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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


neuer anlauf....

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
short_temperedly
Beiträge: 6
Registriert: 02.10.2009 20:59

neuer anlauf....

Beitrag von short_temperedly »

hallo..........short_temperedly ist 33.......seit 5 jahren benzoabhängig........und eigentlich weiss ich jetz gar nicht so genau wo ich anfangen soll.......aber ich versuchs mal......ich fang ma damit an wie ich überhaupt an die benzos gekommen bin......ich hatte eine ganz schlimme halsentzündung......da habe ich von meinem arzt ein ultrastarkes antibiotikum bekommen welches ich nicht vertragen hatte.........ich bekam ne panikattacke.......kannte diese angst zwar schon vorher.........nur war diese panikattacke so schlimm dass ich tatsächlich den notarzt wollte.........ich war mittlerweile schon mitten in der hyperventilationstetanie drin......die daumen nach innen gekrampft......dachte ich sterbe......usw.........der arzt kommt rein......winkt mir entgegen........"ach ich weiss schon was sie haben"......schiebt mir ne halbe bromazepam in den mund.........sagt ich soll in ner halben stunden nochma ne halbe nehmen........und lässt ein rezept da!.........10 stück................wer einmal leckt der weiss wie's schmeckt sag ich da........und ab da startete meine sog. "benzokarriere" ...........ich fands klasse vor nichts und niemand mehr angst zu haben..da ich generell ein sehr unsicherer/ängstlicher mensch bin (schon immer war)...................so dann startete meine experimentierphase inklusive jeglicher art von beschaffungsmassnahmen........und jeglicher art von benzodiazepinen.....nach ein paar wochen ausprobieren bin ich auf 5 tavor a 2,5mg am tag hängengebliben........erster ambulanter entzug.....totale katastrophe....2. ambulanter entzug......hahahahha........irgendwie hab ichs dann doch geschafft auf 3 tavor runterzukommen.......auf denen war ich dann bis letztes jahr mai........da hats mich dummerweise auf eine "detox-station" verschlagen............was aber total daneben ging........bin dort die ersten tage die glatten wände hoch weil ich viel zu wenig bekommen habe.......die haben dann sogar zugegeben dass sie sich in der umrechnung von tavor auf diazepam "verrechnet" haben......das in einer fachklinik?????????? ........ebenso hab ich dort trileptal bekommen...ein antiepileptikum..welches meinen verstand komplett ausgeschaltet hat......meine augen haben gebrannt wie feuer.....waren knallrot....ich hatte kopfschmerzen....jeden tag....rannte von einer therapie zur nächsten.........und nach drei wochen.......wieder zu hause......es hat keine drei tage gedauert............diazepam..............................mein psychiater wollte mich wieder in die gleiche klinik schicken..........so habe ich mich in eigenregie mit meinem freund als unterstüzung selbst auf 20 mg diazepam am tag runterdosiert (nach dem ashton manual)..........nur irgendwann riss das dann auch ab.....ich bin ultraschnell aus der fassung zu bringen....................so langsam hab ich das gefühl dass immer mehr zusammenbricht......dosis rauf....dosis runter.....man darf mir keinen ganzen blister in die hand geben sonst ess ich den vor lauter verzweiflung auf einmal.......als ich neulich ma wieder schlaflos in meinem bett gelegen habe...hab ich den entschluss gefasst einen neuen absetzplan zu erstellen......der ist jetzt seit 29.09. am rennen............nun bin ich hier.......weil mir noch so viel mehr sachen in meinem scheiss kopf rumgehen......die besten freunde erscheinen manchmal als feinde.....jeden tag mit angst und herzrasen aufwachen...........ich hätte eigentlich was zu tun.....wir wollen bald umziehen.......aber ich weiss nicht mehr wo vorne und hinten ist.......wer freund oder feind ist......das reicht wohl für den anfang.........................thx fürs lesen........*
10 mg diazepam morg.
10 mg diazepam ab.
bei extremer angst 2,5 mg lorazepam
mücke
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Re: neuer anlauf....

Beitrag von mücke »

Hallo

Nochmals ein Willkommen von mir und danke.
Da du ja jetzt endlich freigeschaltet bist, kannst du überall lesen und vllt. auf diesem Weg schon einiges Wissenswertes erfahren.
Bei konkreten Fragen eröffne bitte ein neues Thema, da hier ja nur Vorstellung.

