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Komme nicht weiter / an Anne und Linda
Verfasst: 16.10.2003 12:14
von Heidi
Hallo Mädels,
hatte gerade Therapiestunde. Ich habe meinem Therapeuten erzählt, dass ich nun seit fast einer Woche auf 37,5mg Trevilor bin. Auch habe ich ihm gesagt, dass es mir seither jeden 2. Tag miese geht. Vor allem am Morgen habe ich fast keinen Antrieb, ich quäle mich aus dem Bett und bin den ganzen Tag so ziemlich lustlos und kaputt. Er hat mir erklärt, dass diese Antriebslosikeit bzw. Lustlosigkeit seiner Meinung keine Absetzerscheinungen sind, sondern eine Reaktion meiner Krankheit.
Er sagt, ich soll es mit 37,5mg weiterprobieren, aber auf jeden Fall bei Cipramil von 30mg auf 40mg erhöhen (zumindest probieren um eine evtl. Veränderung herbeizuführen).
Ich habe zufällig den Bericht von Flavia gelesen, bei Ihr denke ich ist der richtige Zeitpunkt zum Absetzen, da es ihr, wie sie sagt gut gehe. Das kann ich bei mir leider nicht sagen.
Man, was bin ich durcheinander - Mädels ich brauche eure Hilfe!!!
Oder vielleicht hilft mir ein mittelschweres Wunder???
Liebe Grüße - Heidi -
Verfasst: 16.10.2003 12:58
von Flavia
Liebe Heidi,
wir kennen uns (noch) nicht! Aber ich möchte Dir trotzdem sagen, dass ich ganz, ganz fest an Dich denke!
Ich würde Dir so gerne helfen und jetzt etwas "Gescheites" sagen... Leider bin ich, was Medikamente betrifft noch Anfängerin und kann Dir da leider nicht viel raten.
Auf jeden Fall denke ich jedoch an Dich! Und wenn Du reden möchtest: ich bin da! Leider bin ich heute Nachmittag und Morgen Nachmittag nicht im Büro. Ich werde mich aber ganz bestimmt gleich Morgen früh melden, um zu sehen, wie es Dir geht! Wäre Dir das recht?
Komme nicht weiter
Verfasst: 16.10.2003 16:06
von Heidi
Liebe Anne,
soweit ich weiß, war es ohne die Medikamente viel, viel schlimmer.
Aber auch jetzt hab ich meine Verzweiflungsniederlagen mit Weinkrämpen und Traurigkeit und "Aufgeben mögen"... immer noch. Nicht mehr in dieser Intensität und ca. alle 7 - 10 Tage einmal. Also weg waren sie nie!!!
Ich fühle mich so hoffnungslos!!!!
Tschau
Komme nicht weiter
Verfasst: 16.10.2003 16:22
von Heidi
Hallo Flavia,
danke für die liebe Rücksendung - find ich schön!!
Ach das ist vielleicht ein Kreuz, dass sag ich Dir.
Ich finde wirklich, dass es bei Dir gut an der Zeit ist mit absetzen, nachdem Du Dich so gut fühlst. Genauso stell ich mir eine erfolgreiche Therpie mit AD vor.
Ich nehme Cipramil seit ca. 2 Jahren, habe aber auch keine Schwierigkeiten mit Nebenwirkungen usw. Seit 7 Jahren leide ich an einem Erschöpfungssyndrom und seither bin ich auch nicht wieder in Form gekommen. Es ist natürlich schwer zu sagen, ob es sich um eine Depression handelt oder nicht.
Ich weiß eigentlich gar nicht mehr wie "Richtig leben" geht. Das macht mich dann eben schon sehr traurig!!
Gruß Heidi
Verfasst: 16.10.2003 16:26
von Oliver
Hallo Heidi.
