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Verfasst: 28.09.2008 13:28
von Samy
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Verfasst: 28.09.2008 19:18
von mücke
Hallo Samy

Ich war oder bin Benzodiazepine Abhängig , bin eigentlich davon weg . Ich war die ersten Monate sehr großkotzig , ich sah nur meine Erfolge , ich hatte gute Erfolge auch , es ging aufwärts. Quasi jetzt nach längeren Monaten bin ich in ein Loch gefallen von einen Tag auf den anderen ! Ich konnte nicht mehr positiv denken , alles was ich gelernt hatte und mir half war weg !
Ich kann gar nichts dazu schreiben, weil du keine Angaben zu dem Benzo gemacht hast.
Was hast du genommen?
In welcher Dosierung?
Wie lange?
Wie reduziert?

Vielleicht wäre es besser gewesen ich wäre beim Benzo geblieben und hätte nur leicht reduziert ?!
Ein langsames Ausschleichen ist schon sinnvoll.
Dadurch wird dem Körper nach und nach der Stoff entzogen.
Das dauert zwar und erfordert viel Durchhaltevermögen, ist aber zu schaffen.
Wenn du von Entgiftung schreibst, was meinst du damit, eine stationäre Entgiftung?
Wenn ja, wie lange hat die gedauert?
Wie lang ist das her?

Mir fehlt der Power zum kämpfen ! Ich bin hin gefallen sozusagen und möchte am liebsten liegen bleiben ( Sinnbildlich gesehen ).
Das kann ich gut verstehen, aber das willst du doch eigentlich nicht, oder?


Ich habe jetzt mehr Fragen gestellt, als solche beantwortet.
Das muß aber sein, weil ich mir sonst kein Bild von der Situation machen kann.
Ich hoffe du verstehst das.


Gruss mücke

Verfasst: 28.09.2008 20:59
von Samy
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Verfasst: 28.09.2008 21:49
von Ulrich
Hallo Samy !

Um uns ein genaues Bild zu machen, mußt Du unbedingt Mückes Fragen beantworten, nur so können wir etwas dazu schreiben. Beantwortest hast Du nur wie schnell abgesetzt wurde.

Wie erging es Dir denn in den vergangenen jetzt 10 Monaten. Ging es Dir mal etwa 2 Monate ganz gut, oder durchgehend schlecht dann wieder besser usw.? wir brauchen unbedingt solche Angaben.

Zb. wenn Du nur 2-3 Monate Benzos genommen hättest und der Entzug wäre zb. nach 8 Wochen vorbei, dir geht es einigemaßen gut und das jetzt wäre der Anfang einer Depression!! ( Beispiel )

Lg Uli

Verfasst: 29.09.2008 08:18
von Zoey
So wie du schreibst klingt das wie eine schwere Depression, auch die kann diese Symptome verursachen, ein Benzoentzug sollte nach einem Jahr schon abgeschlossen sein, weitgehend. Es gibt im Forum einige Lösungsstrategien in den Archiven, schau dort mal nach, da ist vielleicht auch für dich ein gangbarer Weg dabei dich zu unterstützen und mehr Lebensqualität zu bekommen, wenn du von den Benzos mittlerweile weg bist, würde ich sie auch lassen, weil eigentlich hast du es ja bereits geschafft, du was für dich, LG Zoey

Verfasst: 29.09.2008 08:32
von chiara63
Hallo samy

was mir ebenfalls in deinem Posting fehlt: Hast du denn eine Therapie gemacht oder mal eine angedacht? Die Benzos und auch das Oppipramol hast du ja deshalb genommen, weil es dir schlecht ging. DAss du jetzt von den Benzos weg bist, ist ne tolle Leistung! Gratulation erstmal dazu! Ich glaub auch nicht, dass nach einem Jahr noch solche Entzugserscheinungen auftreten - aber da kenn ich mich zu wenig aus.

Für mich hört es sich auch sehr depressiv an - und da stellt sich die Frage, was Du unternehmen möchtest`? Es ist ja eine bestimmte "Grunderkrankung" dagewesen, als du Benzos nahmst - und ob sie therapeutisch behandelt wurde, bevor du den Entzug gemacht hast, fehlt mir auch in deinen Postings.

Du schreibst: "....alles, was ich gelernt habeund mir half, ist weg...." - klingt, als wenn du bereits VT gemacht hast? ABER - bitte glaub mir: DAs kann man auch wieder anfangen - es ist wie beim Autofahren - auch, wenn man lange nicht am Steuer saß, weiß man noch, wie es geht! Man braucht nur ne Menge GEduld - und das ist natürlich in deinem momentanen Zustand schwer, das kann ich nachvollziehen.

Und, WENN du bereits eine Therapie gemacht hast - viele sind jahrelang in Behandlung, da reichen meist keine 25 Stunden. Ich selbst bin bspw. mit Unterbrechungen seit 2001 in therapeutischer Begleitung - jetzt ist wohl die VT beendet - und ich schau mich nach einer tiefenpsychologischen Therapie um.

