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Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Verfasst: 08.03.2011 20:45
von sweetoison
Hallo Ihr!!

Ich bin fast 30 Jahre alt und weiblich und habe vor einigen Monaten endlcih meine ADs abgesetzt *stolzbin* und so langsam kommen die ursprünglichen Probleme zum Vorschein. Ich suche städnig nach Liebe udn Anerkennung. Hauptsächlcih von Männern. Mein Vater kann mcih nicht leiden. Früher hatte ich ständig Stress mit ihm. Aber es wird immer schlimmer. Nie kontne er mich in den Arm nehmen, nie hat er was positives an mir gesehen. Nie hat er mich getröstet, mir Liebe entgegengebracht. Deswegen kann ich mich selbst nicht anerkennen. Denn wenn dies selbst ein Vater nicht kann, dann muss man wirklcih unliebenswert sein..
Daher suche ich mir ständig Männer. Die mcih natürlcih auch nicht annähernd lieben können - wie auch? denn erstens suche ich mir ja immer Männer, die meinem Vater ähnlcih sind (Tyrannen), zweitens merken die Männer ja, dass sie mit mir spielen können und drittens, wenn es jemand ernst mit mir meint, denke ich immer, der will mich nur verarschen.
Dies ganze wurd mir im übrigen erst nach Absetzen der Medikamente klar (schon komisch oder?)

Ich muss leider noch bis Juli auf meinen Therapieplatz warten.. :(


Ich wäre froh um jeden Tipp, da ich echt nicht weiter weiß. Denn wie soll ich mich selbst lieben? Außerdem will ich doch, dass mein Vater mich liebt. Oder wer anders und vielleicht kann ich mich dann lieben. Aber keiner liebt mich :(


Viele Grüße

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Verfasst: 09.03.2011 09:23
von Das-kleine-Runde
Hallo Sweetoison :) ,

herzlich Willkommen :) !
ADs abgesetzt
Das ist schön!!! :)
Dies ganze wurd mir im übrigen erst nach Absetzen der Medikamente klar (schon komisch oder?)


Mir ging es ähnlich... Unter Fluctin waren meine Gefühle dermaßen betäubt, daß ich gar nicht an meiner seelischen Problematik arbeiten konnte.
Die Trennung, derentwegen ich Fluctin verordnet bekommen hatte, konnte ich gefühlsmäßig erst anch 10 Jahren nach dem Absetzen verarbeiten...
Ebenso meine Kindheit...

ZumThema "lieblose Kindheit" finde ich die Bücher von Alice Miller sehr hilfreich.

Hier im Forum geht es sehr viel um Probleme mit Medikamenten, deswegen hier zwei Links, falls Du zu wenig Feedback bekommen solltest:

http://depri.ch/
http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/

Bestimmt kannst du mit Deinen Erfahrungen andere unterstützen.
Erstell einfach im entsprechenden Unterforum einen eigenen Thread.

Liebe Grüße :group:

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Verfasst: 10.03.2011 19:10
von sweetoison
Danke für deine Antwort!!

Leider habe ich mich bei Depri.ch sehr unwohl gefühlt, weil man dort ständig nur den Spruch bekommen habe "nehm Medikamente" bzw. "geh in Therapie". Dort macht man sich nicht sonderlich viele Freunde, wenn man auf MEdis verzichten will bzw. diese kritisch sieht..
Deswegen habe ich hier mal geschrieben..

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Verfasst: 11.03.2011 08:45
von Das-kleine-Runde
Hallo Sweetoison :) ,

Was Du beschreibst, ist mir bekannt... :wink: :) :lol:
Gelegentlich findest man auch verständnisvolle Mitmenschen, ist aber vielleicht eher die Ausnahme...
Berichte doch mal ein bißchen über Deine Erfahrungen mit Medikamenten.

Liebe Grüße :group:

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Verfasst: 19.05.2011 00:59
von Azurjungfer
Hallo Sweetoison,
eine Lösung für Dein Problem habe ich natürlich nicht, aber einen Buchtip (neben den schon erwähnten Büchern von Alice Miller). Es ist von: Josef Giger-Bütler: "Sie haben es doch gut gemeint" Depression und Familie. Beltz Verlag, Weinheim, Basel 2003. Ich habe es gerade erst entdeckt und zur Hälfte gelesen und bin von den Socken, wie gut ich da meine Kindheit beschrieben finde. Er bespricht auch verschiedene Variationen von schwierigen Beziehungen zum Vater, die - in einer bestimmten Familienkonstellation - zu depressiven Verhaltensmustern führen können. Und er legt dar, was diese Situation in der Familie (es ist ja nicht nur die Beziehuhng zum Vater) mit einem macht - und das ist ja noch viel mehr als das Gefühl "keiner liebt mich" und viel mehr als "erlernte Hilflosigkeit" oder was Psychologen sonst noch so für Teilaspekte herausgreifen. Ehrlich gesagt habe ich beim Lesen über weite Strecken Rotz und Wasser geheult, weil ich zum ersten mal meine eigene Situation so genau und so ehrlich beschrieben gefunden habe und nie gedacht hätte, dass es anderen Menschen auch so geht.
Der Autor hat noch zwei weitere Bücher geschrieben ("Endlich Frei" Schritte aus der Depression. und »Jetzt geht es um mich« Die Depression besiegen - Anleitung zur Selbsthilfe), in denen es vor allem um Auswege aus der Depression geht. Nach schnellem Überfliegen kann ich natürlich noch nicht sagen, ob seine Hinweise was taugen. Ganz kurz zusammengefasst würde ich sagen, es geht darum, wie man dazu kommen kann, sich selbst zu lieben - obwohl man vorenthaltende Liebe aus der Kindheit natürlich nicht ersetzen oder nachholen kann. Das ist schwierig, wie der Autor auch immer wieder betont, aber möglich.
Ich werde auf jeden Fall weiterlesen ... vielleicht kannst Du in diesen Büchern ja auch was Erhellendes finden.
Liebe Grüße, Azurjungfer

Re: Liebe vom Vater? Fehlanzeige! Brauche Tipps

Verfasst: 19.05.2011 09:12
von Das-kleine-Runde
Hallo Azurjungfer :) ,

herzlich Willkommen :) !

Um Dich vorzustellen, eröffne bitte einen eigenen Thread.

Liebe Grüße :group: