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hallo

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Marsupilami

Re: hallo

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag, 29.07.10, 20:43

Hallo Michi,

Doktorarbeit? :?: :?: :?:

sosjord
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Registriert: Donnerstag, 10.09.09, 15:17

Re: hallo

Beitrag von sosjord » Freitag, 30.07.10, 0:59

doc phil .
keine angst ich bin kein getarnter :) gg
BENZOENTZUG IST SCHAFFBAR !
nach 2 Jahren hölle wieder geheilt ..
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2.2 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6822

Marsupilami

Re: hallo

Beitrag von Marsupilami » Samstag, 31.07.10, 22:28

Ähm, inwieweit hat denn dann die Doktorarbeit mit den hiesigen Problematiken zu tun? Oder warum hast Du sie erwähnt, falls ich fragen darf? :?: :?: :?: Okay, wir wissen jetzt auf jeden Fall, dass wir hier einen ganz Schlauen in unseren Reihen haben, :D

sosjord
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Re: hallo

Beitrag von sosjord » Sonntag, 01.08.10, 10:02

klar darfst du fragen marsu :)
naja , es ist hald ein philosophisches werk , das explizit auf die struktur dieser gesellschaft eingeht .
eine art spagat zwischen kritischer theorie und existentialismus.

naja , für sowas musst du nicht schlau sein, ich bewundere leute mehr , die ihr leben auf die reihe kriegen :)

falls es dich interessiert schicke ich dir einen auszug daraus .



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Hier vielleicht ein kleines beispiel in welche richtung das geht :


Seit Anbeginn der Existenz, versucht der Mensch sich Sicherheit in einer gefahrenvollen und unberechenbaren Welt zu schaffen, welche sich nur unter großen Mühen zu bewohnen zeigte. Einer der entscheidendsten Aspekte bei der Bildung sozialer Kollektive und gesellschaftlichen Handelns, war der Wunsch nach Sicherheit und Schutz. Die Vorratswirtschaft und die Besiedelung und Nutzbarmachung neuer Territorien, ist Ausdruck seines Kontrollbedürfnisses über die Natur und deren Recourcen, es verspricht Kontinuität und Vorhersehbarkeit, auch unter widrigen Umständen bestehen zu können und sich letztendlich am Leben zu erhalten. Der Subsistenzwirtschaft und dem vergemeinschaftlichten Horten kommt hierbei ein unverkennbarer wesentlicher Bereich zu, denn alles Menschliche liebt die Sicherheit oft um ein vielfaches mehr, als die Freiheit. Nicht verwunderlich scheint es somit, das die liberalen Konzepte der Gegenwart eben jene fehlende Sicherheit, mit Freiheit schönzureden verhoffen, denn das Leben ist wie ein Spielplatz, auf dem der sich auszutoben bereit fühle, der am Puls der Zeit schwimmend auszukosten vermag, was der Nervenkitzel des Unvorhersehbaren zu geben bereit ist und wie durch die Augen eines Kindes zu entdecken bereit ist. Die vormaligen, vor allem im Laufe des 19ten Jahrhunderts, aber bereits davor, installierten festen Strukturen von Berufscharieren und beamtischen bzw. arbeiterischen Hocharbeitens, weichen im Zuge der ökonomischen Liberalisierung neuen Formen der Beschäftigung , welche sich durch ihre Offenheit, Intransparenz und Schnelllebigkeit auszeichnen. Wer wenig an die Zukunft denkt und das notwendige Grundvertrauen mitbringt, kann vieles Erreichen, denn er ist der von der Tatsächlichkeit geliebteste unter den Menschen und am leichtesten in das Objekt übertragbare Wesen. Es liegt demnach nahe, das der, welcher weniger mit Reichtümern, materiellem Besitz und Anerkennung ausgestattet ist, wohl etwas falsch gemacht zu haben scheint. Doch ist das tatsächlich so? Um die Argumentation und vollendestete Verblendung der Postmoderne zu verstehen, muss man zu nächst deren Dialektik insofern anerkennen, als das die menschliche Logik mit Widersprüchen überhäuft wird, welche ein erstaunlich kohärentes Positives ergeben, das an Mangel eigener Konsistenz bedingungslos übernommen wird.