Ich muss einleitend zu meiner grossen Schande gestehen, daß ich kein Mädel bin, ich würde aber trotzdem gerne eine wenig versuchen zu helfen, wenn ich darf

Zunächst einmal: sei willkommen in unserem kleinen aber feinen virtuellen Wohnzimmer, ich hoffe Du wirst Dich hier wohlfühlen und jede Menge Hilfe und Hoffnung von hier in Dein Leben nehmen können.
Anne scheint schon etwas mehr über Dich und Deine Geschichte zu wissen, ich kann aus Deinem Posting nur ersehen, daß Du seit einer Woche Trevilor nimmst und wohl schon länger Cipramil. Und wenn Dein Therapeut Dir empfiehlt Das Cipramil zu erhöhen, scheint es auch kein Wechsel von Cipramil auf Trevilor zu sein, sondern Du sollst jetzt beides gleichzeitig nehmen, ist das so richtig?
Ich frage das jetzt erstmal nur, weil der Rest meiner Antwort keinen Sinn machen würde, wenn diese Annahme nicht stimmt.
Bis bald
Oliver
--
Erklimme den Kilimandscharo Schnecke, aber langsam, langsam.
Komme nicht weiter
Verfasst: 16.10.2003 16:34
von Heidi
Hallo Oliver,
danke für die nette Einladung ins Wohnzimmer - hab mich schon hingesetzt.
Zur Information:
Anne weiß mehr über mich - ja. Ich leide seit 7 Jahren an einem Erschöpfungszustand, der es mir teilweise unmöglich macht ein "Normales Leben" zu führen.
Cipramil nehme ich seit ca. 3 Jahren und Trevilor dazu seit 9 Monaten.
Nun möchte ich aber dieses Trevilor nicht mehr dazunehmen - nicht weil es mir viel besser geht, sondern weil ich es wieder ohne dieses zweite Medikament probieren möchte.
Seit ca. 1 Woche nehme ich zu den Cipramil (30mg) nun 37,5mg Trevilor.
Jeden 2. Tag geht es mir beschissen. Eine massive Antriebslosigkeit macht sich breit, Weinanfälle... Also einen Tag (relativ gut) und einen Tag schlecht, so ist diese erste "Ausschleichwoche" nun fast verlaufen.
Tschau Heidi
Verfasst: 16.10.2003 17:57
von Oliver
Hallo Heidi.
Danke für die Info.
Zwei SSRIs gleichzeitig über neun Monate hinweg? Das ist zumindest SEHR merkwürdig ... was soll das denn nach Auffassung Deines Arzte für einen Sinn machen? Es gibt zwar offiziell keine Wechselwirkungen zwischen den beiden, aber eigentlich erledigen die beiden die gleiche Aufgabe: Hemmung der Wiederaufnahme von Serotinin in den synaptischen Spalt, mit dem Ergebnis, daß sich der Serotoninspiegel im Gehirn erhöht. Das erste, was mir einfiel, als ich Dein Posting las, war "Serotoninsyndrom" ...
ein kurzes googeln bei den "bad drug news" z.B.:
[
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn61.html ]
Das Serotoninsyndrom ist gekennzeichnet durch Agitiertheit, Verwirrtheit, Tremor, Myoklonien, Schwitzen, Diarrhoe, Fieber oder Schüttelfrost. Es wird durch einen Serotoninüberschuss im Gehirn ausgelöst, meistens wenn zwei Medikamente verabreicht werden, welche die Serotoninkonzentration erhöhen [...]
Auch sind die SSRIs nicht für eine Krankheit namens "Erschöpfunssyndrom" vorgesehen. Es gilt aber als eines der unzähligen Symptome von Depressionen, wie lautet denn Deine Diagnose?
Ich kann Dir nur raten, Dich selber ausgiebig und unabhängig von Deinem Arzt zu informieren. Werde eine kompetenter Patientin - glaube nicht alles was die Leute in den weissen Kitteln Dir erzählen, mach Dich selber schlau, den Anfang hast Du ja schon gemacht.