Kommst du denn mit den 20 mg Diazepam klar?

Gruss Mücke
short_temperedly
Beiträge: 6
Registriert: 02.10.2009 20:59

Re: neuer anlauf....

Beitrag von short_temperedly »

danke ;-) ....................naja.....so richtig nicht.......am morgen sind es momentan 9 mg......und am abend 10 mg....das will ich jetz so 2-3 wochen beibehalten.......die ganze zeit waren die 20 mg am tag....ich sag ma....ausreichend......seit mein plan am rennen ist.....und das is ja erst seit dem 29. merk ich seit gestern und heute schon en unterschied......die stimmung geht rauf und runter.........hab keine lust was zu machen obwohl ich weiss dass es mir besser gehen würde wenn ich was mach......und sei es nur banales geschirr spülen oder so.........aber nein......ich lieg dann lieber auf der couch und versuch das flatterige gefühl in der brust auszuhalten......und vor allem....nich schon wieder streit anzufangen.....wegen meiner gereizten stimmung..........................was auch extrem störend ist......ich vergess ständig alles............der rote faden in my brain hat sozusagen mehrere dünne stellen oder is gar gerissen..................theoretisch weiss ich ja schon wie ich das alles hinzukriegen hab.........nur das alles in die praxis umsetzen :cry: ...............fällt mir grad voll schwer......und jetzt ziehen wir auch noch um.............was so viel heisst wie......in einem monat muss die gesamte wohnung ausgeräumt sein.................wie auch immer.......ich les mich hier jetzt mal en bissi ein............liebe grüsse.....*
10 mg diazepam morg.
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212luna
Beiträge: 6
Registriert: 28.09.2009 20:17

Re: neuer anlauf....

Beitrag von 212luna »

Hallo Neue, ich kenne mich zwar nur von meinem Freund aus mit den Medis aus , aber ich war früher in einer privaten Klinik tätig. Daher kenne ich Diazepam auch , das wird meist vor den OP´s gegeben. Aber damals als du das Antibiotikum bekommen hast, könnte es sich auch um einen Allergenen Schock gehandelt haben, das hatte ich auch schon mal wegen einem Meidkament das ich einnehmen mußte , erst bekam ich rote Flecken und dann ging es los, ich bekam immer weniger Luft , nur ich wußte damals schon aufgrund meiner Erfahrung was es sein kann und wartete so ungefähr mit Schnappatmung auf den Notarzt. Und wenn dich Schleimhäute anschwellen wegen der Medikamentenallergie und man keine Luft mehr bekommt , bekommt der Mensch Todesangst.
Und daß es einem Menschen manchmal alles zuviel ist, finde ich in der heutigen Zeit verständlich . Man soll immer funktionieren , alles soll immer perfekt sein. Die Wohnung das Auto die Kinder..........
Und wenn du vor einem Umzug stehst, wäre mir auch schlecht .....wer packt denn gerne ein und alles wieder aus. Ich mußte vor 2 jahren auch umziehen , schrecklich und ich habe immer noch nicht alle Kartons ausgepackt die stehen zum Teil noch in unserer Garage. :( Aber ich denke auch man nimmt sich immer soviel vor weil man es einfach so denkt oder man ist so erzogen worden. Weißt du ich bin noch nicht so alt aber ich hatte vor acht Jahren eine Herzinfarkt , vor lauter Arbeit und seit dem denke ich ein wenig anders über einige Sachen.
Nimm dir halt nicht alles auf einmal vor , denk einfach heute mache ich 1 Kiste voll und fertig nicht oh Gott ich muß das ganze Zimmer schaffen, da fühlst du dich überfordert , würde ich auch und dann denkt man doch schon im Vorraus " Mein Gott ist das noch viel" ! Oder wenn du gute Freunde hast, an denen du zur Zeit zweiflest, dann frag die doch einfach ob die dir mal helfen können , dafür hilfst du ihnen ein anderes mal vielleicht.
Vielleicht hört sich das Alles für dich einfach nur blöd an , aber wer nicht mal wütend sein darf oder weinen darf wenn er traurig ist oder lacht ........sollten wir uns dann nicht überlegen ........sind wir noch menschlich?
Wenn es nur ein Umzugskarton ist und nicht zwanzig am Tag machst du auch irgendwann den Deckel deines letzten Kartons zu. Ich hoffe dir geht es bald besser.
Marsupilami

Re: neuer anlauf....

