogen).
Als ich nach einem Jahr keine Besserung fühlte, wollte ich eine Kur. Aber mein Hausarzt meinte, ich müsste erst eine Analyse beginnen, sonst würde er mir keinen Antrag ausfüllen. Ich wollte das nicht, weil ich sicher war keine zu benötigen, worauf er richtig beleidigend wurde.
Ich ging zu meinen Neurologen, und der setzte sich für eine Kur mit Verhaltenstherapie ein, so wie von mir gewünscht.
Dort wurde ich erstmal organsich richtig durchgecheckt und man stieß auf die Schilddrüsenerkrankung die wohl anfangs (wenn ich es richtig verstanden habe) bei den üblicherweise untersuchten Werten durchaus Normalwerte aufweisen kann. Erst weitere Untersuchungen sollen die Erkrankung anzeigen; zumindest, wenn es noch nicht so ausgeprägt ist.
Ferner fand man den Verdacht darauf, daß ich möglicherweise eine Borreliose habe; also diese Erkrankung die Zeckenbisse verursachen können. Das muß an anderer Stelle noch weiter abgeklärt werden.
Auch das kann Müdigkeit verursachen.
Das denkt man doch, solche Fehler kommen in unserer modernen Welt nicht mehr vor. Eine popelige Schilddrüsenerkrankung.
Eigentlich das erste, an was man denkt.
Dumm nur, wenn die Standartlaborwerte okay waren.
Dann ist man auf der Psychoschiene, und kommt dort nicht mehr runter.
Und man findet ja auch Bestätigung: man hat eine schwere Zeit oder ein schlimmes Ereignis, und danach geht es einem noch schlechter. Dann muß es wohl die Psyche sein, nicht?
Es kann aber auch der Körper sein der durch den Streß eine Verschlimmerung der Erkrankung erfahren hat. Wie ich jetzt weiß.
Meine Therapeutin hat mir übrigens seelische Gesundheit bescheinigt. Bis auf 2 kleine Neuröschen. Nichts gravierendes. Fehler im Denken was meinen Selbstwert angeht (aber wer hat keine Selbstwertprobleme) und was die Verarbeitung von Trennungen angeht. Da leide ich zu lange. Aber das kann ich mit Hilfe dessen was ich neu gelernt habe langsam verändern.
Jetzt werden die entsprechenden Schilddrüsenhormone langsam hochgefahren (was über einen Zeitraum von 4 Monaten sehr langsam geschehen wird) und dann wird sich zeigen, ob 18 Jahre quälende Müdigkeit nicht hätten sein müssen....
Gruß, Lill