In Rundfunk, Fernsehen und Werbung wird beispielsweise über das Leben der Oberschicht berichtet, welche als prassend und mit Geld um sich werfend, nahezu psychotisch und exzentrisch dargestellt wird, aber in umgekehrter Weise doch als erstrebenswertes Schemata, einer von materiellen Zwängen befreiten Lebensweise, die die Sehnsüchte der Konsumenten ausreizen zu vermag, bis jene in Verzweiflung oder Tatendrang in einer widersprüchlichen Rolle aufgehen, welche die Gesellschaft für sie vorgesehen hat. Das sogenannte „image“, als plakatives Objekt, ist nicht etwa Zielvorgabe, denn seine Erfüllung ist unwahrscheinlich und doch reicht seine Darstellung aus um das Eigene minder zu betrachten. Die Selbstschuld wird vor die Schuld der Verselbständigung und Entfremdung geschoben wie ein Schatten vor die Sonne, auf das der Mensch eine Ruhe gibt, aus Mangel an Gegenpositionen und Widerstandswille, denn er kann den Feind nicht ausmachen im Widerspruch des Gesehenen. Wenn Alles von Jedem erreichbar zu seien scheint, trifft die Schuld am Versagen den Einzelnen. Das vermeintlich schuldige Subjekt tut gut am sich duckenden Verharren in der Menge, welches schon im Faschismus fleißig geübt, nicht mehr als ein Zahnrad in der Maschine ist, denn was kann ein Rädchen schon anrichten im Tross des Ganzen. Das durch die modernen Massenmedien vorgegebene Welt- und Menschenbild bleibt niemals im Subjekt erfüllbar und doch ersehnlich wie keines zuvor, es erscheint wie ein Traum der nun fleischgeworden, zu erschreckend und schön gleichermaßen ist, als das man sich zur Veränderung bereit fühle. Wozu überhaupt schaffen, wenn das ersehnte stellvertretend konsumierbar scheint und wozu Geltung erstreben wenn das Gelten des Anderen den Mund feucht machend, des Menschen Seele jauchzen und weinen zu gleich machen kann. Der postmoderne Mensch rast auf einer Achterbahn, welche er nie vollständig zu erkennen vermag, mit lachend und weinender Mimik zugleich in den Untergang, welcher ihm als Aufgang erscheint, ohne sich selbst je gekannt zu haben im Umgebenden, denn das Auswärtige ist unerbittlicher lustvoller Stimulus. Die Widersprüchlichkeit bleibt Voraussetzung für all dies, denn wo ist der Reiz am Kohärenten? Die Düsterheit der Zukunft verblasst vor der Düsterheit der Gegenwart, in einem schmerzvollenden und vollendetem Witz, des sich Verlierens.

