Diazepam-Wann hört das auf?
Verfasst: 14.04.2010 08:55
Hallo!
Ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und wollte mich auch mal vorstellen.
Früher war ich Heroinabhängig, später bekam ich Methadon. Davon habe ich mich vor 6 Jahren runtergestuft und bekomme jetzt seitdem Subutex. Ich führe ein recht normales Leben, gehe arbeiten etc.
Allerdings habe ich 4 Jahre (illegal) Diazepam genommen. Ich hatte zwar schon Erfahrungen mit Benzos, aber so lange hatte ich sie noch nie genommen.
Zuerst habe ich angefangen (vor etwa 5 Monaten) konstant 50mg. zu nehmen. Dann bin ich recht zügig auf 20mg. runter, was recht leicht ging. Ab da wurde es schwierig... Mal schaffte ich es einen Tag weniger zu nehmen und... dann auch wieder nicht.
Es dauerte mir zu lange, also machte ich Nägel mit Köpfen und ging gleich auf 10mg. runter. Als ich das geschafft hatte ging ich in viertel-Teilen von der letzten runter.
Beim letzten Viertel angekommen, wurde es komisch... Da ich schon Krampfanfall vorbelastet bin und ich ja leider wegen meiner Subutex-Substitution nicht mit dem Arzt sprechen konnte, hatte ich große Angst bei der Arbeit abzukrampfen.
Also nahm ich alle 3 Tage zur Sicherheit, 1.Viertel.Außerdem hatte ich ziemliche Entzugserscheinungen, die waren echt merkwürdig: Immer wenn ich eine Viertel genommen hatte, ging es mir schlechter als wenn ich 3 Tage nichts nahm....Und ich fühlte mich, trotz Entzug, schlecht wenn ich was genommen hatte.Aber irgendwie war(ist) es richtig toll, mal wieder einen klaren Kopf zu haben! Irgendwann dachte ich mir daß ich ja ,vom Logischen her, gar nicht mehr entzügig sein könnte und es endlich mal probieren könnte.Ich setzte es komplett ab. Das ist nun 5 Wochen her.
Manche Tage fühle ich mich super (vorallem das neu gewonnene, klare Körpergefühl), dann kommt wieder ein Tag an dem ich zittrig bin, mich absolut unwohl fühle, mich nur verstecken will, Angst hab u.s.w. Komischerweise habe ich auch an diesen Tagen kein Verlangen Diaz zu nehmen. Nur frage ich mich langsam, wann das endlich aufhört. Es zieht sich wie ein Kaugummi, immer wenn ich denke -jetzt ist es besser- kommt es wieder.
Es sind doch schon so viele Wochen um...Ich versuche an der neuen Körperwahrnehmung Kraft zu schöpfen, sage mir immer "guck, wie gut sich das anfühlt, endlich merkst du dich selbst wieder".
Aber ich habe die Schnautze voll, immer wieder den Hammer in den Nacken zu bekommen (und das ist meistens, wenn es so gar nicht angebracht ist
)
Z.B. bin ich letzten in den Frühdienst gekommen(arbeite im Altenheim), um 6.00 morgens im Schwesternzimmer und ich dachte daß mich ALLE atmen hören
.
Deswegen habe ich versucht, mein Atmen zu kontrollieren. Alles wurde natürlich noch schlimmer und ich bekam kaum noch Luft.Dann bin ich ein paar Minuten raus, ich denke es hat keiner gemerkt. aber jetzt habe ich das Problem, daß ich schon bevor ich ins Schwesternzimmer komme, Angst habe, daß das wieder passiert...Durch diese Angst wird natürlich alles noch schlimmer.
Gruß,Jafy
Ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und wollte mich auch mal vorstellen.
Früher war ich Heroinabhängig, später bekam ich Methadon. Davon habe ich mich vor 6 Jahren runtergestuft und bekomme jetzt seitdem Subutex. Ich führe ein recht normales Leben, gehe arbeiten etc.
Allerdings habe ich 4 Jahre (illegal) Diazepam genommen. Ich hatte zwar schon Erfahrungen mit Benzos, aber so lange hatte ich sie noch nie genommen.
Zuerst habe ich angefangen (vor etwa 5 Monaten) konstant 50mg. zu nehmen. Dann bin ich recht zügig auf 20mg. runter, was recht leicht ging. Ab da wurde es schwierig... Mal schaffte ich es einen Tag weniger zu nehmen und... dann auch wieder nicht.
Es dauerte mir zu lange, also machte ich Nägel mit Köpfen und ging gleich auf 10mg. runter. Als ich das geschafft hatte ging ich in viertel-Teilen von der letzten runter.
Beim letzten Viertel angekommen, wurde es komisch... Da ich schon Krampfanfall vorbelastet bin und ich ja leider wegen meiner Subutex-Substitution nicht mit dem Arzt sprechen konnte, hatte ich große Angst bei der Arbeit abzukrampfen.
Also nahm ich alle 3 Tage zur Sicherheit, 1.Viertel.Außerdem hatte ich ziemliche Entzugserscheinungen, die waren echt merkwürdig: Immer wenn ich eine Viertel genommen hatte, ging es mir schlechter als wenn ich 3 Tage nichts nahm....Und ich fühlte mich, trotz Entzug, schlecht wenn ich was genommen hatte.Aber irgendwie war(ist) es richtig toll, mal wieder einen klaren Kopf zu haben! Irgendwann dachte ich mir daß ich ja ,vom Logischen her, gar nicht mehr entzügig sein könnte und es endlich mal probieren könnte.Ich setzte es komplett ab. Das ist nun 5 Wochen her.
Manche Tage fühle ich mich super (vorallem das neu gewonnene, klare Körpergefühl), dann kommt wieder ein Tag an dem ich zittrig bin, mich absolut unwohl fühle, mich nur verstecken will, Angst hab u.s.w. Komischerweise habe ich auch an diesen Tagen kein Verlangen Diaz zu nehmen. Nur frage ich mich langsam, wann das endlich aufhört. Es zieht sich wie ein Kaugummi, immer wenn ich denke -jetzt ist es besser- kommt es wieder.
Es sind doch schon so viele Wochen um...Ich versuche an der neuen Körperwahrnehmung Kraft zu schöpfen, sage mir immer "guck, wie gut sich das anfühlt, endlich merkst du dich selbst wieder".
Aber ich habe die Schnautze voll, immer wieder den Hammer in den Nacken zu bekommen (und das ist meistens, wenn es so gar nicht angebracht ist
Z.B. bin ich letzten in den Frühdienst gekommen(arbeite im Altenheim), um 6.00 morgens im Schwesternzimmer und ich dachte daß mich ALLE atmen hören
Deswegen habe ich versucht, mein Atmen zu kontrollieren. Alles wurde natürlich noch schlimmer und ich bekam kaum noch Luft.Dann bin ich ein paar Minuten raus, ich denke es hat keiner gemerkt. aber jetzt habe ich das Problem, daß ich schon bevor ich ins Schwesternzimmer komme, Angst habe, daß das wieder passiert...Durch diese Angst wird natürlich alles noch schlimmer.
Gruß,Jafy