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Interessant !

Verfasst: 30.10.2003 11:48
von venustus
Hallo Ihr Lieben!

Dies mal am Rande:

Als ich vor ca. drei Wochen mit meinem Paroxetin (!) Rezept in die Apotheke marschierte, bat ich meinen Apotheker, mir statt 'Paroxetin' lieber 'Seroxat' zu geben.
Da das Präparat Seroxat teurer ist als das Präparat
Paroxetin, erhielt ich den Re-Import von Seroxat
(um den Preisunterschied annäherend auszugleichen - statt der 50-er Packung Paroxetin, zwei 20-er Packungen Seroxat) natürlich in der gleichen Dosierung 20 mg pro Filmtablette.

Der Grund, warum ich lieber das Original 'Seroxat' haben wollte ist folgender:
Als ich vor acht Jahren, mehrere Jahre Seroxat (40 mg)
einnahm und nach ca. 2,5 Jahren auf Paroxetin umsteigen muße (wegen des günstigeren Preises) hatte ich das Gefühl, daß das Präparat Paroxetin nicht genauso ansprach.
Heute weiß ich/vermute ich, warum > wahrscheinlich war es nicht der
Präparatwechsel, sondern meine mittlerweile entwickelte Toleranz gegen den Wirkstoff.

Nun gut. Mein Apotheker erzählte mir, daß das dennoch gut möglich sein kann, da, owohl -gleicher Wirkstoff in der gleichen Dosierung-, es sein kann, das es dennoch Unterschiede in der Wirksamkeit geben kann - und zwar,
weil Seroxat und Paroxetin eine andere chemische Zusammensetzung haben!
Er sagte mir, das er dies schon von mehreren Patienten gehört hatte,
gleicher Wirkstoff, gleiche Dosierung > andere Wirkung.
Allerdings bei einem anderen Präparat (Bluthochdruckmittel)

Fazit:
Lt. Apotheker; obwohl gleicher Wirkstoff und gleiche Dosierung nicht zwingend gleiche Wirkung! Grund dafür ist die chemische Zusammensetzung.

Dies nur mal als Info von der Seite eines Apothekers!
Werde ihn noch diese Woche interviewen, ob er Resonanzen hat, bzgl. der Absetzprobeleme.

Es grüßt Euch ganz herzlich
Andrea

Verfasst: 30.10.2003 12:04
von CloneX
Was ich immer lustig finde, ist, dass es das gleiche Medikament viel günstiger gibt und man trotzdem das teurere verschrieben bekommt.

Beispiel: Ich war privat versichert und bekam immer das offzielle "Remergil". Als ich dann in die Gesetzliche gewechselt bin - da komm ich billiger weg als Student - bekam ich das reimportierte Remeron (=Remergil im Ausland) für 1/4 des Preises !

Verfasst: 30.10.2003 12:09
von venustus
Hi CkloeX!

Seltsam!
Bei mir ist es gerade andersherum. Bin 'popliger' (sorry) Kassenpatient und bekomme immer das billigere Präparat, da doch nur ein bestimmetes Budget für jeden Patienten vorgesehen ist.

Was anderes:
Wie kommst Du denn mit Remergil klar?

LG
Andrea

Verfasst: 30.10.2003 12:34
von CloneX
venustus hat geschrieben:Seltsam!
Bei mir ist es gerade andersherum. Bin 'popliger' (sorry) Kassenpatient und bekomme immer das billigere Präparat, da doch nur ein bestimmetes Budget für jeden Patienten vorgesehen ist.
Das meinte ich doch :) Private = teuer, Gesetzlich = billig

Bin seit fast 6 Monaten Remergil frei.......und durchlebe den schlimmsten Entzug meines Leben. Nicht dass ich vorher schon einen Entzug habe machen müssen ;) ... aber es ist echt grausam.

Verfasst: 30.10.2003 12:43
von venustus
*Anshirnklatsch*
Da hab' ich mal wieder auf der Leitung gesessen ... so sorry

Du machst einen Remergil-Entzug - neeeeeeeeeiiiiiiiin ?!?

