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Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille
Verfasst: 29.06.2009 11:03
von tesa
Hallo,
danke Mücke, irgendwie war mir der Umgang in diesem Forum nicht ganz klar. Wie gesagt nehme nun, nachdem ich gerade 6 Wochen Trevilor abgesetzt hatte, erneut Trevilor retard 75mg täglich. Ich bin mit dieser Tatsache sehr unzufrieden. Möchte daher von euch wissen. Kann es sein, dass ich lediglich an Absetzsymptomen litt. Auf Anordnung meines Arztes habe ich das Medikament um es abzusetzten, zwei Wochen lang, jeden zweiten Tag eingenommen, anschließend ganz weggelassen. Meine Stimmungen schienen mir irgendwie unkontrollierbar, später wurde sie zunehmend schlechter, allerdings ging es mir noch nie so schlecht, nicht einmal vor meiner Behandlung, es war seltsam fremdbestimmt, ich konnte es nicht erklären. Habe ich zu schnell wieder mich auf das AD eingelassen? Kann ich wagen es wieder abzusetzen? Und wenn dann wie?
Noch etwas, gibt es eine generelle Unverträglichkeit der Antibabypille oder kommt es nur auf die jeweilige Pille an, Und gibt es eventluell Erfahung mit Wechselwirkungen?
Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mir eure Erfahrungen schildern könntet. Danke!
Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille
Verfasst: 29.06.2009 14:41
von mücke
Hallo tesa
Kann es sein, dass ich lediglich an Absetzsymptomen litt. Auf Anordnung meines Arztes habe ich das Medikament um es abzusetzten, zwei Wochen lang, jeden zweiten Tag eingenommen, anschließend ganz weggelassen. Meine Stimmungen schienen mir irgendwie unkontrollierbar, später wurde sie zunehmend schlechter, allerdings ging es mir noch nie so schlecht
Ja, das kann gut sein, vor allem dann wenn du Beschwerden bekommen hast, die vorm Absetzen nicht da waren.
Ein paar link dazu:
http://www.adfd.org/wissen/SSRI-Absetzsyndrom
http://www.antidepressiva-absetzen.de/
http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html
http://www.adfd.org/wissen/Checkliste:_ ... ymptome%3F
Was mich immer wieder wundert ist die Art und Weise wie manche Ärtze absetzen.
Das Medikament nur jeden 2. Tg. zu nehmen ist falsch.
Es sollte schon tgl. eingenommen werden und langsam in der Dosis reduziert werden.
Wenn du dich jetzt fragst wie man das denn macht, so sage dir, nach der Kügelchenmethode.
Man öffnet die Kps. und entfernt einige Kügelchen und dosiert so langsam ab.
Du hattest doch Trevilor retard, oder?
Kann ich wagen es wieder abzusetzen? Und wenn dann wie?
Werde erst wieder stabil. Dann kannst du erneut versuchen abzusetzen.
Gruss Mücke
Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille
Verfasst: 29.06.2009 20:50
von tesa
Vielen Dank, für die Antwort.
Ja, ich neheme die trevilor retard Kapseln.
Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille
Verfasst: 30.06.2009 10:11
von antianti
Jep, das mit dem abwechselnden Einnehmen (bei mir: 1x150mg, 1x75mg usw.) hatte mir mein Arzt anfangs auch geraten,
geht gar nicht!!! Führt nur dazu, dass man jeden zweiten Tag Absetzerscheinungen hat, also völlig bescheuert.
Ich schließe mich den Ratschlägen von Mücke an: erst wieder stabil werden und dann ganz langsam und gleichmäßig, mit der Kügelchenmethode oder durch sorgfältiges Teilen (bei normalen Filmtabletten), alle 2-3 Wochen oder noch langsamer, je nach Befinden reduzieren. Wenn Du auf Null bist, kann es trotzdem noch zu Entzugsproblemen kommen, aber bei mir waren die nach wenigen Tagen erträglich, und auch ein anderer Teilnehmer hier sprach von 5 Tagen akuter Probleme.
tesa hat geschrieben:Noch etwas, gibt es eine generelle Unverträglichkeit der Antibabypille oder kommt es nur auf die jeweilige Pille an, Und gibt es eventluell Erfahung mit Wechselwirkungen?
Was meinst Du damit? Unverträglichkeit bei der Einnahme oder Wechselwirkungen mit dem Trevilor?
Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille
Verfasst: 30.06.2009 13:24
von tesa
Danke. Was die Pille angeht. Einige führen eher dazu, dass eine vorhandene Depression gesteigert wird. Kann das jemand bestätigen?.
WEgen des Absetzens von Trevilor. WIe ist es wenn man zunächst auf 37,5 retard kapseln wechselt. Das in Trevilor enthaltene Venylfaxin gibt es auch als retard-Kapsel. kann man auch so reduzieren? Ich meine einige Kügelchen entnehmen, woher weiß ich wieviele? die Hälfte?.
Noch warte ich ab, mit dem Absetzen, das ist mir klar. Ich will nur wissen, ob ich mich erneut diesen hässlichen Absetzsyptomen aussetzen muss. Das war wirklich nicht angenehm.
danke für eure Beiträge, dass ist sehr hilfreich.
Re: Trevilor Absetzsymptome/Antibabypille
Verfasst: 30.06.2009 18:36
von antianti
Ich würde sagen, dass Tabletten, die die Hormone steuern, auch immer die Psyche beeinflussen können. Ich habe mich irgendwann gegen weitere Pillenversuche entschieden, weil ich von den künstlichen Hormonen nicht mehr beeinflusst werden wollte, und fühle mich seitdem viel besser. Z.B. unter der Cerazette, einer östrogenfreien Pille, war ich die ganze Zeit unglaublich gereizt, zickig und mürrisch. Permanentes PMS. Andererseits gilt auch hier: Ausprobieren macht schlau! Es gibt genug Frauen, die die Pille psychisch und physisch gut vertragen.
Zur Kügelchenmethode: Manche machen es so, dass sie in festen Abständen, z.B. alle 5 Tage, ein Kügelchen aus der Kapsel weglassen. Das dürfte die schonendste, wenn auch langwierige Variante sein. Andere wiegen die Kügelchen ab und reduzieren quasi nach Gewicht, z.B. alle 2 Wochen 5mg. Ich selber hatte am Ende Filmtabletten, die habe ich mit dem Messer erst halbiert, dann geviertelt und schließlich geachtelt. Ich behaupte mal, Kügelchen zählen ist einfacher.
Fest steht, dass zwei Wochen zum Absetzen viel zu kurz sind. Auch von einer Dosisreduzierung kann man bei dieser abwechselnden Einnahme nicht wirklich sprechen. Da hat Dein Arzt echt bulls***t geredet, das muss ich sagen. Um den Vergleich mit dem Sportwagen (siehe Signatur) zu halten, den mein Neurologe gebracht hat, ist eine solche Methode wie wenn man mit besagtem Gefährt abwechselnd Gas gibt und bremst, und dadurch erwartet, langsamer zu werden. Wenn Du allerdings langsam und kontinuierlich die eingenommene Dosis verringerst, hast Du gute Chancen, den Absetzsymptomen zu entgehen oder zumindest wie ich nur ganz am Schluss ein paar Tage damit zu kämpfen.