Kann jetzt leider nicht mehr schreiben, ich versorge Dich aber auf Nachfrage gerne mit Links u.ä. für deine weiter Recherche.
Alles Gute.
Oliver
Aha...
Verfasst: 16.10.2003 18:47
von Holly
... hab ich's doch gewußt! So tolle Wundermittel sind diese Serotonin(Gott, langsam hasse ich dieses Hormon)- Aufputscher dann eben doch nicht.
Heißt also: Bei ner Überdosis oder doppelter Verschreibung hat man ein Problem.
Bedeutet: Bei meinem armen Mädel muß die Standartdosis einfach reichen, sonst bekomm ich wieder Schwierigkeiten damit, dass sie Cipramil nimmt.
Kinders, ist das Leben nicht beschissen...
Gruß,
"there's still hope for a better world" Patrick Holly
Komme nicht weiter
Verfasst: 16.10.2003 20:35
von Heidi
Olivero,
was ich für Diagnosen hatte?
Depressive Episode, Somatisierungsstörungen, Ich-Störung, chronisches Erschöpfungssyndrom....
Ich könnte mir eine aussuchen, weiß aber nicht wo ich hingehöre????
Über die 9 Monate mit beiden Medis ist mir nichts an unangenehmen Wirkungen aufgefallen (Serotoninsyndrom).
Gruß Heidi
Hallo Heidi
Verfasst: 16.10.2003 21:35
von Linda
Ich bin noch etwas im Unklaren über Deine SSRI-Behandlung. Ich habe jetzt nochmals in meinen Mails nachgeschaut und möchte irgendwie alles zusammenfassen:
Erschöpfungszustände seit 7 Jahren.
2 Jahre Cipramil 30 mg
9 Monate Trevilor 75 mg
1 Woche Trevilor 37,5 mg und 30 mg Cipramil - richtig?
So, jetzt musst Du nur die Lücken hier füllen:
Verbesserung mit Cipramil - ja/nein
Verbesserung mit Trevilor - ja/nein
Weinkrämpfe und Antriebslosigkeit nur seit der Reduktion ja/nein
(Weinkrämpfe sind übrigens typische Symptome von SSRI-Entzug. )
Ich möchte mich dem Oliver anschließen, dass man nie 2 SSRI zusammennehmen soll. Ich verstehe nicht, warum ein Arzt zum gleichen Mittel greift, wenn das erste die gewünschte Wirkung (so wie ich das verstanden habe) nicht gezeigt hat.
Weitere Fragen, die Du glaube ich mit Anne schon besprochen hast:
Welche Tests haben sie bei Dir durchgeführt? (Bitte alle einzeln, nicht einfach "alle" sagen!).
So, wenn Du Dich durch meinen Fragebogen durchgekämpft hast, können wir weiterüberlegen.
Linda
Verfasst: 16.10.2003 23:35
von Linda
Ich habe mich gerade bei Wyeth über Venlafaxin (Effexor = Trevilor) informiert. Venlafaxin hat eine Halbwertszeit von nur 5 Stunden - das ist wirklich ganz, ganz kurz. Da sind Absetzprobleme geradezu vorprogrammiert.
Wyeth empfiehlt, bei einem Wechsel von einem anderen SSRI zu Venlafaxin abzuwarten, bis das andere Medikament ganz aus dem Körper ausgeschieden ist. Da hat sich Dein verschreibender Arzt nicht besonders gut informiert.
Wyeth sagt:
From an SSRI to EFFEXOR XR? The half-lives of antidepressants should be considered when switching from SSRIs to EFFEXOR XR. Keep in mind that SSRIs with longer half-lives have longer elimination periods during which the two drugs may interact pharmacokinetically or have additive serotonergic effects.2,7,8 Potential exists for a drug interaction between EFFEXOR XR and drugs which inhibit CYP2D6.
