Vorstellung ricarda41
Verfasst: 07.10.2008 10:33
Hallo zusammen,
Ich möchte mich hier erst einmal vorstellen.
Seit 2003 bin ich eifrige Mitleserin in diesem Forum. Es hat mir in diesen Jahren immer wieder sehr geholfen hier Informationen zu bekommen.
Aber erst einmal von Anfang an.
Im Jahre 1993 habe ich das erste Mal ein Panikattacke gehabt. Ich habe nach einer Veranstaltung in einem Bus gesessen, draußen hat es Gewittert, die Luft war feucht und ich hatte das Gefühl ich bekommen keine Luft mehr. Meine Mutter ist dann mit mir zur Ärztin gefahren, die mich inhalieren lassen hat. Da habe ich dann meine ersten Erfahrungen mit Hyperventilation machen dürfen. Ich muss dazu sagen - zu dieser Zeit hatte ich eine spastische Bronchitis und eine Kehlkopfentzündung - was das Atmen natürlich an sich schon erschwert hat.
Nach 3 Monaten ständiger Todesangst bin ich endlich an einen Arzt - natürlich wieder im Notdienst - geraten, der erkannt hat, was los ist. Er hat mir erst einmal für 5 Tabe durazanil (Bromazepam) verordnet. Es war in dem Moment eine wahnsinnige Erleichterung, als der Druck auf dem Brustkorb nach 3 Monaten endlich nachgelassen hat.
Von einen Neurologen, den ich dann auf Anraten des Arztes aufgesucht habe, habe ich dann Opipramol verschrieben bekommen. Diese Medikament hat mich die ersten Wochen wahnsinnig müde gemacht und ich konnte kaum aufstehen um meinen Pflichten nachzukommen.
Zu dieser Zeit waren meine Kinder 1 und 5 Jahre alt.
Nach 4 Monaten hatte ich 16 Kílo zugenommen, aber meine Panikattacken hatte ich mit dem Durazanil als Bedarfmedikament halbwegs im Griff.
Irgendwann im Jahre 1997 habe ich dann versucht, dieses Opipramol abzusetzten. Nach 6 Monaten kamen die Attacken wie auf den Leib geschmissen wieder zurück.
Mein Hausarzt hat mir dann eine ganze Weile einmal wöchentlich Imap gespritzt, welches ich aber nicht vertragen habe. So nach der 3. Spritze ging es los, dass mir immer 2 Tage nach Verabreichung so schwindelig war, dass ich kaum auf den Beinen stehen konnte.
So habe ich dann wieder auf Opipramol umgestellt.
Im Frühjahr 2003 habe ich trotz Opipramol wieder verstärkt Schwierigkeiten mit Atemnot und Panikattacken gehabt, worauf mir mein Hausarzt für morgens Cipramil verschrieben hat. Die ersten 3 Wochen mit diesem Medikament waren die Hölle: ich war dermaßen überdreht, dass ich die ersten 3 Wochen zusätzlich Durazanil nehmen musste um halbwegs leben zu können. Irgendwann hatte ich mich an dieses Medikament gewöhnt. (?)
Dann im September 2003 stellte sich ein fürchterlicher Juckreiz am ganzen Körper ein. Auf meiner Suche im Internet, ob dieses von dem Cipramil kommen könnte, bin ich auf diese Forum (damals noch adfd).
Ich war schockiert, als ich gelesen habe, was alles von diesem Medikament kommen kann und wie schwierig es sein kann, dieses wieder abzusetzten. Ich habe dann ganz langsam von Oktober bis Ende Dezember das Medikament Schritt für Schritt abgesetzt. Jeder Schritt bedeutete Schwindel, Kopfschmerzen, ich hätte ständig weinen können. Wenn ich meinen Kopf gedreht habe, hatte ich immer das Gefühl, mein Gehirn braucht etwas länger um sich auch zu drehen.
Ab dem 31.12.2003 habe ich keine Cipramil mehr genommen. Die nächsten Monate war ich sehr labil, bin bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausgebrochen, war aggressiv und dann wieder depressiv. Ich habe in dieser Zeit sehr häufig die Durazanil genommen.
