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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Langzeitprobleme?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
vivie
Beiträge: 44
Registriert: 28.07.2004 22:23

Langzeitprobleme?

Beitrag von vivie »

Hallo zusammen,

mittlerweile habe ich mein Paroxetin seit 24 Tagen abgesetzt.
Wenn ich gewußt hätte, daß ich nach diesem Zeitraum noch so viele Absetzsymptome haben werde, dann hätte ich mich das niemals getraut.
Ich dachte - wohl ziemlich naiv - daß es mir 6 oder 7 Tage schlecht gehen könnte, meinetwegen auch 10 Tage, aber daß dann alle Probleme vorbei sein müßten.

Die Realität sieht bedeutend anders aus.
Ich habe noch immer Kopfschmerzen und diesen seltsamen Schwindel, bei dem man das Gefühl hat, Augen und Gehirn würden nicht wirklich zusammenarbeiten.
Außerdem habe ich noch immer eine starke Übelkeit. Eigentlich immer. Und ich muß mich wirklich dazu zwingen, etwas zu essen, um nicht zu viel abzunehmen.
Dann bin ich eigentlich den ganzen Tag müde und schleppe mich durch die Arbeit, kann aber nachts überhaupt nicht einschlafen und auch nicht durchschlafen.
Meine Stimmung ist nun wirklich nicht die beste, aber das ist eigentlich auch kein Wunder, nachdem es mir seit mehr als drei Wochen körperlich nicht besonders gut geht.

Meine Frage ist, ob es denn irgendeine Möglichkeit gibt, diese Probleme abzumildern?
Ich nehme - obwohl ich sonst eigentlich kaum Medikamente nehme - hin und wieder eine Schmerztablette, was mir für eine Stunde ein bißchen hilft. Aber ehrlich gesagt halte ich das für keine gute Idee.

Zum Arzt möchte ich im Moment überhaupt nicht gehen.
Ich habe die Befürchtung, er wird mir dazu raten, wieder ein Antidepressivum zu nehmen.
Ja, wenn ich ehrlich bin, dann habe ich schon einige Symptome, die nach einer Depression aussehen. Aber ich denke eben, daß diese Symptome Absetzsymptome sind.
Nach den Qualen der ersten beiden Absetzwochen gerate ich bei dem Gedanken, wieder ein Antidepressivum nehmen zu müssen, richtig in Panik.
Die Möglichkeit, wieder ein AD zu nehmen, scheidet für mich im Moment also aus.
Ja, und eigentlich denke ich nicht, daß ein Arzt tatsächlich etwas gegen die Absetzsymptome unternehmen kann.

vivie
langsam etwas kraftlos und ratlos
Symptome: Depression, Essprobleme, Selbstverletzungsgedanken
Medikation: Paroxetin >> 4/2002 - 7/2004 >> (zwischen 10 und 30mg...)
Bisherige Absetzversuche: 8/2004 15mg Absetzversuch gescheitert wegen zu starker Entzugserscheinungen - auch nach drei Wochen noch sehr schlimm
Absetzverlauf: innerhalb eines Jahres von 15mg auf 5mg reduziert - sogar deutliche Absetzerscheinungen bei 2mg Reduzierung
am 12.8. abgesetzt von 5mg auf 0mg wegen Zeitmangel für weitere Minischritte) >> 2 Wochen stärkste Absetzprobleme - Dämmerzustand, Schwindel, Alpträume, Übelkeit, Schwitzen und Frieren, Hautjucken
Jetzt endlich paroxetinfrei!!!

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Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Vivie,

wie wär's mit den Omega 3 Fischölen?

Linda
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hi Vivie,

leider gibt es nicht viele Möglichkeiten diese Entzugssymptome abzumildern. Du gehörst wohl zu denen die ein bisschen mehr Probleme beim Absetzen haben. Man hat leider nur zwei Möglichkeiten:

- Zurück aufs AD, dann werden die Entzussymptome recht schnell verschwinden, und wenn du wieder stabiler bist, dann langsamer ausschleichen

- Es durchstehen. Wie lange es dauert kann dir wie gesagt keiner sagen. 2 Wochen, 2 Monate...oder länger.

Eine Sache steht jedoch fest: Es wird wieder besser werden.

Viele Entzugssymptome können übrigens denen einer Depression ähnlich sein - solange du aber auch Symptome hast, die eher auf Entzug deuten (Übelkeit, usw) und die du vorher nicht hattest, kannst du dir recht sicher sein, dass es vom Entzug stammt.
Gesperrt