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Paroxetin / Absetz-Countdown / 0 !!!
Verfasst: 13.04.2004 01:14
von Hippo
Hallo an alle,
so, ich bin seit gestern auf 0 !!!
Ich will nicht sagen, ich hab`s geschafft, dazu muß wohl noch einige Zeit ins Land gehen, aber ein gutes Gefühl ist es schon, nach so langer Zeit wieder "ohne" zu sein. Ich bin stolz auf meine Geduld und meine Disziplin und bedanke mich bei diesem Forum, daß ich jetzt erst mal soweit gekommen bin.
Ich werde natürlich sehr genau beobachten und auch hier berichten, wie sich die Absetzsymptome in der nächsten Zeit entwickeln. Momentan sind die "Zaps" (linksseitig, bei Augenbewegung) allgegenwärtig, dazu Schwächegefühle in Armen und Beinen, bzw. so eine Art Grippegefühl. Lästig, aber auszuhalten. Natürlich soll das alles irgenwann verschwinden, sonst werd ich evtl. wieder nervös...
Psychisch geht es mir ganz gut, hängt aber wohl auch mit den "äußeren Umständen" zusammen. Ich habe eh in der ganzen Absetzzeit darauf geachtet, daß mein Zustand nicht mit allzugroßen "Wallungen" (Stress, Veränderungen) belastet wird. Ich geb zu, daß ich evtl. auch emotional etwas auf "Standby" war, einerseits ist dies eine Wirkung des Medikaments, andererseits habe ich auch ein bißchen mehr auf MICH geachtet, es war mir einfach zu wichtig und hatte oberste Priorität.
Also, ich drück Euch allen die Daumen - vielleicht kann ich dem ein oder anderen ein bissel Mut machen.
Liebe Grüsse
Hippo
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20 mg von Juni - Okt. 02
abgesetzt in 2 Wochen (heftige Symptome

)
20 mg von Nov. 02 - Aug.03
15 mg Sept. & Okt.03
10 mg Nov 03/Dez.03/Jan.04
8 mg KW 8 ...
7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 mg
0 - seit Ostermontag
Verfasst: 13.04.2004 17:04
von Astrid
Hallo Hippo,
DANKE für´s Mut machen!!!
und
HERZLiCHEN GLÜCKWUNSCH!!!
Ich bin mal gerade erst bei meinem zweiten Schritt des Ausschleichens angelangt. Und ich merke ihn deutlich. Deshalb hilft mir jede Nachricht, so wie deine.
Ihr, die ihr es schon geschafft habt oder schon bei einer einstelligen Milligrammzahl angelangt seid, ihr seid für mich das Licht am Ende des Tunnels, die Wegweiser und zugleich die Mutmacher.
So wie du es von dir beschriebst, sorge auch ich für gute Randbedingungen. "Stand By" klingt gut. Ja, so ist es. Bloß nicht zu viel ansich rankommen lassen.
Wie hast du eigentlich die letzten mg-Schritte gemacht? Mit Krümeln oder Fluid?
Ich wünsche dir, dass sich auch die letzten Begleiterscheinungen verflüchtigen.
Herzlichst
Astrid
Verfasst: 14.04.2004 09:49
von Hippo
Hallo Astrid,
danke für Deine guten Wünsche.
Ja, "Standby" klingt vieleicht etwas zu "cool", es ist ja nicht so, daß ich nichts mehr fühlen will oder kann, aber z.B. Probleme anderer, da hab ich schon einen kleinen Schutzmechanismus eingeschaltet... Naja, Sachen, die man in jeder Verhaltenstherapie lernt, die aber gar nicht so einfach in den Alltag und ins Umfeld einzubringen sind. Und auch so eine Art eigene Zufriedenheit/Bescheidenheit, nach dem Motto, "Ich bin froh, daß es mir wieder einigermaßen gut geht", das will ich halten und stabilisieren, da müssen nicht jeden Tag wieder neue "tolle Dinge" passieren. Ich glaube, es ist legitim, hier ein wenig "gesunden Egoismus" an den Tag zu legen. Wenns einem richtig schlecht geht, ob Angst oder Depression, ist man noch "egoistischer", dann dreht sich alles nur noch um einen selbst.