Und dann der Absturz. Er ist genauso vorausgesehen und eingeplant wie der Aufstieg. Interessant zu erkennen ist hierbei die Bedeutung, rasch an Quantizität gewinnender psychischer Erkrankungen. Wo vor einigen Jahrzehnten noch von affektiver oder reaktiver Psychose gesprochen wurde, ersetzt nun das Wort „Burnout“ den volksmundigen Sprachgebrauch, denn es suggeriert den logischen Endpunkt der Karriere des Objekts. Schließlich muss dem Ausbrennen, vorangegangene Leistung vorausgegangen sein, welche brav und erstrebenswert erscheint. Im zwischenmenschlichen Diskurs prahlt der moderne globale Mensch mit der Stressbehaftetheit seines Berufs und seinen Multitaskingfähigkeiten , welche das menschlich Mögliche überstiegen und steht seinen Mann durch das Zerbrechen daran. Er ist das vermeintliche Opfer seines Könnens, dem System der Tatsächlichkeit zu entsprechen: der Übermensch unserer Tage. Um Ruhe zu suchen verreist der Ausgebrannte an ferne Orte, nur um Das zu finden was er sich eigentlich immer ersehnte, aber welches nie Alltag wurde, aus Mangel an Erlaubnis durch sich Selbst. Für die Freude und das Sinnieren ist Platz in der Freizeit und man müsse sich erarbeiten um genießen zu können, völlig aus den Augen verlierend, das auch Arbeit einen Genuss darzustellen vermag, sobald sie Beginn und Resultat in sich selbst hat. Die Depression des Geistes und der Gefühle zeigt sich als Folge des Verlernens selbiger, denn Fühlen ist ein auf einen Zukommendes geworden und niemals ein aus sich selbst Kommendes. Der Stillstand erscheint Erschreckend, denn er muss den Tot darstellen, wenn das Leben Bewegung zu seien scheint; niemals Rasten um Luft zu holen, denn vielleicht bleibt sie einem weg. Der postmoderne Übermensch überwindet den Tot, weil er ihn einfach nicht als solchen anerkennt, er widmet ihm keine Sekunde seiner Zeit und sein Ausspruch beschreibt sich in der komödiantischen Pointe: „Ich renn dir davon!“ Für die Transzendenz bleibt Platz in esoterisch anmutenden Seminaren und religiöser Massenhypnose, wo der Teil ihn ihm der nach Gott schreit auf Resultate trifft, welche wie auf einer Liste abgehakt erscheinen und als peripher abgetan werden. Dieses Fehlen an Transzendenz, das vehemente Verdrängen des „Darüberhinaus“,
ist innerste Symptomatik der Gesellschaft geworden, gestützt durch eine Logik, welche ihren Endzweck in sich selbst trägt, denn die Utopie ist nicht nur ein bereits verwirklichtes Paradies, sie ist auch gar nicht so paradiesisch; der Traum wird seiner Illusion beraubt und verbleibt das bestmögliche Endkonzept. Die resignative Haltung der Menschen, wird auf die Resignation des Systems transzendiert, es könne doch, wenn es könnte noch besser und dienlicher werden, völlig aus dem Auge verlierend, das dies vielleicht Überzeugung des Subjekts ist, die verselbstständigte Maschine aber kein Ziel außer ihr Weiterbestehen verfolgt und um diesen Willen zu verwirklichen, dem Subjekt glauben machen muss, es gäbe einen höheren Zweck im Streben und Ertragen. Jener höhere Zweck ist nicht wie im Mythos eine metaphysische Erlösung oder wie im Faschismus, das Erblühen der Volksgemeinschaft: Nein, es ist das diesseitig nächst Beste. Als der Nietzsche den Gott zerbrach, zerbrach im postmodernen Denken nicht nur der Glaube an ihn, doch auch die Erinnerung an ihn. Das verdinglichte Denken findet sein leidiges Ahnen im Konsumierbaren und wer keinen Gott kennt, der kennt auch kein Existieren, denn die Existenz trifft unweigerlich auf ein Fragendes, sofern sie noch zu fragen im Stande. Der Schreiende jedoch hat den Tot als Wahrheit vor Augen, denn er vermag ihn noch zu erahnen!

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oder:

Die Integration der Negativität

Das wissenschaftliche Denken ist seit jeher von der Kritik am Bestehenden geprägt, von der vermeintlich nüchternen intersubjektiven Betrachtung als Außenstehendes. Eine der vorzüglichsten Errungenschaften des liberalen Denkens der Postmoderne, ist jener Anspruch, falsche Totalitarismen und vermeintliche Absolutheit zu vermeiden. Der Satz: „ ich weiss das ich nichts weiss“, der den prozessualen und dialektischen Charakter alles Tatsächlichen beschreibt, ist der grundsätzlichste Anspruch jedweder Wissenschaftsauffassung der Moderne, welche sich auch im politischen Spektrum der liberalen Demokratien niederschlägt. Es wird geprüft, wo gerichtet wurde und bemessen wo bestimmt wurde. Den erkennenden Geist verschlägt es an einen Teilbereich des zu Wissenden, in dem er sammelt und abwiegt. Mit einem steten Blicken auf seine eigene Subjektivität erniedrigt er sich vor der Sache in so fern, als das er das zu Erkennende vor der Wahrheit an sich schmälert. Doch was bedeutet dieses Fehlen an Totalität im Denken? Es bedeutet lediglich die Integration der Widersprüche in die Logik des Bestehenden.
Ich will nun meinen Gedanken, der unverkennlich in Herbert Marcuses Theorie der negativen Entsublimierung seinen Ursprung fand, fragmentarisch erläutern.



