Hallo,
Mein Name ist Patrik, bin 23 Jahre alt, und leide seit einer schweren Erkrankung und Operation im April (Krankenhausaufenthalt fast 2 Monate mit starker Medikamentation, Antibiotika, Cortison, Immunsuppresiva) an "Depressionen" - mit Konzentrations- und starker Gedächtnisschwäche. Mir wurde gleich nach der OP Mirtazapin (Remergil) gegeben,woraufhin ich Wahnvorstellungen bekam - aus dem Krankenhaus kam ich daraufhin in eine Psychatrie und wurde einige Wochen mit Seroquel behandelt - ohne sichtliche Besserung, nur Gewichtszunahme, zumindest hörten die Wahnvorstellungen kurz nach Absetzen von Mirtazapin auf. Mich belastet am meisten diese Gedächtnisschwäche (weiß nicht was ich in den letzten Wochen und Monaten getan habe, nur fragmenthaft, keine zeitliche Einordnung. Da die Operation sehr lange war (6 Stunden), und mir der Dickdarm entfernt wurde nach vergeblicher Therapie, weiss ich nicht so recht, was ich tun soll. Antidepressiva nehmen möchte ich aufgrund der Erfahrungen mit den ersten beiden Mitteln nicht, und aufgrund der Nebenwirkungen auf die Verdauung, pflanzliche Mittel habe ich probiert, doch so recht hilft mir da gar nichts. Der letzte Psychologe bei dem ich war meinte nur, alles andere als Psychopharmaka wäre in meinem jetzigen Zustand eh sinnlos (Therapie jeglicher Art).
Vorstellung
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Marsupilami
Re: Vorstellung
Hallo ridle,
das klingt horrormäßig. Diese scheiß Psychiater, ich könnte ausflippen. Gibt es denn eine Erklärung für Deine Depressionen? Was sagst Du selbst dazu? Kann es auch sein, dass diese von irgendwelchen Medikamenten herrühren, die Du einnehmen musst? Wir hatten glaub ich hier irgendwo auch so eine Liste, welche Medis Depris auslösen können.
das klingt horrormäßig. Diese scheiß Psychiater, ich könnte ausflippen. Gibt es denn eine Erklärung für Deine Depressionen? Was sagst Du selbst dazu? Kann es auch sein, dass diese von irgendwelchen Medikamenten herrühren, die Du einnehmen musst? Wir hatten glaub ich hier irgendwo auch so eine Liste, welche Medis Depris auslösen können.
Re: Vorstellung
Ich nehme nichts mehr an Medikamenten seit dem ich aus der Psychatrie bin. Es gibt weder eine Erklärung für das, was die Operation notwendig machte (Darmentzündung unbekannter Genese), noch für die Depressionen, wobei viele Menschen, die diese OP hinter sich haben, depressiv sind...doch hab ich noch nirgendwo gehört, dass Sie so gut wie gar nichts mehr mitkriegen und behalten. Wie gesagt, irgendwie war auf einmal alles anders nach der Operation - hatte da dann mit einer Psychotherapeutin gesprochen, weil nach der OP die Schmerzen nicht besser wurden und diese Art 'Demenz' eintrat, und schon erhielt ich Remergil und der Spass ging richtig los - ich weiß nicht so recht, wie es mir gehen kann und soll, schließlich bin ich nun auch noch körperlich behindert und habe trotzdem noch Magen-Darm Beschwerden, Probleme mit Pilzinfektion wegen Antibiotika - das geht ja nun auch auf die Stimmung. Das ich noch lebe, ist mir irgendwie kein Trost.Marsupilami hat geschrieben:Hallo ridle,
das klingt horrormäßig. Diese scheiß Psychiater, ich könnte ausflippen. Gibt es denn eine Erklärung für Deine Depressionen? Was sagst Du selbst dazu? Kann es auch sein, dass diese von irgendwelchen Medikamenten herrühren, die Du einnehmen musst? Wir hatten glaub ich hier irgendwo auch so eine Liste, welche Medikamente Depris auslösen können.
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Marsupilami
Re: Vorstellung
Also, diesen Zustand, so bematscht und weggetreten zu sein und im Kopf gar nichts mehr geregelt zu bekommen, das ist durchaus ein typisches Symptom für Depressionen, das kenne ich schon mein halbes Leben. Allerdings macht es einem natürlich Angst, weil man sich so völlig dement fühlt. Auf jeden Fall ziehen einem Depressionen jede Lebensenergie ab, es geht alle Energie da rein, da bleibt einfach keine Energie mehr übrig für die normalen Lebensfunktionen. Oft ist man ja auch bei Depris körperlich total platt, das erfasst eben alle Bereiche, leider nicht nur die Gefühle. Es kann aber auch sein, dass es eine Nachwirkung der AD-a ist.
