Vorstellung (bzd_angehoeriger)
Verfasst: 05.03.2009 07:54
Hallo liebe Forum-Mitbenuzer,
ich möchte mich kurz vorstellen.
Ich selbst bin männlich und 32 Jahre alt und bin auf das Forum gekommen, da gerade herausgekommen ist, dass meine 27-jährige Lebensgefährtin Medikamentenmissbrauch mit Benzodiazepinen betrieben hat.
Nachdem mich die Informationen der Ärzte eher enttäuscht haben, begann ich, im Internet zusammen mit Ihr selbst nach Informationen zu suchen.
Ich finde, dass man im Netz mehr Wissen findet als in den Köpfen verschiedener behandelnder Ärzte.
Und dieses Wissen möchte ich noch erweitern.
Meine Lebensgefährtin ist nun in einem stationären Entzug seit gestern und der überzeugt sie noch nicht so richtig, da die eher mit Alkoholentzug zu tun haben. Weiterhin hat sie gar keine Entzugserscheinungen bisher.
Sie scheint aber auch ein einmaliger Fall zu sein, denn folgendes steht erst fest:
1. Sie hat das Zeug wohl ca. 2 1/2 Jahre genommen. Sie kann sich nur an den Anfang und das Ende errinnern
2. Sie hat komplette Amnesie für die Zeit dazwischen, denkt aber, dass sie das phasenweise und akut vor Angstzuständen genommen hat.
3. Am Anfang ging es wohl mit 0,5 -1,5 Tabletten Oxazepam loß und später dann am Ende war es wohl Diazepam mit bis zu 4 Tabletten.
4. Bei Bedarf denkt sie (weiß es aber nicht sicher), hat sie noch mehr genommen (z. B.: noch 4 Zopiklon)
5. Am Schluss hatte sie das falsche Medikament genommen (war zwar ein Muskelrelaxanz, aber wohl kein BZT -> Baclofen )
6. Das andere Medikament hatte sie nicht vertragen und deswegen Zusammenbruch mit Intensivaufenthalt. Entweder war es hier eine Überdosierung oder evtl. schon der Entzug (ca. 72 Stunden seit der letzten BZD-Einnahme und da war es zu wenig, da kein Material mehr da).
7. Sie hat das vor Familie und vor mir wirklich komplett verheimlicht, weiß aber selbst davon nichts.
8. Nun ist sie schon 7-10 Tage weg von dem Zeug, hat aber keine Entzugserscheinungen. Medikamente in der stationären Behandlung lehnt sie ab. Also kalter Entzug.
9. Sie hat einen sehr jungen, starken, dünnen, vergetarisch ernährten Körper und hatte einen sehr stressigen Job, aber kein Sport. Kann es sein, dass deshalb kein Entzug da ist?
10. BZD-Tests haben noch bis gestern 7-10 Tage nach letzter Einnahme angeschlagen, aber sie war 7 Tage unter ständiger Beobachtung und konnte nicht nachwerfen (War auch ihr Wunsch). Während der Zeit war sie beim Wohnung von ihr aufräumen völlig erstaunt als sie ihre Verstecke und Mengen gefunden hatte. Errinnerung kommt erst ganz langsam, aber ansonsten absolue Verdrängung oder Amnesie.
Ihr seht also, ich habe wohl noch einige Fragen, da ich solche Fälle kaum gefunden habe.
Hier also meine ersten Fragen:
1. Wie lange kann ein BZD-Test wirklich nachwirken? Diazepam hat ja Halbwertszeiten durch die aktiven Metabolide von bis zu 200 Stunden. Oder lagert sich das was im Fettgewebe ab?
2. Ist Baclofen kein BZD?
3. War der Zusammenbruch schon evtl. ein Entzug von BZD oder eine Überdosierung von Baclofen? Im Krankenhaus meinen sie zweiteres, aber da bin ich nicht ganz sicher.
4. Kommt noch ein Entzug? Wann kommt der, wenn man von 40 mg (eher) bis 80 mg Diazepam ausgeht.
5. Sind solche Verdrängungen / Amnesien noch erklärbar?
uvm.
Ich hoffe, das langt erst mal als Vorstellung!
Ansonsten ist nur zu sagen, dass ich selbst durch ihren stressigen Job verstehe, dass sie das Zeug genommen hat, aber das natürlich falsch ist.
Sie sieht das genauso und will wirklich dran arbeiten. Von dem her haben wir eine gute Ausgangssituation.
