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SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 24.10.2008 00:00
von Seroxatuserin
Diagnosen: selektiver Mutismus, ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung, narzisstische Neurose, Zwanghaftigkeit.
Ich weiß nicht, wie ich jetzt von 80mg, wo ich gerade bin, wieder auf 60mg (Höchstdosis) runter wieder runterkommen soll, ohne dass ich extrem depressiv oder psychotisch werde.
Weiß jemand wie das geht? Hat jemand einen Link zu durch SSRI-ausgelöste
Psychosen, und wie man damit umgeht?
Übrigens hab ich mit dem Arzt noch nicht drüber gesprochen, ich hab mir nur gedanken gemacht, weil ich diese woche was über die manisch-depressive Krankheit (Psychose) gelesen hab (vor ein paar Tagen hatte ich eine Manie mit verändertem Bewusstsein). Ich hab gelesen, dass SSRI auch Manien und Psychosen auslösen können, und deshalb sollte man sie bestimmten Leuten gar nicht erst geben!!!
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Ein gutes Interview mit Journalist Robert Whitaker über die
Pharmaindustrie, SSRI und Neuroleptika: (klappt glaub ich nicht...)
http://akmhcweb.org/articles/BayAreaStr ... itaker.htm
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(Anmerkung) Marsupilamis Antwort bezieht sich auf eine andere Version von dem Beitrag bzw. auf einen anderen Beitrag
Re: Vorstellung
Verfasst: 24.10.2008 11:13
von Marsupilami
Hallo Seroxatuserin,
hast Du gegen deine Probleme auch mal was Anderes versucht, außer Tabletten? Liest sich jetzt so, als ob man bei Dir die Pillen mal wieder als einzige und erste Therapiewahl auserkoren hat. Leider halten die Psychotherapien ja auch selten, was sie versprechen, aber auf jeden Fall bekommt man von ihnen nicht noch solche Probleme dazu wie von den Pillen.
Wie ich sehe, machst Du Dir auch Gedanken um den Zustand unserer Gesellschaft, darüber denke ich auch sehr viel nach und falle dann leider noch mehr in die Depri.
Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl hier in unserem kleinen Kreis.
Gruß,
vom Marsu
Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 21.01.2009 23:35
von Seroxatuserin
Hat hier jemand auch eine Übersensibilisierung? Was kann man denn da machen? Ich glaube Neuroleptika sind bescheuert. Mein Arzt hat mir schon gesagt, ich könnte ja mal atypische Neuroleptika nehmen, die würden einen ganz toll von den Reizen abschirmen... Aber ich glaube das ist das Prinzip der Verdrängung!
Man kann doch nicht chemische Sachen in sich reinpumpen, die elementare Lebensfunktionen ausschalten , NUR damit man ein paar Sorgen weniger hat!!!!! .......

...

Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 21.01.2009 23:44
von Seroxatuserin
Ich werde Verhaltenstherapie und Entspannung machen.
Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 23.01.2009 21:32
von mücke
Hallo Seroxatuserin
Vor einem J. schriebst du:
Ich hab versucht mit ner niedrigen Dosis auszukommen. Bei meiner letzten Meldung war ich bei 10mg. Jetzt bin ich wieder bei zwanzig. Denn auch wenn meine Stimmung bei 15mg schon ok war bzw meine Hauptangst weg war, habe ich nach ner Weile gemerkt, dass ich nicht mehr auf Leute zugehe wie früher, mit der vollen Dosis.
Und im Okt. 2008:
Ich weiß nicht, wie ich jetzt von 80mg, wo ich gerade bin, wieder auf 60mg (Höchstdosis) runter wieder runterkommen soll, ohne dass ich extrem depressiv oder psychotisch werde.
Du kannst versuchen langsam abzudosieren. Mache sehr kleine Schritte und lasse dir viel Zeit dabei.
Wenn ich richtig gelesen habe nimmst das Mittel schon seit 2003. Das ist schon recht lang.
Weißt du wieso so hoch aufdosiert wurde?
Hat dein Arzt dir schon mal einen Wechsel des ADs vorgeschlagen?
Wirkt es denn noch bei dir wie zu Beginn der Einnahme?