Sag bloß von dem Zeug wird man auch abhängig !!!
Ich packs nicht !?

Wie viel, hast Du denn wie lange genommen?
Wie hast Du's dann abgestzt? Plötzlich oder ausgeschlichen?
Und was für Symptome hast Du seit dem ????

Der Wahnsinn!
Dann nehme ich jetzt praktisch zwei Mittel, die abhängig machen!
Wunderbar! Würd jetzt am liebsten alles wegmüllen !!!
A.

Verfasst: 30.10.2003 13:19
von Oliver
Hallo Andrea.

Entspann Dich. Es sit nicht gesagt, daß Du das gleiche durchmachen musst wie CloneX - aber es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Wie groß die ist, kann Dir leider keiner sagen, weil solange diese Probleme offiziell noch nicht exisitiern auch keine statistischen Erhebungen darüber gemacht werden können.
Prinzipiell ist es eine gute Idee, nur ein Medikament auf einmal abzusetzen, und das schööööön laaaaaaangsam und immer schauen wie es einem dabei geht. In diesen Zeiten sollte man auch alles tun was man selbst für "gesund" hält und auf andere Drogen völlig verzichten (also auch Kaffe, Nikotin, und Alkohol). Nummer sicher quasi.

Tschüss
Oliver

Verfasst: 30.10.2003 13:32
von CloneX
Hi Andrea,

ja, keine Panik. Das führt sowieso zu nix :) Remergil ist was Entzug angeht anscheinend nicht viel anders als die SSRI. Liegt wohl auch daran, dass es ähnlich wirkt, jedoch zusätzlich noch auf einen anderen Botenstoff.

Ich hab von vielen gelesen, dass sie super einfach von Remergil wieder runtergekommen sind. Es gibt leider auch Leute die ziemliche Probleme haben...wie ich.

Jeder reagiert anders. Ich leider heftigst schlecht :( . Im großen und ganzen hat mir Remergil aber recht gut geholfen. Nur das mit dem Entzug is wirklich übel.

Also nichts überstürzen. Meine Meinung is aber nach wie vor, dass man am besten nur ein Antidepressivum nimmt. Wenn man mehrere nimmt verliert man irgendwann den Überblick wegen Wechselwirkungen, usw.

Verfasst: 30.10.2003 13:39
von CloneX
Ach ja .. zu deinen Fragen:

Ein Jahr Remergil erst auf 15 und dann auf 30mg. Irgendwann gings mir gut genug und ich habe mich ausgeschlichen (30,15,7.5,0) über jeweils einen Monat pro Veringerung. Irgendwann gings mir dann sehr schlecht. Ich hatte zwar mal was von Entzugssymptomen gehört, aber konnte mir nicht so genau was drunter vorstellen und schon gar nicht dass es lange dauern würden. Also hab ich dem Arzt geglaubt (Rückfall) und bin ein weiteres Jahr auf Remergil gewesen. Bis ich dann wieder runter wollte (es ging mir ja recht gut)...

Diesmal wusste ich zum Glück mehr und hab mir keinen Rückfall einreden lassen :) Und jetzt muss ich den Entzug ausbaden. Ich glaub mitlerweile hab ich so jedes mögliche Symptom gehabt - ein paar davon:

Benommenheit
Übelkeit
Heftigste Panik
Beinekribbeln
Armekribbeln
Unwohlsein in 100 Variationen
Beinezittern
Müdigkeit
Zu viel Schlafen
Zu wenig Schlafen / Insomnia
Nervosität ohne Grund
Muskelprobleme
Grippeähnliche Symptome
kurze depressive Phasen
Panikattacken die sich gewaschen haben
Lebhafte Träume
Verwirrung am Morgen
Schwitzen
Ohrprobleme/Tinnitus

...
das muss erstmal reichen ;) Symptome wechseln sich regelmäßig ab. Hatte auch schon Tage wo ich fast beschwerdefrei war. Aber ich hoffe das macht dir jetzt nicht zu viel Angst.