Das heißt, man muß sicher sein, das das andere Medikament aus dem Körper völlig ausgeschieden wurde, bevor man Venlafaxin einnimmt, um evtl. Wechselwirkungen oder eine überhöhte Wirkung auf das Serotoninsystem im Körper zu vermeiden (was auch gefährlich sein kann). Es heißt auch, das beide Medikamente die Leberenzyme hemmen, die beim Abbau der Medikamente wirken. Die Medikamente beinflussen sich folglich auf jeden Fall gegenseitig, und auch beim Abbau.
Wyeth gibt sogar zu, das Patienten unter einem "Absetzsyndrom" leiden können (wie aufgeklärt!) und empfieht ein langsames Absetzen.
Eine 50%ige Reduktion ist nicht "langsam abgesetzt". Wenn es Dir wirklich schlechter geht, seitdem Du die Reduktion gemacht hast, kannst Du Dir überlegen, entweder auf die volle Dosis wieder zu gehen oder mindestens 3/4. Du würdest dann gleich merken, ob es Dir danach besser geht, was auf Entzug deuten würde. Danach kannst Du Dir einen richtigen Plan machen, wie Du beim Absetzen vorgehen willst. Da können wir Dir helfen.
Ich gehe davon aus, dass Dein Endziel das Absetzen beider Medikamente ist. Von dem, was ich bisher mitbekommen habe, haben sie die Zustände, under den Du vor der Einnahme gelitten hast, auch nicht verbessert (Du mußt mich korrigieren, wenn ich von falschen Tatsachen ausgehe - durch die private Mails an Anne und mich hat sich die Information ziemlich verteilt.) Venlafaxin wirkt auch auf das Noradrenalin im Körper, ein weiterer Botenstoff. Das heißt es ist genaugenommen ein SSNRI.
Ich würde gerne wissen, wer Dir diese Medikamente verschrieben hat. Das Cipramil war der Nervenarzt, und das Trevilor?
So, genug für heute - ich habe einen Beitrag in ein englischsprachiges Forum geschrieben, mal sehen, was die Mitglieder dort zu Deinem Problem sagen.
Bis demnächst Linda
Komme nicht weiter - Fragebogen
Verfasst: 17.10.2003 14:49
von Heidi
Liebe Linda,
vielen, vielen Dank für die Informationen. Es ist für mich ein Wahnsinn, so Stück für Stück Dinge zu erfahren, die mir nie ein Mensch (Arzt) gesagt hat, bzw. sagen würde. Das erstemal in meiner "Wahnsinnszeit" fühle ich mich richtig unterstützt und nicht allein gelassen!!!!
Zu Deinen Fragen:
Ich leide seit 7 Jahren an einem Erschöpfungszustand. Cipramil nehme ich 30 mg, seit 3 Jahren. Sie wurden mir von meinem ersten Nervenarzt verschrieben - wegen Depressionen (depressive Episode). Die Dosis hat über die Jahre geschwankt. Wenn es mir wieder schlecht ging hat er auf 40mg erhöht, ging es mir besser wieder auf 30 mg. Ich war auch schon mal auf 20 mg.
Ende des letzten Jahres ging es mir (trotz 30mg Cipramil) wieder so schlecht, dass ich zu ihm ging um ihm von den derzeitigen Problemen zu unterrichten. Auf die Frage, ob Cipramil denn das richtige Medikament für mich sei, sagte er, solche Sachen solle ich wohl besser ihm überlassen!!
Daraufhin hatten wir gewissen Spannungen und ich dachte mir (mein Vertrauen zu ihm war nun ganz weg), suche ich einen zweiten Nervenarzt auf. Das war Anfang des Jahres 2003.
Dieser Nervenarzt gab mir zunächst zu den Cipramil ein Medikament namens Ednorax. Das habe ich aber überhaupt nicht vertragen. Daraufhin hat er mir nun Trevilor verschrieben. Dabei hatte ich schon das Gefühl, dass es mir etwas besser ging?!