Bis zum Sommer 2007 habe ich dann weiterhin mein Opipramol genommen und immer in Phasen als es mir schlecht ging das Durazanil. Heute muss ich rückblickend feststellen, dass ich bei jeder Kleinigkeit die mir in die Quere kam zu dem Durazanil gegriffen habe.
Durch persönliche Schwierigkeiten eine Partnerschaft betreffend, war ich im Sommer 2007 an einem Punkt angelangt, wo ich einfach nicht mehr konnte.
Ich stand an der Straße und habe wirklich einen Augenblick überlegt einfach einen Schritt nach vorne zu tun und alles hat ein Ende. Ich denke mal, ich hätte es nicht getan, da ich ja meine Kinder habe, für dich ich da sein muss. Sie waren zu der Zeit 15 und 18 Jahre alt.
Zeitgleich hatte ich kurz vorher Kontakt zu einem Neurologen aufgenommen und in die Wege geleitet, dass ich noch 14 Jahren doch endlich mal eine Verhaltenstherapie machen wollte.
Nach ich unmittelbar nach diesen Gedanken meinen Neurologen aufgesucht habe und ihm gesagt habe, dass ich Hilfe brauche, hat er mir die Überweisung für eine Klinik ausgestellt, bei der ich zuvor schon einen Aufnahmetermin (2 Tage später) vereinbart hatte.
Das erste, was ich in der Klinik bekam, war Mirtazipin. (30mg) und abends eine Schlaftablette.
(Für die Einnahme dieser Schlaftablette hat man mich sogar um 22 Uhr aus dem tiefsten Schlaf gerissen)
Mir war nach 5 Tagen in dieser Klinik klar, dass ich dort nicht richtig aufgehoben bin. Ich braucht keinen geregelten Tagesablauf lernen - den hatte ich durch meine Arbeit und meine Kinder sowieso immer.
Wie gesagt, nach 5 Tagen bin ich wieder nach Hause gegangen - mit den 30 mg jeden Abend.
Ich habe in den ersten 3 Wochen fast den ganzen Tag geschlafen. Ich wurde kaum mal richtig wach. 1 Woche bevor ich wieder arbeiten musste/wollte, habe ich auf 15 mg reduziert, da ich ja, wenn ich arbeiten gehe nicht den ganzen Tag schlafen konnte.
Diese Reduzierung hat mir nichts ausgemacht.
Im September 2007 habe ich eine Verhaltenstherapie begonnen. Ich hatte verdammt viel Glück, dass ich so schnell einen Termin bekommen hatte.
So nach und nach habe ich von September 2007 bis Februar 2008 20 kg zugenommen. Das hat mich wahnsinnig belastet. Das Medikament selber hat mir schon ganz gut geholfen zu der Zeit, aber die Gewichtszunahme war nicht mehr zu ertragen. So habe ich dann mit Hilfe dieses Forums wieder angefangen abzusetzten. Ich habe von Februar 2008 bis Mitte Juli 2008 in ganz kleinen Schritte (krümmelchenweise) abgesetzt. Jeder Schritt war 2 - 3 Wochen lang spürbar - ich wurde agressiv, hatte Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen - kurz, ich fühlte mich ständig so, als wenn ich eine dicke Grippe in den Knochen hatte.
Eine Woche vor meinem Jahresurlaub habe ich dann das letzte Krümmelchen genommen.
Zu den ständingen Schmerzen kam dann auch noch die Schlaflosigkeit. 3 Wochen lang hatte ich arge Schwierigkeiten abends einzuschlafen. Oft habe ich bis 3 oder 4 Uhr morgens wach gelegen ehe ich einschlafen konnte. "Gott sei Dank" hatte ich Urlaub.
Nach meinem Urlaub hatte es sich soweit gelegt, dass ich wieder schlafen konnte.
In der Zeit meiner "Absetzerscheinungen" hat es mir immer wieder sehr geholfen, hier nachzulesen, dass all meine Beschwerden von der Reduzierung kommen können.
Durch meine Therapie, die jetzt im Oktober 2008 endet, und mit Hilfe diese Forums habe ich es geschafft und weiß auch, dass ich mich auf diese Medikamente nicht wieder einlasse.
Nur das Opipramol ist immer noch übrig. Morgens 50 und abends 100 mg. Aber ich werde mal - mit Hilfe dieses Forums auch das noch schaffen. Aber ich brauche einfach die Tipps, Anregungen und Texte von anderen Menschen, die in der gleichen Situation sind.