Beitrag von Marsupilami »

Hast Du niemanden, der Dir mit dem Umzugskram helfen kann? Außer diesem praktischen Ratschlag kann ich leider nix dazu sagen...

Gruß,

Marsu
chiara63
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Re: neuer anlauf....

Beitrag von chiara63 »

Hallo und herzlich willkommen hier :)

ERstmal möchte ich sagen, dass es wahrscheinlich keine gute Idee ist, während dieser Stressphase eines Umzuges an einen Benzoentzug zu denken oder auch weiter zu reduzieren.
Also erstmal den Umzug durchziehen und dann weiter daran arbeiten - das sind meine ersten Gedanken dazu.

Zur praktischen Frage: "Wie den Umzug schaffen?" - ich weiß nicht genau, wie deine momentanen finanziellen Umstände sind, aber es gibt die Möglichkeit, sich Hilfen auch vom Amt für den Umzug zu besorgen - dazu musst du dich mit einem Sozialdienst oder einer soz. Beratungsstelle in Verbindung setzen, deine momentane Situation schildern und die können dir meist weiterhelfen, wie und ob du Anspruch auf eine bezahlte Hilfe hast.

Bei mir hat das damals meine sozialtherapeutische Beratungsstelle in die WEge geleitet und mir wurde vom Sozialamt eine Hilfe für einige Stunden in der Woche bereitgestellt. Der kam, halt mit, Kisten zu packen, sie in die neue Wohnung zu schaffen und auch, um später wieder einzuräumen.
Wenn du also niemanden hast, der dir helfen kann und du nix auf die Reihe bekommst, dann schau mal im Telefonbuch nach und scheue dich nicht, anzurufen - die Chance besteht, dass du Hilfen organisieren kannst!

Am besten ist es auch, alles aufzuschreiben, was wohin eingeräumt wird, wohin es soll, usw. Ebenfalls hab ich damals beim Packen der Kisten drei "Haufen" gemacht, als ich die Schränke ausräumte: Einer, auf den alles kam, was mitmuss, einer, bei dem ich noch überlegte, und einer, der zum Ausmisten war. Bei Letzterem am besten nicht zu lange überlegen :)

Ebenfalls ist es so, dass die meisten Menschen - ob nun Angstkrank oder nicht - bei einem Umzug nur noch "am Rad drehen" - versuche, dich davon nicht zu weit runterziehen zu lassen - es ist völlig normal!!!!!
Mir hat es sehr geholfen, mir bei meinem letzten Umzug alles aufzuschreiben, was sich dann zum Positiven verändert - und mit das jeden Tag vorzuhalten. So überwog doch letztlich die Freude auf die neue Whg gegenüber der Angst und den Sorgen.

Bei deinen Absetzversuchen möcht ich dir ebenfalls raten, im geeigneten Bereich hier ein neues Thema zu eröffnen oder dich in einen bestehenden Austausch einzuklinken.

Wünsch dir viel ERfolg und melde dich doch wieder!

Lieben Gruß
chiara
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
Marsupilami

Re: neuer anlauf....

Beitrag von Marsupilami »

Hallo Chiara,

das hat jetzt nicht direkt mit dem Thema zu tun:

Was ist eine sozialtherapeutische Beratungsstelle und kriegt man dort einfach so Hilfe, ohne irgendwie erst wieder monatelang durch Arztberichte beweisen zu müssen, dass man krank ist? Und was für Hilfen? Ich habe sowas noch nie gehört... Vielleicht kannst Du dazu mal was schreiben, gegebenenfalls an anderer Stelle, wäre vielleicht auch für Andere interessant zu wissen? So, nun wieder zurück zum Thema...

Gruß,

Marsu
chiara63
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Re: neuer anlauf....