Die Einbindung des Negativen in das Bestehende bedeutet zunächst, dass unzählige unterschiedliche Standpunkte sich in einem Tatsächlichen eingebunden finden. Die Einladung, die das allgemeine multiversale Gewäsch der postmodernen Wissenschaft ausspricht, ist jene der Duldsamkeit. Der Positivismus im Erkennungsprozess, ist in der Form hochgradig dialektisch, als das er umso verhärteter sich findet je offener er sich gibt, und um so positiver, je eher er sich zu „erkennen“ verweigert. Ich will meinen Gedanken anhand eines simplen Beispiels erläutern. Vor geraumer Zeit hatte ich das zweifelhafte Vergnügen eine Radiosendung anzuhören, in welcher ein kurzes Interview mit einem 20 Jahre jungen Mädchen aus der Werbe-Modelindustrie zu hören war. Nach einer kurzen Vorstellung begann der Interviewer das Mädchen nach den Verhältnissen am Arbeitsplatz zu befragen und die junge Frau schilderte die Missstände in der Industrie. Sie erzähle von Druck, Stress und Mobbing, dem Zwang dünn zu bleiben, Konkurrenzdruck und Reduktion des Subjekts auf den Warencharakter. Es wurden allerhand kritische Themen, bezüglich verschiedener Sichtweisen gestellt und sogar Anrufer wurden zugestallten, welche in lautstarkem Volksmund vor sich hin argumentierten. Nach schätzungsweise 15 Minuten befragte der Interviewer das Mädchen nach den Konsequenzen oder Implikationen, die sich aus den von ihr geschilderten Missständen für sie ergeben. Das Mädchen beendete die Befragung mit dem Satz: „Nun ja, so ist das buizeness nun mal, es ist eben ein Job“ und man müsse sich vorher überlegen ob man diese Arbeit verrichten will, die sich in der Reduktion des Menschen auf sein äußeres Erscheinungsbild beschreibt.

In jener Sendung wurden unzählige Positionen aufgezeigt, es wurde kritisch hinterfragt und nach allen Maßregeln der positiven Analyse ausgeforscht was erkennbar war und trotz der kritischen Position der jungen Frau, zerschmetterte jener letzter Satz der verdinglichten Logik des Bestehenden jedwede Opposition. Vom prozessualen und multiplen Weltbild der Postmoderne, wird nun die inhärente fadenscheinige Offenheit dazu genutzt um jedwede oppositionelle Reformbestrebung zu vereiteln ; kurzum : die dialektische Beschaffenheit dieser Logik verhärtet die Tatsächlichkeit insofern , als das sie negative Positionen einbindet , welche sich aber nicht in Praxis überführen lassen , durch das letztendliche positive Urteil, das es schlussendlich so sei wie es sei.

Als Francis Fukuyama in seinem Werk vom Ende der Geschichte sprach, ergibt sich für mich die Überlegung ob sich sein Gedanken nicht doch, in einer nicht von ihm intendierter Weise als richtig herausstellt. Es kann keine Geschichte der Positionen geben, wo es es keine Position gibt und keine Geschichte der Herrschaft, wo die verselbstständigte Logik des Objekts herrscht. Diese liberale Konstellation, ist in sofern Pervertierung und Einzigartig zugleich , als das sie den Menschen in die Freiheit entlässt, sich frei für die Möglichkeiten der Unterwerfung zu entscheiden ohne das jenes Subjekt ein Herrschendes erkennen kann, denn es herrscht nur das Objekt. Der Mythos dieser jener Zeit ist das Subjekt. Er ist der Glaube an den Menschen und das Selbst, in einer Konstellation in der er nicht mehr existiert. Herr Adorno hatte diesen Sachverhalt am treffendsten formuliert: „Wahrscheinlich ist unter dessen Bann das Einzelne und Konkrete überhaupt noch nicht. Durch das Wort Pluralismus wird die Utopie supponiert; als bereits da seiend unterstellt und das Wort Pluralismus dient in sofern der Beschwichtigung. Darum darf die dialektische Theorie, die sich selbst kritisch reflektiert, nicht ihrerseits im Medium des Allgemeinen häuslich sich einrichten.“ (Theodor W. Adorno - zur kritischen Dialektik) Der Traum der antiken Philosophie und der modernen Naturwissenschaften hat sich einer Tatsächlichkeit ausgesponnen, die ex akt den Menschen nicht zu erkennen vermag, auf den sie einst ihren Blick lenkte und um seines Erkennens hin verallgemeinerte. Der Schreiende sollte den Menschen wollen, indem er zu ihm zu geht und sich sagt: „dich will ich nicht im Allgemeinen erahnen doch als Subjekt erfahren!“