Die Zusammenbrüche (nervlich/psychisch?) waren zu Anfang meiner Erschöpfungserkrankung sehr, sehr schlimm. Es war die Hölle!!!! Das erste Jahr meiner Krankheit verbrachte ich fast nur im Bett weil ich so matt war und weinte und sinierte vor mich hin. Ich denke aber (im nachhinein) sind in dieser Zeit soviele Krankenhausaufenthalte, Ärzte, Homöophaten... mit ihren Meinungen auf mich draufgedonnert, da wusstest Du sowieso nichts mehr. Ich wußte nur es ging mir scheiße - irgendetwas stimmt nicht.
Diese Weinkrämpfe (aufgeben mögen) trieben mich soweit, dass ich eine gewisse Zeit sehr suizidgefährdet war. So wollte ich nicht mehr leben - auf keinen Fall. Meine Familie konnte mich nicht mehr alleine lassen, oder aus den Augen lassen. Tagtäglich habe ich mir gewünscht, nicht mehr aufzuwachen - nur um endlich Frieden zu finden.
Mit Einnahme von Cipramil wurden die Zusammenbrüche weniger. Seit Krankheitsbeginn vor ca. 7 Jahren komme ich nicht mal insgesamt auf eine Woche, wo ich sagen konnte: heute geht`s mir gut!!!! Jetzt ist es so, dass ich so ca. alle 7-10 Tage einen Tag mit Weinkrämpfen und Verzweiflung total flach liege und einfach nur noch aufgeben möchte.
Nach Zugabe von Trevilor meinte ich, nun ist es wieder ein Stück besser
(vielleicht Einbildung - vielleicht nicht). Aber an den regelmäßigen Zusammenbrüchen hat sich nichts geändert!!! Das einzige ist eben, dass sich nicht mehr so oft vorkommen.
Die Antriebslosigkeit (am schlimmsten morgens) empfinde ich erst wieder sehr schlimm seit ich Trevilor reduziere.
Zu meinen Tests kann ich Dir folgendes sagen:
Ich habe ja alle Arztberichte von der ersten Stunde an. Die ganzen Fachbegriffe kenn ich natürlich nicht, also weiß ich als Laie auch nicht, was denn nur alles untersucht wurde (vor allem über Bluttests).
Durch nachfragen bei den div. Ärzten weiß ich zumindest:
1. Ich habe kein AIDS
2. Ich habe kein Hepatitis
3. Ich habe keine Borreliose
4. Ich habe einen Durchseuchungstiter bei Eppstein-Barr-Virus und Herpes simplex.
5. Ich hatte ein CT vom Schädel = unauffällig
6. Ich habe keinen Vitaminmangel
7. Liquoruntersuchung = ohne Befund.
Durchseuchungstiter für Parovirus B12, Epstein-Barr-Virus, Herpes simplex-Virus (jeweils lgG positiv, lgM negativ). Die übrigen Routinelaborparameter einschl. BKS, Blutzuckertagesprofil, Fastentes, oraler Glucosetoleranztest, Blutbild, Serumwerte, Gerinnungsparameter, Vitamin B12 und Folsäure, HbA1C, Rheumafaktor, Eisenstoffwechselparameter, Acetylcholinrezeptor-Antikörper, ANA, ANCA, Doppelstrang-DNS-Antikörper, Varizella Zoster-Virus und Zytomegalie-Virus ergaben keinen auffälligen Befund.
Ebenfalls unauffällig: EKG, EMG, NLG, cranieller Doppler, cranielles MR-Tomogramm.
Ophthalmologiesches Konsil und Perimetrie:
Diskrete Hyperopie, Glaskörperdestruktionen bds., Akkommodationsbreite vermindert.