Verfasst: 30.10.2003 13:42
von Oliver
puhhh CloneX

Ich hoffe Du hast es bald hinter Dir ... *hoff*

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 30.10.2003 13:52
von venustus
Hallo CloneX,

daß Remergil ähnlich wirkt, wie die SSRI habe ich auch schon gehört.
Nur, nachdem Rem. neben der Müdigkeit und dem 'gesteigerten Appetit',
angeblich wenig Nebenwirkungen hat, bin ich davon ausgegangen, es sei eines von DEN Antidepressiva, die wenig Absetzprobleme bereiten
(da es ja in dem Beiblattheftchen (!) als so besonders gut verträglich beschrieben wird).

Na gut, wenn's auch nicht immer so ist, ich nehm das jetzt so hin.
Aber trotzdem würde mich interessieren, wie lange und wie hoch dosiert
Du es genommen hast. Und hast Du dadurch sehr zugenommen?

Was bei mir allerübelst war mit dem Absetzen (hab ich aber nur zwei Woche genommen und überhaupt nicht vertragen) war Trevilor! Darf gar nicht mehr daran denken.

Lieben Gruß
Andrea

Verfasst: 30.10.2003 14:04
von venustus
Jetzt bist Du mir zuvor gekommen *zwinker*
Danke für die ausführliche Antwort auf meine Fragen!!!
Ich kenn ALLE Deine aufgeführten Symptome nur zu gut - insbesondere die extreme Panik! Da weiß ich ganz genau, wovon Du sprichst!!!
Das ist abartig!
Bei mir kommt erschwerend hinzu, daß ich dann diese sogenannten Extrasystolen bekomme (Herzstolpern - zusätzliche Herzschläge oder Aussetzer), das nicht mehr enden will, und mein Herz sozusagen nicht mehr den richtigen Takt findet. Das ist so grausam. Hölle pur. Und dadurch wird natürlich die Panik immer größer. Und wenn ich dann irgendwo alleine unterwegs bin..... furchtbar.


Nimmst Du jetzt gar kein Anitdepressium mehr??

LG
A.

Verfasst: 30.10.2003 14:15
von CloneX
Hi,

Herzrhytmusstörungen hatte ich bei/nach dem Absetzen auch. Und manchmal bei den Panikattacken. Bei der fettesten Panikattacke die ich je erlebt habe (und die kam total ohne Sinn und Verstand) hat mein Herz so doll geschlagen dass ich dachte es explodiert gleich :) Jaja, der Remergilentzug macht so einiges möglich... Früher hatte ich auch schon mal Panikattacken, aber nicht vergleichbar mit dem.

Jetzt nehme ich kein Antidepressivum mehr. Wenn die ganzen Entzugssymptome verschwinden würden, dann würde "nur" noch ein gewisse soziale Angst übrigbleiben. Eine Sorge die ich immer schon hatte war die Angst vor/bei anderen krank zu werden oder dann nicht ohne große Peinlichkeiten zu "entkommen". Aber das ließe sich in den Griff kriegen - es ist nicht so extrem dass es mein Leben total behindert. Übung macht den Meister...nur leider komm ich dazu gar nicht.

Nur jetzt in Verbindung mit dem Entzug is das natürlich keine gute Mischung. Denn jetzt BIN ich ja krank und weiß nie was mich in den nächsten Stunden erwarten kann.

Verfasst: 30.10.2003 14:32
von venustus
HI,

vielleicht ein kleiner Tipp. Nachdem Du ja gar nichts mehr nimmst, was mit Chemie zu tun hat. Vielleicht hilft Dir ja auch das vielgepriesene NADH ??? Ein Nahrungsergänzungsmittel, das die körpereigene Serotoninherstellung fördert. Es ist wohl nicht ganz billig, und da keine Arznei, nicht über Rezept zu bekommen. Soll aber lt. Studien eine sensationelle positive Wirkung haben - und völlig ohne Neben- und Absetzwirkung. (Ich gebe das so wieder, wie in dem Artikel von Supplementa über NADH)
Petra Schürmann hat es wohl nach dem Verlust ihrer Tochter genommen, nachdem sie mit Psychopharmaka derart schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ihr hegt es jetzt wieder sehr gut (hat sogar ein neues Buch darüber geschreieben)
In derzeit, als es mir nicht SO schlecht ging wie jetzt, habe ich es auch genommen und es war o.k. Ich brauchte zumindest keine chemische Keule.

