Habe Angst... ...bin heute vielleicht Selbstmörder geworden
Verfasst: 19.04.2004 17:44
Hallo,
heute ist mir etwas sehr beunruhigendes widerfahren...
...ich hatte heute, wieder mal, einen Auramigräneanfall während ich Arbeiten war. Wer nicht weiß, was das ist: Zuerst sieht man auf einem Auge nix mehr, dann wird die linke Gesichtshälfte taub, dann der Arm.. ...usw., je nach Stärke des Anfalls. Hinterher hat man drei Tage rasende Kopfschmerzen.
Immer, wenn ich etwas stärkere Anfälle habe, bekomme ich irgendwann Todesangst. Eine Weile kann ich die Angst kontrollieren, aber dann bricht sie los. Dann frage ich mich, ist es diesmal vieleicht doch ein Hirnschlag? Werde ich sterben? Was passiert mit mir? Nun, heute passierte auf dem Höhepunkt der Angst plötzlich etwas sehr, sehr ungewohntes: Der Tod war mir plötzlich gleichgültig. Es wäre mir in diesem Moment egal gewesen, wenn ich jetzt sterbe. Denn ich dachte plötzlich an das ganze Sammelsurium von körperlichen und psychischen Marotten, die ich schon ewig mit mir herumschleppe. Dachte daran, daß ich mich kaum mal einen Tag in meinem Leben körperlich wirklich wohl gefühlt haben. Zumindest seit meiner Kindheit nicht mehr. Jeden Morgen fühle ich mich grauenhaft. Ich beneide die Morgenmenchschen Aufrichtig. Mir ist morgends erst mal schlecht und schwindlig. Ich leide immer wieder unter Extrasystolen. Ich kann nicht schlafen und bin immer, immer so müde. Mit sieben bekam ich eine Schilddrüsenunterfunktion und wurde fett, träge und faul. Ich leide an Reflux, ohne Medikamente könnte ich fast überhaupt nichts essen. (Mit den Tablette geht, Gott sei Dank, aber fast alles...). Mein Rücken und mein Genick sind bereits seit meiner Jugend so verspannt, daß ich regelmäßig mörderische Kopfschmerzen bekomme. Bei jedem Wetterweschsel fährt mein Kreislauf Karussel. Ich habe Bluthochdruck. Früher war ich ständig krank, Gruppe oder Erkältung.
Sozial bin ich ein Idiot. Ich war es schon immer. Wenn meine Eltern mich nicht mit ihrn Eheproblemen quälten, dann war ich bestimmt in der Schule oder im Kindergarten mal wieder gedemütigt worden. Ich war nie gut in der Schule. Ich war noch nie in irgendwas gut. Ich bin in meinem Job nicht gut. Die Gruppenleiterstelle, die ich mir gewünscht hatte, und die man mir in Aussicht gestellt hatte, wird ein anderer bekommen. Ehrlich gesagt: Ich hab sie auch nicht verdient. Ich muß froh sein, wenn ich nicht bald hochkant ´rausfliege. Außerdem habe ich Angst. Immer wieder diese Angst. mal stärker, mal schwächer. Ja, im Moment kann man es aushalten, all diese Marotten kann man aushalten. Aber... ...ich muß jetzt seit zig jahren jeden Tag irgendwas aushalten. Und eigentlich bin ich kerngesund. Sagen zumindest die Ärzte. Alles keine lebensbedrohlichen Probleme. Ich habe keinen Krebs, ich habe kein Aids, ich sollte eigentlich zufrieden sein. Trotzdem geht´s mir dreckig. Jeden scheiss Tag. Aber ich dachte immer, da kommt noch was im Leben, mach was aus dem Leben, das wird alles anders. Und jetzt? Mir tut noch immer alles weh, ich bin sozial immer noch ein Idiot, ich habe noch immer Angst, es ist alles, wie es immer war.
Bisher, da musste ich nur daran denken, daß ich den nächsten Teller Carpacio verpasse, wenn ich mich jetzt umbringe, besser gesagt, es war nie ein Gedanke daran verschwendet, diesen Weg zu gehen. Ich hatte panische Angst vor dem Tod. ...versteht mich nicht falsch, ich habe da nix konkretes vor in der Richtung... ...nur, heut Morgen, da war das plötzlich wie ein Blitz in meinem Kopf: Entspann´dich... ...leg dich hin... ...wenn du jetzt tatsächlich stirbst, dann hast Du alles hinter dir. Lass es geschehen, es ist angenehm, wie einschlafen... ...keine Sorgen, keine Schmerzen mehr. Und das hat mir dann Angst gemacht... ... es war, als lockte mich da etwas. Ich habe Angst, das es stärker wird, daß es irgendwann mal an mir zerrt und zieht, und daß ich dann vielleicht nachgebe...
...versteht ihr? Der Tod war für mich nie, nie, nie eine Alternative. Mein Herzenswunch wäre es, tausend Jahre Leben zu dürfen. Ich habe nie wo etwas wie heute verspürt... ...da kochten die ganzen, miesen 35 Jahre hoch, die ich hatte. Ich hab Angst... ...dabei ist mir doch nie was wirklich schlimmes passiert. Mir ist noch nie ein lieber Mensch in jungen Jahren weggestorben, man hat mich nicht missbraucht oder misshandelt, ich hab immer genug Geld gehabt... ....warum geht´s mir dann so mies? Ich hab mich mit vier Psychofuzzis unterhalten, habe bestimmt die Jahresproduktion einer kleineren Chemiefabrik an Medikamenten jeder Art geschluckt... ....warum bin ich nur so verdreht?
heute ist mir etwas sehr beunruhigendes widerfahren...