Vielleicht gibts auch noch andere Werte, aber die erkenne ich eben als Laie aus den Krankenhausberichten nicht. Ich führe Dir meine Krankengeschichte zeitlich geordnet auf, solltes Du darauf noch bestimmte Fragen haben, bin ich gerne bereit diese zu beantworten.
12.08.1996 - 15.08.1996 Kreiskrankenhaus Dingolfing
20.09.1996 Internistische Abklärung , ambulant
18.10.1996 - 11.11.1996 Kreiskrankenhaus Landshut-Achdorf
11.12.1996 - 18.03.1997 Psychosomatische Klinik St. Irmingard Prien/Chiemsee (14 Wochen)
09.06.1997 - 26.06.1997 Kreiskrankenhaus Mainburg
15.07.1997 - 31.07.1997 Neurologische Klinik, München rechts d. Isar
September 1997 Schlaflabor München
10.07.1998 - 29.09.1998 Psychosomatische Klinik St. Irmingard
30.11.1999 - 25.01.2000 Psychosomatische Klinik St. Irmingard.
Dazwischen hab ich mir das ganze Gebiss sanieren lassen, war bei Homöophaten, versch. Hausärzte....
Soll man da nicht verrückt werden???
Ich habe auch 2 Jahre EU-Rente bekommen, wegen meines desulaten Zustandes.
Liebe Grüße - Heidi -
Jetzt wissen wir aber Bescheid!
Verfasst: 17.10.2003 15:19
von Linda
So, jetzt fehlt uns nichts an Information!
Mit den ganzen Untersuchungswerten wird die Anne wahrscheinlich mehr anfangen können als ich. Wir warten noch Ihre Meinung ab.
Ich verstehe, dass Du verzweifelt bist. Kannst Du Dich zurückerinnern, ob Deine Erkrankung "übernacht" kam, oder war das eher schleichend?
Noch eine ganz simple Frage - wie sieht es mit Deinem Zyklus aus? Nimmst Du irgendwelche Hormonpräparate?
Ich muß mich noch jetzt in aller Ruhe Deine Nachricht durchgehen und melde mich wieder.
Linda
Komme nicht weiter
Verfasst: 17.10.2003 20:57
von Heidi
Liebe Linda,
ich weiß gar nicht, ob ich alle Ergebnisse aufgeschrieben habe, aber von meinen Krankenhausberichten kann ich nicht alles durchgeben, da würde ich nicht fertig. - Ich hoffe es reicht, um damit etwas anfangen zu können!!
Zu den Fragen:
Die Krankheit kam "übernacht"!!!! - Am darauffolgenden Tag beim Aufstehen war die Erschöpfung da. Ich dachte mir nichts dabei, als ich begann mich ins Büro zu schleppen. Vielleicht eine bevorstehende Grippe, - mal ein schlechter Tag, ... - bis es dann nicht mehr wegging und schlimmer und schlimmer wurde - Die Tür zur Hölle war geöffnet!!!
Mein Zyklus ist nicht regelmäßig (aber schon immer so). Ich nehme keine Hormonpräparate. Seit Einnahme der AD habe ich jedoch ca. 1 Woche vor Periodenbeginn eine depressive Fase. Das hatte vorher nie!!
Bis dann - Heidi -
Komme nicht weiter
Verfasst: 17.10.2003 21:15
von Heidi
Annelein,
ich weiß, dass der Epstein-Barr-Virus mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom in Verbindung gebracht wird. Aber selbst wenn es so ist, wird sich für mich nichts ändern. Für dieses CFS gibt es keine Medikamente.
In Deutschland ist CFS nicht als Krankheit anerkannt, in Amerika schon.
Es gibt einen Prof. Dr. Nix (ich glaube in einer Klinik in Mainz) als einen der wenigen, der sich in Deutschland mit dem CFS auseinandersetzt.
Soviel mein Wissensstand.
Grüße - Heidi -
AHA!!
