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Hilfe wieder Depressionen!
Verfasst: 05.08.2004 09:19
von ina
Hallo Ihr Lieben,
ich habe leider wieder furchtbare Depressionen, hatte so gehofft, dass dies nicht passiert. Das Schlimmste ist, dass ich nachts nicht schlafen kann, max. 1 Stunde.
Morgens vegetiere ich mit starken Kopf-und Nackenschmerzen herum, da ich nicht mehr in der Lage bin, arbeiten zu gehen oder meinen Haushalt zu machen. Habe Angst meinen Job zu verlieren, bin am Ende.
Wer weiß einen Rat oder hat Ähnliches erlebt?
Vielen lieben Dank im voraus.
20mg Paroxat seit Mai 1999
Reduzierung seit September 2003 von 20mg auf 15mg
wieder auf 17 mg erhöht
Nach 4 Wochen wieder 15 mg
für 4 Wochen bei 15mg belassen
dann auf 13mg für 4 Wochen
jetzt auf 10 mg 4 Wochen
Reduzierung mit Suspension ab 7 mg
nach 8 Tagen erneute Depressionen
Verfasst: 05.08.2004 09:49
von Oliver
nach 8 Tagen erneute Depressionen
Nach 8 Tagen können das nur Absetzsymptome sein. Wie schnell hast Du denn mit der Suspension reduziert? Wenn es Dir richtig dreckig geht, würde ich an Deiner Stelle wieder auf die Dosis zurückgehen und schauen was passiert. Wenn es Dir dann innerhalb von kurzer Zeit besser geht, weißt Du das es wohl immer noch ein bisschen zu schnell war.
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 05.08.2004 10:07
von Uschi
Hallo Ina,
ich hab bei meinen anderen Absetzversuchen auch immer mit Depressionen reagiert. Kaum hab ich dann wieder erhöht gings mir besser.
Mein jetziges Absetzen verläuft sehr gut, von Depressionen keine Spur, mir gehts einfach super! Ich führe das darauf zurück dass ich nun ja schon seit vielen Wochen Fischöl nehme. Bei mir hat das eine eindeutige Antidepressive Wirkung.
Denn sonst mache ich eigentlich nichts was ich nicht vorher auch getan hätte. Und ich reduziere halt wirklich sehr langsam. Morgen werde ich auf 10mg gehen.
Das mit dem nicht schlafen können hatte ich auch, aber als Nebenwirkung von dem Paroxetin. Ich war total aufgedreht und fand nachts keine Ruhe. Ich hab dann für ein paar Wochen abends 100mg Opipramol ( Insidon ) genommen. Als ich mich etwas erholt hatte und auch wieder schlafen konnte, habe ich es abgesetzt. Was auch problemlos ging. Mittlerweile ist das auch "Schnee von gestern" für mich.
Auch mein Schlaf hat sich wieder normaliesiert.
Wünsch Dir jedenfalls dass es Dir auch bald wieder besser geht
lieben Gruß an Dich Uschi
Verfasst: 05.08.2004 14:11
von ina
Lieber Oliver, liebe Uschi
hoffentlich sind die Depressionen vom Absetzen. Bin mir da gar nicht mehr so sicher. Vielen Dank euch beiden für die Nachricht.
Frage an Oliver:
Hast Du das schon häufiger gehört, dass manche beim Absetzen mit Depressionen reagieren?
Seid lieb gegrüßt
von Ina
Verfasst: 05.08.2004 14:14
von CloneX
Bin zwar nicht Oliver, aber ich habs schon öfter gehört. Nur bei Depressionen hat man natürlich besonders angst, da es ja auch die Ursprungserkrankung sein kann.
Wichtig ist auf jedenfall nicht beim ersten Depressionstag sofort den Teufel an die Wand zu malen. Kann oft schon in ein paar Tagen wieder besser aussehen.
Verfasst: 05.08.2004 14:39
von Oliver
Hallo ina.
Häufig gehört, häufig gelesen und einmal selbst erlebt ... das ist ja gerade das Tückische an der Situation, dass Ärzte und Patienten bei Absetzsymptomen eher an einen Rückfall glauben - der beste Weg in einen Teufelskreis. Probiers doch aus: nimm wieder Deine letze Dosis und warte ein Weilchen ... was hält Dich davon ab?
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In einem Text von Dr. Healy im Infopaket legt er seine Meinung zur Unterscheidung von Absetzsymptomen von Rückfällen dar. Dies ist, denke ich, der Punkt, der Deine Situation beschreibt:
David Healy hat geschrieben:
Es gibt drei Indikatoren, um zwischen Absetzerscheinungen und dem Wiederauf-tauchen der ursprünglichen Symptomatik zu unterscheiden:
1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre nicht mehr auftauchen.
