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jane doe's run
Verfasst: 01.10.2008 22:04
von jane doe
hi
seit 2 jahren leide ich an depressionen (f32.2), ich bin mittlerweile verrentet (eu).
zusätzlich habe ich, seit 20 jahren, noch eine persönlichkeitsstörung (64.0).
meine bisherigen ad (sertralin, mirtazapin, citalopram, venlafaxin, amitriptylin, bupropion) und anderes (lamotrigin, quietapin, amisulprid) haben mir außer hohen blutdruck und herzrasen keine verbesserung gebracht. mittlerweile nehme ich nichts mehr.
viele grüße
jane
Re: jane doe's run
Verfasst: 06.10.2008 18:32
von mücke
Hallo jane
Du bist ja auch schon eine Weile bei uns.
Ich hoffe du fühlst dich hier weiterhin gut aufgehoben.
Erzähl doch mal wie das so ohne Medikamente klappt.
Du hast ja woher eine ganze Menge geschluckt.
Gruss Mücke
Re: jane doe's run
Verfasst: 17.10.2008 11:28
von jane doe
hallo mücke,
es geht so. manchmal eben schlechter. mein hauptproblem ist, ich mache eine psychoanalyse, daß ich nicht wirklich verstanden habe wie die therapie funktioniert. ich habe bei wiki entsprechendes gelesen, werde aber weder daraus schlau, noch kann ich das mit meiner erfahrung in deckung bringen.
meisten bin ich dann so abgenervt, daß ich das ganze hischmeißen möchte, weil ich den eindruck habe, das das ganze sowieso nichts bringt.
liebe grüße
jane
Re: jane doe's run
Verfasst: 17.10.2008 11:44
von Marsupilami
Hallo jane doe,
meines Wissens nach geht es in der Psychoanalyse in erster Linie darum, erstmal herauszufinden, weshalb es Dir eigentlich schlecht geht. Wie es dann weitergeht, darüber habe ich schon unterschiedliche Sachen gelesen. Es gibt Vertreter, die die putzi-naive Einstellung vertreten, dass es einem, sobald einem bewusst ist, weshalb es einem schlecht, automatisch besser geht. Dann habe ich auch gelesen, dass die Psychoanalyse bestimmte Verfahren anwendet, um Erlebnisse aus der Kindheit nochmal durchzuarbeiten, damit man sich davon lösen kann. Aber wirklich etwas vorstellen kann ich mir nicht darunter. Ich finde es auch mal wieder typisch PT, dass irgend ein Zeug mit einem veranstaltet wird, von dem man selbst gar nicht kapiert, was und wie es einem helfen soll. Ich bin im Moment von meiner PT auch total frustriert, weil ich das Gefühl hab, dass das Alles nur kalter Kaffee ist, nur Schinderei, die nix bringt. Deshalb bin ich im Moment auch stark am Überlegen, ob ich mir das noch weiter antue. Ich finde es eher kontraproduktiv, wenn Menschen, denen es so dreckig geht wie Dir (und dass es Dir absolut dreckig gehen muss, sieht man ja daran, dass Du sonst sicher keine EU bekommen hättest) und die eh schon gar keine Energie mehr haben, auch noch welche für Therapien lassen, von denen sie nicht überzeugt sind. Schaffst Du es, den Thera mal darauf anzusprechen, dass Dir eigentlich gar nicht klar ist, was läuft und was das bringen soll? Es kann ja nicht im Sinne eines Therapeuten sein, dass der Klient nicht weiß, was er da macht und wozu, dann kann es doch gar keine Wirkung entfalten. Und wenn Du das Gefühl hast, es bringt Dir nix, dann solltest Du Dir überlegen, ob Du weitermachst. Denn ein oder zwei oder drei Jahre dreimal in der Woche irgendwohin zu gehen und das Ganze nur sinnlos zu finden, ich finde, so viel Energie hat man doch gar nicht mehr, da findest Du vielleicht eine andere Art von Therapie. Ein weiteres Problem ist ja auch das Kontingent, Du verschleuderst so viele Stunden undkriegst dann vielleicht nichts Anderes mehr bezahlt. Das ist auch ein wichtiger Aspekt.
Re: jane doe's run
Verfasst: 17.10.2008 12:09
von Marsupilami
Jane doe,
grade ist mir was eingefallen, vielleicht hilft Dir das. Ich fand das als Erklärung des Verfahrens der Psychoanalyse nicht schlecht.
http://www.swr.de/swr2/programm/sendung ... index.html
Gruß,
Marsu