Neu und mal wieder mit Absetzproblemen?
Verfasst: 25.01.2012 16:35
Hallo Leute,
ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben.
In den nächsten Tagen möchte ich gerne ein Thema hier aufmachen zu meinen aktuellen Absetzproblemen. Mit ein bisschen Hintergrundinfos stelle ich mich daher heute hier schon einmal vor:
Ich bin 52 Jahre, weiblich, und habe seit meinem 22. Lebensjahr schon einige Extremerfahrungen mit Benzos, ADs und einem Neuroleptikum hinter mir. Wenn ich all das rekapituliere, dann denke ich, dass ich eine besondere Bereitschaft habe mit Nebenwirkungen und starken Absetzerscheinungen bei allen Psychopharmakas zu reagieren.
Zuerst habe ich einige Jahre Lexotanil genommen, immer in der kleinsten Dosierung und auch nie täglich, max. 2-3 in der Woche. DAdurch hatte ich jahrelang regelmäßig Entzugserscheinungen wie starke Krämpfe, die mir niemand geglaubt hat und die ich nur vermutet habe, aber 100% sicher war ich mir nie. heute bin ich schlauer, damals stand das ja noch nicht einmal im Beipackzettel dabei. Ich habe es durch konsequentes Absetzen und Aushalten all der Symptome, die mich dann überfallen haben tatsächlich damals mit Ende 20 geschafft das Lexotanil komplett loszuwerden und danach für ca. 7 Jahre lang die beste Zeit meines Lebens zu haben.
Dann gab es einige ungünstige Lebensumstände und ich bekam von meinem damaligen Psychiater Sulpirid verschrieben. Als es mir nach einigen Monaten wieder besser ging, setzte ich dies in damaliger Unwissenheit von einem Tag auf den anderen ab. Rumms, nach ein paar Tagen verstand ich die Welt nicht mehr, mir ging es so merkwürdig wie nie zuvor. Also nahm ich es wieder, probierte ein 2. Absetzen, was ebenfalls misslang. Dann ging ich sogar in stationäre Therapie, um dort das Sulpirid wie ich damals dachte vermeintlich langsam auszuschleichen. danach begann erst recht die Symptomhölle. 3 Monate hielt ich die immer schlimmer werdenden Absetzsymptome durch bis ich nicht mehr konnte. Einen halben Tag nach der Kapitulation und erneuten Einnahme war ich wieder ich selbst.
Ab da fing ich an mich zu informieren wo es nur ging und zum Glück gab es dann ja auch das Internet. Trotzdem dauerte es noch etliche Jahre bis ich mit ganz viel geduld und langem Atem das Sulpirid endlich im Frühjahr 2010 erfolgreich in kleinsten Schritten ausgeschlichen hatte.
Da aber zwischenzeitlich wieder einiges in meinem Leben verquer gelaufen war, nahm ich im Spätsommer 2009 zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum (bei mir sind das 7 Wochen!) ein AD, Citalopram. Eingeschlichen in Minimengen, war ich nach 7 Wochen auf noch nicht einmal 20 mg und es ging mir wieder genauso mies wie zuvor. Da ich eine große Aversion gegen diese Mittel hatte und immer noch habe, schlich ich es innerhalb von ca. 10 Tagen aus, in der Hoffnung, dass dies bei der geringen Dosis und kurzen EInnahmezeit ausreichend sein würde. Im Anshcluß daran bekam ich die schlimmsten schlafstörungen, die ich je hatte, ich konnte für ca. 7 Wochen fast überhaupt nicht schlafen nachts, selbst Zolpidem oder Alprazolam halfen überhaupt nichts. Alle möglichen anderen Symptome begleitete den Spaß und ich wusste garnicht wie mir geschieht. Anfang Dezember war der Spuk plötzlich von einem Moment auf den anderen vorbei und cih konnte wieder einigermaßen schlafen.
Im Dezember 2010 gab es dann noch einen Versuch mit Cymbalta, das ich ca. 2 Monate nahm, ebenfalls in kleinsten Dosen einschleichend und über 2 Wochen ausschleichend, weil ich darunter viele NW und vorallem wieder keinen Schlaf entwickelt hatte. Die Absetzsymptome verleifen ähnlich wie beim Citalopram, nur dass mein seit ca. 2007 sich entwickeltes sonstiges Symptomsyndrom munter mit hineinmischte und ich bis heute nicht weiß was von was kam.
Es gab dann noch mehrere Versuche mit Valdoxan, das nicht wirkte, aber die Symptome weiter verschlimmerte.
Ich habe dies jetzt so ausführlich geschrieben, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt was ich schon erlebt habe und wie stark ich reagiere.
Da dieses Symptomsyndrom sich seitdem immer mehr verstärkte , ich unter ziemlichem Kraftaufwand gerade einen 9-wöchigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hinter mir habe, den ich nur unter Aufbringung von all meinen verbliebenn Kräften durchgezogen habe, und sich nicht s gebessert, sondern weiter verschlechtert hat, habe ich nun die Vermutung, dass ein großteil meiner Symptome an den in den letzten Jahren immer wieder zur Überbrückung genommenen Benzos (Alprazolam und Musaril) sowie Zolpidem liegen könnte.
Und dazu möchte ich dann extra schreiben, weil ich seit 3 Wochen und 2 Tagen davon nichts mehr genommen habe und meine Symptome mich schier verrückt machen und total ängstigen. Ich möchte das nun durchbeißen und wäre froh mit Eurer hilfe eventuell ein wenig Klarheit in das Geschehen zu bringen und meine Ängste zu besänftigen und mich weiter zu motivieren.