Warum darfst du denn die meisten ADs nicht nehmen? Wäre schön, wenn du nochmal ausführlicher schreiben könntest!

Liebe Grüße und alles Gute
Anja

Verfasst: 29.09.2008 09:17
von Ulrich
Hallo Zoey und Anja!

Gerade wenn man von hundert auf null in kürzester Zeit geht, können diese Benzoentzüge sehr sehr lange gehen. dann kommt es auf die Einnahmedauer, welches Medikament und Dosis an. Man kann es nicht glauben ich habe ja 30 Monate gebraucht, obwohl ich innerhalb 3 Wochen komplett entzogen
habe. Nur es gab keine Zeitspanne wo man sagen konnte, daß es mir mal
zb. drei Wochen am stück richtig gut ging. Und hier wäre es unbedingt wichtig um
gezielte Angaben von Samy. Die Zeitspanne bei mir soll anderen keine Angst machen, ist bei jedem unterschiedlich, nur wenn wir richtige Angaben haben,
zb. alle Symptome jetzt u. in der Vergangenheit könnten wir verhindern, daß der/ die Betroffene wieder zu andern Medikamenten greift, obwohl es villeicht nicht nötig wäre! Wenn es nach meinem Arzt gegangen wäre, hätte ich noch drei andere Medis nehmen sollen, habe das aber alles abgelehnt, da ich durch das Forum hier alle Entzugssymptome beim Benzoentzug kennenlernte und ich das zuordnen konnte!

Lg Uli

Verfasst: 29.09.2008 09:36
von chiara63
Hallo Ulrich

das ist echt der Hammer.....ich hab Tavor auch sehr lange Zeit genommen, allerdings anscheinend dann wohl, wenn ich das hier so lese, eine recht geringe Dosis von 5-höchstens 7mg. Ich hab stationär entzogen, und hatte offenbar Glück - denn bei mir war das in relativ kurzer "Zeit" erledigt. Ich hab allerdings auch unterstützend ein Ad gehabt.....

Ich denke aber trotzdem, dass ja die "Grunderkrankung", alsp Depression oder Ängste, sich zwar mit Benzos ja eine Zeitlang recht gut eindämmen lassen, aber dass da auf jeden Fall eine Therapie gemacht werden muss.

Liebe Grüße und sorry, das hab ich echt nicht gedacht, dass das so lange dauern kann.....

Anja

Verfasst: 29.09.2008 09:38
von Zoey
Ich bin ein "Verfechter" des kalten Entzugs im Gegensatz zu dem was sonst so empfohlen wird. Entzugserscheinungen bei einem kalten Entzug können in abgeschwächter Form wie du sagst bis zu 3 Jahre auftreten, sogenannte Flashbacks. Wie auch du, hab ich AD oder Neuroleptika als Alternative abgelehnt. Zu bedenken möchte ich geben, wie Chiara schon schrieb das man die Grunderkrankung berücksichtigen muss und nicht alles als Entzugserscheinung definiert. Ich habe bisher auch noch wenig gelesen über die bisherigen Lösungsansätze, die der User versucht hat alternativ zu den Medikamenten, eben PT, VT, Sport usw. , LG Zoey

Verfasst: 29.09.2008 10:03
von Ulrich
Ja so ist das, nur man muß erstmal abklären so wie Mücke und ich die Fragen
gestellt haben inwieweit es sich um die Grunderkrankung( ? ) oder evtle. Absetzsymptome handeln könnte. Präziese Angaben sind bei einem Arzt und bei uns genauso wichtig!!
Lg Uli

Verfasst: 29.09.2008 10:34
von Zoey
Seh ich auch so, wollte nur sagen, dass es auch von was anderem kommen könnte, aber da nicht viel bekannt ist, ist der User mal am Zug, lg Zoey

Verfasst: 29.09.2008 16:46
von Samy
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Verfasst: 29.09.2008 17:13
von chiara63
Bitte schreib doch mal etwas ausführlicher....es ist echt schwer, anhand deinen kurzen Beiträgen da etwas zu schreiben oder zu raten.

Den Namen der "Benzos" wissen wir immer noch nicht - auch einiges andere nicht. Welche Alternativen wurden denn von der Klinik geboten? Warum hat man denn so plötzlich abgesetzt? Da MUSS doch irgendwas noch an Alternativen geboten worden sein - man kann doch nicht einfach jemanden entziehen - und dann "schau zu, wie du einig wirst". Also Therapie, ADs, Notfallmedis, etc.

Was meint Dein Arzt dazu? Was schlägt er vor? Warum verträgst du keine anderen Ads? Wann fing das Zittern an, wie lief die erste Zeit nach dem abrupten Entzug?

Sorry - aber es ist wirklich schwer, wenn du nicht schreibst, was gewesen ist, sondenr immer nur "kleine Bröckchen" - dir in irgendeiner Form zu raten, was zu tun ist oder was es sein könnte.....