Wenn Du direkt ein AD bekommen hast, kann das keine ausschließliche Psychotherapeutin gewesen sein, es muss dann eine Ärztin gewesen sein, denn PT-en dürfen gar keine Psychopharmaka verordnen. Ärzte sind da immer sehr schnell, während reine PT-en vielleicht doch etwas ausführlicher zuhören und versuchen zu ergründen, was hinter der Depri steckt.
Dass Du in Deiner Situation Depressionen hast, ist mehr als verständlich. Also, irgendwie klingt das Alles sehr seltsam, hast Du denn gar keine vernünftige medizinische Betreuung? Nach so einem massiven Eingriff sollte es doch eigentliche eine Reha-Maßnahme geben? Und ich verstehe auch nicht, was AD-a Dir helfen sollen. Die können doch an Deinen Lebensumständen nichts ändern, die Dich runterziehen. Ich denke, dass Dir da eine vernünftige Therapie viel mehr helfen kann, in der Du erstmal lernst, langsam mit der neuen Situation klarzukommen und wieder Lebensmut fassen kannst und über Alles sprechen kannst, was Dich belastet und was die gesunde Umwelt sicher nicht versteht. Dass Du einen Gesprächspartner hast, bei dem Du Unterstützung bekommst, fände ich sehr wichtig. Depris haben nämlich die fatale Tendenz, eher schlimmer zu werden, wenn das länger dauert und man nichts dagegen unternimmt, und ich kann mir bei Dir schon vorstellen, dass es Dir schonmal besser gehen würde, wenn Du Unterstützung hättest. Ist nur meine Meinung, soll jetzt nicht ein Aufdrängen sein. Leider sind wir hier ja keine Mediziner, um genau sagen zu können, wie sich das Alles bei Dir verhält.
Ich wünsche Dir wieder bessere Zeiten, gib nicht auf,
Wenn Du direkt ein AD bekommen hast, kann das keine ausschließliche Psychotherapeutin gewesen sein, es muss dann eine Ärztin gewesen sein, denn PT-en dürfen gar keine Psychopharmaka verordnen. Ärzte sind da immer sehr schnell, während reine PT-en vielleicht doch etwas ausführlicher zuhören und versuchen zu ergründen, was hinter der Depri steckt.
Dass Du in Deiner Situation Depressionen hast, ist mehr als verständlich. Also, irgendwie klingt das Alles sehr seltsam, hast Du denn gar keine vernünftige medizinische Betreuung? Nach so einem massiven Eingriff sollte es doch eigentliche eine Reha-Maßnahme geben? Und ich verstehe auch nicht, was AD-a Dir helfen sollen. Die können doch an Deinen Lebensumständen nichts ändern, die Dich runterziehen. Ich denke, dass Dir da eine vernünftige Therapie viel mehr helfen kann, in der Du erstmal lernst, langsam mit der neuen Situation klarzukommen und wieder Lebensmut fassen kannst und über Alles sprechen kannst, was Dich belastet und was die gesunde Umwelt sicher nicht versteht. Dass Du einen Gesprächspartner hast, bei dem Du Unterstützung bekommst, fände ich sehr wichtig. Depris haben nämlich die fatale Tendenz, eher schlimmer zu werden, wenn das länger dauert und man nichts dagegen unternimmt, und ich kann mir bei Dir schon vorstellen, dass es Dir schonmal besser gehen würde, wenn Du Unterstützung hättest. Ist nur meine Meinung, soll jetzt nicht ein Aufdrängen sein. Leider sind wir hier ja keine Mediziner, um genau sagen zu können, wie sich das Alles bei Dir verhält.
