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Trevilor

Verfasst: 27.10.2003 14:28
von Emriye
Hallo Ihr,
ich habe mich jetzt mal ein bißchen durch Eure Hp gelesen und mein ungutes Gefühl dem Trevilor gegenüber ist noch mehr gestiegen. Was mir aufgefallen ist, dass sehr viele negative Berichte über Serotax zu finden sind aber kaum was über Trevilor. Ist das jetzt ein Zeichen, dass dieses Medikament nicht so schädlich ist ??? Was mich auch sehr beunruhigt ist die Tatsache, dass diese Medis Suizidgedanken verstärken??!! Ich habe jetzt schon extrem damit zu kämpfen, muß ich dann annehmen das diese noch stärker werden??? Hab ich mich dann noch unter Kontrolle?? Ich habe echt Angst davor, zumal ab nächster Woche mein behandelnder Psychiater und meine Thera im Urlaub sind.
Liebe Grüße
emriye

Re: Trevilor

Verfasst: 27.10.2003 15:28
von CloneX
Hi Emriye,

Dass du mehr negative Berichte über Seroxat (Paxil) ließt, liegt daran, dass es in den USA/UK mit zu den meistverschriebenen (oder es ist sogar meistverschriebene ? Hab die Tabelle nicht mehr im Kopf) Antidepressiva gehört und es somit natürlich ach am meisten Berichte darüber gibt. Eine andere Sache ist, dass Paxil ein sehr kurze Halbwertszeit hat und so Leute um so schneller Probleme kriegen KÖNNEN, wenn sie es zu schnell absetzen. Trevilor (Effexor) hat aber ebenfalls eine sehr kurze Halbwertszeit.

Es ist bekannt geworden (und ich glaube GSK muss dass mittlerweile auch erwähnen), dass SSRI Suizidgedanken verstärken können (oder sogar auslösen).


Du solltest jetzt aber nicht in Panik verfallen. Wenn du die Entscheidung nach guter Überlegung getroffen hast ein SSRI zu nehmen, dann kannst du dein Wissen ja positiv einsetzen. Erhöhung von Suizidgedanken können besonders während der Eingewöhnungsphase auftreten. Also kann du ja sicherheitshalber in dieser Phase besonders aufpassen oder jemanden an deiner Seite haben, der das für dich übernimmt.

Und geh alles langsam an. Fang mit einer niedrigen Dosis an und steigere dich langsam.

Wie gesagt, die negativen Aspekte der SSRI können auftreten, müssen aber nicht. Viele haben keine Probleme, manche aber leider schon. Es besteht halt ein Risiko.

Gute Besserung.

Verfasst: 27.10.2003 15:34
von Emriye
...ich bins nochmal, hab ganz vergessen zu erwähnen, dass ich das Trevilor noch nicht einnehme. Ich habe es zuhause und sollte es nehmen, ich habe bisher Moclix genommen was mich total aus einer Depression rausholte und jetzt anscheinend nicht mehr wirkt!! Ich habe das Moclix erst am Freitag abgesetzt. Mein Psychiater meinte ich könnte schon nach 3 Tagen mit dem Trevilor beginnen, aber das Moclix ist ja ein Mao-Hemmer, zwar nicht einer von der älteren Generation, aber trotzallem halt ein Mao-Hemmer...ich habe Angst,dass dadurch die Nebenwirkungen noch stärker werden wenn ich es einnehmen sollte.
Grüsse
emriye

Verfasst: 27.10.2003 15:46
von CloneX
Steht wahrscheinlich auch in der Packungsbeilage vom Trevilor, dass man mindestens zwei Wochen nach einem MAO-Hemmer warten soll ? Bei meiner Remergil-Packungsbeilage stand das drin.

Willkommen im Forum!

Verfasst: 27.10.2003 15:48
von Linda
Hallo Emriye, willkommen im Forum.

Du erwähnst nicht, ob Du das Medikament schon einnimmst oder erst einnehmen willst.

Falls Du schon mit Suizidgedanken zu kämpfen hast, und Dich entschließt, das Medikament einzunehmen, fände ich es auf jeden Fall besser, wenn Du damit anfängst, wenn Deine gewohnten Betreuer nicht in Urlaub sind. Es ist manchmal nötig, gleichzeitig ein Beruhigungsmittel einzunehmen und Du solltest schon während der ersten Zeit beaufsichtigt werden. Rede doch nochmals mit Deinen Ärzten darüber. Du kannst vorschlagen, sie sollten in der Roten Liste unter die Empfehlungen für Fluoxetin (Fluctin/Prozac) nachlesen. Das war der erste SSRI, der hier in Deutschland zugelassen wurde; das damalige BGA hat betont, dass im Beipackzettel stehen muß, dass Patienten in der Anfangsphase "sorgfältig überwacht" werden sollen und, dass ein Beruhigungsmittel je nach Symptomen verabreicht werden soll. Diese Empfehlungen fanden sich nicht mehr bei den später eingeführten SSRI. Es muß nicht sein, dass Du Probleme bekommst, nur finde ich es besser, vorher informiert zu sein, um dann auf evtl. Symptome reagieren zu können. Liebe Grüße Linda

Verfasst: 27.10.2003 19:52
von Emriye
Hallo CloneX und Linda,
vielen Dank für Eure Antworten, was ich mir bisher so angelesen habe werde ich auf jeden Fall mit der Einnahme noch warten, erstmal bis die Moclix ganz aus meinem Körper ausgeschieden sind ( das Problem ist eben auch das ich momentan kaum was runter kriege, sprich so gut wie nichts esse und trinke, ich denke, ich müßte eigentlich kräftig trinken um alles rauszuspülen - kriege aber beim besten Willen kaum was runter) und dann ist es mir auch wohler wenn meine behandelden Ärzte und so erreichbar sind, sonst habe ich zuviel Angst!! Zum anderen zweifle ich sowieso ganz stark ob ichs überhaupt einnehme, aber wenn dieser Zustand noch lange anhält, weiß ich auch nicht was ich noch mache. Ich danke Euch für Eure Antworten
liebe Grüße
emriye

Verfasst: 27.10.2003 20:54
von Linda
Hallo Emriye,

muß gleich weg und logge später nochmals ein. Ich habe etwas nachgeforscht und dies gefunden:

http://www.gelbe-liste.de/dbabfrage/WWC ... 028~254207
Moclix, Hersteller Hexal AG
Gegenanzeigen:
Akute Verwirrtheitszust., Phäochromozytom, Kdr. u. Jugendl. < 18 J., gleichz. Behandl. m. Selegilin u. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer u. and. Antidepressiva, Dextromethorphan, Pethidin, Tramadol u. Triptanen

Wechselwirkungen:
Opiate, Dextromethorphan, Morphin, Fentanyl, Codein, Cimetidin, Triptane (Ausnahme Naratriptan), trizykl. Antidepress., SSRI-Antidepress. Beim Wechsel von and. Antidepress. auf Moclobemid Auswaschphase empfohl.!

Also das mit der Auswaschphase sollte auch der Arzt beachten.

Bis später Linda