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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


hi, stelle mich vor

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
dennis001230
Beiträge: 7
Registriert: 05.05.2009 04:30

hi, stelle mich vor

Beitrag von dennis001230 »

hallo allerseits :-)
habe damals gerne im alten forum gelesen und kam an informationen ran ,die , naja dem großteil der öffentlichkeit ja eher in maßen, bekannt war....
habe mich dazu entschlossen nach 5 jahren das doxepin herab zu setzen.... also es ausschleichen zu lassen....
ich will ne ausbildung antreten, und in der ist es nicht erlaubt medikamente zu nehmen... mir haben meine "pillen" ne zeit lang im leben, geholfen... also ich habe sie irgendwo gebraucht... aber die zeit ist irgendwann vorbei und man merkt das man ohne "krücken" auch klar kommen kann...nun ist es so das ich am absetzen bin aber trotzdem, irgendwie merke, dass das
leben mir realer erscheint.... man nicht mehr die "milchige glaswand" zwischen den augen und dem leben hat....
ich hab auf einmal ne enorme kraft... und meine frage is, ob das an den tropfen doxepin kommen kann, im gegen satz zu den pillen die ich vorher nahm....
also ich habe 5 jahre lang 10mg doneurin tabletten abends eingenommen.... jetzt habe ich die "doxepin- neuraxphram" tropfen und bin auf 8mg also eigentlich 2 mg weniger als vorher....
ich fühle mich besser, realer...
aber zugleich habe ich irgendwie schiss, das dieses gefühl von den neuen tropfen kommen kann, oder ist es einfach die kraft die man dann hat wenn man merkt, man kommt mit weniger "stoff" klar?

hoffe ich sprenge nicht zu sehr den rahmen im forum, aber das sind halt meine fragen...

lg, dennis
Marsupilami

Re: hi, stelle mich vor

Beitrag von Marsupilami »

Hallo Dennis,

nur mal folgende Frage: Was ist das denn für eine Ausbildung, normalerweise muss man meines Wissens nach dem Arbeitgeber keine Angaben dazu machen, ob man irgendwelche Medikamente nimmt? :shock:
Dass Du Dich besser fühlst, klingt für mich schon danach, dass es Dir tatsächlich besser geht und Du einfach klar im Kopf wirst und Dich gut und motiviert und sicher in der Welt fühlst, es sei denn, es ist bei der Umrechnung auf die Tropfen irgendein Fehler passiert und Du nimmst versehentlich gar nicht weniger. Was sind denn Doneurin-Tabletten, ist das auch Doxepin oder hast Du da zwischendrin noch was ganz Anderes genommen?
Lass Dir mit dem Reduzieren auf jeden Fall viel Zeit und lass Dir nicht von Ärzten einreden, dass der Ausstieg aus diesen Mitteln völlig problemlos ist, beobachte Dich gut und gib Dir die Zeit zu merken, dass Du Stück für Stück wieder ohne Krücken leben kannst.
Bestimmt sagen hier Andere noch was, die mehr darüber wissen.

Auf jeden Fall viel Erfolg weiterhin,

Marsu
chiara63
Beiträge: 570
Registriert: 11.07.2008 22:30
Wohnort: Rhl.-Pf.
Kontaktdaten:

Re: hi, stelle mich vor

Beitrag von chiara63 »

Hallo Marsu

wenn du eine Ausbildung antreten willst oder einen Beruf ausübst, in der du bsp. Maschinen bedienst oder Autofahrten (Kurier- oder Fahrdienste)machen musst, kann ich mir durchaus vorstellen, dass Medikamenteneinnahme verboten sind. Insbesondere Psychopharmaka, da die die Reaktionszeit massiv verringen und beeinträchtigen können. Bei uns sind einige Fahrer beschäftigt - auch diese dürfen keine Psychopharmaka nehmen., obwohl ich ja in einer Firma für psychisch kranke Menschen arbeite.

Hallo Dennis

es kann schon sein, dass es dir besser geht. Mir geht es nach einigen Jahren Medikamentenennahmen jetzt ohne zwar auch nicht gut, aber ich kann doch zumindest besser mit meinen Depressionen und Ängsten umgehen.
Das allerdings würde ich den Therapien, die ich gemacht habe, und meiner Arbeit an mir selbst zuschreiben. Vielleicht hast du ja etwas an deinem bisherigen Leben geändert und so diesen "Sprung" geschafft.
Die Medikamente, das ist meine ehrliche Meinung - habne mir zu einem Zeitpunkt geholfen, wenn GAR nichts mehr ging!, überhaupt wieder einen Schritt in die Richtung gehen zu können. Trotzdem würde ich mich Marsus Rat anschließen: Mach sehr langsam und gib dir die Chance, da Schritt für Schritt rauszukommen

Lieben Gruß
chiara
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
Marsupilami

Re: hi, stelle mich vor

Beitrag von Marsupilami »

Hallo Chiara,

schön, wieder von Dir zu lesen! :o :o :o
Ja, das mit den Maschinen hört sich logisch an...

Liebe Grüße von mir!
dennis001230
Beiträge: 7
Registriert: 05.05.2009 04:30

Re: hi, stelle mich vor

Beitrag von dennis001230 »

hi, danke für die antworten....
ich will ne ausbildung antreten, wo ich nen helikopter fliegen muss, sprich; ne flugtauglichkeit vorweisen können... das heißt, ich muss körperlich und physisch in topform sein....
ich bin aus der lebends situation raus, aus der meine depressionen und schlafstörungen kommen....
damals gingen die depressionen so weit das ich todes sehnsüchte hatte...
zugleich darf ich ja in diesem forum auch persönliches bekannt geben....
ich bin seid ich 13 bin musiker, schreibe oft, über alles was so im leben passiert... über tod,
kranke gedanken usw....kunst, vieles was abstrakt is....

all das hat mich dann irgendwann in eine depression gestürzt.... die so hart war.... das ich halt zum arzt musste....
der hat mir doxepin gegeben... ich habs vier jahre lang genommen.... ,es war doneurin , mit dem wirkstoff "doxepin" 10 mg pro pille....

jetzt wo ich es absetze sehe ich vieles anders.... auch die freunde die ich habe, viele erkennen mich nicht wieder usw.....

ich merke wie meine persönlcihkeit wioeder zu mir durchdringt.... zugleich ist es nen schönes erlebnis.... zu gleich habe ich aber auch das gefühl, das ich die menschen erschrecke, die mich auf , doxepin, kennenlernten.... es waren immer hin 4-5 jahre
ich bin jetzt 25 und mit 19 , wurden mir die pillen verschrieben....
Gesperrt