Verfasst: 18.10.2003 17:43
von Linda
Irgendwie habe ich mir das schon gedacht.... es könnte wirklich sein, dass die Lösung zu Deinen Schwierigkeiten auf der hormonellen Ebene zu suchen ist. Das war nämlich bei der Jessica auch so - wegen einer Hormonstörung (kein LH, FSH) hatte sie keine Östrogene produziert, das kann (wie in den Wechseljahren) zu depressiven Symptomen usw. führen. Ich würde entweder einen Endokrinologen (er kann auch Deine Schilddrüsenwerte vorsichtshalber auch kontrollieren) oder einer guten Frauenärztin gehen. Lass Dich dort von A-Z abchecken. Seitdem Jessica einen Hormonpräparat nimmt (kein 2-Phasenpräparat, das kann auch depressive Symptome auslösen) sondern ein 1-Phasenpräparat, geht's ihr wieder wunderbar.
Versuch's einfach. Linda
Komme nicht weiter
Verfasst: 18.10.2003 19:00
von Heidi
Hallole,
Linda, ich werde mich am Montag sofort kundig machen, um an einen Endikrinologen zu kommen. Ich finde einen Versuch ist es auf alle Fälle wert!!!
Es geht mir beschissen. Ich habe von gestern auf heute ca. 14 Std. geschlafen und fühle mich wie wenn ich 2 Stunden Schlaf hätte. Meiner Hausarbeit komme ich auch nicht mehr nach. Manchamal habe ich nicht einmal die Kraft um einen Löffel zu halten.
Mein Mann sagt immer, leg dich hin - wenn`s der Körper braucht! - Schöne Einstellung - da kann ich gleich liegenbleiben. Jeder Tag ist anstrengend!!!
Ich habe (über Anne) mir im Internet (
www.fatigatio.de) über das Chronische Erschöpfungssyndrom gelesen. Ich finde vieles von dem trifft auch auf mich zu. (Dort ist ein Brief zu lesen von einem gew. Bek).
Auch diese Möglichkeit ziehe ich in Betracht. Aber selbst wenn diese Krankheit auf mich zutrifft, kann ich nicht viel machen, weil es nichts gibt!!
Liebe Grüsse - Heidi -
Absetzen
Verfasst: 18.10.2003 21:55
von Linda
Hallo Heidi, wie machst Du das dann jetzt mit dem Absetzen? Linda
Komme nicht weiter
Verfasst: 19.10.2003 12:27
von Heidi
Guten Morgen, Linda
ich und mein Mann haben uns nach längeren Unterhaltungen darauf abgestimmt, dass ich es noch eine Woche mit 37,5mg Trevilor versuche, aber Cipramil nicht erhöhe.
Mein Therapeut besteht zwischenzeitlich darauf, dass ich erhöhe, aber dann muss ich eben kurzfristig lügen.
Gruß Heidi
Komme nicht weiter
Verfasst: 19.10.2003 20:52
von Heidi
Hallo Anne,
9 Tage sind es jetzt mit 37,5mg Trevilor. Heute ging es mir ein bischen besser. Ich habe beschlossen, noch 1 Woche mit 37,5mg weiterzumachen, geht es dann nicht besser, muß ich eben nicht die Hälfte reduzieren, sondern erstmal 1/4 von den Tabletten nehmen.
Ich habe mit auch entschlossen, obwohl mein Therpeut darauf besteht die Cipramil zu erhöhen, dies nicht zu tun.
Mal sehen was kommt.
Eine Frage Anne, wann spreche ich von einer chronischen Infektion??
Obwohl der Eppstein-Barr-Virus oder Herpes simplex im Blut zu finden ist, heißt das doch nicht dass die Infektion intakt ist??
Das mit den Telefonnummern find ich voll lieb - DANKE
Hast Du eigentlich die Nachricht von Linda an mich gelesen von den Angaben und Aussagen von der Fa. Wyeth??? - Der Wahnsinn
Alles Liebe - Heidi -