Ich möchte mich hier erst einmal vorstellen.
Seit 2003 bin ich eifrige Mitleserin in diesem Forum. Es hat mir in diesen Jahren immer wieder sehr geholfen hier Informationen zu bekommen.
Aber erst einmal von Anfang an.
Im Jahre 1993 habe ich das erste Mal ein Panikattacke gehabt. Ich habe nach einer Veranstaltung in einem Bus gesessen, draußen hat es Gewittert, die Luft war feucht und ich hatte das Gefühl ich bekommen keine Luft mehr. Meine Mutter ist dann mit mir zur Ärztin gefahren, die mich inhalieren lassen hat. Da habe ich dann meine ersten Erfahrungen mit Hyperventilation machen dürfen. Ich muss dazu sagen - zu dieser Zeit hatte ich eine spastische Bronchitis und eine Kehlkopfentzündung - was das Atmen natürlich an sich schon erschwert hat.
Nach 3 Monaten ständiger Todesangst bin ich endlich an einen Arzt - natürlich wieder im Notdienst - geraten, der erkannt hat, was los ist. Er hat mir erst einmal für 5 Tabe durazanil (Bromazepam) verordnet. Es war in dem Moment eine wahnsinnige Erleichterung, als der Druck auf dem Brustkorb nach 3 Monaten endlich nachgelassen hat.
Von einen Neurologen, den ich dann auf Anraten des Arztes aufgesucht habe, habe ich dann Opipramol verschrieben bekommen. Diese Medikament hat mich die ersten Wochen wahnsinnig müde gemacht und ich konnte kaum aufstehen um meinen Pflichten nachzukommen.
Zu dieser Zeit waren meine Kinder 1 und 5 Jahre alt.
Nach 4 Monaten hatte ich 16 Kílo zugenommen, aber meine Panikattacken hatte ich mit dem Durazanil als Bedarfmedikament halbwegs im Griff.
Irgendwann im Jahre 1997 habe ich dann versucht, dieses Opipramol abzusetzten. Nach 6 Monaten kamen die Attacken wie auf den Leib geschmissen wieder zurück.
Mein Hausarzt hat mir dann eine ganze Weile einmal wöchentlich Imap gespritzt, welches ich aber nicht vertragen habe. So nach der 3. Spritze ging es los, dass mir immer 2 Tage nach Verabreichung so schwindelig war, dass ich kaum auf den Beinen stehen konnte.
So habe ich dann wieder auf Opipramol umgestellt.
Im Frühjahr 2003 habe ich trotz Opipramol wieder verstärkt Schwierigkeiten mit Atemnot und Panikattacken gehabt, worauf mir mein Hausarzt für morgens Cipramil verschrieben hat. Die ersten 3 Wochen mit diesem Medikament waren die Hölle: ich war dermaßen überdreht, dass ich die ersten 3 Wochen zusätzlich Durazanil nehmen musste um halbwegs leben zu können. Irgendwann hatte ich mich an dieses Medikament gewöhnt. (?)
Dann im September 2003 stellte sich ein fürchterlicher Juckreiz am ganzen Körper ein. Auf meiner Suche im Internet, ob dieses von dem Cipramil kommen könnte, bin ich auf diese Forum (damals noch adfd).
Ich war schockiert, als ich gelesen habe, was alles von diesem Medikament kommen kann und wie schwierig es sein kann, dieses wieder abzusetzten. Ich habe dann ganz langsam von Oktober bis Ende Dezember das Medikament Schritt für Schritt abgesetzt. Jeder Schritt bedeutete Schwindel, Kopfschmerzen, ich hätte ständig weinen können. Wenn ich meinen Kopf gedreht habe, hatte ich immer das Gefühl, mein Gehirn braucht etwas länger um sich auch zu drehen.
Ab dem 31.12.2003 habe ich keine Cipramil mehr genommen. Die nächsten Monate war ich sehr labil, bin bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausgebrochen, war aggressiv und dann wieder depressiv. Ich habe in dieser Zeit sehr häufig die Durazanil genommen.
Bis zum Sommer 2007 habe ich dann weiterhin mein Opipramol genommen und immer in Phasen als es mir schlecht ging das Durazanil. Heute muss ich rückblickend feststellen, dass ich bei jeder Kleinigkeit die mir in die Quere kam zu dem Durazanil gegriffen habe.