LG
shanna
ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Ich bin 52 Jahre, weiblich, und habe seit meinem 22. Lebensjahr schon einige Extremerfahrungen mit Benzos, ADs und einem Neuroleptikum hinter mir. Wenn ich all das rekapituliere, dann denke ich, dass ich eine besondere Bereitschaft habe mit Nebenwirkungen und starken Absetzerscheinungen bei allen Psychopharmakas zu reagieren.
Zuerst habe ich einige Jahre Lexotanil genommen, immer in der kleinsten Dosierung und auch nie täglich, max. 2-3 in der Woche. DAdurch hatte ich jahrelang regelmäßig Entzugserscheinungen wie starke Krämpfe, die mir niemand geglaubt hat und die ich nur vermutet habe, aber 100% sicher war ich mir nie. heute bin ich schlauer, damals stand das ja noch nicht einmal im Beipackzettel dabei. Ich habe es durch konsequentes Absetzen und Aushalten all der Symptome, die mich dann überfallen haben tatsächlich damals mit Ende 20 geschafft das Lexotanil komplett loszuwerden und danach für ca. 7 Jahre lang die beste Zeit meines Lebens zu haben.
Dann gab es einige ungünstige Lebensumstände und ich bekam von meinem damaligen Psychiater Sulpirid verschrieben. Als es mir nach einigen Monaten wieder besser ging, setzte ich dies in damaliger Unwissenheit von einem Tag auf den anderen ab. Rumms, nach ein paar Tagen verstand ich die Welt nicht mehr, mir ging es so merkwürdig wie nie zuvor. Also nahm ich es wieder, probierte ein 2. Absetzen, was ebenfalls misslang. Dann ging ich sogar in stationäre Therapie, um dort das Sulpirid wie ich damals dachte vermeintlich langsam auszuschleichen. danach begann erst recht die Symptomhölle. 3 Monate hielt ich die immer schlimmer werdenden Absetzsymptome durch bis ich nicht mehr konnte. Einen halben Tag nach der Kapitulation und erneuten Einnahme war ich wieder ich selbst.
Ab da fing ich an mich zu informieren wo es nur ging und zum Glück gab es dann ja auch das Internet. Trotzdem dauerte es noch etliche Jahre bis ich mit ganz viel geduld und langem Atem das Sulpirid endlich im Frühjahr 2010 erfolgreich in kleinsten Schritten ausgeschlichen hatte.
Da aber zwischenzeitlich wieder einiges in meinem Leben verquer gelaufen war, nahm ich im Spätsommer 2009 zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum (bei mir sind das 7 Wochen!) ein AD, Citalopram. Eingeschlichen in Minimengen, war ich nach 7 Wochen auf noch nicht einmal 20 mg und es ging mir wieder genauso mies wie zuvor. Da ich eine große Aversion gegen diese Mittel hatte und immer noch habe, schlich ich es innerhalb von ca. 10 Tagen aus, in der Hoffnung, dass dies bei der geringen Dosis und kurzen EInnahmezeit ausreichend sein würde. Im Anshcluß daran bekam ich die schlimmsten schlafstörungen, die ich je hatte, ich konnte für ca. 7 Wochen fast überhaupt nicht schlafen nachts, selbst Zolpidem oder Alprazolam halfen überhaupt nichts. Alle möglichen anderen Symptome begleitete den Spaß und ich wusste garnicht wie mir geschieht. Anfang Dezember war der Spuk plötzlich von einem Moment auf den anderen vorbei und cih konnte wieder einigermaßen schlafen.
Im Dezember 2010 gab es dann noch einen Versuch mit Cymbalta, das ich ca. 2 Monate nahm, ebenfalls in kleinsten Dosen einschleichend und über 2 Wochen ausschleichend, weil ich darunter viele NW und vorallem wieder keinen Schlaf entwickelt hatte. Die Absetzsymptome verleifen ähnlich wie beim Citalopram, nur dass mein seit ca. 2007 sich entwickeltes sonstiges Symptomsyndrom munter mit hineinmischte und ich bis heute nicht weiß was von was kam.
Es gab dann noch mehrere Versuche mit Valdoxan, das nicht wirkte, aber die Symptome weiter verschlimmerte.
Ich habe dies jetzt so ausführlich geschrieben, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt was ich schon erlebt habe und wie stark ich reagiere.
Da dieses Symptomsyndrom sich seitdem immer mehr verstärkte , ich unter ziemlichem Kraftaufwand gerade einen 9-wöchigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hinter mir habe, den ich nur unter Aufbringung von all meinen verbliebenn Kräften durchgezogen habe, und sich nicht s gebessert, sondern weiter verschlechtert hat, habe ich nun die Vermutung, dass ein großteil meiner Symptome an den in den letzten Jahren immer wieder zur Überbrückung genommenen Benzos (Alprazolam und Musaril) sowie Zolpidem liegen könnte.
Und dazu möchte ich dann extra schreiben, weil ich seit 3 Wochen und 2 Tagen davon nichts mehr genommen habe und meine Symptome mich schier verrückt machen und total ängstigen. Ich möchte das nun durchbeißen und wäre froh mit Eurer hilfe eventuell ein wenig Klarheit in das Geschehen zu bringen und meine Ängste zu besänftigen und mich weiter zu motivieren.
LG
shanna