A.

Verfasst: 30.10.2003 14:39
von Linda
Kurz eine kleine Warnung.. man sollte mit den SSRI oder SSNRI keine Substanzen zu sich nehmen, die den Serotoninhaushalt zusätzlich beinflussen. Dazu gehören Johanniskraut und Tryptophan. Wichtig! Ein Serotonin-Syndrom kann tödlich sein... Linda

Verfasst: 30.10.2003 15:19
von venustus
Habe ich gerade aus der 'Supplementa' Seite kopiert!

ENADAlert® Sublingualtabletten

Eigenschaften
Die biologische Substanz NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid Hydrid) ist das Coenzym 1 und in jeder Zelle vorhanden. NADH ist die biologische Form von Wasserstoff, die mit dem Sauerstoff der Zelle unter Bildung von Wasser Energie produziert. Umfangreiche toxische Studien wurden betrieben, um die Sicherheit von NADH zu demonstrieren. NADH besitzt die selbe Toxizität wie Wasser. In der Tat wird NADH also so sicher angesehen, daß individuelle Dosen ohne Rücksicht auf Alter, individuelle Gesundheit und individuelle Bedürfnisse maßgeschneidert werden können. Während der zahlreichen Studien mit NADH und hunderten freiwilligen Probanden wurden weder Nebenwirkungen noch Wechselwirkungen mit anderen Präparaten beobachtet.

Anwendungsgebiete


* gegen JetLag
* im Leistungssport
* für die Energieproduktion in der Zelle
* für die Reparatur von Zell- und DNA-Schäden
* zur Verstärkung der Kapazität des zellulären Immunsystems
* Wirkung als stärkstes biologisches Antioxidans
* Stimulation von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin

Inhalt pro Sublingualtablette
NADH 10,00 mg

Verzehrempfehlung
1 bis 2 ENADAlert®-Sublingualtabletten bei zusätzlichem Bedarf an Energie und körperlicher und geistiger Leistungssteigerung einnehmen. Tablette unter die Zunge legen und zergehen lassen (löst sich in zwei bis drei Minuten auf). ENADAlert® kann jederzeit eingenommen werden, man muß nicht nüchtern sein.

Erfahrungsberichte von ENADA-Konsumenten

"Es hat Wunder an mir gewirkt, verbesserte meine Denkfähigkeit und erhöhte meine Produktivität".

"Ich verfüge durch ENADA über mehr mentale Energie."

"Ich bin dankbar und beeindruckt von der Energie und Kondition, zu der ENADA mir verhilft."

"Ich muß mich nicht mehr setzen, wenn ich an der Couch vorbeigehe."

"Gesteigerte Aufmerksamkeit durch ENADA."

"Ein eindeutiger Energieschub, ohne sich dabei künstlich aufgeputscht zu fühlen."

"Es hat meine Stimmung verbessert und mein Energieniveau erhöht."

"Es hat mir mein Leben zurückgegeben."

"Ich fühle mich besser, wacher und jünger."

"ENADA hat meine Bewegungsfähigkeit und meine Körperhaltung verbessert."

Verfasst: 30.10.2003 15:30
von Oliver
Hallo Andrea.

Das mit dem NADH ist interessant. Ich fände es wichtig solche Alternativen zu sammeln, damit sie nicht im allgemeinen Postingwust verloren gehen. Es wäre klasse, wenn Du und alle anderen, die von solchen Dingen Berichten für alles was sie entdecken und selbst mit guten Ergebnissen ausprobiert haben (oder für ausprobierenswert halten) im Bereich "Alternative Therapien" posten, damit wir diese Dinge nach und nach auch auf unserer Hauptseite zur Verfügung stellen können.

Es gibt leider auch im Bereich der alternativen Medizin viel Geldschneiderei und gefährlichen Unfug, die einzige Methode die Spreu von Weizen zu trennen, wäre echte Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen. Was meint ihr?

Oliver