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so in die richtung geht das hald .
daher fand ichs passend zu erwähnen als ich den kritischen satz über die gesellschaft geschrieben hatte , aber dachte mir , das meine worte zu erklären hier den ramen sprengt !


LIEBE GRÜSSE
Michi :group:

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Marsupilami

Re: hallo

Beitrag von Marsupilami » Freitag, 06.08.10, 19:30

Huhu Michi,

interessant. Leider bin ich durch die körperlichen Begleiterscheinungen der Dauerdepression (oder was auch immer es nun ist) im Kopf so fertig, dass ich zu keinerlei geistiger Betätigung mehr in der Lage bin, bin froh, wenn ich noch Comics und Kinderbücher lesen kann, ab und zu... Wäre bestimmt interessant zu lesen, Dein "Werk". Puh, ich war schon froh, als ich mit der Diplom-Arbeit durch war, so Doktorarbeiten sind ja nochmal ganz andere "Schinken"... Also, ich wünsche Dir viel Erfolg... Und dass Du nicht zu sehr darunter leiden musst, nicht so dämlich-unkritisch zu sein wie der überwiegende Teil der Gesellschaft, der es wohl leichter hat im Leben als unsereins...

M.

sosjord
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Re: hallo

Beitrag von sosjord » Freitag, 06.08.10, 21:58

jo hi marsu :)

für mich isses immo auch nich möglich weiterzuschreiben , habe heute wider einen tierischen schub mit starken muskelschmerzen .

Also, ich wünsche Dir viel Erfolg... Und dass Du nicht zu sehr darunter leiden musst, nicht so dämlich-unkritisch zu sein wie der überwiegende
Teil der Gesellschaft, der es wohl leichter hat im Leben als unsereins...


aber sie sind glücklich, oft würde ich tauschen , aber oft dann auch wider nicht.
ich glaube insgeheim lieben wir den schmerz an der welt, weil wir in der lage sind mehr zu fühlen ...
und zwar nicht mehr am tatsächlichen leben sondern mehr an der "existenz", das ist ein grosser unterschied !

aber ganz ehrlich und unverblümt: wenn man so ne scheisse erlebt hat ist es schwer das leben wider zu umarmen.
mommentan bin ich eher so drauf , das ich ihm gerne eine reinhaun würde :)
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Marsupilami

Re: hallo

Beitrag von Marsupilami » Samstag, 07.08.10, 19:11

Seh ich ähnlich, oft wünsche ich mir auch, einfach nicht so viel mitzukriegen und einfach unbeschwert sein zu können, weil ich mir einfach nicht so viele Gedanken mache. Neulich meinte ich zu einem netten HP mal, dass ich manchmal auch gerne ein Gemüt wie ein Fleischerhund hätte, weil ich all die Not auf dieser Welt viel zu sehr an mich ranlasse. Tja, dann muss man aber auch einer werden, hat er gemeint. Und dass ich eben hochsensibel sei und dass das durchaus auch positiv sein kann, wenn man es positiv für sich nutzen kann (was man natürlich, wenn man emotional so total durch ist, leider nicht kann). Hm, tja, ich denke eher, dass es nicht am Leben liegt, dass es bei mir immer so schwer war, sondern sehe den "Fehler" größtenteils bei mir. Haue eher mir selbst eine rein, :cry:
Naja, vielleicht als kleines Gegengewicht ein kleiner Kuschler vom Kater hier, der als Seelentröster fungiert.

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