Durch persönliche Schwierigkeiten eine Partnerschaft betreffend, war ich im Sommer 2007 an einem Punkt angelangt, wo ich einfach nicht mehr konnte.
Ich stand an der Straße und habe wirklich einen Augenblick überlegt einfach einen Schritt nach vorne zu tun und alles hat ein Ende. Ich denke mal, ich hätte es nicht getan, da ich ja meine Kinder habe, für dich ich da sein muss. Sie waren zu der Zeit 15 und 18 Jahre alt.
Zeitgleich hatte ich kurz vorher Kontakt zu einem Neurologen aufgenommen und in die Wege geleitet, dass ich noch 14 Jahren doch endlich mal eine Verhaltenstherapie machen wollte.
Nach ich unmittelbar nach diesen Gedanken meinen Neurologen aufgesucht habe und ihm gesagt habe, dass ich Hilfe brauche, hat er mir die Überweisung für eine Klinik ausgestellt, bei der ich zuvor schon einen Aufnahmetermin (2 Tage später) vereinbart hatte.
Das erste, was ich in der Klinik bekam, war Mirtazipin. (30mg) und abends eine Schlaftablette.
(Für die Einnahme dieser Schlaftablette hat man mich sogar um 22 Uhr aus dem tiefsten Schlaf gerissen)
Mir war nach 5 Tagen in dieser Klinik klar, dass ich dort nicht richtig aufgehoben bin. Ich braucht keinen geregelten Tagesablauf lernen - den hatte ich durch meine Arbeit und meine Kinder sowieso immer.
Wie gesagt, nach 5 Tagen bin ich wieder nach Hause gegangen - mit den 30 mg jeden Abend.
Ich habe in den ersten 3 Wochen fast den ganzen Tag geschlafen. Ich wurde kaum mal richtig wach. 1 Woche bevor ich wieder arbeiten musste/wollte, habe ich auf 15 mg reduziert, da ich ja, wenn ich arbeiten gehe nicht den ganzen Tag schlafen konnte.
Diese Reduzierung hat mir nichts ausgemacht.
Im September 2007 habe ich eine Verhaltenstherapie begonnen. Ich hatte verdammt viel Glück, dass ich so schnell einen Termin bekommen hatte.
So nach und nach habe ich von September 2007 bis Februar 2008 20 kg zugenommen. Das hat mich wahnsinnig belastet. Das Medikament selber hat mir schon ganz gut geholfen zu der Zeit, aber die Gewichtszunahme war nicht mehr zu ertragen. So habe ich dann mit Hilfe dieses Forums wieder angefangen abzusetzten. Ich habe von Februar 2008 bis Mitte Juli 2008 in ganz kleinen Schritte (krümmelchenweise) abgesetzt. Jeder Schritt war 2 - 3 Wochen lang spürbar - ich wurde agressiv, hatte Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen - kurz, ich fühlte mich ständig so, als wenn ich eine dicke Grippe in den Knochen hatte.
Eine Woche vor meinem Jahresurlaub habe ich dann das letzte Krümmelchen genommen.
Zu den ständingen Schmerzen kam dann auch noch die Schlaflosigkeit. 3 Wochen lang hatte ich arge Schwierigkeiten abends einzuschlafen. Oft habe ich bis 3 oder 4 Uhr morgens wach gelegen ehe ich einschlafen konnte. "Gott sei Dank" hatte ich Urlaub.
Nach meinem Urlaub hatte es sich soweit gelegt, dass ich wieder schlafen konnte.
In der Zeit meiner "Absetzerscheinungen" hat es mir immer wieder sehr geholfen, hier nachzulesen, dass all meine Beschwerden von der Reduzierung kommen können.
Durch meine Therapie, die jetzt im Oktober 2008 endet, und mit Hilfe diese Forums habe ich es geschafft und weiß auch, dass ich mich auf diese Medikamente nicht wieder einlasse.
Nur das Opipramol ist immer noch übrig. Morgens 50 und abends 100 mg. Aber ich werde mal - mit Hilfe dieses Forums auch das noch schaffen. Aber ich brauche einfach die Tipps, Anregungen und Texte von anderen Menschen, die in der gleichen Situation sind.