Vorstellung
Verfasst: 28.02.2009 13:50
Liebe ADFDler,
hier kommt meine kleine Vorstellung, die ja notwendig geworden ist, um weiter teilzunehmen.
Ich bin 39 Jahre alt (m) und arbeite freiberuflich im Bereich Medien.
Zu meiner kleinen Medikamenten-Karriere:
2005 hatte ich einen ziemlich unangenehmen und sehr schmerzhaften Bandscheibenvorfall. Deshalb habe ich vorübergehend Valoron bekommen (ca. 6 Wochen lang 100mg) und dazu Tetrazepam (ca. 2 Wochen lang 100 - 150mg). Obwohl die Ärzte damals sagten, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, habe ich beim Absetzen (beides gleichzeitig, nicht so klug, ich weiß es jetzt) mit massiven Absetzsymptomen reagiert. Eine wirkliche Abhängigkeit habe ich nicht verspürt, hatte überhaupt keine Lust, dieses Zeug weiter zu nehmen, geschweige denn noch mehr davon. Habe dann über einen Zeitraum von etwa 2-3 Woche erst das Tetrazepam, dann das Valoron reduziert, und hatte dabei massive Probleme mit Angstzuständen, Panikattacken, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Zittern, Schwindelanfällen, andauernden schlechten Gerüchen in der Nase (sic!). Weil ich das Zeug in keinem Fall weiter nehmen wollte, habe ich's irgendwie ausgehalten, aber das ganze hat mich doch in eine ziemliche Lebenskrise gestürzt. Habe dann im Januar mit einer Psychotherapie angefangen und begonnen, erst eine Woche lang 15mg, dann 30mg Mirtazapin zu nehmen. Der Erfolg dieses Medikaments war nicht ganz deutlich. Manche Symptome verschwanden, ich konnte wieder essen und hervorragend schlafen, aber die Angstzustände kamen noch in den folgenden Wochen immer wieder hoch. Im Juni 2006 habe ich innerhalb von 1-2 Wochen ohne Probleme auf 22,5, dann auf 15mg reduziert und war mit dieser Dosis eine ganze Weile recht stabil. Im Oktober 2008 habe ich dann weiter auf 7,5mg reduziert und hatte in der 2-5 Woche danach mäßige Probleme mit Unruhe, leichtem Herzrasen, leichten Angstzuständen. Nach der 6. Woche war das alles wie weggeblasen. Habe dann im Dezember 2008 (9. Woche) auf 0mg reduziert und eine ähnliche Kurve der Symptome erlebt wie beim Schritt 15-7,5, allerdings in einer deutlich verschärften Form. Besonders die Wochen 3-8 waren schlimm, hatte nächtelang Herzrasen, doch seitdem wird's besser.
Ich habe mir von Anfang an eine Tabelle angelegt, in der ich jeden Tag die entsprechenden Symptome verzeichne (Unruhe, Herzenge, Herzrasen, Magen, Schlaf, Schwindel, Schweißausbrüche, Zittern). Das hat es mir ungemein erleichtert zu erkennen, ob es Phasen, Regelmäßigkeiten oder Zusammenhänge gibt.
Seit etwa 2 Wochen geht es mir soweit gut, dass ich das Gefühl habe, das Schlimmste ist überstanden, wobei ich weiß, dass es jederzeit wieder losgehen kann.
Nun, das war meine kleine Vorstellung. Es ist gut, dass es Foren wie dieses hier gibt, denn mit einem Arzt (der gesund und munter ist) zu sprechen ist doch etwas anderes als sich mit Menschen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie man selbst. Beides ist wichtig, aber der Erfahrungsaustausch tut einfach gut. Keiner von uns ist allein.
In dem Sinne: HALTET DIE OHREN STEIF!!!
hier kommt meine kleine Vorstellung, die ja notwendig geworden ist, um weiter teilzunehmen.
Ich bin 39 Jahre alt (m) und arbeite freiberuflich im Bereich Medien.
Zu meiner kleinen Medikamenten-Karriere:
2005 hatte ich einen ziemlich unangenehmen und sehr schmerzhaften Bandscheibenvorfall. Deshalb habe ich vorübergehend Valoron bekommen (ca. 6 Wochen lang 100mg) und dazu Tetrazepam (ca. 2 Wochen lang 100 - 150mg). Obwohl die Ärzte damals sagten, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, habe ich beim Absetzen (beides gleichzeitig, nicht so klug, ich weiß es jetzt) mit massiven Absetzsymptomen reagiert. Eine wirkliche Abhängigkeit habe ich nicht verspürt, hatte überhaupt keine Lust, dieses Zeug weiter zu nehmen, geschweige denn noch mehr davon. Habe dann über einen Zeitraum von etwa 2-3 Woche erst das Tetrazepam, dann das Valoron reduziert, und hatte dabei massive Probleme mit Angstzuständen, Panikattacken, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Zittern, Schwindelanfällen, andauernden schlechten Gerüchen in der Nase (sic!). Weil ich das Zeug in keinem Fall weiter nehmen wollte, habe ich's irgendwie ausgehalten, aber das ganze hat mich doch in eine ziemliche Lebenskrise gestürzt. Habe dann im Januar mit einer Psychotherapie angefangen und begonnen, erst eine Woche lang 15mg, dann 30mg Mirtazapin zu nehmen. Der Erfolg dieses Medikaments war nicht ganz deutlich. Manche Symptome verschwanden, ich konnte wieder essen und hervorragend schlafen, aber die Angstzustände kamen noch in den folgenden Wochen immer wieder hoch. Im Juni 2006 habe ich innerhalb von 1-2 Wochen ohne Probleme auf 22,5, dann auf 15mg reduziert und war mit dieser Dosis eine ganze Weile recht stabil. Im Oktober 2008 habe ich dann weiter auf 7,5mg reduziert und hatte in der 2-5 Woche danach mäßige Probleme mit Unruhe, leichtem Herzrasen, leichten Angstzuständen. Nach der 6. Woche war das alles wie weggeblasen. Habe dann im Dezember 2008 (9. Woche) auf 0mg reduziert und eine ähnliche Kurve der Symptome erlebt wie beim Schritt 15-7,5, allerdings in einer deutlich verschärften Form. Besonders die Wochen 3-8 waren schlimm, hatte nächtelang Herzrasen, doch seitdem wird's besser.
Ich habe mir von Anfang an eine Tabelle angelegt, in der ich jeden Tag die entsprechenden Symptome verzeichne (Unruhe, Herzenge, Herzrasen, Magen, Schlaf, Schwindel, Schweißausbrüche, Zittern). Das hat es mir ungemein erleichtert zu erkennen, ob es Phasen, Regelmäßigkeiten oder Zusammenhänge gibt.
Seit etwa 2 Wochen geht es mir soweit gut, dass ich das Gefühl habe, das Schlimmste ist überstanden, wobei ich weiß, dass es jederzeit wieder losgehen kann.
Nun, das war meine kleine Vorstellung. Es ist gut, dass es Foren wie dieses hier gibt, denn mit einem Arzt (der gesund und munter ist) zu sprechen ist doch etwas anderes als sich mit Menschen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie man selbst. Beides ist wichtig, aber der Erfahrungsaustausch tut einfach gut. Keiner von uns ist allein.
In dem Sinne: HALTET DIE OHREN STEIF!!!