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Fluoxetin-Absetzproblematik

Verfasst: 10.10.2004 23:22
von Dieter
Hallo!

Am Montag habe ich den ersten Beitrag zu meiner aktuellen Fluoxetin-Absetzproblematik verfasst und melde mich heute zurück, um ein wenig zu berichten, was sich in Zwischenzeit verändert hat. Grundsätzlich freut es mich, auch mal ein wenig Positives berichten zu können.
Dieter hat geschrieben: Auch ich bin zur Zeit dabei, Fluoxetin zu reduzieren. Die erste Reduktion von 20mg auf 15mg war noch relativ gut erträglich, vielleicht, weil sie auch in eine sehr angenehme Urlaubszeit gefallen ist. Seit 08.09. nehme ich nun nur noch 10mg. Die ersten beiden Wochen mit dieser Dosis waren eigentlich auch sehr positiv und zum Teil von einem Gefühl der "Befreiung" geprägt. Seit 1-2 Wochen werde ich allerdings von zahlreichen Absetzsymptomen heimgesucht, die mich manchmal sehr stark einschränken:

Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Schwäche, depressive Verstimmung, grippeähnliche Zustände, Muskelschmerzen

Die körperlichen Erscheinungen und die eher ungewöhnliche Art der depressiven Verstimmung lassen eigentlich keinen Zweifel daran, dass es sich um Absetzsymptome und nicht um ein Wiederauftreten der Grunderkrankung handelt. Nachdem ich auch heute morgen wieder wie ein Wrack aus dem Bett gestiegen bin, stellt sich aber langsam die Frage, wie lange diese Symptome noch anhalten werden.
Der Großteil der physischen Symptome (Müdigkeit, Benommenheit, Schwäche, grippeähnliche Zustände, Muskelschmerzen) hat sich mittlerweile gelegt, und das bleibt hoffentlich auch so. Der Schwindel ist besser geworden, ist jedoch weiter existent. Die Zustände depressiver Verstimmung kommen inzwischen in immer größeren Abständen und sind nicht mehr so deutlich ausgeprägt. Mein momentanes Befinden erweckt also den Eindruck, dass sich ein gewisser (zwar eher langsamer) Aufwärtstrend eingestellt hat.

Ich bin zwar manchmal noch etwas skeptisch und frage mich, ob nicht doch noch etwas nachkommt, trotzdem möchte ich an dieser Stelle allen, die zur Zeit "im großen, schwarzen Loch" hängen, ein wenig Mut machen. Irgendwann kommen eben doch immer wieder auch bessere Tage, auch wenn man es gar nicht für möglich hält.

Alles Gute!

Lg,
Dieter.