...ich hatte heute, wieder mal, einen Auramigräneanfall während ich Arbeiten war. Wer nicht weiß, was das ist: Zuerst sieht man auf einem Auge nix mehr, dann wird die linke Gesichtshälfte taub, dann der Arm.. ...usw., je nach Stärke des Anfalls. Hinterher hat man drei Tage rasende Kopfschmerzen.
Immer, wenn ich etwas stärkere Anfälle habe, bekomme ich irgendwann Todesangst. Eine Weile kann ich die Angst kontrollieren, aber dann bricht sie los. Dann frage ich mich, ist es diesmal vieleicht doch ein Hirnschlag? Werde ich sterben? Was passiert mit mir? Nun, heute passierte auf dem Höhepunkt der Angst plötzlich etwas sehr, sehr ungewohntes: Der Tod war mir plötzlich gleichgültig. Es wäre mir in diesem Moment egal gewesen, wenn ich jetzt sterbe. Denn ich dachte plötzlich an das ganze Sammelsurium von körperlichen und psychischen Marotten, die ich schon ewig mit mir herumschleppe. Dachte daran, daß ich mich kaum mal einen Tag in meinem Leben körperlich wirklich wohl gefühlt haben. Zumindest seit meiner Kindheit nicht mehr. Jeden Morgen fühle ich mich grauenhaft. Ich beneide die Morgenmenchschen Aufrichtig. Mir ist morgends erst mal schlecht und schwindlig. Ich leide immer wieder unter Extrasystolen. Ich kann nicht schlafen und bin immer, immer so müde. Mit sieben bekam ich eine Schilddrüsenunterfunktion und wurde fett, träge und faul. Ich leide an Reflux, ohne Medikamente könnte ich fast überhaupt nichts essen. (Mit den Tablette geht, Gott sei Dank, aber fast alles...). Mein Rücken und mein Genick sind bereits seit meiner Jugend so verspannt, daß ich regelmäßig mörderische Kopfschmerzen bekomme. Bei jedem Wetterweschsel fährt mein Kreislauf Karussel. Ich habe Bluthochdruck. Früher war ich ständig krank, Gruppe oder Erkältung.
Sozial bin ich ein Idiot. Ich war es schon immer. Wenn meine Eltern mich nicht mit ihrn Eheproblemen quälten, dann war ich bestimmt in der Schule oder im Kindergarten mal wieder gedemütigt worden. Ich war nie gut in der Schule. Ich war noch nie in irgendwas gut. Ich bin in meinem Job nicht gut. Die Gruppenleiterstelle, die ich mir gewünscht hatte, und die man mir in Aussicht gestellt hatte, wird ein anderer bekommen. Ehrlich gesagt: Ich hab sie auch nicht verdient. Ich muß froh sein, wenn ich nicht bald hochkant ´rausfliege. Außerdem habe ich Angst. Immer wieder diese Angst. mal stärker, mal schwächer. Ja, im Moment kann man es aushalten, all diese Marotten kann man aushalten. Aber... ...ich muß jetzt seit zig jahren jeden Tag irgendwas aushalten. Und eigentlich bin ich kerngesund. Sagen zumindest die Ärzte. Alles keine lebensbedrohlichen Probleme. Ich habe keinen Krebs, ich habe kein Aids, ich sollte eigentlich zufrieden sein. Trotzdem geht´s mir dreckig. Jeden scheiss Tag. Aber ich dachte immer, da kommt noch was im Leben, mach was aus dem Leben, das wird alles anders. Und jetzt? Mir tut noch immer alles weh, ich bin sozial immer noch ein Idiot, ich habe noch immer Angst, es ist alles, wie es immer war.
Bisher, da musste ich nur daran denken, daß ich den nächsten Teller Carpacio verpasse, wenn ich mich jetzt umbringe, besser gesagt, es war nie ein Gedanke daran verschwendet, diesen Weg zu gehen. Ich hatte panische Angst vor dem Tod. ...versteht mich nicht falsch, ich habe da nix konkretes vor in der Richtung... ...nur, heut Morgen, da war das plötzlich wie ein Blitz in meinem Kopf: Entspann´dich... ...leg dich hin... ...wenn du jetzt tatsächlich stirbst, dann hast Du alles hinter dir. Lass es geschehen, es ist angenehm, wie einschlafen... ...keine Sorgen, keine Schmerzen mehr. Und das hat mir dann Angst gemacht... ... es war, als lockte mich da etwas. Ich habe Angst, das es stärker wird, daß es irgendwann mal an mir zerrt und zieht, und daß ich dann vielleicht nachgebe...
...versteht ihr? Der Tod war für mich nie, nie, nie eine Alternative. Mein Herzenswunch wäre es, tausend Jahre Leben zu dürfen. Ich habe nie wo etwas wie heute verspürt... ...da kochten die ganzen, miesen 35 Jahre hoch, die ich hatte. Ich hab Angst... ...dabei ist mir doch nie was wirklich schlimmes passiert. Mir ist noch nie ein lieber Mensch in jungen Jahren weggestorben, man hat mich nicht missbraucht oder misshandelt, ich hab immer genug Geld gehabt... ....warum geht´s mir dann so mies? Ich hab mich mit vier Psychofuzzis unterhalten, habe bestimmt die Jahresproduktion einer kleineren Chemiefabrik an Medikamenten jeder Art geschluckt... ....warum bin ich nur so verdreht?