Schreib einfach mal, wie das alles begonnen hat, was passiert ist und wie das letzte Jahr ohne Benzos gelaufen ist. Bitte beantworte in dienem nächsten Posting mal genau die Fragen - nur so kann man weitersehen.

Ich glaube, es gibt einige, die helfen können - aber wie Ulrich schon sagte, nur, wenn man weiß, was gewesen ist.

LG Anja

Verfasst: 29.09.2008 17:18
von Alraune
Hallo Samy,

welches Benzo hast du denn genommen? Ich habe einen langsamen Entzug von einem Jahr hinter mir.
Ich habe mindestens 3 Jahre lang von 3mg bis zu 12 Stück Alprazolam zu je 1mg genommen... ich dachte auch, ich würde nie wieder zum "normalen" Leben übergehen können. Ich mache nebenher noch eine Gesprächstherapie, die Termine kann ich so legen wie ich sie brauche. Am Anfang 2x die Woche, wenns mir schlecht ging konnte ich anrufen und vorbeikommen. Jetzt machen wir die Termine nach Bedarf. So wie es mir recht ist.

Ich bin seit Ende August ganz auf 0. Habe aber auch noch kein Flashback gehabt, und seither null Entzugserscheinungen.

Vielleicht war dein Entzug zu abrupt?

Verfasst: 29.09.2008 17:35
von Samy
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Verfasst: 29.09.2008 20:09
von Zoey
Spezielle Angst Therapien gibts hier weniger, d.h solche die auch Erfolge nachweisen können und speziell auf Angst geschult sind !
Wo ist hier?
Aber ich hatte schon mal bei einer Psychologin eine Therapie gehabt , aber viel geholfen hatte es nicht.
Welche Therapieform war das? Der Erfolg einer Therapie hängt ebenso stark vom Engagement des Klienten ab.
In dem Punkt bin ich getrennter Meinung , beim einen schlagen Therapien gut an und bei anderen gar nicht !
Was hast du denn beigetragen zum Erfolg deiner Therapie?
Ich weiß auch nicht wie das so ist für den Körper 8 Jahre Benzos und dann binnen paar Tagen alles weg ?
Ich dachte, bist schon einige Monate weg von den Benzos? Bei einer so langen Einnahme dauert es sicherlich länger bis der Körper sich wieder in der Waage befindet, das muss man Geduld haben.
Innerliches Zittern zeitweise deutet halt auf Entzugserscheinungen hin würde ich mal sagen ?
Innerliches Zittern, was meinst du damit, ich kann mir unter dem Begriff nichts vorstellen, äußerliches Zittern sind unter anderem Entzugserscheinungen, wobei nach einem Jahr diese in der Form nicht mehr auftreten sollten, auch bei einer so langen Einnahme nicht.
Was möchtest du denn gerne für Therapie machen? Hast du eine Drogenberatungsstelle in der Nähe deines Wohnortes? Warum hast du die Benzos genommen, so lange? Welcher Arzt verschreibt paketeweise Lexotanil? Kann nur für mich sprechen, als es zu viel wurde bekam ich nichts mehr, das war zwar auch nicht angenehm, aber ein Anstoß was dagegen zu tun. Ich hoffe du siehst meine Worte nicht als Provokation, ich würde einfach gerne so wie andere auch hier dir helfen, aber da braucht man mehr Infos, lg Zoey

Verfasst: 29.09.2008 20:59
von Samy
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Verfasst: 29.09.2008 21:04
von chiara63
"Innerliches Zittern" habe ich des öfteren aufgrund meiner Angststörung und der Depressionen. Es sieht dir keiner an, dass du zitterst. Du hast aber das GEfühl, die fällt alles aus den Händen. Totale innere Unruhe irgendwie. Wie gesagt - das kenn ich aber nicht vom Entzug.

Beim Tavorentzug konnte ich dagegen meine Kaffeetasse nicht mehr festhalten, hatte Schweißausbrüche ohne Ende, so dass ich dreimal in der Nacht das Nachthemd wechseln musste und über Nächte heftigste "reale Aöbträume", d.h., ich hab nicht wirklich geschlafen und trotzdem von allen möglichen Monstern, Gängstern und was weiß ich geträumt, die bei mir im Zimmer waren und mich umbringen wollten.

LG Anja

Verfasst: 30.09.2008 08:23
von Zoey
Hi Samy,
dann bist du am richtigen Weg, du bist einsichtig, dass der eingeschlagene Weg der falsche war und nun hast du gelernt und weißt wohin du gerne möchtest, so habe ich dich verstanden. Dauert eine Zeit und man muss sich selbst Zeit geben. Die Motive warum Menschen Benzodiazepin nehmen sind unterschiedlich aus meiner Sicht, einerseits Verdrängung, Beruhigung, gegen Ängste, gegen Muskelverspannungen, aus Trauer, aus Verlust..., wünsch dir, dass es dir bald besser geht, lg Zoey

Verfasst: 30.09.2008 17:30
von Samy
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