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 05.08.2004 17:36
von ina
Hallo Ihr Lieben,
habe heute wieder die Dosis erhöht und werde die Suspension ganz weglassen. Habe heute leider noch keine Besserung gemerkt, wie lang kann so etwas dauern?
Ich habe 7mg Tabletten genommen und danach die suspension auf 3ml, entsprechend 6mg. Das ist eine minimale Reduzierung, kann es sein das hier so schwerwiegende Probleme auftreten???
Könnte es auch die Suspension sein, die ich nicht vertrage?
Freue mich über Eure Antworten
vielen vielen Dank!!!!
Verfasst: 05.08.2004 17:39
von Oliver
Ach so

Du hast noch gar nicht abgesetzt! Du hast auf die Suspension umgestellt ...
Es kann durchaus sein, dass Du die Suspension nicht verträgst. Warte ein paar Tage ab und wenn es nicht besser wird, musst Du wohl oder übel mit Tabletten absetzen.
Oliver
Verfasst: 06.08.2004 17:26
von ina
Hallo Ihr Lieben,
habe seit gestern die Dosis wieder auf 10 mg erhöht, leider noch keinerlei Besserung in Sicht.
Bei meinem allerersten Absetzversuch kannte ich das Forum noch nicht.
Es war mir auch nicht bekannt, dass es Absetzsymptome geben kann.
Da hatte mich die Depression auch wieder voll erwischt, es dauerte allerdings 2 Wochen bis Paroxat wieder anschlug, obwohl es täglich minimal besser wurde. Ist sowas dann ein Rückfall oder sind dies Absetzprobleme, wenn die Besserung ca. 2 Wochen dauert?????
Viele liebe Grüße
Verfasst: 07.08.2004 10:33
von CloneX
Ist nicht so einfach zu sagen. Es scheint aber oft so zu sein, dass erneuter Einnahme körperliche Symptome schneller wieder verschwinden als psychische.
Verfasst: 07.08.2004 16:25
von ina
Hallo zusammen,
Kann mir vielleicht hier jemand sagen, wie man diesen Satz verstehen soll????????????????
Die Menschen, die Probleme haben die Einnahme eines Medikamentes trotz langsamer Dosisreduzierung zu stoppen, sind deshalb als abhängig von diesem Medikament zu betrachten, es sei denn ein Rückfall in die Depression ist der Grund für ihre Unfähigkeit, die Medikation zu stoppen.
Ist es etwa so zu verstehen, dass wenn aufgrund des Absetzens Depressionen bekommt, ist man nicht abhängig, seltsam ?????
vielen Dank, lieben Gruß!
Verfasst: 07.08.2004 23:35
von Oliver
Hallo Ina.
Was Du da zitierst ist aus dem WHO-Statement im Infopaket. Es ist ein Versuch der WHO die spezielle Situation bei Abgängigkeit von SSRI zu umreissen. Der Satz ist insofern problematisch als das depressive Symptome auch ein Absetzsymptom von SSRI sind - selbst wenn man vorher keine Depressionen hatte. Ina versuche bitte Dich zu beruhigen und ein wenig Geduld zu haben, bis die Absetzsymptomen nachlassen.
Nimmst du deine ursprüngliche Dosis jetzt als Suspension oder in Tablettenform? Wenn Du Suspension nimmst und es in ein paar Tagen nicht besser wird, würde ich auf die Tabletten umsteigen. dann verträgst Du wohl die Suspension nicht.
Oliver
Verfasst: 08.08.2004 08:42
von ina
Lieber Oliver,
vielen lieben Dank für Deine Worte. Habe wieder nur 2 Stunden trotz Schlaftabetten geschlafen, und habe dauerhaft dieses Angstgefühl wie vor einer Prüfung.
Mein Arzt sagte, dass ich nur minimal erhöhen sollte, ging aber nicht wegen der Tablettenteilung, also bin ich auf 10 mg hoch.
Hatte den Eindruck, dass er mir am liebsten gar keine Tabletten verschrieben hätte wg. seinem Budget. Aber habe jetzt natürlich Angst vor der Suspension.
Vielleicht war auch ein Reduzierungsschritt vorher zu schnell und das waren die Absetzsymptome? Muss wohl abwarten, und das ist nicht gerade meine Stärke.
Nochmals vielen Dank!!!!
Verfasst: 08.08.2004 11:14
von Oliver
Ich hoffe für Dich, dass es bald besser wird
Oliver