Die letzten 10 mg habe ich mit Suspension und Einwegspritze dosiert, schmeckt nicht besonders, aber O.K., wär auch ein bissel viel verlangt...
Also, ich wünsche Dir und allen anderen weiterhin viel Geduld.
Wenn man das Licht am Ende des Tunnels sieht, kommt auch irgendwann die Ausfahrt.
Liebe Grüsse
Hippo
Verfasst: 18.04.2004 17:54
von Linda
Congratulations Hippo.
Danke für die Ermutigung!
Weiterhin alles Gute
Linda
Paroxetin / Absetz-Update / 10 Wochen auf 0
Verfasst: 05.07.2004 15:24
von Hippo
Hallo an Alle,
ich hoffe, ich habe jetzt lange genug abgewartet, um Euch einen "vorläufigen Zwischenstand" meines Befindens nach 12 Wochen ohne Paroxetin zu schildern.
Vorab - es geht mir "gut", heißt, auf jeden Fall nicht schlechter als mit Paroxetin (1,5 Jahre) oder während der Absetzzeit (8 Monate). Allerdings bin ich (noch) nicht symptomfrei. Die "Zaps" halten sich hartnäckig, werden aber gaaanz langsam schwächer und weniger, also auch hier weiter die Hoffnung auf die Zeit. Des weiteren habe ich öfter noch mit diesen "Schwächegefühlen" zu kämpfen, in Armen und Beinen (weiche Knie halt, wie bei einer Grippe), besonders nach dem Aufwachen bzw. nach Ruhezeit. Manchmal etwas Schwindel bzw. Gangunsicherheit, allerdings mein Ursprungssymptom.
Psychisch würde ich meinen Zustand als "stabil" bezeichnen - aber vor allem keine Angst (meine Ursprungserkrankung). Ansonsten meint meine Freundin, daß ich wieder mehr "ich" bin, was mich doch überraschte, da ich subjektiv eigentlich keine Persönlichkeitsveränderung wahrgenommen habe, aber O.K., auch Angst verändert wohl die Persönlichkeit. Werde meine Verhaltenstherapie um 15 Mal verlängern, um hier bei Bedarf noch etwas Rückhalt bekommen zu können.
Alles in allem bin ich also zufrieden, aber es ist schon nichts für ungeduldige Naturen.
Übrigens, dieses Forum ist ein sehr wichtiger Bestandteil, besonders für Leute, die wie ich - aus "Ärztefrust" - auf medizinisch "fachliche" Unterstützung verzichten.
Danke also an die "Betreiber" und Mitglieder.
Viele Grüsse & Alles Gute
Hippo
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20 mg von Juni - Okt. 02
abgesetzt in 2 Wochen (heftige Symptome )
20 mg von Nov. 02 - Aug.03
15 mg Sept. & Okt.03
10 mg Nov 03/Dez.03/Jan.04
8 mg KW 8 ...
7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 mg
0 - seit 12.04.04
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Paroxetin ist heilbar
Verfasst: 05.07.2004 15:59
von Oliver
Hallo Hippo.
Das freut uns denn dann doch

Deine Geduld hat sich ausgezahlt - und hoffentlich hat's sich bald auch ausgezappt ...
Weiterhin alles Gute
Oliver
Verfasst: 05.07.2004 16:19
von Uschi
Hallo Hippo,
danke für Deinen Beitrag, er macht auch mir und sicher vielen anderen Mut es auch noch zu schaffen!
Danke Dir!
Wünsch Dir weiterhin alles Gute
Uschi
Verfasst: 05.07.2004 22:38
von Linda
Hallo Hippo,
danke, dass Du Dich wieder meldest. Es freut mich richtig, dass das Forum Dir helfen konnte. Dafür habe ich mich eingesetzt, dass Deutschsprachige auch die gleiche Unterstützung bekommen, wie Jessica und ich sie in England hatten. Ich wünsche Dir, dass Deine Symptome bald verschwinden, und dass Dein Leben sich weiter so entwickelt, wie Du Dir das wünscht.
Liebe Grüße
Linda