Gruß,
bzd_angehoeriger
ich möchte mich kurz vorstellen.
Ich selbst bin männlich und 32 Jahre alt und bin auf das Forum gekommen, da gerade herausgekommen ist, dass meine 27-jährige Lebensgefährtin Medikamentenmissbrauch mit Benzodiazepinen betrieben hat.
Nachdem mich die Informationen der Ärzte eher enttäuscht haben, begann ich, im Internet zusammen mit Ihr selbst nach Informationen zu suchen.
Ich finde, dass man im Netz mehr Wissen findet als in den Köpfen verschiedener behandelnder Ärzte.
Und dieses Wissen möchte ich noch erweitern.
Meine Lebensgefährtin ist nun in einem stationären Entzug seit gestern und der überzeugt sie noch nicht so richtig, da die eher mit Alkoholentzug zu tun haben. Weiterhin hat sie gar keine Entzugserscheinungen bisher.
Sie scheint aber auch ein einmaliger Fall zu sein, denn folgendes steht erst fest:
1. Sie hat das Zeug wohl ca. 2 1/2 Jahre genommen. Sie kann sich nur an den Anfang und das Ende errinnern
2. Sie hat komplette Amnesie für die Zeit dazwischen, denkt aber, dass sie das phasenweise und akut vor Angstzuständen genommen hat.
3. Am Anfang ging es wohl mit 0,5 -1,5 Tabletten Oxazepam loß und später dann am Ende war es wohl Diazepam mit bis zu 4 Tabletten.
4. Bei Bedarf denkt sie (weiß es aber nicht sicher), hat sie noch mehr genommen (z. B.: noch 4 Zopiklon)
5. Am Schluss hatte sie das falsche Medikament genommen (war zwar ein Muskelrelaxanz, aber wohl kein BZT -> Baclofen )
6. Das andere Medikament hatte sie nicht vertragen und deswegen Zusammenbruch mit Intensivaufenthalt. Entweder war es hier eine Überdosierung oder evtl. schon der Entzug (ca. 72 Stunden seit der letzten BZD-Einnahme und da war es zu wenig, da kein Material mehr da).
7. Sie hat das vor Familie und vor mir wirklich komplett verheimlicht, weiß aber selbst davon nichts.
8. Nun ist sie schon 7-10 Tage weg von dem Zeug, hat aber keine Entzugserscheinungen. Medikamente in der stationären Behandlung lehnt sie ab. Also kalter Entzug.
9. Sie hat einen sehr jungen, starken, dünnen, vergetarisch ernährten Körper und hatte einen sehr stressigen Job, aber kein Sport. Kann es sein, dass deshalb kein Entzug da ist?
10. BZD-Tests haben noch bis gestern 7-10 Tage nach letzter Einnahme angeschlagen, aber sie war 7 Tage unter ständiger Beobachtung und konnte nicht nachwerfen (War auch ihr Wunsch). Während der Zeit war sie beim Wohnung von ihr aufräumen völlig erstaunt als sie ihre Verstecke und Mengen gefunden hatte. Errinnerung kommt erst ganz langsam, aber ansonsten absolue Verdrängung oder Amnesie.
Ihr seht also, ich habe wohl noch einige Fragen, da ich solche Fälle kaum gefunden habe.
Hier also meine ersten Fragen:
1. Wie lange kann ein BZD-Test wirklich nachwirken? Diazepam hat ja Halbwertszeiten durch die aktiven Metabolide von bis zu 200 Stunden. Oder lagert sich das was im Fettgewebe ab?
2. Ist Baclofen kein BZD?
3. War der Zusammenbruch schon evtl. ein Entzug von BZD oder eine Überdosierung von Baclofen? Im Krankenhaus meinen sie zweiteres, aber da bin ich nicht ganz sicher.
4. Kommt noch ein Entzug? Wann kommt der, wenn man von 40 mg (eher) bis 80 mg Diazepam ausgeht.
5. Sind solche Verdrängungen / Amnesien noch erklärbar?
uvm.
Ich hoffe, das langt erst mal als Vorstellung!
Ansonsten ist nur zu sagen, dass ich selbst durch ihren stressigen Job verstehe, dass sie das Zeug genommen hat, aber das natürlich falsch ist.
Sie sieht das genauso und will wirklich dran arbeiten. Von dem her haben wir eine gute Ausgangssituation.
Gruß,
bzd_angehoeriger