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Trevilor 37,5mg

Verfasst: 24.10.2003 17:22
von Heidi
Hallo Linda/Anne,

seit 14 Tagen bin ich nun auf Trevilor 37,5 mg. Die erste Woche gings mir damit nicht so gut (wie ihr ja wisst), die letzen 6 Tage waren eigentlich in Ordnung.

Heute geht es mir dermaßen beschissen, dass ich mich schon frage, für was so eine Quälerei gut sein soll, vor allem das Durchstehen.

Ich habe Magenkrämpfe, bin matt/schlaff, zittern und einfach das Gefühl ich kann nicht mehr, ich möchte aufgeben.

Meinen Therapeuten habe ich mit den Angaben der Fa. Wyeth konfrontiert, auch mit dem Infopaket. Ich habe ihm gesagt, dass es mir egal ist, was er davon hält, mir ist es nur n i c h t egal - wenn er es n i c h t liest.

Er ist dem gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen.

Zu Absetzsymptomen bei Trevilor meinte er, laut seiner Erfahrung (war wohl eine zeitlang in einer Klinik tätig), seien 75mg nicht die Menge, bei der sich in einer Depression etwas bewegen würde (evtl. Besserung). Seiner Meinung nach, müsste man dieses Medikament dazu eher höher dosieren. Er hat sich von Anfang an gewundert, dass ich bei 75mg schon etwas gemerkt hatte. - Vielleicht deshalb, weil ich ja noch (fast) dasselbe einschmeiße.

Man ist diese Welt verwirrend - zumindest meine!!!!

Bis dann - Heidi -

Verfasst: 24.10.2003 18:00
von Linda
Hallo Heidi,

Dein Therapeut berücksichtigt nicht, dass Du bereits einen SSRI nimmst. Die Dosis, die er meint, gilt für jemanden, der keine andere SSRI verschrieben bekommen hat. Wenn Du meine ehrliche Meinung hören willst, finde ich, dass seine Befugnis, diese Medikamente zu verschreiben ihm entzogen werden soll. Das ist hart, ich weiß, aber wenn ein Mensch mit einer solchen Verantwortung nicht in der Lage ist oder es nicht für nötig hält, die Herstellerhinweise zu befolgen, sollte er nicht in der Lage sein, das Medikament zu verschreiben. Mit einer Erhöhung der Dosis des Trevilors um das zweifache von dem, was Du bisher genommen hast, würde er gefährliche Nebenwirkungen und Interaktionen riskieren, die sogar zum Tode führen können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden.

Ich weiß nicht, wie lange Du ihn aufsuchst, oder wie Dein Verhältnis zu ihm ist, aber ich würde mir an Deiner Stelle ernsthaft überlegen, ob ich nicht zu einem anderen gehen soll. 'Tschuldigung, wenn ich etwas wirsch klinge, bin aber sehr sauer.

Liebe Grüße Linda

Trevilor 37,5mg

Verfasst: 24.10.2003 20:13
von Heidi
Liebe Linda,

ich weiß nicht ob ich meinen Bericht richtig rübergebracht habe.

Mein Therapeut hat mir nicht die Trevilor verschrieben. Er ist auch nicht der Meinung es als zweites Medikament mit dem Cipramil zu nehmen.
Er hat sich anfangs auch sehr gewundert als ich ihm von dem Rezept für Trevilor von meinem Nervenarzt erzählte.

Die Aussage mit den 75mg und der niedrigen Wirkung hat er nicht auf mich bezogen (da ich ja ein weiteres AD nehme). Es ist die Meinung dafür, wenn jemand Trevilor einnimmt als einziges Medikament. So war seine Erfahrung, hat er gesagt.

Verfasst: 24.10.2003 23:44
von Linda
Hallo Heidi,

ich habe deine frühere Nachrichten angeschaut - der Therapeut ist aber der, der auch das Cipramil erhöhen möchte - oder? Das heißt, er berät Dich bzgl. Deiner Medikation. Wie funktioniert das dann, sagt der Therapeut, was zu nehmen sollst, und der Nervenarzt unterschreibt die Rezepte? Solltest Du Dich nicht lieber mit dem Nervenarzt über Deine Medikation reden? Wer auch immer Dir die 2 Medikamente zusammen verschrieben hat, hat sich einfach nicht erkundigt.

Der Therapeut mag auch recht haben, dass die gewöhnliche Dosis höher ist, als das, was Du nimmst. Das heißt aber nicht, dass Du deswegen keine Wirkung spürst - jeder Mensch reagiert anders und außerdem nimmst Du ja auch schon einen anderen SSRI - diese 2 zusammen ergeben eine ganze Menge!

Es ist einfach nicht gut, diese 2 verschiedene SSRI zusammenzunehmen und ich finde es sehr wichtig, dass Du eins von beiden absetzt (ohne das andere zu erhöhen!).

Beim Absetzen ist es oft so, dass man gute und schlechte Tage hat. Bei einer Reduktion muß sich der Körper langsam an die neue Situation gewöhnen und dass tut er nicht stetig und so, wie man es sich wünscht. Du hast vor kurzem geschrieben, dass es Dir einige Tage lang gutging. Ich würde Dich noch ermuntern, bei der 37,5 mg zu bleiben. Falls es Dir über wirklich über Tage hinweg wieder schlecht geht, kannst Du es Dir überlegen, wieder eine 1/4 Tablette zu erhöhen, um zu schauen, ob es dann wieder besser ist. Vielleicht geht es Dir morgen sogar wieder besser..... hoffen wir's! Liebe Grüße Linda