Diazepam - Reduktion auf 0
Verfasst: 27.02.2010 00:54
Hallo,
ich hab mich angemeldet weil ich beim googeln über die Symptome bei einer Diazepam-Reduzierung hier gelandet bin und mir denke, dass es leichter ist, damit nicht ganz allein zu sein.
Ich nehme seit langer Zeit Benzos, das erste Mal vor ca. 17 Jahren. Früher immer mal wechselnd und unregelmäßig Rivotril, Tavor, Bromazepam, Loretam, Valium... was mir gerade verschrieben wurde. Aber eben bis vor ca. 5 Jahren nicht regelmäßig, niemals mehrere gemischt oder mehr als vom Arzt verordnet und niemals so, dass ich ein Problem hatte zwischendurch auch längere Zeit (mehrere Monate) nichts zu nehmen.
Vor 5 Jahren habe ich angefangen 2-3mal wöchentlich 10mg Diazepam zu nehmen in dem Glauben, dass ich nur abhängig werde, wenn ich es täglich nehme. Mein Arzt hatte gesagt, solange ich es maximal alle 2 Tage nehme, passiert nichts.
Naja, ich hab mich nie abhängig gefühlt, brauchte auch 3 Jahre lang keine Dosiserhöhung.
Aber vor 2 Jahren, in einer extremen Stresssituation und in einer Phase sehr starker Angst- und Panikattacken habe ich angefangen (mit ärztlichem OK), regelmäßig 20mg täglich zu nehmen. Das habe ich bis Dezember 2009 dann auch getan. Dann kam ich zu meiner Psychiaterin um ein neues Rezept zu holen und mir wurde von der Arzthelferin gesagt, dass ich keins mehr bekomme. Ich war ziemlich irritiert von diesem Vorgehen und habe dann in einem mühseligen Kampf mit meiner Ärztin und der Drohung mich an die Krankenkasse zu wenden erreicht, dass ich zumindest einen Absetzplan bekommen habe. Der erste Plan ging von einer wöchentlichen Halbierung der Dosis aus und davon, dass ich nach 4 Wochen auf 0 bin.
Da ich eh nicht begeistert davon bin, abhängig von diesem Zeug zu sein, hab ich dem Absetzen zugestimmt. Der Anfang ging auch gut, allerdings nicht in dieser Geschwindigkeit. Ich habe von Dezember bis jetzt von 20mg auf 5mg reduziert, ohne irgendwelche Absetzprobleme zu haben.
Das Einzige, was jetzt seit einer Woche auftritt, sind extreme Rückenschmerzen. Dazu muss ich sagen, dass ich zwei Bandscheibenvorfälle habe und denke, dass das Diazepam sehr muskelantspannend gewirkt hat und diese Wirkung jetzt nachlässt.
Die ganzen Absetzprobleme, von denen ich hier gelesen habe, machen mir natürlich Angst. Ich hatte eh vor, die letzten 5mg langsamer abzusetzen, glaube nur nicht, dass ich meine Ärztin davon überzeugen kann.
Ich hab gelesen, dass die Entzugssymptomatik noch bis zu einem Jahr nach dem Absetzen bestehen bleiben kann. Aber ich hab ja im Prinzip bisher gar nichts. Kann es auch sein, dass es erst mehr als 2 Monate nach Beginn der Reduktion überhaupt zu Symptomen kommt? Oder kann ich weiter hoffen, davon so ziemlich verschont zu bleiben? Gibt es Menschen die keine oder nur eine schwache körperliche Abhängigkeit entwickeln? Ich fühle mich psychisch wesentlich mehr abhängig von dem Zeug als körperlich.
Sind vielleicht viele Symptome, die man als Entzugssymptome bezeichnet, eher Probleme, die man auch mit dem Zeug hätte oder eben wenn man nie angefangen hätte, es zu nehmen? Ich hab z.B. Sehstörungen, zittere viel, hab Schlafstörungen usw. Aber all das hatte ich (ein bisschen abgeschwächt) auch mit dem Diazepam und vor dem Diazepam.
Ich würde mich über Kontakt zu Leuten freuen, die evtl. auch gerade beim Absetzen sind oder vielleicht die Reduzierung auf 0 bereits erfolgreich hinter sich haben!
