Cymbalta erfolgreich abgesetzt
Verfasst: 22.05.2011 16:58
Hallo,
kurz und knapp: von heute auf morgen abgesetzt. Von 60 mg auf 0 mg. Das ist jetzt 2,5 Jahre her und mir geht es sehr gut.
Jetzt die Einzelheiten.
Bekommen hatte ich Cymbalta Mitte 2007 nach nur 1,5-stündigen Aufnahmegespräch auf einer Station für Depressive. Nach 3 Tagen war die Welt für mich bunt und ich wurde auf eine völlig andere Station verlegt...ohne meine Medikation zu ändern. Heute bin ich mir sicher, das ich damals wegen Burn-out "umgekippt" bin und wenn dem so ist, wird eine Medikation mit AD von einigen Experten nicht erst seit heute für bedenklich gehalten.
Ein Jahr später hielt ich es für angemessen, Cymbalta mit Hilfe eines Psychiaters loswerden zu wollen. Der Versuch von 60 mg auf 30 mg zu reduzieren führte nach wenigen Tagen zu meiner ersten und einzigen Ohnmacht (verdacht auf epileptischen Anfall). Notarzt, 24 h Krankenhaus, alles durchgecheckt und ohne Befund entlassen.
Sicherheitshalber nahm ich nun wieder die 60 mg und sicherheitshalber ging ich nicht mehr zu besagtem Psychiater (obwohl der nix dafür kann).
Dann, Ende 2008, besuchte ich eine Weiterbildung, auf der u.a. ein Gerät und seine Wirkungsweise vorgestellt wurde. Es ging um Biophotonen und Schwingungen und Licht usw. Irgendwie sei alles Schwingung und Licht...jedenfalls habe ich mir die Gegenschwingung zu den Cymbalta geben lassen.
Damit war das Thema Cymbalta erledigt. Seit dem keine einzige Pille mehr.
ABER:
Meine Lebensumstände haben sich seit 2007 auch massiv verändert. Die meisten Faktoren, die zu dem (vermuteten) Burn-out geführt haben, sind verschwunden...gewollt oder ungewollt. Ich führe heute ein völlig anderes Leben. Wichtig ist auch, dass ich nach dem abrupten Absetzen eine Entgiftung gemacht habe.
Nun meine ganz persönliche Meinung:
Psychopharmaka können sehr hilfreich sein, wenn sie kontrolliert angewendet werden. Leider werden einige Menschen mit den Dingern allein gelassen. Ich vergleiche das mal mit einem geladenen 6-schüssigen Revolver. Der erste Schuss wird dir erklärt und du darfst auch mal feuern. Anschließend nimmst du das Ding mit nach Hause und niemand fragt mehr danach. Zu weit hergeholt? Die Narbe an meinem linken Handgelenk und die Trennung von meiner Frau und meinen Kindern werden mich immer an Cymbalta erinnern.
Ich bin kein Jurist aber für mich erfüllt die Verordnung von Psychopharmaka den Tatbestand der Körperverletzung, denn es ist erst einmal eine Vergiftung und somit eine gesundheitliche Schädigung. Die Zustimmung des Patienten zur Verordnung und Einnahme, welche diesen Tatbestand legalisieren würde, halte ich für unwirksam, da der Patient gar nicht aufgeklärt wird oder werden kann oder ihm vielleicht sogar Sanktionen drohen, wenn er auf die Einnahme verzichten will. Trotzdem können Psychopharmaka notwendig und hilfreich sein!!!
Viele Grüße
Karlchen
kurz und knapp: von heute auf morgen abgesetzt. Von 60 mg auf 0 mg. Das ist jetzt 2,5 Jahre her und mir geht es sehr gut.
Jetzt die Einzelheiten.
Bekommen hatte ich Cymbalta Mitte 2007 nach nur 1,5-stündigen Aufnahmegespräch auf einer Station für Depressive. Nach 3 Tagen war die Welt für mich bunt und ich wurde auf eine völlig andere Station verlegt...ohne meine Medikation zu ändern. Heute bin ich mir sicher, das ich damals wegen Burn-out "umgekippt" bin und wenn dem so ist, wird eine Medikation mit AD von einigen Experten nicht erst seit heute für bedenklich gehalten.
Ein Jahr später hielt ich es für angemessen, Cymbalta mit Hilfe eines Psychiaters loswerden zu wollen. Der Versuch von 60 mg auf 30 mg zu reduzieren führte nach wenigen Tagen zu meiner ersten und einzigen Ohnmacht (verdacht auf epileptischen Anfall). Notarzt, 24 h Krankenhaus, alles durchgecheckt und ohne Befund entlassen.
Sicherheitshalber nahm ich nun wieder die 60 mg und sicherheitshalber ging ich nicht mehr zu besagtem Psychiater (obwohl der nix dafür kann).
Dann, Ende 2008, besuchte ich eine Weiterbildung, auf der u.a. ein Gerät und seine Wirkungsweise vorgestellt wurde. Es ging um Biophotonen und Schwingungen und Licht usw. Irgendwie sei alles Schwingung und Licht...jedenfalls habe ich mir die Gegenschwingung zu den Cymbalta geben lassen.
Damit war das Thema Cymbalta erledigt. Seit dem keine einzige Pille mehr.
ABER:
Meine Lebensumstände haben sich seit 2007 auch massiv verändert. Die meisten Faktoren, die zu dem (vermuteten) Burn-out geführt haben, sind verschwunden...gewollt oder ungewollt. Ich führe heute ein völlig anderes Leben. Wichtig ist auch, dass ich nach dem abrupten Absetzen eine Entgiftung gemacht habe.
Nun meine ganz persönliche Meinung:
Psychopharmaka können sehr hilfreich sein, wenn sie kontrolliert angewendet werden. Leider werden einige Menschen mit den Dingern allein gelassen. Ich vergleiche das mal mit einem geladenen 6-schüssigen Revolver. Der erste Schuss wird dir erklärt und du darfst auch mal feuern. Anschließend nimmst du das Ding mit nach Hause und niemand fragt mehr danach. Zu weit hergeholt? Die Narbe an meinem linken Handgelenk und die Trennung von meiner Frau und meinen Kindern werden mich immer an Cymbalta erinnern.
Ich bin kein Jurist aber für mich erfüllt die Verordnung von Psychopharmaka den Tatbestand der Körperverletzung, denn es ist erst einmal eine Vergiftung und somit eine gesundheitliche Schädigung. Die Zustimmung des Patienten zur Verordnung und Einnahme, welche diesen Tatbestand legalisieren würde, halte ich für unwirksam, da der Patient gar nicht aufgeklärt wird oder werden kann oder ihm vielleicht sogar Sanktionen drohen, wenn er auf die Einnahme verzichten will. Trotzdem können Psychopharmaka notwendig und hilfreich sein!!!
Viele Grüße
Karlchen