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Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen

Verfasst: 27.03.2009 23:12
von Matthias_
Hallo Leute,
ich hab jetzt grad ne Stunde damit verbracht zu beschreiben, wie ich in meine Situation gekommen bin, dann wurde ich ausgeloggt. ich könnte fluchen, ich bring das heut nicht nochmal fertig, sorry.

Nur kurz zu mir: männlich, 28 , Bayern, Student.

Ok, ich bitte euch, mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich weiß, für manche mag es vielleicht dreist rüberkommen, aber wenn ich jetzt alles nochmal aufschreiben müsste, wie es dazu gekommen ist, dass ich benzodiazepinabhänig wurde...
Grund dafür ist ein Unfalltod in meiner Familie.

Ich nehme seitdem Benzos, zuerst in allen Varianten und dann leider auch in allen Mengen.Das war vor 1 1/2 Jahren.
Ich hab ne Therapie begonnen, und irgendwann euch hier entdeckt (zum Glück).

Ich habs geschafft von x auf 20mg Diazepam zu kommen, das war der Anfang meines Entzuges; leider brauch ich ca.2mal im Monat noch 2mg Tavor (meist nach Therapiestunden).

Im Moment bin ich bei 11,25 mg und habe ein paar Fragen:

1.) Die Entzugserscheinungen beginnen nach 2 Tagen und halten rund eine Woche an. Es ist manchmal auch situationsabhängig, darum kann ich immer schwer sagen, ob es jetzt Entzugserscheinungen sind, oder die Reste "nervösen Anfälle" (keine PA, einfach nur extreme innere Unruhe). Ich halte die Dosis dann je nach Befinden 2 oder 3 Wochen, bevor ich den nächsten Schritt machen (alles nach Ashton).

2.) Die Stimmung: So wie es im Moment aussieht komm ich wohl langsam wieder auf einen grünen Zweig (mit Einbrüchen), ich war schwer depressiv für ca 2 Monate, dann lange Zeit eher "mittelgradig" würde ich sagen. Therapie läuft, ADs haben leider nie wirklich erfolg gehabt. Manchmal merke ich, dass bei einer Reduktion meine Stimmung für Tage in den Keller geht, manchmal auch phasenweise tagsüber.Manchmal aber bleiben die Tiefs aus. Geht das jemandem ähnlich? Sind das ebenfalls Entzugserscheinungen, oder eher Reste der Depression?

3.) Wie mach ich ab 10mg weiter? Ich hab die Tabletten immer geachtelt, am Schluss solls am schwersten sein, las ich - ist das bei jedem so? Soll ich die Reduktionschritte verlängern oder eher die mg senken? Wie lange habt ihr denn für die letzten 10 mg gebraucht?

4.) Das Tavor - im Moment komm ich nicht umhin es ca. 2mal im Monat zu nehmen, meist nach Therapiestunden...das beißt sich natürlich mit der Reduktion, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll - es gibt einfach Momente, die ich ohne Tavor (noch) nicht packe!

Vom Körperbau her bin ich sehr leptosom, d.h. wenig Fettgewebe (war immer schon so), vielleicht hat das ja auch einen Einfluss

Ich bedanke mich für jede Antwort, auch wenn ich so mit der Tür ins Haus falle,
herzlichen Dank,
Matthias

Re: Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen

Verfasst: 28.03.2009 01:22
von pajes
Hallo Matthias
Willkommen hier :)
Das mit dem ungewollten Ausloggen passiert mir auch ab und an - man kann beim Browser auf "eine Seite zurück anzeigen" gehen, dann den eigenen Text kopieren, nochmals einloggen und den Text einfügen.

Deine Fragen wären besser im Benzodiazepinforum aufgehoben, hier soll nur eine kurze Vorstellung der Problematik erfolgen, aber vielleicht kannst du deinen Text dort noch hinkopieren.

"2.) Die Stimmung: So wie es im Moment aussieht komm ich wohl langsam wieder auf einen grünen Zweig (mit Einbrüchen), ich war schwer depressiv für ca 2 Monate, dann lange Zeit eher "mittelgradig" würde ich sagen. Therapie läuft, ADs haben leider nie wirklich erfolg gehabt. Manchmal merke ich, dass bei einer Reduktion meine Stimmung für Tage in den Keller geht, manchmal auch phasenweise tagsüber.Manchmal aber bleiben die Tiefs aus. Geht das jemandem ähnlich? Sind das ebenfalls Entzugserscheinungen, oder eher Reste der Depression?"

Ich nehme an, es hängt viel davon ab, welche Problematik du vorher hattest. Depressionen können "verdecken", starke Gefühle wie Trauer oder Aggression meist, die zu stark wären, um sie einfach aushalten zu können. Was du beschreibst kenne ich auch, nach 1-2 Tagen fing das an und war bei mir nach 10 Tagen vorbei bis zu einem heftigen Rückfall, seitdem ist leider alles etwas anders, aber darauf möchte ich nicht eingehen. Je mehr man absetzt, desto mehr kommen die wahren Probleme ans Licht - eine gute Chance wenn du Therapie machst. Ob das Entzugserscheinungen sind, ich weiß nicht, vielleicht eher ein Schutz der Psyche, so verrückt es klingt?
Ich glaube an die reine Entzugssymptomatik immer weniger. Was meint dein Therapeut dazu?

"3.) Wie mach ich ab 10mg weiter? Ich hab die Tabletten immer geachtelt, am Schluss solls am schwersten sein, las ich - ist das bei jedem so? Soll ich die Reduktionschritte verlängern oder eher die mg senken?"

Die meisten verwenden Diazepam in flüssiger Form, das ist sicher einfacher als das Tablettenbröseln. Ob es bei jedem am Schluß schwieriger wird kann ich nicht sagen, aber anscheinend wird es schwierig bei ca. 13 mg Diazepam. Ich sehe nicht den Grund, warum du verlangsamen solltest, wenn es gut läuft?

"4.) Das Tavor - im Moment komm ich nicht umhin es ca. 2mal im Monat zu nehmen, meist nach Therapiestunden...das beißt sich natürlich mit der Reduktion, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll - es gibt einfach Momente, die ich ohne Tavor (noch) nicht packe!"

Vielleicht auch das Tavor zerteilen und mit 3/4 der sonstigen Menge versuchen auszukommen? Wenn die Therapiestunden zu belastend sind, sollte der Therapeut vielleicht etwas langsamer machen? Mit dem Therapeuten das Problem besprechen?

Viele Grüße, pajes

Re: Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen

Verfasst: 28.03.2009 16:37
von mücke
Hallo Matthias

Willkommen im Forum.
Im Bereich "Benzodiazepine absetzen" kannst du ja schon mal nach evtl. Antworten schauen.

Gruss Mücke

Re: Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen

Verfasst: 28.03.2009 17:16
von chiara63
Ebenfalls ein herzliches hallo hire :)

das mit dem Freischalten hat ja gefunzt - jetzt müsstest du Zugriff auf die anderen Foren haben!

Was ich noch zum "Ausloggen" sagen wollte: Hilfreich ist es auch, wenn man den zu schreibenden Text nicht eingeloggt hier, sondern auf einem Text-Editor, einem Mail-Formular oder Ähnliches offline vorschreibt, so dass man ihn nur noch kopieren und einfügen muss.

Zu deiner Problematik schließ ich mich Mücke und pajes an.

Herzliche Grüße
chiara