Gruss Mücke
Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 31.01.2009 15:21
von Seroxatuserin
Was bei mir 2007 und 2008 passiert ist
Mein Arzt wollte mir nix mehr verschreiben und mich so dazu zwingen, es in 2, höchstens 4 Wochen abzusetzen. Ich hatte aber noch was zurückgelegt und ich wusste von früher, dass ich es nicht so schnell schaffe. Also hab ich in 3 Monaten von 20 auf 1 mg reduziert, bekam schwerste Stimmungsprobleme und bin dann wieder hochgegangen. Dann habe ich es von 10 auf 0 abrupt abgesetzt, was viel leichter ging und 2 Monate zuhause abgewartet. Ich war aber sehr unruhig und auch depri. Weil ich zu ungeduldig war, hab ich also wieder angefangen. Erst 10. Da dachte ich das eicht schon. Aber nach ein paar Wochen wurde ich wieder depri, also 15. Gut... Es war okay. Aber nach ein paar Wochen ging es wieder los. Und so ging es weiter, ich musste immer aller paar Wochen oder so ein paar Milligramm erhöhen um noch einigermaßen depressions- und angstfrei zu sein. Dann hab ich angefangen Panikattacken zu bekommen (die ich vorher nie hatte). Die kamen wenn ich im Supermarkt war, oder auf de Straße mit viel Geräuschen und so. Alle paar Wochen. Es kam immer schleichend, bis zu der Sekunde, wo ich total gelähmt war, hab ich nix davon gemerkt, dass ich in dem Zustand war..... So, also die schrecklichen Angst/Lähmungsattacken kamen öfters und ich bin anscheinend auch immer veränderter geworden (merke ich jetzt im Nachhinein). Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich in einem dauerhaften Zustand der "geistigen Lähmung" war...
Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 31.01.2009 15:37
von Seroxatuserin
Fortsetzung
Mein Bewusstsein hat sich irgendwie verändert. Ich hab dann auch noch Clomipramin und Fluoxetin ausprobiert, weil ich umstellen wollte (hatte keine festen Ärzte, weil ichzu der Zeit "rumgereist" bin). Nachdem ich drei Wochen ohne Paroxetin und auf Clomipramin war, wo es mir zuerst ganz gut ging, verschrieb mir der nächste Arzt (aus Gründen, die wohl nur er kennt) auf einmal Fluoxetin, obwohl ich Clomipramin weiternehmen wollte. Mit Fluoxetin war ich auf einem Horrortrip, extrem unruhig ,aggressiv, " wahnsinnig"... Also hab ich alle Möglichkeiten von den drei ADs probiert, die mir einfielen... -Um überhaupt nochmal klarzukommen, das heißt, ohne Angst aufstehen zu können und was zu essen kaufen gehen zu können. Ich bin dann glaub ich bei 37 mg Clomipramin geblieben...trotzdem war es schrecklich. Es wurde einfach nicht mehr normal, meine Angstzustände wurden immer länger und länger und dann hab ich meine Reisen abgebrochen und bin einfach nur noch nach hause in die wohnung geflüchtet. Da war ich sicher.
Ich glaube ich bin immer empfindlicher geworden die ganze Zeit. Ich habe mehr Paroxetin genommen aber ich wurde trotzdem empfindlicher gegenüber der Umwelt. Wie wundgescheuert oder so...
Wenn ich das vorher gewusst hätte.....?? ...

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Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 31.01.2009 15:46
von Seroxatuserin
Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 31.01.2009 16:01
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 04.02.2009 11:45
von mücke
Hallo
Die letzten Wochen hab ich noch einmal versucht zu reduzieren, von 80 auf 70mg oder so... (wie der Arzt empfohlen hat) Aber es hat nicht geklappt, ich wurde SOFORT depressiv, nach drei Tagen oder so.
Du reagierst sehr heftig. Ich frage mich wie du dann jemals davon wieder loskommen kannst.
Die nächsten Wochen geh ich in die Klinik. Das ist meine letzte Hoffnung.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, daß man dir dort helfen wird.
Gruss Mücke
Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 16.02.2009 07:19
von Seroxatuserin
Danke für das Daumendrücken.

Die Klinik (mit Soteria-Elementen) hat noch keinen Platz frei.
Ich bin in den letzten Tagen auf
Aromatherapie mit ätherischen Ölen gekommen. Die wirken total geil, wenn man angespannt oder überreizt ist. Zum Beispiel wenn ich nicht in Räume gehen will, wo Tageslicht ist (oder mehrere Reize gleichzeitig, also Stimmen und andere Geräusche) (weil ich sonst hibbelig werde und früher oder später eine Bewusstseinstrübung kriege, dann nehme ich ein Öl mit, an dem ich die ganze Zeit rieche. (Natürlich kann ich dann auch nicht lange da bleiben aber wenn mir das Öl nicht helfen würde, würde ich gar nicht ins helle Licht gehen, manchmal) Aber der Reiz vom Öl blendet den anderen Reiz (das Licht) aus oder so. (Lavendel oder Petitgrain oder...) Das ist echt mal ne Erleichterung. Ich hab sogar gelesen, dass es wissenschaftlich bestätigt ist, dass (bestimmte) ätherische Öle eine heilende/lindernde Wirkung auf Depressionen und Ängste haben, z.B. Bergamotte! Es wird bloß immer schlecht gemacht, -weil man damit nicht so viel verdienen kann wie mit Psychopharmaka denke ich mal. Und das ist der Scheiß. Meine Güte, dass ich da erst jetzt drauf gekommen bin...