Viele Grüße,
Gargamella
ich hab mich angemeldet weil ich beim googeln über die Symptome bei einer Diazepam-Reduzierung hier gelandet bin und mir denke, dass es leichter ist, damit nicht ganz allein zu sein.
Ich nehme seit langer Zeit Benzos, das erste Mal vor ca. 17 Jahren. Früher immer mal wechselnd und unregelmäßig Rivotril, Tavor, Bromazepam, Loretam, Valium... was mir gerade verschrieben wurde. Aber eben bis vor ca. 5 Jahren nicht regelmäßig, niemals mehrere gemischt oder mehr als vom Arzt verordnet und niemals so, dass ich ein Problem hatte zwischendurch auch längere Zeit (mehrere Monate) nichts zu nehmen.
Vor 5 Jahren habe ich angefangen 2-3mal wöchentlich 10mg Diazepam zu nehmen in dem Glauben, dass ich nur abhängig werde, wenn ich es täglich nehme. Mein Arzt hatte gesagt, solange ich es maximal alle 2 Tage nehme, passiert nichts.
Naja, ich hab mich nie abhängig gefühlt, brauchte auch 3 Jahre lang keine Dosiserhöhung.
Aber vor 2 Jahren, in einer extremen Stresssituation und in einer Phase sehr starker Angst- und Panikattacken habe ich angefangen (mit ärztlichem OK), regelmäßig 20mg täglich zu nehmen. Das habe ich bis Dezember 2009 dann auch getan. Dann kam ich zu meiner Psychiaterin um ein neues Rezept zu holen und mir wurde von der Arzthelferin gesagt, dass ich keins mehr bekomme. Ich war ziemlich irritiert von diesem Vorgehen und habe dann in einem mühseligen Kampf mit meiner Ärztin und der Drohung mich an die Krankenkasse zu wenden erreicht, dass ich zumindest einen Absetzplan bekommen habe. Der erste Plan ging von einer wöchentlichen Halbierung der Dosis aus und davon, dass ich nach 4 Wochen auf 0 bin.
Da ich eh nicht begeistert davon bin, abhängig von diesem Zeug zu sein, hab ich dem Absetzen zugestimmt. Der Anfang ging auch gut, allerdings nicht in dieser Geschwindigkeit. Ich habe von Dezember bis jetzt von 20mg auf 5mg reduziert, ohne irgendwelche Absetzprobleme zu haben.
Das Einzige, was jetzt seit einer Woche auftritt, sind extreme Rückenschmerzen. Dazu muss ich sagen, dass ich zwei Bandscheibenvorfälle habe und denke, dass das Diazepam sehr muskelantspannend gewirkt hat und diese Wirkung jetzt nachlässt.
Die ganzen Absetzprobleme, von denen ich hier gelesen habe, machen mir natürlich Angst. Ich hatte eh vor, die letzten 5mg langsamer abzusetzen, glaube nur nicht, dass ich meine Ärztin davon überzeugen kann.
Ich hab gelesen, dass die Entzugssymptomatik noch bis zu einem Jahr nach dem Absetzen bestehen bleiben kann. Aber ich hab ja im Prinzip bisher gar nichts. Kann es auch sein, dass es erst mehr als 2 Monate nach Beginn der Reduktion überhaupt zu Symptomen kommt? Oder kann ich weiter hoffen, davon so ziemlich verschont zu bleiben? Gibt es Menschen die keine oder nur eine schwache körperliche Abhängigkeit entwickeln? Ich fühle mich psychisch wesentlich mehr abhängig von dem Zeug als körperlich.
Sind vielleicht viele Symptome, die man als Entzugssymptome bezeichnet, eher Probleme, die man auch mit dem Zeug hätte oder eben wenn man nie angefangen hätte, es zu nehmen? Ich hab z.B. Sehstörungen, zittere viel, hab Schlafstörungen usw. Aber all das hatte ich (ein bisschen abgeschwächt) auch mit dem Diazepam und vor dem Diazepam.
Ich würde mich über Kontakt zu Leuten freuen, die evtl. auch gerade beim Absetzen sind oder vielleicht die Reduzierung auf 0 bereits erfolgreich hinter sich haben!
Viele Grüße,
Gargamella