Beitrag von chiara63 »

Hallo Marsu

ich kann dir nur von der in Mainz berichten: http://www.sbb-mainz.de/
Es gibt aber solche Beratungsstellen überall in Deutschland. Entweder über einen staatl. oder einen kirchlichen Träger wie Caritas, Der Paritätische, usw.
Welche Hilfen es gibt, kannst du dort auf der HP sehen - es gibt sowohl Hilfen zur praktischen LEbensgestaltung (Freizeitplanung, Haushaltshilfen - also durchaus auch Waschen. Kochen, Bügeln, Ämter- und Behördenschreiben und -gänge, zur Integration auf dem Arbeitsmarkt, Erziehungshilfen, usw.). Diese Hilfen laufen aber auch über die Caritas, über den Paritätischen Wohlfahrtsverband und andere kirchl. oder staatl. Einrichtungen.
Diese Hilfe ist aber nicht immer kostenlos: Bei HARTZ IV oder Grundsicherungsempfänger (sowie Gleichgestellten, bspw. Minimalrente) wird sie komplett vom Amt übernommen, bei allen anderen gibt es Bemessungsgrenzen. Je nachdem muss der Betreute dann teilweis dazu zahlen und den Rest übernehmen KK oder auch das Amt.

Mir wurde damals diese Stelle von der Sozialstation in meiner Reha genannt und sofort ein Termin vereinbart. Da ich damals nicht nur Hilfen in praktischen Angelegenheiten brauchte, soondern eben auch GEspräche wegen meinen Depressionen, etc., konnte man mir sogar eine Psychologin zur Seite stellen - ansonsten sind es Sozialarbeiter.

Da ich direkt von der Klinik aus dorthin kam, weiß ich nicht, wie das ansonsten mit "Beweisen" verlaufen wäre. Als ich aber neulich wegen der Krnakheit meiner Mutter wieder so am Boden war und bei der Caritas um GEspräche für kurze Zeit bat, erhielt ich innerhalb einer Woche einen Termin und hatte dann, ähnlich wie bei einem Therapeuten, 4 weitere. Danach wäre das Ganze ganz normal über die Krankenkasse beantragt worden - denke mal, die Sozialarbeiterin hätte dann einen kurzen Verlaufsbericht geschrieben, das war beim Therapeuten damals so.

Lieben Gruß
chiara
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
Marsupilami

Re: neuer anlauf....

Beitrag von Marsupilami »

Hallo Chiara,

danke für die Infos. Interessant, dass man das von Ärzten nie erfährt. Ich dachte immer, dass All das nur im Rahmen des Persönlichen Budgets möglich ist, und bis das durch ist, ist ein halbes Jahr rum. Das, was Du schreibst, dass man eigentlich dringend jemanden zum Reden bräuchte, wenn man sein ganzes Leben Tag für Tag von Depressionen heimgesucht ist, das sehe ich genauso. Wenn einem schon keiner helfen kann, dass sie irgendwann besser werden... Also, ganz lieben Dank für Deinen ausführlichen Bericht.
Wie geht es Dir denn momentan?

Grüße,

Marsu
short_temperedly
Beiträge: 6
Registriert: 02.10.2009 20:59

Re: neuer anlauf....

Beitrag von short_temperedly »

hallo an euch........danke für die antworten und ratschläge.............bin gerade ziemlich im stress....muss auch gleich wieder los......wollt nur ma schnell sagen dass ich nich schon wieder weg bin.......ich komm die tage wieder....dann hab ich etwas mehr zeit auf die antworten einzugehen........nochma vielen vielen dank!..........tut schon gut euer feedback zu bekommen................liebe grüsse........*
10 mg diazepam morg.
10 mg diazepam ab.
bei extremer angst 2,5 mg lorazepam
chiara63
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Registriert: 11.07.2008 22:30
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Re: neuer anlauf....

Beitrag von chiara63 »

Hallo Marsu

mir geht es weiterhin durchwachsen. Mal sehr gut, mal sehr schlecht. DAs ist wohl mein Leben, nicht immer leicht erträglich, aber ich hab mich damit abgefunden und es ist auch wietgehen ok....die meiste Zeit zumindest. Logisch gibt es auch Tage und Zeiten, wo das ganz und gar nicht der Fall ist.
Beruflich bin ich jetzt bei uns stv. Vorsitzende des WErkstattrates und mach in etwa die Arbeit vergleichbar mit einem Betriebsrat.
Nun ja - und ob du es glaubst oder nicht: Neuerlich trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, online mein Abitur nachzuholen und evtl. nochmal ein Studium aufzunehmen. Ob damit eine neue Berufstätigkeit verbunden ist, wage ich mit 46 Jahren zu bezweifeln - aber ich möchte es einfach für MICH machen. Doch so ganz ist das noch nicht klar.

Hallo short

melde dich einfach, wenn dir danach ist - und schau dich inzwischen weiter hier um oder eröffne ein neues Thema :)

Lieben Gruß
chiara
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
Gesperrt