Ist das verboten, wenn ich hier dazu ne Seite angebe?
http://www.schmid-werren.ch/aroma/ Aromaöle für alle möglichen Beschwerden, mit Dosierungsanleitung, Kombinierungsmöglichkeiten und Pflanzenbeschreibung. Echt toll.
Übrigens muss man bei Bergamotte drauf achten, dass es die Lichtempfindlichkeit erhöht! Wenn man also schon überreizt ist (!!!) macht es das alles noch schlimmer. Ich rieche immer kurz an allen Ölen um rauszufinden welches für mich am besten ist in der Situation.
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Bewusstseinstrübung, manisch-dysphorische Reaktion, wegdriften,
Bewusstseinsstörung, "nicht mehr ganz da sein", denkschwierigkeiten haben, "persönlichkeits"veränderungen zu haben.... Das is SO was schlimmes.... Es passiert mir öfter, dass ich nicht merke, dass ich überreizt werde, zu lange im Licht...oder zu wenig Schlaf.... dann drifte ich einfach ab!! Der Antrieb ist da und deshalb kann ich irgendwie nicht aufhören, immer wieder was neues zu machen, egal wie erschöpft mein Körper eigentlich ist. Tausend neue Gedanken, "Euphorie", Probleme mitm Gedächtnis usw... Dann muss man von ANDEREN GESTOPPT WERDEN! Sofort! Weil man ja selber nicht weiß, dass es gefährlich ist in dem Moment. Also man braucht TOTALE, ABSOLUT EXTREMSTE RUHE, Licht AUS, Körper in die Horizontale, alle Geräusche weg und dann warten. Ich kann nicht schlafen, das heißt ich könnte schon, und weil mein Körper vielleicht erschöpft ist, fühle ich mich vielleicht besonders müde, aber ich DARF NICHT SCHLAFEN. Denn wenn ich schlafe, dann wache ich danach auf und das ganze dauernt noch EINEN TAG LÄNGER! Einen Tag mehr noch scheiße fühlen. Also der Kopf dreht sich (innen), man hat extrem viele Gedanken im Kopf (es ist nicht unbedingt Euphorie, es ist einfach nur, dass man so einen SCHWALL von Sachen in seinem Kopf hat, wie Stimmen oder Bilder. Also so als ob man träumt, nur viel intensiver. Das überlagert dann irgendwie die Stille die man hat im Raum, die man hat wegen der Reizabschirmung. Man braucht einfach nix anderes, keine weiteren Reize, weil der Kopf ja schon voll ist. TOTAL VOLL!
Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung
Verfasst: 16.02.2009 07:32
von Seroxatuserin
Es sind eigentlich gar keine "Gedanken"... Es ist nur so dass ich (also wenn ich auf den Beinen bin) total unruhig bin und nicht merke, dass mein Kopf voll ist. Und wenn ich mich hinlege, dann merke ich dass er total wegschwirrt........
Und wenn ich dann am nächsten Tag den ersten Moment habe, wo alles wieder normal ist (brauche insgesamt drei Tage bis ich wieder richtig "unten" bin) bin ich extrem geschockt. Das schreckliche an der sache ist nämlich, dass NICHT MERKE, was mit mir los ist in dem Moment, und dass ICH RUHE BRAUCHE!
Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 16.02.2009 11:29
von Marsupilami
Huhu,
also, das was Du da so schreibst, klingt gar nicht gut, finde ich. Ich bin selbst zu verpeilt im Kopf, jetzt Alles zu lesen zu Deiner Geschichte, aber es klingt für mich ganz schön heftig. Machst Du denn irgendetwas, hast Du therapeutische Unterstützung oder Hilfe im Alltag? Bist du sicher, dass Du alleine noch klarkommst? Vielleicht verstehe ich das so aus der Ferne und nur vom Lesen auch ganz falsch, dann bitte entschuldige.
Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 25.02.2009 23:49
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 26.02.2009 00:18
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 26.02.2009 00:23
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 26.02.2009 00:27
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 26.02.2009 00:31
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 26.02.2009 00:39
von Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber?
Verfasst: 26.02.2009 01:02
von Seroxatuserin
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