Ich wünsche Dir wieder bessere Zeiten, gib nicht auf,
Re: Vorstellung
Ich war von Anfang März im Krankenhaus, und da unter AD-Einnahme ein Suizidversuch 1-2 Wochen nach der OP stattfand (durch die Wahnvorstellungen getrieben), wurde ich direkt in die Psychatrie gesteckt, da war ich dann 3 Wochen und hatte danach hauptsächlich nur einen Wunsch - nach Hause. Daher ist das mit der Reha völlig weggefallen. Leider finde ich auch schwer Kontakt zu anderen Betroffenen mit dieser Behinderung, sodass ich mich ziemlich allein fühle, dazu noch die körperlichen Probleme neben der und die durch die Behinderung verursachten körperlichen Probleme, wie gesagt, machen mich völlig fertig, besonders weil ich gar keinerlei Linderung erhalte...Im Krankenhaus hat man mir ja auch nicht helfen können, das einzige was nun anders ist, dass ich keine starken Schmerzen und Blutungen mehr habe. Aber Blähungen,Magenschmerzen,Aufstoßen etc. im extremen Maße immernoch(wahrscheinlich durch Pilzinfektion,aber so recht weiß das auch keiner, kann auch mit der unbekannten Erkrankungsursache zu tun haben).Außerdem kann ich das ganze kaum verarbeiten, wochenlanges Tag und Nacht wachliegen mit Schmerzen (konnte so gut wie nie Schlafen trotz Schmerzmitteln), hatte tierische Wassereinlagerungen im ganzen Körper, wochenlang fast nichts gegessen, nur Astronautenkost um nicht ganz zu verhungern...kurz nach der OP wog ich gerade mal noch 40kg als alles an Wassereinlagerungen raus war(vor OP noch 60kg-also irgendwie 20kg Wasser). Ich wünschte ich wüsste wie es ohne Remergil nach der OP gelaufen wäre, weil dass nun sich auch tief reingebrannt hat, der Horror.
Ich habe im Dezember einen Termin bei einer Psychotherapeutin, hoffentlich hilft mir das weiter, ansonsten vegetiere ich nur so vor mir hin...
Ich habe im Dezember einen Termin bei einer Psychotherapeutin, hoffentlich hilft mir das weiter, ansonsten vegetiere ich nur so vor mir hin...
Re: Vorstellung
Hallo Ridle !
Nur eine Bemerkung : ich weiss nur, dass eine Depression nach längerer Behandlung mit Cortison eintreten kann, aber auch wann man das Medikament nicht mehr nimmt...Das solltest Du vielleicht mit einem Artz besprechen. Depressionen nach einer grossen Operation sind auch üblich, das stimmt.
Ich verstehe nicht, warum eine Therapie für deinen Fall sinnlos ist. Ich glaube im Gegenteil, dass es sehr hilfreich sein könnte : es könnte dir helfen, mit deiner Krankheit umzugehen.
Nur eine Bemerkung : ich weiss nur, dass eine Depression nach längerer Behandlung mit Cortison eintreten kann, aber auch wann man das Medikament nicht mehr nimmt...Das solltest Du vielleicht mit einem Artz besprechen. Depressionen nach einer grossen Operation sind auch üblich, das stimmt.
Ich verstehe nicht, warum eine Therapie für deinen Fall sinnlos ist. Ich glaube im Gegenteil, dass es sehr hilfreich sein könnte : es könnte dir helfen, mit deiner Krankheit umzugehen.
Re: Vorstellung
Man hat mir damals so ziemlich alles an Medikamenten gegeben, was Depressionen auslösen oder begünstigen kann - Tacrolimus,Cortison, diverse Antibiotika. Aber nach sechs Monaten ohne sollte es doch besser werden? Auch wenn ich die genaue Ursache kennen würde, ändert das nichts an meinem Zustand...Ich war im Krankenhaus eine Attraktion, weil keiner wusste, was los war. Die Therapie auf eine Colitis Ulceros schlug gar nicht an, da blieb Ihnen nur die Operation - danach war für die der Fall erledigt, es wurde gesagt, es war eine Infektiöse Darmentzündung, der Erreger unbekannt, und durch die OP wär ich nun gesund. Fühle ich mich aber nunmal nicht, weder körperlich als auch psychisch - und in den Akten bin ich nun mit Colitis Indeterminata gekennzeichnet...Kein Arzt sieht sich in der Lage mir zu helfen, kein Wunder, im Krankenhaus waren so ca. 10 Ärzte mit meinem Fall beschäftigt und am Ende haben Sie doch nichts ausrichten können. Meine ganze Welt ist zusammengebrochen, und die Zukunftsaussichten ohne Dickdarm sind auch nicht allzu rosig, ich weiß absolut nicht, wie ich die Kurve kriegen kann, auch in eine Therapie setze ich nicht allzu viel Hoffnung(werde diese aber im Dezember machen), da mir diese Horror-Erfahrungen keiner nehmen kann, und mein körperlicher Zustand auch scheinbar sich so chronifiziert.